Alle Artikel mit dem Schlagwort: Campusleben

Heute schreibt Campus-Reporterin Maria Preuß. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Tausche Kaffee gegen Erfahrungen

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute macht sich Maria Preuß bewusst, welche Chancen so ein Studium bietet – wenn man sich ein bisschen strukturiert. Mittwochmittag, 11.30 Uhr. Der zweite Kaffee wird gekocht, die Zeitung liegt auf dem Tisch. Zum Lesen komme ich aber nicht, weil ich seit zwei Stunden in ein Gespräch mit meiner Mitbewohnerin verwickelt bin. Ein klassischer Tagesstart einer Studentin. Es stehen etliche Dinge auf meiner To-Do-Liste. Unter anderem: eine Masterarbeit schreiben. Aber die muss ich  nicht morgen abgeben. Deswegen kann ich jetzt auch noch einen Kaffee trinken. Diese zeitliche Freiheit ist fatal. Sie gaukelt mir vor, mich entspannen zu können und überrascht mich dann zwei Tage vor Klausur- oder Abgabeterminen mit Panik und Versagensängsten. Und dennoch ist diese Freiheit das Beste am ganzen Studium und ein durchweg unterschätztes Privileg. Erst als ich die Erfahrung eines 40-Stunden-Jobs gemacht habe, wurde mir das richtig bewusst. Natürlich muss ich mich in meinem Studium selbst motivieren und strukturieren. Außerdem bin ich finanziell eingeschränkt oder muss …

Foto: Phillip Sittinger

Campusbilder der Woche

Wir präsentieren Ihnen in jeder Woche ein Campusbild aus Koblenz und Landau. Heute: Unsere beiden Standorte und ihre Besucher in der Dunkelheit. Wenn man klein und weiß ist, vier Pfoten hat und die Dunkelheit hereinbricht, braucht es ein wenig neonfarbene Unterstützung, um gesehen zu werden. Diesen beiden kleinen Besuchern begegnete Campus-Reporter Jan Reutelsterz auf dem abendlichen Campus in Koblenz.  In Landau fotografierte Uniblog-Fotograf Philipp Sittinger in der Unibibliothek Studierende, die bis spätabends noch fleißig über den Büchern sitzen.    Stimmen Sie ab! Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welches Bild hat das Zeug zum Campusbild des Monats? Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. Das nächste Voting findet am 5. Dezember statt.

Die klassische Musik begeistert die vier Studenten seit der Schulzeit und hat sie an der Universität zusammengeführt. Foto: Privat

Aus Liebe zur Musik: Das Männerensemble Feinkost

Ihre Geschichte begann während des Studiums am Campus Landau: Tassilo Tissot, Dominik Vollbracht, Benedikt Wiechmann und Johannes Knauer lernten sich im Universitätschor kennen und entdeckten ihre gemeinsame Begeisterung für klassische Musik. Ursprünglich wollten sie nur einer Freundin ein Ständchen singen, mittlerweile treten sie regelmäßig als vierköpfiges A-Cappella-Ensemble Feinkost auf.   Ob unter der Dusche oder im Probenraum: „Gesungen haben wir Vier schon immer“, erzählt Tassilo Tissot. Ihr gemeinsamer Nenner ist die klassische Musik. Sie war es auch, die sie im Universitätschor zusammenbrachte. Unter der Leitung von Olaf Meyer sammelten die vier Studenten Erfahrung im Gesang und probierten sich auch im Vokalensemble aus, das sich der A-Capella-Musik widmet. Die Gründung ihres eigenen Ensembles war aber eher eine Spaß-Idee: „Wir hatten für eine gute Freundin, die ebenfalls im Vokalensemble der Universität sang, ein Lied komponiert und dieses spontan vorgetragen. Dabei haben wir gemerkt, dass wir zu Viert erstaunlich gut harmonieren“, erinnert sich Tissot. So entstand das Quartett Feinkost. Der Name ist das Resultat eines langen Findungsprozesses: „Einen adäquaten Namen für ein Männerquartett zu finden, der prägnant klingt …

Das Soulfood in der gemütlichen Altstadt von Koblenz. Hier kann man auch an regnerischen Tagen die kulinarische Seele baumeln lassen. Foto: Lisa Engemann

Koblenz entdecken: Eine ganz persönliche Genussreise

Läden mit Unikat-Charakter, die das Studentenleben außerhalb des Campus bereichern. Verloren im Dickicht der Gastronomie-Ketten sucht man diese scheinbar vergeblich. Doch versteckt zwischen immergleichen Hoefer-, L’Osteria- und Hans im Glück-Filialen gibt es sie noch – die Läden, die man nur in Koblenz findet und die der Stadt einen individuellen Charakter verleihen. Auf der Verkehrsinsel des Friedrich-Ebert-Rings zieht wieder ein neues Schnellrestaurant ein. Es überrascht mich nicht sonderlich, als ich einen Dönerspieß rotieren sehe, wo früher raffinierte Salate und Kaffeespezialitäten lockten. Aus dem liebvoll gestalteten Café Wartesälchen ist ein Dönerimbiss geworden. Einer unter Tausenden. Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, wie so ein Imbiss zum Lebensretter werden kann – besonders nach einer durchtanzten Nacht. Aber ein guter Döner ist eben nicht alles. Koblenz hat viel mehr zu bieten als Kalbfleisch in einem Fladenbrot, denke ich mir. Croissants zum Beispiel. Der frische Blätterteig von Hand ausgerollt, versetzen sie einen in der französischen Pâtisserie Croissant de Paris wirklich in die Stadt der Liebe. Daneben findet man eine exquisite Auswahl an Éclaires, fruchtigen Tartelettes und fluffigen Chouquettes, die einem der Besitzer …

In der Studikolumne macht sich Natalie Henzgen Gedanken über die Kommunikation in Zeiten von Whatsapp und Co. Foto: unsplash/rawpixel

Im DigiTal der Kommunikationsneurosen

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute macht sich Natalie Henzgen Gedanken über die Verzwicktheit von zwischenmenschlicher Kommunikation in Zeiten von WhatsApp und Co. Als Studierende der Kulturwissenschaft kommt man um das Thema Kommunikation nicht herum. Schon im ersten Semester habe ich mir den Kopf über Theorien von Barthes oder Habermas zerbrochen. Dabei habe ich so meine ganz eigenen Erfahrungen auf diesem Feld vorzuweisen. Angesichts meiner gegen Null tendierenden IT-Kompetenzen würde ich es nicht unbedingt wagen, mich als „Digital Native“ zu bezeichnen, wie das die Medien gerne mit Menschen meines Alters tun. Aber es stimmt schon: Ich bin, wie viele andere, mit Smartphones, sozialen Medien und Apps aufgewachsen. Und jeder von uns findet es angenehm, so mühelos mit seinen Freunden in Kontakt bleiben zu können, wie das mit WhatsApp, Snapchat und Facebook der Fall ist. Aber es bringt auch seine Fallstricke mit sich. Was in mittelalterlichen Verhörmethoden die Daumenschrauben waren, können heutzutage Messenger-Apps sein. Im 21. Jahrhundert kann Kommunikation auch zur Qual werden. Kommunikation schwer …

Heute schreibt Campus-Reporterin Esther Guretzke. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Wonach riecht Glück?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute philosophiert Esther Guretzke über ihre Zukunft nach dem Bachelorstudium. Lustlos klicke ich mich durch endlose Stellenanzeigen. Ich vergleiche die Anforderungen, mein Profil, ich überlege, was ich von meinem Job erwarte und was potenzielle Arbeitgeber erwarten. Nach fünf Minuten stelle ich fest, dass ich keine eierlegende Wollmilchsau bin, aber, dass ich mich mit ein paar Kompetenzbegriffen sicherlich als solche zeigen kann. Ja, ich arbeite gerne. Ja, ich bin lernfähig und eine meiner größten Stärken: Ich bin begeisterungsfähig. Schnell und effizient kann ich mich in neue Jobs reinfinden. Die Frage, die ich mir stelle, ist jedoch: Will ich das? Der Bachelor ist beendet und ich stehe vor dieser riesigen Frage, was nun eigentlich passiert. Während ich mir darüber Gedanke mache, dreht sich die Zeit weiter. Sicherlich gibt es Studierende, die genau wissen, was sie nach dem Studium machen möchten. Vielleicht arbeiten sie sogar gezielt auf den einen Job hin. Bei mir ist das nicht so. Ich habe im Urlaub erfahren, …

Engagiert, fröhlich und motiviert: Das sind die AStA-Vorsitzenden Luisa Horsten und Katharina Schmidt am Campus Landau. Foto: Lisa Leyerer

Doppelspitze im Einsatz für Landauer Studis

Sie sind die Spitze der Studierendenschaft am Campus Landau: Katharina Schmidt und Luisa Horsten leiten seit Mai 2016 gemeinsam den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Ihre Terminkalender sind voll und ihre Wochen straff geplant. Die beiden setzen sich täglich für die Studierenden und die Universität ein, immer mit dem Ziel, etwas zu bewegen. 13:15 Uhr. Zwischen zwei Veranstaltungen treffen sich Luisa Horsten und Katharina Schmidt in ihrem kleinen Büro. Inmitten voller Regale, Umzugskisten und einem Sofa haben sie sich ihren Arbeitsplatz mit Blick über den Campus eingerichtet. „Wenn wir nicht gerade auf Terminen unterwegs sind, kommen wir hier unseren Aufgaben nach“, sagt Schmidt und zeigt auf ihren Schreibtisch. Ihre Aufgaben sind vielfältig: „Wir kümmern uns um all jenes, für das es kein Referat gibt“, ergänzt die Psychologie-Studentin Horsten und schmunzelt. Die beiden AStA-Vorsitzenden vertreten sowohl den Ausschuss als auch die Studierenden der Universität am Campus Landau in der Öffentlichkeit. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Referenten und Referentinnen, der Hochschulleitung, der Stadt Landau, dem Studierendenparlament (StuPa) und anderen Studierendenschaften in Rheinland-Pfalz“, erzählt Horsten. Eine Herausforderung: „Kommunikation und Koordination …