Alle Artikel in: Alumni-Porträts

Christian Dietze hat Informatik in Koblenz studiert und arbeitet heute für ein Tochterunternehmen der Telekom in Abu Dhabi. Im Interview erzählt er von seinem Weg in die Unternehmensberatung. Foto: Privat

Auf den Spuren von… Christian Dietze, Partner bei Detecon in Abu Dhabi

Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Christian Dietze stieg nach seinem Abschluss als Diplom-Informatiker am Campus Koblenz zunächst als Trainee bei der Deutschen Telekom ein. 16 Jahre später sitzt der 41-Jährige in seinem Büro in Abu Dhabi und koordiniert Telekommunikationsprojekte für die Telekom-Tochterfirma Detecon International.  Sie sind Partner bei der Detecon International GmbH: Wie sind Sie an den Job gekommen? Bei der Deutschen Telekom fing alles an. Nach meinem Abschluss in Informatik habe ich dort für 15 Monate an einem internationalen Führungs-Nachwuchsprogramm teilgenommen. In dieser Zeit habe ich viele verschiedene Unternehmensbereiche in Deutschland und im Ausland kennengelernt. Ich war in Bonn angestellt, hatte aber zum Beispiel eine dreimonatige Station bei T-Mobile in London. Im Anschluss an das Traineeprogramm konnte ich im Konzern bleiben und hatte in meinen Arbeitsbereichen immer einen starken Bezug zu den Themen Prozessmanagement und IT. Vor zehn Jahren habe ich dann bei der Firma Detecon angefangen – das steht für Deutsche Telekom Consulting. Als Unternehmensberatung der Telekom beraten wir sowohl unseren Mutterkonzern als auch Automobilunternehmen wie BMW, Porsche und Audi, aber auch Banken, …

Katharina Schoof liebt an ihrem Job besonders die Internationalität. Nach ihrem Studienabschluss in Erziehungswissenschaft und Bertiebspädagogik ging sie jeweils drei Monate nach London und Argentinien, um ihr Englisch und Spanisch aufzubessern - davon profitiert sie heute noch. Foto: Privat

Auf den Spuren von…Katharina Schoof, Director Leadership Campus an der Bertelsmann University

Katharina Schoofs beruflicher Werdegang ist das, was man eine erfolgreiche Karriere nennt: Von der Personalreferentin in Neustadt zum Director Führungskräfteentwicklung bei Bertelsmann. Dazwischen liegen rund zwanzig Jahre Erfahrung, stets begleitet von dem Wunsch, Erwachsene bei ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen und selbst nie mit dem Lernen aufzuhören. Im Interview erinnert sich die 45-Jährige an ihr Studium der Erziehungswissenschaften und der Betriebspädagogik am Campus Landau und verrät, wie sie ihren roten Faden im Berufsleben gefunden hat. Sie sind Director Leadership Campus bei der Bertelsmann University: Wie sind Sie an den Job gekommen? Mein Weg zu Bertelsmann beinhaltet einige Stationen. Nach meinem Abschluss 1996 bin ich in Neustadt in die Personalberatung eingestiegen, wollte zwei Jahre später aber in die große weite Welt und ging als Personalreferentin nach Berlin zu Pixelpark, einem Unternehmen, das damals zu Bertelsmann gehörte. Aus privaten Gründen verschlug es mich für ein Jahr nach Frankreich, wo ich die Gelegenheit hatte, an einer Business School in der Nähe von Paris im Career Management zu arbeiten. Nach einer weiteren Station bei ProSiebenSat.1 habe ich meine Bertelsmann-Kontakte …

Christina Runkel-Horre hat Germanistik und Kunstwissenschaft am Campus in Koblenz studiert und dort auch promoviert. Heute leitet sie die Stadtgalerie in Neuwied. Foto: Hannah Wagner

Auf den Spuren von… Kuratorin Christina Runkel-Horre

In der Neuwieder Stadtgalerie stapeln sich Kisten und Kartons mit Werken, die auf die neueste Ausstellung warten. Dazwischen steht die 29-jährige Christina Runkel-Horre mit dem guten Gefühl, hier ihren Traumjob gefunden zu haben. Die promovierte Kunstwissenschaftlerin ist seit vergangenem Jahr Kuratorin der Stadtgalerie und spricht im Uniblog von ihren Zielen, Durchhaltevermögen im Studium und dem Berufsalltag, den es bei ihr eigentlich gar nicht gibt. Sie sind seit Juni 2017 Kuratorin der Stadtgalerie Neuwied: Wie sind Sie an den Job gekommen? Das war tatsächlich ein längerer Weg: Schon während meines Studiums der Kunstwissenschaft und Germanistik am Campus in Koblenz habe ich die Theorie in die Praxis umgesetzt und im Mittelrhein-Museum gearbeitet. Leider ist es aber so, dass es im kulturellen Bereich oft wenig finanzielle Mittel gibt und die Stellen begrenzt sind. Deshalb musste ich nach meiner Promotion 2016 erst einen Umweg über einen Verwaltungsjob nehmen. Als ich dann die Ausschreibung für die Kuratorenstelle in der Stadtgalerie Neuwied sah, wusste ich direkt: Das bin ich. Tatsächlich wurde ich zum Gespräch eingeladen und hatte drei Tage später die Zusage. Ich war …

Irina Fenov hat das vielseitige KuWi-Studium sehr genossen und weiß heute genau, wo ihre berufliche Zukunft liegt. Foto: Irina Fenov

Auf den Spuren von… Irina Fenov, Presse- und Marketingmitarbeiterin in einem Ayurveda-Hotel

Das Hotel Ayurveda Parkschlösschen in Traben-Trarbach genießt einen guten Ruf und verdankt das auch der Arbeit von Irina Fenov: Die ehemalige Kulturwissenschaftstudentin arbeitet in der Presse- und Marketingabteilung des Hotels. Über mehrere Praktika fand sie ihren Traumberuf. Drei Jahre ist es her, dass Irina Fenov über ein Praktikum in das Hotel Ayurveda Parkschlösschen kam. Damals war sie 24 und hatte ihren Bachelor in Kulturwissenschaft in der Tasche. Ohne genau zu wissen, wo die Reise beruflich einmal hingehen soll, probierte sich die Absolventin in verschiedenen Praktika aus und entschied sich am Ende für die Arbeit im Hotel. “Eigentlich sollte mein Praktikum hier sechs Monate dauern, doch schon nach drei Monaten wurde ich fest angestellt”, verrät Fenov. Die Arbeit im Presse- und Marketingbereich war, wie sich im Laufe der Zeit herausstellte, genau ihr Ding. Fenov ist als einzige Mitarbeiterin der Marketingabteilung in Vollzeit angestellt. “Ich bin daher überall involviert und kann jederzeit für die anderen einspringen”, erzählt sie. Vorrangig ist sie für das Social Media-Marketing zuständig und kümmert sich um den hoteleigenen Blog. Wenn Sie morgens ins Büro …

Auf den Spuren von… Fabian Hemmerich, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität

An der Universität bleiben und in Forschung und Lehre gehen – das ist eine spannende berufliche Perspektive. Fabian Hemmerich hat diesen Weg gewählt. Der Diplom-Erziehungswissenschaftler studierte am Campus Landau mit den Schwerpunkten Pädagogik der frühen Kindheit und Medienpädagogik und arbeitet heute als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Bamberg. Sie sind wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg: Wie sind Sie an den Job gekommen? Ich habe auf den Internetseiten verschiedener Universitäten nach Stellenausschreibungen für Wissenschaftliche Mitarbeiter gesucht. Ich wusste, dass es an der Universität Bamberg am Institut für Erziehungswissenschaften einen Lehrstuhl für Elementar- und Familienpädagogik gibt, was inhaltlich meiner Studienrichtung Pädagogik der frühen Kindheit entspricht. Auf der Webseite der Uni Bamberg fand ich tatsächlich eine Ausschreibung für eine Stelle an genau diesem Lehrstuhl, auf die ich mich bewarb. Seit April 2016 arbeite ich nun in Bamberg als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Was sind Ihre Aufgaben? In erster Linie plane ich Lehrveranstaltungen zu Themen der Elementar- und Familienpädagogik und führe sie durch. Ich betreue und bewerte außerdem Hausarbeiten sowie Bachelor- und Masterarbeiten der Studierenden – letztere nur …

Alumna Linda Matuschek hat Kulturwissenschaften studiert und übt ihren Beruf als Bestatterin mit viel Einfühlungsvermögen und Humor aus. Foto: Natalie Henzgen

Auf den Spuren von… Bestatterin Linda Matuschek

Der Beruf des Bestatters steht bei jungen Leuten auf der Berufs-Wunschliste nicht gerade ganz oben. Auch das öffentliche Sprechen über den Tod ist ein schwieriges Unterfangen. Alumna Linda Matuschek ist Bestatterin und der Tod ihr Geschäft.   Viel Einfühlungsvermögen muss ein Bestatter für seinen Beruf mitbringen, aber auch einen leichten Hang zum Morbiden, viel Humor und einen Hauch Selbstironie. Mit ihrem Interesse für das Morbide hat Linda Matuschek früher gehadert – so etwas sei nicht normal, dachte sie damals. Sie war schon immer neugierig und hatte Mut zur Veränderung: Nach dem Abitur am Bischöflichen Cusanus-Gymnasium Koblenz, einer Ausbildung zur Reiseverkehrs- und Tourismuskauffrau und einem langen Aufenthalt in Japan begann sie ihr Studium der Kulturwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau. Das Fach, das sich mit der Analyse kultureller Prozesse und Phänomene aus den verschiedensten Blickwinkeln beschäftigt, bestärkte sie darin, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen und Vielfalt zu genießen. Während eines Praktikums im Bestattungsinstitut Jung in Braubach wurde ihr schnell klar: Im Reisebüro würde sie wohl nach dem Studium nicht anzutreffen sein. Traumjob Bestatterin Ihre Familie musste sich an den Gedanken, dass …

Alumna Sarah Ochs sammelte schon während des Studiums viel praktische Erfahrung und hatte dadurch keine Probleme beim Berufseinstieg. Foto: Lisa Leyerer

Auf den Spuren von… Pressereferentin Sarah Ochs

Um sich als Unternehmen zu verkaufen braucht es vor allem eins: gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sarah Ochs arbeitet als Presserefentin bei einer Firma für Banken-IT. Die ehemalige Uniblog-Reporterin hat früh damit begonnen, praktische Erfahrungen zu sammeln. Warum genau das für Ihren Job so wichtig ist, erzählt sie im Interview. Sie sind Pressereferentin bei der Fiducia & GAD IT AG: Wie sind Sie an den Job gekommen? Im Laufe meines Studiums hatte ich mich schon zwei Mal bei der Fiducia & GAD beworben. Mein Bruder hat dort seine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht, das Unternehmen hat in Karlsuhe einen sehr guten Ruf und ist einer der größten Arbeitgeber. Während meiner Masterarbeit in einem anderen Unternehmen habe ich mich bereits vier Monate vor Abgabetermin und Vertragslaufende auf die Suche nach möglichen Arbeitgebern gemacht. Bei der Fiducia & GAD war eine damals Stelle in der Unternehmenskommunikation ausgeschrieben. Zwar war die Stelle befristet auf ein Jahr, aber natürlich habe ich mich trotzdem beworben. Im dritten Anlauf hat es dann endlich geklappt, sodass ich am nächsten Werktag nach Abgabe meiner Thesis …

Gerrit Müller hat an der Uni Koblenz-Landau Informationsmanagement studiert und arbeitet heute in einer Social Media-Agentur. Foto: Greta Rettler

Auf den Spuren von… Head of Client Services Gerrit Müller

Soziale Netzwerke sind für Unternehmen wichtige Kanäle, um das Profil der eigenen Marke zu schärfen und neue Kunden zu gewinnen. Dafür die perfekte Strategie zu finden, ist Aufgabe des Koblenzer Absolventen Gerrit Müller, der in der Agentur 247GRAD arbeitet. Im Interview erzählt der 29-Jährige, warum es wichtig ist, im Beruf auch mal die eigene Komfortzone zu verlassen. Sie arbeiten in der Agentur 247GRAD. Interessanter Name. Woher kommt der? Der Name 247GRAD kommt vom wichtigsten Wind der Welt, dem West-Südwest-Wind. Dieser sorgt für den Flug der Samen, aus denen neues Leben sprießt. Im übertragenen Sinn pflanzen wir als Agentur das Thema Social Media in Unternehmen ein. Wir beraten Konzerne und Mittelständler zum Einstieg oder Ausbau der Social Media-Aktivitäten und helfen bei der Produktion von Content, der Realisierung von Kampagnen, Websites und Apps sowie der Schaltung von Werbung, zu Beispiel auf Facebook oder Twitter. Ihre Berufsbezeichnung heißt auf Deutsch: Kundenzufriedenheitsmanager. Was macht man denn so in diesem Job? Ich halte Kontakt mit unseren Kunden und entwickle erste Lösungsansätze, die zu deren Zielen passen. Wenn ein Marketingmitarbeiter anruft und gern …

Conrad Szudra studierte Kulturwissenschaft in Koblenz. Heute ist der 28-jährige Projektmanager und Teilhaber einer Marketing-Agentur. Foto: Privat

Auf den Spuren von… Marketing-Projektmanager Conrad Szudra

Mit gerade einmal 28 Jahren ist Conrad Szudra bereits Teilhaber einer Agentur für Marketing und visuelle Kommunikation. Nach seinem Master in Kulturwissenschaft am Campus in Koblenz zog es den gebürtigen Berliner nach Leipzig, wo er heute als Projektmanager bei annodare arbeitet. Zu den Kunden der Agentur zählen unter anderem Die Zeit und die Koblenzer Universitätsmusik.  Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an Ihre Alma mater und an Ihre Studienstadt zurückdenken? Für mich war Koblenz immer eine tolle Stadt. Ich habe unglaublich schnell viele Leute kennengelernt und einen neuen Freundeskreis aufgebaut. Dazu beigetragen haben vor allem die Überschaubarkeit am Campus, kurze Wege und der persönliche Kontakt zu den Lehrenden. Warum haben Sie sich für ein Studium an der Universität Koblenz-Landau entschieden? Nach meinem Abitur wollte ich etwas studieren, was in dieser Form nicht allzu verbreitet auf dem Studienmarkt ist. Mein Bruder lebte damals in Koblenz und machte mich auf die Kulturwissenschaft aufmerksam. Die Inhalte sagten mir sofort zu und es passte einfach perfekt zu meiner Idee: Der Bachelor war damals noch ganz neu an der Universität, ich war also quasi …

Thomas Baschab in Aktion: Seit fast 30 Jahren zeigt er Menschen, wie sie ihre Potential optimal ausschöpfen können. Bis zu 30.000 Seminarteilnehmer hören ihm jedes Jahr zu. Fotos: Baschab

Auf den Spuren von… Mentalcoach Thomas Baschab

Thomas Baschab ist einer der erfolgreichsten Redner und Mentalcoaches in Deutschland. Er trainiert Spitzensportler wie Andi Birnbacher und Topmanager großer Unternehmen darin, die eigene Leistung durch mentale Stärke zu verbessern. Vor 25 Jahren studierte Baschab an der Universität Koblenz-Landau berufsbegleitend Betriebspädagogik. Der Abschluss des Studiums war für ihn der Startschuss seiner Karriere als selbstständiger Coach. Warum haben Sie sich für ein Studium an der Universität Koblenz-Landau entschieden? Ich war Schulungsreferent in einem schweizerischen Versicherungsunternehmen. Mein damaliger Chef hat den Studiengang Betriebspädagogik in Landau besucht. Der Studiengang lief berufsbegleitend an den Wochenenden unter Leitung von Professor Hülshoff. Mein Chef war begeistert und bot mir an, ebenfalls teilzunehmen. Wussten Sie schon früh, was Sie beruflich machen möchten? Das Thema Training und Schulung hat mich schon immer fasziniert. Ich bin eigentlich gelernter Versicherungskaufmann. Diese Ausbildung habe ich gemacht, um eine gewisse Fachkompetenz zu erlangen und diese später als Trainer nutzen zu können. Alle anderen Kompetenzen hat mir dann das Leben mitgegeben. Wie meinen Sie das? Ich bin im Leben keinen geraden Weg gegangen, sondern habe viele Dinge ausprobiert …