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Auf den Spuren von… Software-Entwickler Patrick Schäfer

Mag keine Informatiker-Klischees, hat sein Notebook aber trotzdem immer dabei: Software-Entwickler Patrick Schäfer. Foto: Adrian Müller. Mag keine Informatiker-Klischees, hat sein Notebook aber trotzdem immer dabei: Software-Entwickler Patrick Schäfer. Foto: Adrian Müller.

Patrick Schäfer (26) aus Niederfell an der Mosel hat in diesem Jahr sein Masterstudium der Wirtschaftsinformatik an der Universität Koblenz-Landau abgeschlossen. Nun arbeitet er als Software-Entwickler für eine Web-Agentur in der Koblenzer Innenstadt.

Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an Ihre Alma Mater und an Ihre Studienstadt zurückdenken?

Die tolle Atmosphäre, die schöne Stadt und die freundlichen Menschen.

Warum haben Sie sich für ein Studium an der Universität Koblenz-Landau entschieden?

Ich habe meinen Bachelor in Informationstechnik woanders gemacht und wollte zum Master wieder zurück in die Heimat, in der ich groß geworden bin. Meine Familie und viele meiner Freunde wohnen noch hier und die Universität Koblenz-Landau hat in der Informatik einen guten Ruf.

Wussten Sie schon zu Studienbeginn, was Sie später machen wollen? Was war Ihr Traumjob?

Ich wusste schon vor dem Studium, dass ich entweder etwas in Richtung Maschinenbau oder Informatik studieren werde. Mein Traum war es, in der Luft- und Raumfahrttechnik zu arbeiten. Während meines duales Bachelor-Studiums der Informatik an der DHBW Mannheim bekam ich auch die Gelegenheit, für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt zu arbeiten. Dennoch habe ich mich dafür entschieden, noch einen Master-Abschluss in Wirtschaftsinformatik dran zu hängen, um mehr berufliche Möglichkeiten zu haben. Jetzt arbeite ich in meiner Heimatstadt Koblenz als Software-Entwickler bei der Moodia Software & Solutions GmbH.

Was sind Ihre Aufgaben als Software-Entwickler?

Wir bieten ein sehr breites Spektrum an Software an, zum Beispiel Web-Applikationen im eCommerce-Bereich oder im Versicherungs-Sektor. Ich kümmere mich dabei hauptsächlich um die Entwicklung des Back-Ends auf dem Server. Dabei übernehme ich einen Großteil der Planung und Entwicklung, habe somit viel Verantwortung und Entscheidungsfreiheit in unserem kleinen Team. Klein heißt: Insgesamt sind wir 12 Leute, angefangen bei der Beratung und Buchhaltung über die Entwicklung, das Grafikdesign und eben die Software-Programmierung.

Was ist die größte Herausforderung in Ihrem Job?

Die größte Herausforderung ist wirklich, in einem kleinen Team auch größere Projekte stemmen zu können. Das haben wir bisher gut gemeistert. Allerdings heißt dies für das gesamte Team, flexibel zu sein und auch mal Überstunden machen. Wenn mal nicht so viel zu tun ist, kann man die problemlos abfeiern.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag aus?

Ich wohne sehr nah an meiner Arbeitsstelle, daher kann ich nach dem Aufstehen, einem Kaffee und Frühstück zu Fuß zur Arbeit gehen. Dort begrüße ich meine Kollegen und checke erstmal meine E-Mails. Dann gehe ich unsere Liste an Kundenrückmeldungen durch und schreibe mir erstmal einen Plan für den Tag. Diesen gilt es dann abzuarbeiten. Zwischendurch gibt es auch interne Meetings oder Kundenmeetings, in denen Projekte oder neue Produkte besprochen werden. Manchmal schaue ich auch neuen Entwicklern über die Schulter und lerne diese an.

Wie sind Sie an den Job gekommen?

Die Firma ist über das Netzwerk  Xing an mich herangetreten.

Haben Sie spezielle Tipps für das Anlegen von Profilen auf solchen Job-Plattformen?

Xing bietet wie andere Plattformen auch die Möglichkeit, einen eigenen Profiltext zu schreiben. Diesen sollte man unbedingt ausfüllen und mit einschlägigen Stichworten versehen, über die man einfacher von Headhuntern gefunden wird, da deren Suchmaschine nur über diese Tags funktioniert. Inzwischen gibt es dort sehr viele Headhunter, was sehr positiv ist. Allerdings gibt es dadurch auch einige uninteressante Angebote, daher muss man abwägen, welche in Frage kommen . Man kann diese aber auch sehr gut als Bewerbungstraining nutzen.

Generalist oder Spezialist – auf was sollten Studierende Ihres Faches bei der Wahl der Schwerpunkte achten?

Man sollte sich lieber generalisieren, weil in der Informatik die Halbwertzeit des Wissens nur ungefähr drei Jahre beträgt. Daher ist es besser, sich ein gutes Grundwissen anzueignen, das als Basis genutzt werden kann, um neue Trends schnell zu erkennen und seine Fähigkeiten ständig zu erweitern.

Was haben Sie im Studium gelernt, was nicht in den Lehrbüchern zu finden ist?

Die Fähigkeit, sich neues Wissen selbstständig anzueignen.

Ihr schönstes Erlebnis an der Universität Koblenz-Landau?

Die Uniparty, auf der ein Nachbau des DeLorean aus dem Film “Zurück in die Zukunft” als Dekoration und für Fotos aufgestellt worden war.

Was raten Sie unseren Studierenden, die sich für Ihre Berufsbranche interessieren?

Sie sollten zuerst einmal die klassischen Klischees über Informatik über Bord werfen, denn Informatiker sitzen nicht nur den ganzen Tag vor dem PC. Der Job hat auch viel mit Kreativität und sozialen Kompetenzen zu tun, da Entwickler auch sehr viel direkten Kontakt mit den Kunden haben. Außerdem sollte man sehr neugierig und lernwillig sein, um sich die neusten Techniken möglichst schnell anzueignen. Und natürlich sollte man auch stressresistent sein. Allgemein kann ich empfehlen, neben dem Studium möglichst viel zu arbeiten, um auf die vielfältigen Anforderungen im späteren Job optimal vorbereitet zu sein.

Interview: Adrian Müller

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