Abschlussarbeiten
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Wie Disney unser Bild von Familie prägt

Arielle, Hercules und Co.: Schon als Kind begeisterte sich Kalnicki für Disney-Filme und hat auch ihre Bachelorarbeit dem Thema gewidmet. Foto: Esther Bauer Arielle, Hercules und Co.: Schon als Kind begeisterte sich Kalnicki für Disney-Filme und hat auch ihre Bachelorarbeit dem Thema gewidmet. Foto: Esther Bauer

Schon als kleines Mädchen liebte Jennifer Kalnicki die märchenhaften Filme von Walt Disney. Diese Leidenschaft ließ die heutige Studentin der Kulturwissenschaft nicht los. In Ihrer Bachlorarbeit untersucht sie, wie Disney-Filme unser Bild von Familie prägen.

Die Serie: Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen? 

Wer sind Sie und was studieren Sie?

Mein Name ist Jennifer Kalnicki, ich bin 29 alt und ich studiere jetzt den Master of Arts Kulturwissenschaft am Campus Koblenz.

Was ist das Thema Ihrer Bachelor-Abschlussarbeit?

In meiner Bachlorarbeit habe ich aus soziologischer Perspektive Vater-Kind-Beziehungen in verschiedenen Disney-Filmen analysiert. Mein Erkenntnisinteresse liegt darin, zu zeigen, mit welchen Stereotypen, Idealen und Vorbildern die Geschichten arbeiten. Durch Disney-Filme werden Kindern Werte vermittelt. Meine Arbeit legt den Fokus auf Familienwerte und die Wertschätzung von guten Familienbeziehungen. Das spielt bei Disney eine große Rolle. Der Vater ist zwar häufig nur ein Part der Nebenhandlung, hat aber dennoch einen großen Einfluss auf das Handeln der Disney-Helden. Meine Ergebnisse zeigen, dass der Vater fast immer ein moralischer Antagonist ist. Er hat die Rolle des Wegweisers und Ratgebers für den Sohn oder die Tochter inne. Gleichzeitig bleibt er in alten Traditionen verhaftet, aus denen die Helden versuchen, auszubrechen.

Wie kamen Sie auf dieses Thema? 

Ich bin seit meiner Kindheit Disney-Fan. Ich wollte auf jeden Fall über etwas schreiben, das mich interessiert. Das Medium Film fand ich besonders spannend. Gerade im soziologischen Bereich lassen sich Filme gut mit den wissenschaftlichen Themen verknüpfen.

Welche Tipps geben Sie Studierenden, die auf der Suche nach einem passenden Thema sind?

Man sollte auf jeden Fall brainstormen und Schlagwörter sammeln, die einen interessieren. Danach sollte man schauen, ob sich daraus ein Thema ergibt, zu dem man wirklich forschen kann. Dabei spielt auch die vorhandene Literatur eine Rolle. Es ist schwierig, eine Bachelorarbeit zu schreiben, wenn noch kein wissenschaftliches Fundament zu dem Thema vorhanden ist. Ein guter Tipp ist, sich nicht zu verschätzen und sich wilde, an den Haaren herbeigezogene Themen auszudenken.

Nach welchen Kriterien haben Sie den Betreuer Ihrer Abschlussarbeit ausgesucht?

Ich wusste direkt, bei wem ich schreiben wollte und in welchem Fachbereich und habe bei Prof. Dr. Albrecht angefragt. Er fand das Thema annehmbar. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich fühlte mich gut betreut und konnte mit allen Fragen bezüglich des Themas an ihn wenden.

In der Bibliothek, im Café oder zu Hause – Wo schreiben Sie am liebsten?

Ich schreibe am liebsten zu Hause. Im Café wäre es mir einfach zu laut und es gibt zu viele Möglichkeiten, sich abzulenken. Ich bin Anfang der Woche einkaufen gegangen und konnte mich so den Rest der Woche meiner Thesis widmen. Natürlich kann man sich auch zu Hause ablenken. Ein wenig Disziplin muss man also schon aufbringen.

Wie haben Sie Ihren Arbeitsablauf organisiert? 

Bei  einer so intensiven Arbeit wie der Bachelorarbeit arbeite ich drei Tage in der Woche wirklich intensiv. Ich kann nicht sieben Tage die Woche schreiben und auch nicht einen ganzen Tag durch. Ich habe noch Nebenjobs und möchte auch mein Leben drumherum nicht komplett vernachlässigen. Dafür habe ich auch die drei Monate voll ausgenutzt.

Was unternehmen Sie zum Ausgleich zur wissenschaftlichen Arbeit?

Ich tanze mehrmals in der Woche und singe. Außerdem tut eine Tasse Kaffee und ein Plausch mit den Freunden zwischendurch ganz gut. Den ganzen Tag am Laptop zu verbringen, ist für mich undenkbar.

Schreibblockaden, Krisen, Selbstzweifel – kennen Sie das? Was machen Sie in solchen Momenten?

Tatsächlich bin ich davon weitestgehend verschont geblieben. Ich brauche immer ein bisschen, bis ich einen Anfang gefunden haben. Wenn die Gliederung mal steht, kann ich relativ flüssig runter schreiben. Es ist wichtig, vorher die Literatur gut zu lesen, sich Gedanken zu machen, welche Theorie die Arbeit fundiert und mit welcher Methode man arbeiten möchte. Wenn das klar strukturiert ist, dann ist die Gefahr, am Thema vorbei zu schreiben, geringer.

Was sind Ihre Pläne für die Zeit nach dem Abschluss? Wissen Sie schon, was Sie beruflich machen möchten?

Momentan studiere ich noch den Master of Arts Kulturwissenschaft und mache mir Gedanken über diese Abschlussarbeit. Gernell möchte ich im Kunstbereich, gerne in der Museumsarbeit, am Theater oder in einer Bibliothek arbeiten. Zusammenfassend interessiert mich also eher ein künstlerisches Tätigkeitfeld.

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