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Auf den Spuren von… Irina Fenov, Presse- und Marketingmitarbeiterin in einem Ayurveda-Hotel

Irina Fenov hat das vielseitige KuWi-Studium sehr genossen und weiß heute genau, wo ihre berufliche Zukunft liegt. Foto: Irina Fenov

Irina Fenov hat das vielseitige KuWi-Studium sehr genossen und weiß heute genau, wo ihre berufliche Zukunft liegt. Foto: Irina Fenov

Das Hotel Ayurveda Parkschlösschen in Traben-Trarbach genießt einen guten Ruf und verdankt das auch der Arbeit von Irina Fenov: Die ehemalige Kulturwissenschaftstudentin arbeitet in der Presse- und Marketingabteilung des Hotels. Über mehrere Praktika fand sie ihren Traumberuf.

Drei Jahre ist es her, dass Irina Fenov über ein Praktikum in das Hotel Ayurveda Parkschlösschen kam. Damals war sie 24 und hatte ihren Bachelor in Kulturwissenschaft in der Tasche. Ohne genau zu wissen, wo die Reise beruflich einmal hingehen soll, probierte sich die Absolventin in verschiedenen Praktika aus und entschied sich am Ende für die Arbeit im Hotel. “Eigentlich sollte mein Praktikum hier sechs Monate dauern, doch schon nach drei Monaten wurde ich fest angestellt”, verrät Fenov. Die Arbeit im Presse- und Marketingbereich war, wie sich im Laufe der Zeit herausstellte, genau ihr Ding.

Fenov ist als einzige Mitarbeiterin der Marketingabteilung in Vollzeit angestellt. “Ich bin daher überall involviert und kann jederzeit für die anderen einspringen”, erzählt sie. Vorrangig ist sie für das Social Media-Marketing zuständig und kümmert sich um den hoteleigenen Blog. Wenn Sie morgens ins Büro kommt, checkt sie als erstes die vielen E-Mails, die sie täglich mit Anfragen erreichen. Im Blog erwarten sie Kommentare und Fragen der Kunden. “Viele kann ich selbst beantworten, aber manche Fragen, die sich spezifisch auf Ayurveda beziehen, muss ich an die Experten im Hotel weiterleiten”, erklärt Fenov. Einen großen Teil ihrer Arbeitszeit verbringt sie mit der Vorbereitung von Beiträgen für den Blog. Fenov plant die Themen und trifft sich mit den Autoren, die im Hotel arbeiten. Das kann zum Beispiel auch der Koch sein. “Die Texte erscheinen zwar unter dem Namen der Autoren, aber vorher lese ich sie gründlich und veröffentliche sie dann.” Außerdem macht Fenov Fotos und dreht für Werbezwecke kleine Videos auf dem Hotelgelände.

Um den Erfolg des Blogs zu sichern, analysiert Fenov einmal im Monat die Zahlen der Blogleser, um herauszufinden, welche Themen und Beiträge gut laufen – so auch bei allen anderen Online-Kanälen. Aber nicht nur der Auftritt im Netz ist wichtig, auch die Organisation und Betreuung von Veranstaltungen für die Presse gehören zu Fenovs Aufgaben.

Immer up to date

Ob offline oder online – stets drehen sich die Themen in ihrem Beruf um Ayurveda. Das ist für Fenov, die keine ayurvedische Ausbildung hat, eine Herausforderung. Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, bildet sie sich regelmäßig weiter im Bereich Ayurveda und Online-Marketing: “Die Online-Welt unterliegt einem ständigen Wandel und dem müssen wir unsere Arbeit anpassen.” Fenov rät Studierenden, die in dem Bereich arbeiten wollen, sich darauf einzustellen, dass sie sich regelmäßig fortbilden müssen und niemals ausgelernt haben werden.

Den Grundstein für ihr Wissen legte das Studium der Kulturwissenschaft.  “Während meiner Zeit an der Uni hatte ich keinen Traumjob im Kopf, wollte aber etwas mit Medien machen und Kulturwissenschaft hat mich einfach interessiert”, erklärt Fenov. Das Fach wird von dem Zusammenspiel der Fächer Ethnologie, Medienwissenschaft und Philosophie geprägt und man kann sich intensiv mit den Medien und ihrer Wirkung auseinandersetzen. Im Laufe des Studiums absolvierte Fenov ein Praktikum bei einer Zeitung – und wusste danach, dass dies nichts für sie ist. Ein anderes Praktikum im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hingegen begeisterte sie. “Den besten Rat gab mir meine Familie: Mache viele Praktika, um herauszufinden, was du willst.” Durch das Studium hat Fenov auch die Fähigkeit gewonnen, sich schnell in neue Themen einzuarbeiten und so flexibel zwischen den verschiedenen Bereichen ihres Berufsfeldes agieren zu können.

Die Studienzeit zählt für Fenov zu den schönsten Zeiten ihres Lebens. “Ich habe viel für mich und für das Leben gelernt, zum Beispiel, offen an Neues heranzugehen”, erzählt sie. Fenov vermisst die kleinen, intensiven Kurse und die abwechslungsreichen Projekte des Studiums. “Der Arbeitsalltag ist nicht langweiliger, bringt aber viel mehr Routine ins Leben”, sagt sie. Trotzdem versucht sie, sich ein Stück der Studienzeit zu bewahren: “Wenn ich offen bleibe, kann ich mich immer wieder neu erfinden”, ist sie überzeugt. Im Berufsalltag hilft ihr diese Sichtweise dabei, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Etwas, worauf es in ihrer Branche ankommt.

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