Alle Artikel in: Ehrenamt: Studis engagiert

Marco Böhm verbringt viele Stunden in dem Büro des AStA, verhandelt, koordiniert und organisiert. Foto: Esther Guretzke

Sprachrohr der Koblenzer Studis

Mit 24 ein verantwortungsvolles Amt innehaben – das geht, und zwar schon im Studium. Marco Böhm macht es vor: Der Mathe- und Informatikstudent ist Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) am Campus Koblenz. In verschiedene Referate unterteilt, setzt sich der AStA für die Interessen der Studierenden der Universität ein und fördert gesellschaftliches Engagement. Bei Böhm laufen alle Fäden zusammen.  „Manchmal arbeite ich 20 Stunden in der Woche“, sagt Böhm mit Blick auf seinen Terminkalender. Seit Juni hat er das Amt des Vorsitzenden inne, zuvor war er ein Jahr lang Referent für Hochschulinternes beim AStA. Als Vorsitzender fungiert er als eine Art Teamleiter für die 17 Mitarbeiter in den 14 Referaten. Er ist Ansprechpartner und Koordinator. Gerade in den heißen Phasen kurz vor großen Events wie der Orientierungsphase für die Erstsemester oder Themenwochen ist Einsatzbereitschaft und gutes Zeitmanagement gefragt. Die viele Arbeit macht dem Lehramtsstudenten nichts aus, für ihn gehört ehrenamtliches Engagement einfach dazu: Neben seinem Amt im Studierendenausschuss spielt Böhm Tuba in verschiedenen Vereinen und ist im Vorstand des Junggesellenvereins seines Heimatdorfes. Öffentlichkeitsarbeit stärken Das AStA-Team des …

Engagiert, fröhlich und motiviert: Das sind die AStA-Vorsitzenden Luisa Horsten und Katharina Schmidt am Campus Landau. Foto: Lisa Leyerer

Doppelspitze im Einsatz für Landauer Studis

Sie sind die Spitze der Studierendenschaft am Campus Landau: Katharina Schmidt und Luisa Horsten leiten seit Mai 2016 gemeinsam den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Ihre Terminkalender sind voll und ihre Wochen straff geplant. Die beiden setzen sich täglich für die Studierenden und die Universität ein, immer mit dem Ziel, etwas zu bewegen. 13:15 Uhr. Zwischen zwei Veranstaltungen treffen sich Luisa Horsten und Katharina Schmidt in ihrem kleinen Büro. Inmitten voller Regale, Umzugskisten und einem Sofa haben sie sich ihren Arbeitsplatz mit Blick über den Campus eingerichtet. „Wenn wir nicht gerade auf Terminen unterwegs sind, kommen wir hier unseren Aufgaben nach“, sagt Schmidt und zeigt auf ihren Schreibtisch. Ihre Aufgaben sind vielfältig: „Wir kümmern uns um all jenes, für das es kein Referat gibt“, ergänzt die Psychologie-Studentin Horsten und schmunzelt. Die beiden AStA-Vorsitzenden vertreten sowohl den Ausschuss als auch die Studierenden der Universität am Campus Landau in der Öffentlichkeit. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Referenten und Referentinnen, der Hochschulleitung, der Stadt Landau, dem Studierendenparlament (StuPa) und anderen Studierendenschaften in Rheinland-Pfalz“, erzählt Horsten. Eine Herausforderung: „Kommunikation und Koordination …

Dilara Karadag gibt Flüchtlingen Deutschunterricht und ist auch bei Alltagsfragen für sie da. Fotos: Privat

Patin in der Flüchtlingshilfe

Zahlreiche Studierende der Universität Koblenz-Landau arbeiten in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Wo man sich überall engagieren kann, welche Herausforderungen ein Ehrenamt mit sich bringt und wie kompatibel Studium und Ehrenamt sind, beleuchtet unsere Serie. In diesem Teil berichtet Dilara Karadag von ihrer ehrenamtlichen Arbeit in der Flüchtlingshilfe. Kommunikation ist alles, heißt es oft. Doch wenn die Kommunikationspartner nicht dieselbe Sprache sprechen und aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen, ist Kreativität gefragt. Das weiß auch Dilara Karadag. Sie arbeitet ehrenamtlich in der Flüchltingshilfe und kennt die Herausforderungen der Sprachbarriere: „Mit Hand und Fuß kann man sich verständigen, aber erklären Sie mal ein offizielles Schreiben bürokratischer Natur auf diese Art.“ Karadag studiert im fünften Fachsemester Pädagogik am Campus Koblenz. Durch ein Praktikum beim Jugendmigrationsdienst in Köln wurde das Interesse der 22-Jährigen an der Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund geweckt. Besonders die Herzlichkeit einiger Flüchtlinge, die sie während des Praktikums kennenlernte, blieb ihr in Erinnerung. Ehrenamt im Patenprojekt der Caritas Für Karadag stand schnell fest, dass sie nach ihrem Praktikum weiter in der Flüchtlingshilfe tätig sein wollte. Sie meldete sich bei der Caritas …

Marcel Boden bringt in seiner Freizeit Kindern kreativ seinen Glauben näher. Foto: Esther Bauer

Die Bibel visuell und kindgerecht verpacken

Zahlreiche Studierende der Universität Koblenz-Landau arbeiten in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Wo man sich überall engagieren kann, welche Herausforderungen ein Ehrenamt mit sich bringt und wie kompatibel Studium und Ehrenamt sind, beleuchtet unsere Serie. In diesem Teil berichtet der Student Marcel Boden, wie er seinen Glauben und die Arbeit mit Kindern zusammenbringt.  Manchmal trügt der Schein. Marcel Boden, 21 Jahre alt, trägt Basecap und ein weites T-Shirt, hat ein Piercing und jede Menge Festivalbändchen am Arm. Dass der Koblenzer Pädagogik-Student sich in seiner Freizeit ehrenamtlich dafür einsetzt, Kindern die Bibel nahezubringen, würde man auf den ersten Blick sicher nicht vermuten. Doch genau das ist der Fall: Über die Organisation “Kirche mit Kindern” arbeitet er zusammen mit anderen Ehrenamtlichen daran, Bibelstellen, die im Gottesdienst behandelt werden, kindgerecht zu verpacken. „Wir wollen die Bibel visuell darstellen, damit man als Kind besser versteht, was gemeint ist“, erklärt Boden. Dabei zeigen er und seine Kollegen viel kreativen Einsatz: Um beispielsweise die 40-jährige Reise von Moses und seinen Anhängern durch die Wüste darzustellen, verteilen die Betreuer Sand auf dem Boden und lassen die Kinder die …

Viktoria Schäfer (l.) und Jennifer Retz (r.) konnten schon viele Studierende zum Mithelfen motivieren. Foto: privat.

Koblenz lernt e.V.: Ehrenamtliche Nachhilfe für Schüler

Mehr Bildungschancen und eine bessere Zukunft für alle – das ist das Ziel von „Koblenz lernt“. Von Studierenden ins Leben gerufen, ermöglicht der Verein Schülern mit Lernschwierigkeiten einmal wöchentlich kostenlose Nachhilfe. Die Idee, ehrenamtliche Nachhilfe anzubieten, kam den Vereins-Gründerinnen Jennifer Retz und Viktoria Schäfer bereits im zweiten Studiensemester. Beide absolvierten vor Studienbeginn ein Auslandssemester in den USA: „Dort arbeitete ich ehrenamtlich an einer Schule. Als ich wieder zurück in Koblenz war, musste ich feststellen, dass es diese Möglichkeit hier nicht gab“, berichtet Retz. Während des ersten Schulpraktikums an einer Realschule plus fiel den beiden auf, dass viele Schüler Schwierigkeiten im Unterricht und bei den Hausaufgaben haben. Darum gründeten Retz und Schäfer im März 2013 den Verein „Koblenz lernt“, der Schülern bei Lernproblemen hilft. Das nötige Wissen und die Kompetenz haben sich die beiden Studentinnen neben dem Studium selbst angeeignet. Schäfer kümmert sich hauptsächlich um das Marketing und die Finanzen, Retz um die Kontakte zu den Schulen und Kindern. Mit ihrem Kommilitonen Michael Meixner fanden sie einen engagierten Helfer, der die Personalabteilung des Vereins sowie die Sponsoren …

Steffen Leist engagiert sich mit viel Spaß ehrenamtlich und reiste schon mehrfach nach Afrika, um dort zu helfen. Foto: Esther Bauer

Steffen Leist baut eine Wasserfilteranlage in Uganda

Zahlreiche Studierende der Universität Koblenz-Landau arbeiten in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Wo man sich überall engagieren kann, welche Herausforderungen ein Ehrenamt mit sich bringt und wie kompatibel Studium und Ehrenamt sind, beleuchtet eine neue Serie. Zum Auftakt berichtet der Koblenzer Student Steffen Leist über sein Ehrenamt in Afrika. In Uganda half er beim Bau einer Wasserfilteranlage für eine Schule. „Ehrenamt ist eine Grundhaltung“, erklärt Steffen Leist. Er studierte bereits mehrere Semester Bauingenieurwesen in Karlsruhe, als ihm klar wurde, dass ihm etwas fehlt. Schon in seiner Jugend war er beim Deutschen Roten Kreuz aktiv und wollte sich auch im Studium mehr für soziale Projekte engagieren. Mit dem Karlsruher Verein Engineers Without Borders des Institute of Technology e.V. fand er gleichgesinnte Studierende aus verwandten Fachrichtungen, die ihr technisches Wissen einsetzen, um anderen Menschen zu helfen. Hauptsächlich führt der Verein Infrastrukturprojekte in Entwicklungsländern wie Haiti, Srilanka, Uganda, Ruanda und anderen Ländern durch. Leist reiste 2013 nach Uganda und half dem Verein, in einem kleinen Dorf Trockentoiletten für ein Waisenhaus zu bauen. Anders als bei Latrinen, die in der ländlichen Bevölkerung Afrikas weit …

Studenten geben ehrenamtlich Nachhilfe

Studierende engagieren sich gern ehrenamtlich. Das zeigt die „Studenteninitiative für Kinder“, die jetzt auch in Koblenz und Landau aktiv ist. Die größte studentische Organisation im Bereich der ehrenamtlichen Nachhilfe arbeitet europaweit mit 4000 studentischen Mitgliedern  zusammen. Ihr Auftrag? Ehrenamtliche Nachhilfe für sozial benachteiligte Kinder. UniBlog sprach mit Daniel Kipper, dem Sonderbeauftragten der „Studenteninitiative für Kinder e.V.“. Daniel Kipper ist auf dem Sprung nach Landau. Er will zur Konrad-Adenauer-Realschule plus (KARS). Die Kars ist die erste Partnerschule der Initiative in Landau. Zum Start der Nachhilfe trifft er dort die studentischen Gruppenleiter. Und Kerstin Burkhart, Vermittlungslehrerin der KARS. Einige ihrer Schüler warten schon dringend auf Nachhilfe. Kipper freut sich: „Die Studenteninitiative gibt es in zahlreichen Universitätsstädten, in Koblenz und Landau bisher noch nicht. Auf eine Rundmail der Studenten an beiden Standorten haben sich spontan rund 60 Studenten gemeldet.“ Im Februar 2013 konnte die Landauer Gruppe gegründet werden, in Koblenz gibt es sie seit März. Kipper selbst wurde im Jahr 2006 über einen Zeitungsbericht auf die Initiative aufmerksam. Er zögerte nicht lange, um ehrenamtlich aktiv zu werden. Sein …