Ehrenamt: Studis engagiert
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Doppelspitze im Einsatz für Landauer Studis

Engagiert, fröhlich und motiviert: Das sind die AStA-Vorsitzenden Luisa Horsten und Katharina Schmidt am Campus Landau. Foto: Lisa Leyerer Engagiert, fröhlich und motiviert: Das sind die AStA-Vorsitzenden Luisa Horsten und Katharina Schmidt am Campus Landau. Foto: Lisa Leyerer

Sie sind die Spitze der Studierendenschaft am Campus Landau: Katharina Schmidt und Luisa Horsten leiten seit Mai 2016 gemeinsam den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Ihre Terminkalender sind voll und ihre Wochen straff geplant. Die beiden setzen sich täglich für die Studierenden und die Universität ein, immer mit dem Ziel, etwas zu bewegen.

13:15 Uhr. Zwischen zwei Veranstaltungen treffen sich Luisa Horsten und Katharina Schmidt in ihrem kleinen Büro. Inmitten voller Regale, Umzugskisten und einem Sofa haben sie sich ihren Arbeitsplatz mit Blick über den Campus eingerichtet. „Wenn wir nicht gerade auf Terminen unterwegs sind, kommen wir hier unseren Aufgaben nach“, sagt Schmidt und zeigt auf ihren Schreibtisch. Ihre Aufgaben sind vielfältig: „Wir kümmern uns um all jenes, für das es kein Referat gibt“, ergänzt die Psychologie-Studentin Horsten und schmunzelt. Die beiden AStA-Vorsitzenden vertreten sowohl den Ausschuss als auch die Studierenden der Universität am Campus Landau in der Öffentlichkeit. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Referenten und Referentinnen, der Hochschulleitung, der Stadt Landau, dem Studierendenparlament (StuPa) und anderen Studierendenschaften in Rheinland-Pfalz“, erzählt Horsten. Eine Herausforderung: „Kommunikation und Koordination sind für uns von zentraler Bedeutung. Wir müssen immer den Überblick behalten.“

Keine leichte Aufgabe, darum gibt es auch eine doppelte Besetzung der Vorstandsspitze: „Es ist einfach zu viel Arbeit für eine Person allein. So haben wir noch die Möglichkeit, unserem Studium nachzukommen und müssen uns nicht zwischen Studium und AStA entscheiden”, weiß Schmidt. Horsten engagierte sich vor diesem Ehrenamt lange im StuPa und eignete sich dort die erste hochschulpolitische Expertise an. Schmidt war schon in der Vergangenheit im AStA aktiv und arbeitete im Vorsitz der Fachschaftsvertretung. Die Bündelung beider Perspektiven sorgt für eine fruchtbare Zusammenarbeit der beiden Studentinnen. „Als klar wurde, dass wir einen neuen Vorsitz brauchen, bin ich auf Luisa zu gegangen und habe gefragt, ob sie sich eine Doppelspitz mit mir vorstellen kann“, erinnert sich Schmidt. „Uns war von Anfang an wichtig, einen funktionierenden AStA-Vorsitz zu haben. Mit unseren bisherigen Erfahrungen ergänzen wir uns super”, erzählt Horsten.

Handwerkszeug und Motivation

Wer an der Spitze eines politischen Amtes steht, braucht vor allem eins: Durchsetzungsvermögen. „Man muss an den Sachen dran bleiben und nicht jedes Nein akzeptieren. Nur dann kann man wirklich etwas verändern“, verdeutlicht Schmidt. Zu sehen, dass man als Team Erfolg hat – sei es im Rahmen von Verhandlungen zur Verbesserung der Studienbedingungen oder einer gelungenen Studi-Party – ist für die Studentinnen Motivation genug, um einen Großteil ihrer Freizeit zu opfern und sich zu engagieren. Aber auch an Erfahrung für das Leben nehmen beide einiges mit: sich selbst zu organisieren und zu lernen wie man am ehesten ans Ziel kommt, hilft den beiden sowohl im Studium als auch im Alltag. „Man erfährt, wie man mit Menschen umgehen muss und lernt, zwischen den verschiedenen Rollen zu wechseln, um verschiedene Standpunkte zu vertreten“, erzählt Horsten. Auch Schmidt freut sich als angehende Lehrerin darauf, ihren Schülern ein Vorbild zu sein und ihnen aus eigener Erfahrung zu zeigen, „wie wichtig es ist, sich im Leben zu engagieren, den Mund aufzumachen und für seine Ziele einzutreten“.

Was ist der AStA?

Der AStA ist der Allgemeine Studierendenausschuss, welcher vom Studierendenparlament gewählt wird. Er ist demokratisch strukturiert. Die Referate beschäftigen sich mit Themen wie Hochschulpolitik, Soziales, Kultur, Gleichstellung und Ökologie. Außerdem bemüht sich der AStA in Zusammenarbeit mit Fachschaftsvertretungen, Lehrenden, Vertretern der Stadt oder der Landesregierung um die Lösung der Probleme von Studierenden, vermittelt bei Konflikten und organisiert Infoveranstaltungen und Partys. (gur/kra)

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