Alle Artikel mit dem Schlagwort: Psychologie Landau

Anja Isele studierte Psychologie und Pädagogik auf Diplom. Jetzt arbeitet sie als Führungskraft im Schweizer Unternehmen Sika. Foto: Anja Isele

Auf den Spuren von… Anja Isele, Head Learning & Development Switzerland bei der Sika Services AG

Anja Isele kommt aus einem kleinen Ort nahe der Schweizer Grenze. Sie lebt und arbeitet nicht nur in zwei Ländern, sondern hat auch zwei Diplome: in Psychologie und Pädagogik. Die 38-Jährige erlangte am Campus Landau ein breit gefächertes Wissen. Ihr Weg war damals ungewöhnlich, doch der Blick von zwei Seiten lohnt sich in ihrem Job als Führungskraft in einem Schweizer Unternehmen bis heute. …

Keine Angst vor Feuer: Miriam Grabisch tobt sich in ihrer Feuershowgruppe regelmäßig aus und genießt die staunenden Blicke der Zuschauer. Fotos: Philipp Sittinger

Die Feuer-Tänzerin

Manche Menschen lesen in ihrer Freizeit, andere entspannen sich beim Kochen. Miriam Grabisch spielt gern mit Feuer. Die Psychologiestudentin ist Teil einer Feuerkünstlergruppe.  Nur wenige Millimeter von der Haut entfernt wandern die Flammen an ihrem Gesicht vorbei. Mit konzentriertem Blick lässt Miriam Grabisch den brennenden Reifen um ihren Hals kreisen. Dann nimmt sie einen Arm nach oben, führt ihn durch den sich drehenden Hula-Hoop-Reifen und zieht ihren Kopf darunter hervor, bis er um ihren Arm schwingt. Mit einem sicheren Griff umfasst sie den Feuerreifen an einer nicht-brennenden Stelle und hält ihn fest: “Und was möchtet ihr jetzt sehen?”, fragt sie mit kühnem Blick. Seit drei Jahren trainiert Grabisch mit der Feuerkünstlergruppe Inferno. Einmal pro Woche treffen sich die Mitglieder, um neue Tricks einzustudieren. Die Bewegungsabläufe werden dafür so lange wiederholt, bis sie sicher sitzen. Besonders dann, wenn sich Grabisch ein neues sogenanntes Tool aneignen will. Neben dem Hula-Hoop spielt sie mit Fächern. Im warmen Licht des Feuers posiert sie mit den brennenden Accessoires. Das Rauschen der Flammen ist dabei so laut, dass jedes andere Geräusch …

Das Team von PLAST: Miriam Schaefer, Zacharias Steinmetz, Maximilian Meyer, Katherine Muñoz, Jutta Milde, Lea Heidbreder und Isabella Bablok (von links nach rechts). Foto: Philipp Sittinger

Gegen das Plastik-Problem

Ob im Supermarkt, Auto oder in unserer Kleidung: Plastik ist allgegenwärtig. Komplett darauf zu verzichten, ist schwierig. PLAST hat sich zum Ziel gesetzt, die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Risiken des direkten und indirekten Plastikverbrauchs voranzutreiben. Im Interview erklären Dr. Jutta Milde, Dr. Katherine Muñoz und Lea Marie Heidbreder die Brisanz des Themas. Was genau hat es mit PLAST auf sich? Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und Projekte vor, die im Dienst der Universität Koblenz-Landau die Forschung voranbringen. Alle Artikel aus dieser Serie Milde: PLAST ist ein Projekt der Interdisziplinären Forschungsgruppe Umwelt (IfG). Es soll das Problemfeld Plastik fächerübergreifend beleuchten. Dazu nähern wir uns dem Phänomen Plastik aus drei Forschungsdisziplinen: Der Psychologie, der Kommunikations- und der Naturwissenschaft. Ich betreue das Teilprojekt Commplast. Wir analysieren die massenmediale Berichterstattung und beschäftigen uns damit, welche Informationen über Risiken von Plastikkonsum und welche möglichen Lösungen an die Öffentlichkeit kommuniziert werden. Muñoz: Die naturwissenschaftliche Perspektive vertritt das Teilprojekt Soilplast. Wir stellen uns die Frage, welche Auswirkungen die Anwendung von Plastik in der Landwirtschaft auf die Qualität des Bodens hat und …

Wie schaffen es Politiker, dass Wähler ihnen vertrauen und am Wahltag für sie stimmen? Dieser Frage geht Doktorandin Nicole Methner in ihrer Promotion nach. Foto: Hiller

Wie Vertrauen in politische Akteure entsteht

Vertrauen ist eine harte Währung für Politiker. Wie Volksvertreter die Gunst und das Wohlwollen des Wählers gewinnen, ist allerdings nicht einfach zu beantworten. Nicole Methner, Doktorandin am Institut für Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftspsychologie am Campus Landau, erforscht in ihrer Doktorarbeit, welche Faktoren Vertrauen in Politiker beeinflussen. …

In Schweden lernte Elena Hamm das Winterwetter zu genießen und trotz Kälte und Dunkelheit viel Zeit in der Natur zu verbringen. Hier wandert sie durch das Gebirge Sylarna. Fotos: Hamm

Schweden: Rauer Winter und herzliche Menschen

Elena Hamm war mit Erasmus Plus ein Semester als Austauschstudentin an der Mittuniversitetet Östersund. Im hohen Norden traf sie auf viel schwedische Hilfsbereitschaft und winterliche Temperaturen. Auch die Art zu studieren war für die 21-jährige Psychologie-Studentin zunächst neu: An ihrer schwedischen Universität gab es kaum Anwesenheitspflicht und umso mehr Eigenverantwortung für die Studierenden.

Noch schnell die letzte Prüfung geschrieben, danach eine Woche Urlaub mit Freunden und dann ging es Ende August 2015 auch schon los: Ich reiste 2000 Kilometer in den Norden nach Östersund, wo ich die nächsten fünf Monate zu Hause sein sollte und an der Mittuniversitetet studierte. Am Flughafen Östersund, der im Übrigen so groß ist wie der Parkplatz am Campus in Landau, wurden wir von unseren Buddies empfangen, was die Ankunft sehr erleichterte. …

Leonie Backofen studiert Psychologie in Landau und war Praktikantin in der AHG Klinik für Psychosomatik in Bad Dürkheim. Foto: Privat

Berufswunsch Therapeutin: Praktikum in einer Klinik für Psychosomatik

Studierende rümpfen häufig die Nase, wenn sie das Wort „Praktikum“ hören, weil sie an langweilige Aufgaben, Kaffee kochen oder schlechte Bezahlung denken. Dabei kann ein Praktikum auch spannend und lehrreich sein: Psychologie-Studentin Leonie Backofen half während ihres dreimonatigen Praktikums als Co-Therapeutin in einer Klinik für Psychosomatik. Neben organisatorischen Aufgaben durfte sie dort sogar Einzelgespräche mit Patienten führen. Ich studiere im achten Semester den Bachelor in Psychologie. Da ich momentan keine Veranstaltungen besuche, habe ich mich dazu entschieden, mein zwölfwöchiges Praktikum für den Master vorzuziehen, um die Zeit sinnvoll zu nutzen. Dieses Praktikum wollte ich unbedingt in einer Klinik absolvieren. Von vielen Kommilitonen habe ich gehört, dass sie als Praktikanten in der AHG Klinik für Psychosomatik in Bad Dürkheim hospitiert haben. Da die Klinik von Landau aus gut zu erreichen ist und jeder von positiven Erfahrungen dort berichtete, entschied ich mich zu einer Bewerbung. Der Bewerbungsprozess war sehr unkompliziert. Ich habe angerufen und anschließend der Pflegedienstleitung eine E-Mail mit Bewerbungsunterlagen und meinem gewünschtem Zeitraum geschickt. Es gab noch ein kurzes Gespräch, bei dem es sich aber mehr um eine Vorstellung als um …

Das Landauer WiPP-Team um Geschäftsführerin Frau Dr. Zaby (3.v.r.). Foto: Privat.

Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten

Die Psychotherapeutische Universitätsambulanz am Campus Landau bietet seit einiger Zeit einen Weiterbildungsstudiengang im Bereich der Psychologischen Psychotherapie (WiPP) an. Absolventen mit dem Schwerpunkt Klinische Psychologie haben hier die Möglichkeit, ihre Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten zu erhalten. „Ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Selbstreflexion ist unabdingbar für die Arbeit im psychotherapeutischen Bereich“, erklärt Frau Dr. Zaby, Geschäftsführerin des WiPP. Wer mit dem Gedanken spielt, sich für den Weiterbildungsstudiengang im Bereich der Verhaltenstherapie für Erwachsene zu bewerben, sollte diese persönlichen Voraussetzungen mitbringen. Es ist auch von Vorteil, wenn Interessenten über praktische Erfahrungen im klinischen Bereich verfügen, denn während des Studiums geht es schnell in die Praxis. Praktische Ausbildung und Selbsterfahrung Die Studierenden arbeiten während ihrer Studienzeit als Psychotherapeuten in Ausbildung (PiAs) in kooperierenden Kliniken und Praxen sowie in der hauseigenen Universitätsambulanz. Dort lernen sie stationäre und ambulante Umgebungen kennen und dürfen früh selbst therapeutisch tätig werden: Schon im dritten Semester führen die Studierenden selbstständig Behandlungen von Patienten durch und werden von anerkannten und erfahrenen Therapeuten unterstützt. Die geleisteten Therapiestunden werden vergütet und geben einen ersten Einblick ins …