Alle Artikel in: Ehrenamt: Studis engagiert

Fotos: Philipp Sittinger

Die erste Studentin in der Familie

Wenn Abiturienten kurz vor ihrem Abschluss stehen und sich auf das Studium vorbereiten, können sie oft auf die Erfahrungen ihrer Eltern zurückgreifen. Die Studentin Jennifer Siegert engagiert sich in der Organisation ArbeiterKind, um Schülern beim Studieneinstieg zu helfen, deren Familien keinen akademischen Hintergrund haben. Das hat auch persönliche Gründe: Siegert ist die erste Studentin in ihrer Familie. 0

Die Welcome Dinner-Runde (von links nach rechts): Linda Koch, Jana Adams, Khaled Kalshika und Amir Yahia Aldabbas. Foto: Anna Maria Junghänel

Welcome Dinner: Ein Abendessen mit Geflüchteten

Gemütlich zusammen essen, sich unterhalten und dabei kennenlernen – das ist das Ziel des Koblenzer Projekts Welcome Dinner, bei dem Geflüchtete zusammen mit Einheimischen an einem Tisch sitzen. Die Studentinnen Linda Koch und Jana Adams, Studierende der Kulturwissenschaft am Campus Koblenz, gehören zum Team und möchten Geflüchtete und Interessierte zusammenführen und ihnen die Möglichkeit geben, sich bei einem gemeinsamen Essen auszutauschen. Die zwei jungen Frauen stehen in der kleinen WG-Küche von Jana Adams, vor ihnen stehen zwei Pfannen und ein Topf auf der Herdplatte. Sie rühren und schneiden nebenbei den Salat im Spülbecken. Heute stehen Spätzle –mit und ohne Käse-, Linsengemüse und frischer Salat auf der Speisekarte. Linda Koch lächelt: „Ich komme aus dem Schwabenland und wollte den Gästen ein typisch schwäbisches Gericht zeigen, von dem wir auch vermuten, dass sie es noch nicht kennen, zumindest keine selbstgemachten Spätzle.“ Die Serie Sich für andere einsetzen und selbst dazulernen – ein Ehrenamt kann das Studium inhaltlich bereichern und den Horizont erweitern. In unserer Rubrik “Ehrenamt: Studis engagiert” zeigen Studierende, welche ehrenamtlichen Beschäftigungen sich anbieten und wie man …

Adrian Staffen (24) ist ehrenamtlich aktiv und setzt sich für Greenpeace und ARIWA ein. Foto: Esther Guretzke

Ehrenamtlicher bei Greenpeace und ARIWA

Der Koblenzer Student Adrian Staffen setzt sich aktiv für Tierrechte und Umweltschutz ein. Beide Themen hängen eng miteinander zusammen, denn der enorme Konsum von tierischen Produkten in unserer Gesellschaft belastet die Umwelt. Seit 2016 ist Staffen deshalb Ehrenamtlicher bei Greenpeace und regelmäßig in der Fußgängerzone unterwegs, um Aufklärung zu betreiben. Eigentlich könnte er sich seinem Studium widmen und seine Freizeit mit Freunden verbringen, aber für Adrian Staffen ist das nicht genug. Der Student aus Koblenz setzt sich aktiv für Umweltschutz und Tierrechte ein: Er ist Mitglied bei Greenpeace Koblenz und bei ARIWA Koblenz (Animal Rights Watch). “Ich konnte einfach nicht mehr länger nur zusehen”, erklärt Staffen seine Motivation. “Ich wollte aktiv etwas für die Rechte von Tieren tun und über die Auswirkungen des menschlichen Handelns auf die Umwelt informieren.” Greenpeace: Für Mensch und Umwelt Die Serie Sich für andere einsetzen und selbst dazulernen – ein Ehrenamt kann das Studium inhaltlich bereichern und den Horizont erweitern. In unserer Rubrik “Ehrenamt: Studis engagiert” zeigen Studierende, welche ehrenamtlichen Beschäftigungen sich anbieten und wie man die Balance hält zwischen Stundenplan und Initiative. Er begann sein ehrenamtliches Engagement Anfang 2016, …

Sarra Inoubli, Gül Akin, Ali Kaya und Sanaa Radani (von links) bilden den Vorstand der Islamischen Hochschulgruppe (ISK) am Campus in Koblenz. Foto: Greta Rettler

Islamische Studierende Koblenz: Mit Aufklärung und Offenheit gegen Vorurteile

Aufklären, diskutieren und offen sein: Das sind die Grundsätze der Islamischen Studierenden Koblenz. Die Hochschulgruppe organisiert verschiedene Veranstaltungen am Campus Koblenz und verfolgt dabei das Ziel, ein authentisches Bild des Islam zu zeichnen und zu einem gleichberechtigten, interreligiösen Dialog beizutragen. Der Islam ist oftmals mit negativen Vorurteilen behaftet. Viele Menschen wissen nur wenig über diese Religion und deren vielfältige Kultur. Dabei zeigt er sich durchaus offen und bereit für Diskussionen, Aufklärung und Verständnis. Gerade junge Muslime sehen es als ihre gesellschaftliche Aufgabe, Vorurteile abzubauen und zu vermitteln. So auch die Mitglieder der Hochschulgruppe Islamische Studierende Koblenz (ISK). Sprachrohr für muslimische Studierende Die Serie Sich für andere einsetzen und selbst dazulernen – ein Ehrenamt kann das Studium inhaltlich bereichern und den Horizont erweitern. In unserer Rubrik “Ehrenamt: Studis engagiert” zeigen Studierende, welche ehrenamtlichen Beschäftigungen sich anbieten und wie man die Balance hält zwischen Stundenplan und Initiative. Der 21-jährige Ali Kaya studiert Informationsmanagement am Campus in Koblenz und ist im Vorstand der ISK aktiv: „Die Förderung des interreligiösen Dialogs steht am Anfang eines jeden Verständnisses und eines gemeinsamen Lebens in der …

Hochschulgruppen von Amnesty International gibt es an beiden Standorten der Universität. In Koblenz engagiert sich unter anderem Helena Heibel. Foto: Greta Rettler

Hochschulgruppe Amnesty: Engagement für Menschenrechte

Weltweit setzt sich die Non-Profit-Organisation Amnesty International für Menschenrechte ein. Auch an den zwei Standorten der Universität Koblenz-Landau gibt es studentische Gruppen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge und gegen Rassismus engagieren. Diese Arbeit ist nicht nur für die Allgemeinheit, sondern auch für die vielen angehenden Lehrer in Koblenz und Landau wichtig. Nicht überall auf der Welt geht es gleich und gerecht zu: Menschenrechte werden verletzt, die Meinungsfreiheit eingeschränkt oder Bevölkerungsgruppen verfolgt und diskriminiert. Da die Betroffenen oft nicht die Möglichkeit haben, ihre Situation selbst zu verändern, engagieren sich Menschen wie Helena Heibel für Amnesty International. “Uns geht es so gut, dass wir die Zeit und die Möglichkeit haben, über den Tellerrand zu schauen und diesen Menschen zu helfen”, erklärt die Studentin. Koblenz: Flüchtlingsarbeit betrifft jeden in der Gesellschaft Die Serie Sich für andere einsetzen und selbst dazulernen – ein Ehrenamt kann das Studium inhaltlich bereichern und den Horizont erweitern. In unserer Rubrik “Ehrenamt: Studis engagiert” zeigen Studierende, welche ehrenamtlichen Beschäftigungen sich anbieten und wie man die Balance hält zwischen Stundenplan und Initiative. Heibel ist in der Amnesty-Gruppe in Koblenz aktiv, …

Der Koblenzer AStA stellt sich vor. Foto für Collage: Fotolia

Koblenzer AStA stellt sich vor

Hand in Hand: So arbeitet der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) am Campus Koblenz. Unter dem Vorsitz von Marco Böhm kümmern sich Mitarbeiter in insgesamt 13 Referaten um die Anliegen von Erstsemestern, von Themen wie Ökologie und Mobilität bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement ist alles dabei. Im Uniblog geben einige AStA-Referenten Einblick in ihre Arbeit. Sport, Ökologie und Mobilität Ob als ehrenamtliche Helferin bei Greenpeace oder Aktivistin für den Umweltschutz, Isabelle Mierau ist mit ganzem Herzen dabei. Und das seit Juni 2016 auch am Campus Koblenz als Referentin für Sport, Ökologie und Mobilität. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem die Wettkampfanmeldungen der Sportler, das Organisieren von Veranstaltungen oder Vorträgen und die Betreuung des Unigarten-Arbeitskreises. An ihrem neuen Posten schätzt sie besonders die Zusammenarbeit mit verschiedenen Tier- und Umweltschutzorganisationen. Gemeinsam können so tolle Projekte auf die Beine gestellt werden, wie beispielsweise ein veganer Weihnachtsmarkt. Internationales Um alleine ins Ausland zu gehen, braucht man schon ein wenig Mut und meist auch viel Organisation. Das hat auch Natascha Neises während ihres Auslandssemesters gemerkt und sich nach ihrer Rückkehr dazu entschieden, anderen …

Mike Simonsen engagiert sich im Koblenzer AStA und ist Ansprechpartner für die O-Phase. Foto: Greta Rettler

Im Einsatz für Koblenzer Erstsemester

Mike Simonsen ist Student der Pädagogik und seit November 2014 Mitglied des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) am Campus Koblenz. Angefangen als Referent für Mobilität, bekleidet er nun das Referat für Erstsemester. Dabei kommt es vor, dass er in der Orientierungswoche der Erstsemester zwischen 60 und 100 Stunden arbeitet. “Ich komme quasi vor Sonnenaufgang und gehe erst wieder, wenn sie untergegangen ist”, berichtet Mike Simonsen. Außerhalb der ‘heißen’ Orientierungsphase reduziert sich seine Stundenzahl auf zehn bis 15 Stunden in der Woche. In dieser Zeit kann er sich wieder mehr auf sein Pädagogik-Studium konzentrieren. Angefangen hat der Student sein Engagement beim AStA im Mobilitätsreferat und im Arbeitskreis der Orientierungsphase. Während dieser Zeit lernte er den AStA-Alltag kennen und schätzen und sein Interesse für die Hochschulpolitik wurde geweckt: “Ich dachte mir, was die können, kann ich noch besser.” Aber nicht nur im AStA ist Simonsen engagiert dabei, er sitzt außerdem im Verwaltungsrat des Studierendenwerks Koblenz: “Irgendwann hat sich bei mir die Denkweise eingestellt: Machen statt meckern”, erklärt Simonsen. Die Serie Sich für andere einsetzen und selbst dazulernen – ein Ehrenamt kann das …

Die Erziehungswissenschaftlerinnen Evamaria Schwarz und Nina Mathes bieten im Sommer den Welcome-Treff für internationale Familien an. Foto: Lisa Leyerer

Welcome-Treff: Kinderleichte Integration

Bepackt mit einem Bollerwagen voller Spielsachen und einer großen Picknickdecke verwandeln Evamaria Schwarz und Nina Mathes den Goethepark  in Landau in einen großen Kinderspielplatz. Im Rahmen eines Projekts des Kinderschutzbundes Landau-Südliche Weinstraße organisieren die Studentinnen in den Sommermonaten einen Welcome-Treff für Familien aus aller Welt. Ihr Ziel: Integration durch Spiel und Spaß. Pünktlich um 16 Uhr wird die Flagge im Landauer Goethepark gehisst. Sie ist das Erkennungszeichen des Projekts und markiert den Ort des Zusammenkommens. “Jeder ist eingeladen, vorbei zukommen und gemeinsam zu Spielen, zu Lachen und sich auszutauschen”, erklärt Studentin Nina Mathes. Während ihres Praktikums beim Kinderschutzbund hatte sie gemeinsam mit ihrer Chefin die Idee, ein neues Projekt zu organisieren. Evamaria Schwarz, die ebenfalls ein Praktikum beim Kinderschutzbund absolvierte und zusammen mit Mathes Erziehungswissenschaften studiert, stieg nach der Kontaktaufnahme in das Projekt mit ein. Nach der Genehmigung von Fördergeldern von der Organisation Aktion Mensch konnte die Planung beginnen. Die Serie Sich für andere einsetzen und selbst dazulernen – ein Ehrenamt kann das Studium inhaltlich bereichern und den Horizont erweitern. In unserer Rubrik “Ehrenamt: Studis engagiert” …