Alle Artikel mit dem Schlagwort: Landau

Hilft der Karriere auf die Sprünge: Anna Schmidt vom Women Career Center. Foto: Greta Rettler

Women Career Center hilft jetzt auch in Landau beim Karrierestart

Das Women Career Center bietet seit dem Wintersemester 2016/17 auch in Landau Workshops und Veranstaltungen für Frauen an, um sie beim Karrierestart zu unterstützen und Unsicherheiten in der Phase des Berufseinstiegs zu beseitigen. Ist meine Bewerbungsmappe in Ordnung? Wie verhalte ich mich im Vorstellungsgespräch oder in einer Gehaltsverhandlung? Bei diesen Fragen hilft seit einigen Wochen das Women Career Center (WCC) am Campus Landau. Es vermittelt Wissen und Kompetenzen an der Schnittstelle zwischen Studium, Wissenschaft und Beruf und richtet sich an Studentinnen aller Fachbereiche, die ihre individuellen Fähigkeiten kennenlernen und stärken wollen und auf der Suche nach dem richtigen Handwerkszeug sind, um sich später im Beruf etablieren zu können. Interessierte Teilnehmerinnen haben zudem die Möglichkeit, sich über Bildungsziele im wissenschaftlichen Bereich beraten lassen: “Wir unterstützen Frauen auch in der Frage, ob die Aufnahme  eines Master- oder Promotionsstudium für sie persönlich sinnvoll ist”, erklärt Anna Schmidt, Projektkoordinatorin des Women Career Centers. “Als Programm zur Gleichstellungsförderung besteht das übergeordnete Ziel unserer Angebote darin, Frauen für Führungspositionen zu qualifizieren und zu motivieren”, fährt sie fort. Dabei behalten die Mitarbeiterinnen …

Guido Groß kennt den Standort Koblenz seit über 30 Jahren. Als Pastoralreferent kam der heute 57-Jährige damals aus dem Saarland an Rhein und Mosel. Foto: Marius Adam

Katholische Hochschulgemeinde: Ansprechpartner in allen Lebenslagen

Religiöser Auftrag, Berater für Lebensfragen und praktische Alltagshilfe: Die Katholische Hochschulgemeinden (KHG) in Koblenz und Landau sind Anlaufstelle für ganz unterschiedliche Dinge. Die Pastoralreferenten Ralf Nico Körber und Guido Groß geben Religion und Glauben an der Universität ein Gesicht und stehen auch als wissenschaftliche Diskussionspartner bereit. Wissenschaft und Religion: Zwei Gegensätze, die nicht zueinander passen, weil sie von unterschiedlichen Grundsätzen ausgehen? “Diese Ansicht befindet sich nicht erst seit gestern im Wandel und trotzdem ist Glaube für viele eine suspekte Geschichte. Religion als solches steht in der heutigen Zeit wieder mehr denn je unter einem generellen Verdachtsmoment”, erklärt Ralf Nico Körber. Der 41-jährige Pastoralreferent der KHG am Campus Landau versucht, Licht ins Dunkle zu bringen: „Oft ist Religion ins Private und Individuelle zurückgezogen und wird als irrational abgestempelt. Wir versuchen, ihr durch unsere Arbeit an der Universität ein Gesicht zu geben und stehen auch im wissenschaftlichen Kontext als Diskussionspartner zur Verfügung.“ So ist in Landau die religionspädagogische Arbeitsstelle für Lehrer im selben Haus wie die örtliche KHG untergebracht. Am Schwestercampus in Koblenz ist die Arbeit der Gemeinde ebenfalls in den universitären Kontext eingebettet: …

Die Erziehungswissenschaftlerinnen Evamaria Schwarz und Nina Mathes bieten im Sommer den Welcome-Treff für internationale Familien an. Foto: Lisa Leyerer

Welcome-Treff: Kinderleichte Integration

Bepackt mit einem Bollerwagen voller Spielsachen und einer großen Picknickdecke verwandeln Evamaria Schwarz und Nina Mathes den Goethepark  in Landau in einen großen Kinderspielplatz. Im Rahmen eines Projekts des Kinderschutzbundes Landau-Südliche Weinstraße organisieren die Studentinnen in den Sommermonaten einen Welcome-Treff für Familien aus aller Welt. Ihr Ziel: Integration durch Spiel und Spaß. Pünktlich um 16 Uhr wird die Flagge im Landauer Goethepark gehisst. Sie ist das Erkennungszeichen des Projekts und markiert den Ort des Zusammenkommens. “Jeder ist eingeladen, vorbei zukommen und gemeinsam zu Spielen, zu Lachen und sich auszutauschen”, erklärt Studentin Nina Mathes. Während ihres Praktikums beim Kinderschutzbund hatte sie gemeinsam mit ihrer Chefin die Idee, ein neues Projekt zu organisieren. Evamaria Schwarz, die ebenfalls ein Praktikum beim Kinderschutzbund absolvierte und zusammen mit Mathes Erziehungswissenschaften studiert, stieg nach der Kontaktaufnahme in das Projekt mit ein. Nach der Genehmigung von Fördergeldern von der Organisation Aktion Mensch konnte die Planung beginnen. Von Beginn an richtet sich der Treff an Familien jeder Herkunft und Ethnie, damit eine Integration möglich ist. Um Flüchtlingsfamilien den Treff zu ermöglichen organisierten die beiden …

Der Landauer AStA stellt sich vor. Foto für Collage: Fotolia

Landauer AStA stellt sich vor

Gemeinsam etwas bewegen – das ist das Ziel der Referenten des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) am Campus Landau. Unter der Leitung der Vorsitzenden Katharina Schmidt und Luisa Horsten engagieren sich insgesamt 13 Studierende. Ihr Aufgabengebiete sind breit gefächert und reichen von der Rechtsberatung für Studierende über das Engagement für politisch-soziale Themen bis hin zur Organisation beliebter Uni-Partys. Im Uniblog geben AStA-Mitarbeiter Einblick in ihre Arbeit. Events im Referat Events, Kultur & Sport Hanna Scholz weiß, wovon sie spricht: Seit dem Beginn ihres Studiums engagiert sie sich ehrenamtlich in der Hochschulpolitik. Die ersten Partys organisierte sie im Rahmen der Fachschaft, bevor sie das AStA-Referat Events übernahm. Auf ihrer Organisationsliste stehen unter anderem Veranstaltungen für Erstsemester, die Atriumsfete, der Flohmarkt oder auch die Studi-Bühne des Landauer Sommers. Ob Getränkelieferant, Platzgenehmigungen, sanitäre Anlagen oder Security-Firma – es gibt viele Kleinigkeiten, an die sie bei der Planung denken muss. Hinzu kommt der Blick auf die Finanzen und die Kalkulation der Ausgaben. “Ich muss mich mit den beteiligten Leuten auseinandersetzen und wissen wann was wie passiert und ob meine Planung aufgeht. …

Digitale Bildung wird heute groß geschrieben, auch an der Universität Koblenz-Landau. Dr. Peter Ferdinand ist Geschäftsführer des IWM, der zentralen Einrichtung für digitale Innovationen. Foto: Marius Adam

E-Learning: Mehr als eine digitale Vorlesung

Online-Lernplattformen, Smartboards in Seminarräumen, elektronische Klausuren – die Möglichkeiten für multimediales Lernen sind heute vielfältig. Die Universität Koblenz-Landau verfügt mit dem Institut für Wissensmedien (IWM) über eine zentrale Support-Einrichtung für E-Learning, die sich mit digitalen Innovationen und Projekten beschäftigt. Welche Vorteile bietet digitale Bildung? Hören Studierende zukünftig Vorlesungen nur noch vom Sofa aus? Uniblog hat bei IWM-Geschäftsführer Dr. Peter Ferdinand nachgefragt. Als Geschäftsführer des IWM sind Sie Experte auf dem Gebiet digitale Bildung und digitales Lernen. Ist E-Learning heute fester Bestandteil der universitären Lehre? E-Learning begegnet Studierenden in ihrem Alltag an der Universität fast täglich, denn es gibt eine Fülle an digitalen Lehr- und Lernangeboten, die überwiegend ergänzend zur Präsenzlehre, aber auch als reine Online-Angebote zur Verfügung stehen, und die Qualität der Lehre verbessern sollen. Im Vergleich zu den Anfangszeiten, als E-Learning noch vorrangig mittels lokaler Datenträger wie CD oder DVD realisiert wurde, sind Lehr- und Lerninhalte in Zeiten des mobilen Internets quasi überall und rund um die Uhr verfügbar. Welche Angebote gibt es an unserer Universität und wie werden sie von den Studierenden genutzt? Das Bekannteste wird …

Engagiert, fröhlich und motiviert: Das sind die AStA-Vorsitzenden Luisa Horsten und Katharina Schmidt am Campus Landau. Foto: Lisa Leyerer

Doppelspitze im Einsatz für Landauer Studis

Sie sind die Spitze der Studierendenschaft am Campus Landau: Katharina Schmidt und Luisa Horsten leiten seit Mai 2016 gemeinsam den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Ihre Terminkalender sind voll und ihre Wochen straff geplant. Die beiden setzen sich täglich für die Studierenden und die Universität ein, immer mit dem Ziel, etwas zu bewegen. 13:15 Uhr. Zwischen zwei Veranstaltungen treffen sich Luisa Horsten und Katharina Schmidt in ihrem kleinen Büro. Inmitten voller Regale, Umzugskisten und einem Sofa haben sie sich ihren Arbeitsplatz mit Blick über den Campus eingerichtet. „Wenn wir nicht gerade auf Terminen unterwegs sind, kommen wir hier unseren Aufgaben nach“, sagt Schmidt und zeigt auf ihren Schreibtisch. Ihre Aufgaben sind vielfältig: „Wir kümmern uns um all jenes, für das es kein Referat gibt“, ergänzt die Psychologie-Studentin Horsten und schmunzelt. Die beiden AStA-Vorsitzenden vertreten sowohl den Ausschuss als auch die Studierenden der Universität am Campus Landau in der Öffentlichkeit. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Referenten und Referentinnen, der Hochschulleitung, der Stadt Landau, dem Studierendenparlament (StuPa) und anderen Studierendenschaften in Rheinland-Pfalz“, erzählt Horsten. Eine Herausforderung: „Kommunikation und Koordination …

Um die kulturelle Selbstverständigung geht es im campusübergreifenden Forschungsschwerpunkt Kultur-Norm. Foto: Fotolia/ agsandrew

Alles normal?

Was ist normal? Was heißt Tradition? Woran orientieren wir uns? Was ist für uns verbindlich? Wie drückt sich die Normativität unserer Lebensform im Handeln aus? Das Themenfeld des Forschungsschwerpunktes Kulturelle Orientierung und normative Bindung, kurz Kultur-Norm, ist breit gespannt: In insgesamt neun Projekten identifizieren Wissenschaftler standortübergreifend Fragestellungen der kulturellen Selbstverständigung hinsichtlich ihrer normativen Facetten. Kultur-Norm ist neben KoMePol und AufLand einer von drei Forschungsschwerpunkten der Universität, die im Rahmen der Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz gefördert werden. Der Schwerpunkt wird von den Kultur- und Geisteswissenschaften getragen und teilt sich in drei Cluster, in denen wiederum in Einzelprojekten geforscht wird. Vertreter der Soziologie, Philosophie, Pädagogik, Ethnologie, Theologie, Romanistik und Germanistik nähern sich mit jeweils eigenem Blickwinkel den gemeinsamen Fragestellungen zur kulturellen Selbstverständigung. “Interdisziplinär zu arbeiten ist ein Prozess. In einem Verbundprojekt muss man einander zuhören und verstehen. Besonders spannend ist es dann, wenn man gemeinsame Methodenfragen oder thematische Anschlussstellen entdeckt”, berichtet Dr. Marion Steinicke. Zusammen mit Anna Magdalena Schaupp koordiniert sie das Projekt. Die produktiven Reibungspunkte bestimmen die Arbeit der Wissenschaftler. Tagungen,  Konferenzen und Workshops werden organisiert und häufig in Zusammenarbeit mit Nachwuchswissenschaftlern …

Geschichten erlauben dem Leser, in fremde Welten einzutauchen und neue Erfahrungen zu sammeln. Foto: Colourbox.de

Mit Geschichten die Welt verbessern

Wir lesen Romane oder schauen Filme, um uns zu unterhalten. Geschichten können jedoch nicht nur ein wunderbarer Zeitvertreib sein, sondern auch unser Verhalten und unsere Einstellung verändern. Diesen Effekt nennt man narrative Persuasion. Constanze Schreiner ist Doktorandin am Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik in Landau und untersucht das Phänomen für ihre Promotion.  Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Geschichte von Karius und Baktus, zwei kleine Zahntrolle, die im Mund von Max, einem kleinen Jungen, zuhause sind? Dort haben sie es sich in einem Backenzahn häuslich eingerichtet und sind fleißig dabei, ihr Terrain mit Hilfe von Pickel und Presslufthammer auf den Eckzahn auszuweiten. Max, der gerne Süßes isst und sehr ungerne seine Zähne putzt, bekommt von den Bauaktionen der beiden Zahntrolle schlimme Zahnschmerzen. Im Laufe der Geschichte lernt er, dass gründliches Zähneputzen und regelmäßige Zahnarztbesuche helfen, Zahntrolle zu verjagen. So erging es nicht nur Max – Generationen von Kindern haben durch Karius und Baktus erfahren, welche unangenehmen Konsequenzen Süßigkeiten haben können und wie wichtig Zähneputzen ist. Experimente helfen, Gefühle zu lesen In meiner Doktorarbeit interessiere …

Hat viel Energie und ist ein echtes Multitalent: Student Jeffrey Deubler. Foto: Privat

Allround-Talent: Hausmeister und Gitarrenlehrer

Jeffrey Deubler ist ein richtiges Allorund-Talent: Vormittags jobbt er als Hausmeister, nachmittags gibt der Student der Sozial- und Kommunikationswissenschaften Gitarrestunden. Für Deubler unbezahlbar: Frische Luft, gelungene Riffe und der Anblick eines perfekt gemähten Rasens. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Jeffrey Deubler, ich bin 27 Jahre alt und studiere im 2. Mastersemester Sozial- und Kommunikationswissenschaften in Landau. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite als Hausmeister in der Nähe von Landau, jeweils zwei bis dreimal pro Woche. An den restlichen Tagen oder nachmittags gebe ich, je nach Anzahl der Schüler, Gitarrenstunden bei mir Zuhause. Was sind Ihre Aufgaben? Meine Hausmeister-Aufgaben sind sehr vielseitig. Ich kümmere mich eigentlich um alles, was anfällt. Von Rasen mähen, Straße und Hof kehren, Unkraut jäten, Hecken schneiden bis hin zu Mülleimer …

In einer Kläranlage der Entsorgungsbetriebe Landau werden die von Schuhen entwickelten Filterkartuschen getestet. Sie sollen für eine bessere Filterung des Abwassers sorgen. Fotos: Wasser 3.0

Sauberes Wasser durch Hybridkieselgele

Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht: Junior-Professorin Dr. Katrin Schuhen hat sich diesen Satz zum Leitthema ihrer Forschung gemacht. Ihr Team, die Arbeitsgruppe MINTovation, arbeitet im Projekt Wasser 3.0 an der Schnittstelle von Chemie, Technik und Umwelt. Die Aufgabe: Eine Alternative zu Aktivkohle zu finden, um organische Spurenstoffe aus unserem Abwasser zu filtern. Welchen Stellenwert das Wasser für uns Menschen hat, wird an einer Zahl besonders deutlich: 140 Liter verbraucht ein Mensch durchschnittlich am Tag. Wasser ist die wichtigste Ressource auf der Welt. Nicht nur die Wasservorräte schwinden zunehmend, auch die Verunreinigung nimmt immer größere Ausmaße an. Hauptsächlich organische Spurenstoffe wie Abbauprodukte von Medikamenten und Pestizide gelangen in den Wasserkreislauf. Zum Beispiel durch die Einnahme einer Schmerztablette: 60 Prozent des Wirkstoffes Ibuprofen verlässt den Körper unverändert und gelangt ins Abwasser. Die Entsorgung von Medikamenten über die Toilette, verseuchte Abfälle aus der Industrie oder Polyfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC) in Funktionskleidung, die über den Waschprozess abgesondert werden, verunreinigen unser Wasser. “Die Kläranlagen haben längst ihre Grenzen erreicht, deshalb muss ein neues Material entwickelt werden, das als vierte Reinigungsstufe in der Kläranlage zum Einsatz kommt. Dieses Material soll …