Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kultur

Die Erziehungswissenschaftlerinnen Evamaria Schwarz und Nina Mathes bieten im Sommer den Welcome-Treff für internationale Familien an. Foto: Lisa Leyerer

Welcome-Treff: Kinderleichte Integration

Bepackt mit einem Bollerwagen voller Spielsachen und einer großen Picknickdecke verwandeln Evamaria Schwarz und Nina Mathes den Goethepark  in Landau in einen großen Kinderspielplatz. Im Rahmen eines Projekts des Kinderschutzbundes Landau-Südliche Weinstraße organisieren die Studentinnen in den Sommermonaten einen Welcome-Treff für Familien aus aller Welt. Ihr Ziel: Integration durch Spiel und Spaß. Pünktlich um 16 Uhr wird die Flagge im Landauer Goethepark gehisst. Sie ist das Erkennungszeichen des Projekts und markiert den Ort des Zusammenkommens. “Jeder ist eingeladen, vorbei zukommen und gemeinsam zu Spielen, zu Lachen und sich auszutauschen”, erklärt Studentin Nina Mathes. Während ihres Praktikums beim Kinderschutzbund hatte sie gemeinsam mit ihrer Chefin die Idee, ein neues Projekt zu organisieren. Evamaria Schwarz, die ebenfalls ein Praktikum beim Kinderschutzbund absolvierte und zusammen mit Mathes Erziehungswissenschaften studiert, stieg nach der Kontaktaufnahme in das Projekt mit ein. Nach der Genehmigung von Fördergeldern von der Organisation Aktion Mensch konnte die Planung beginnen. Von Beginn an richtet sich der Treff an Familien jeder Herkunft und Ethnie, damit eine Integration möglich ist. Um Flüchtlingsfamilien den Treff zu ermöglichen organisierten die beiden …

Marco Böhm verbringt viele Stunden in dem Büro des AStA, verhandelt, koordiniert und organisiert. Foto: Esther Guretzke

Sprachrohr der Koblenzer Studis

Mit 24 ein verantwortungsvolles Amt innehaben – das geht, und zwar schon im Studium. Marco Böhm macht es vor: Der Mathe- und Informatikstudent ist Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) am Campus Koblenz. In verschiedene Referate unterteilt, setzt sich der AStA für die Interessen der Studierenden der Universität ein und fördert gesellschaftliches Engagement. Bei Böhm laufen alle Fäden zusammen.  „Manchmal arbeite ich 20 Stunden in der Woche“, sagt Böhm mit Blick auf seinen Terminkalender. Seit Juni hat er das Amt des Vorsitzenden inne, zuvor war er ein Jahr lang Referent für Hochschulinternes beim AStA. Als Vorsitzender fungiert er als eine Art Teamleiter für die 17 Mitarbeiter in den 14 Referaten. Er ist Ansprechpartner und Koordinator. Gerade in den heißen Phasen kurz vor großen Events wie der Orientierungsphase für die Erstsemester oder Themenwochen ist Einsatzbereitschaft und gutes Zeitmanagement gefragt. Die viele Arbeit macht dem Lehramtsstudenten nichts aus, für ihn gehört ehrenamtliches Engagement einfach dazu: Neben seinem Amt im Studierendenausschuss spielt Böhm Tuba in verschiedenen Vereinen und ist im Vorstand des Junggesellenvereins seines Heimatdorfes. Öffentlichkeitsarbeit stärken Das AStA-Team des …

Um die kulturelle Selbstverständigung geht es im campusübergreifenden Forschungsschwerpunkt Kultur-Norm. Foto: Fotolia/ agsandrew

Alles normal?

Was ist normal? Was heißt Tradition? Woran orientieren wir uns? Was ist für uns verbindlich? Wie drückt sich die Normativität unserer Lebensform im Handeln aus? Das Themenfeld des Forschungsschwerpunktes Kulturelle Orientierung und normative Bindung, kurz Kultur-Norm, ist breit gespannt: In insgesamt neun Projekten identifizieren Wissenschaftler standortübergreifend Fragestellungen der kulturellen Selbstverständigung hinsichtlich ihrer normativen Facetten. Kultur-Norm ist neben KoMePol und AufLand einer von drei Forschungsschwerpunkten der Universität, die im Rahmen der Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz gefördert werden. Der Schwerpunkt wird von den Kultur- und Geisteswissenschaften getragen und teilt sich in drei Cluster, in denen wiederum in Einzelprojekten geforscht wird. Vertreter der Soziologie, Philosophie, Pädagogik, Ethnologie, Theologie, Romanistik und Germanistik nähern sich mit jeweils eigenem Blickwinkel den gemeinsamen Fragestellungen zur kulturellen Selbstverständigung. “Interdisziplinär zu arbeiten ist ein Prozess. In einem Verbundprojekt muss man einander zuhören und verstehen. Besonders spannend ist es dann, wenn man gemeinsame Methodenfragen oder thematische Anschlussstellen entdeckt”, berichtet Dr. Marion Steinicke. Zusammen mit Anna Magdalena Schaupp koordiniert sie das Projekt. Die produktiven Reibungspunkte bestimmen die Arbeit der Wissenschaftler. Tagungen,  Konferenzen und Workshops werden organisiert und häufig in Zusammenarbeit mit Nachwuchswissenschaftlern …

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Leyerer. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Hollywood-Feeling im balinesischen Tempel

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute berichtet Lisa Leyerer von ihrem Urlaub auf Bali und wie sie während einer Tempel-Zeremonie zufällig selbst zur Attraktion wurde. Bali. 14 Flugstunden von Deutschland entfernt, 5780 Quadratkilometer groß und mit einer Einwohnerzahl von rund vier Millionen Menschen. Zum Abschluss unserer Asienreise besuchten meine Begleitung und ich diese Trauminsel, auf der mittlerweile der Massentourismus Einzug gehalten hat. Viele Urlauber verbringen hier ihre Zeit, liegen am Strand, lernen aber weder Land noch Leute kennen. Für uns ist diese Art von Urlaub ein Graus. Dementsprechend mieden wir, so gut es ging, die typischen Ausflugsziele, die in Reiseführern empfohlen werden. Vielmehr lockten uns die Insidertipps. Unser erstes Ziel war das bedeutendste hinduistische Heiligtum Indonesiens, der Muttertempel aller balinesischen Tempel: “Pura Besakih” am Hang des heiligen Berges “Gunung Agung”. Einmal im Jahr wird hier bei Vollmond eine große Tempelzeremonie zelebriert, zu der alle Hinduisten Balis kommen, um ihre Vorfahren zu ehren. Das Fest fand genau an dem Tag statt, an dem wir die Anlage besuchten. Über etliche Stufen erstrecken sich die …

Prof. Dr. Martin Pütz mit seiner Klasse in Botswana. Foto: Pütz

Afrika hautnah erleben: Ein Auslandssemester in Botswana

Ob eine Sprachreise nach England, ein Au-Pair-Aufenthalt in den USA oder ein Job als Kellner in Australien: Im Rahmen eines Lehramtsstudiums mit dem Fach Englisch für Gymnasium oder Realschule plus absolvieren Studierende einen dreimonatigen Auslandsaufenthalt in einem englischsprachigen Land. Ein ganz besonderes Ziel: Botswana im Süden Afrikas. 14 Flugstunden entfernt liegt dieses atemberaubende und vielen doch eher unbekannte Land, das Studierende der Anglistik am Campus Landau als Ziel für ihre Auslandserfahrung auswählen können. Bereits seit zehn Jahren besteht die Partnerschaft mit der University of Botswana in Gaborone, berichtet Prof. Dr. Martin Pütz, Geschäftsführender Leiter des English Departments am Campus Landau: “Ich besuchte eine Konferenz zur Globalisierung des Englischen in Afrika und kam dort mit einem Kollegen ins Gespräch. Wir tauschten uns über Kooperationsprojekte aus und plötzlich fiel das Stichwort Botswana.” Der fachbezogene Austausch ist inzwischen fest etabliert und hat auch für die Universität insgesamt eine Ausnahmestellung. Das komplette Semester in Botswana (4 Monate) wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert und im Zuge des ISAP-Programms finanziert. Nicht nur die Anreisekosten werden übernommen. Den Studierenden stehen …

StadttUni e.V. bringt studentische Kultur in die Stadt

Vor gut eineinhalb Jahren gründete eine Gruppe von Kulturwissenschaftsstudierenden am Campus in Koblenz einen Verein zur Förderung studentischer Kultur, den StadttUni e.V. Heute hat sich aus der Vereinigung eine aktive und gut strukturierte Gruppe entwickelt, die sich kulturellen Veranstaltungen verschrieben haben. Im Jahr 2012 fing alles an: Einer Gruppe Studierender der Kulturwissenschaft genügte das bisherige Kulturangebot von und für Studierende in Koblenz nicht. Es entstand die Idee, ein selbst gestaltetes Festival in der Stadt zu organisieren. “Schnell wurde klar, dass aufgrund der Größe ein offizieller Rahmen nötig sein würde, um bürokratische Hürden zu verringern”, berichtet Amrei Vogel von der Vereinsgründung. Vogel selbst war nicht von Anfang an mit dabei, heute ist sie jedoch die Öffentlichkeitsbeauftragte der Gruppe – neben dem Vorsitzenden Marcel von der Weiden und seiner Vertreterin Elena Heth. “Unsere Idee ist es, Studenten und deren Kultur in der Bevölkerung und der Stadt präsenter zu machen und zusammen zu bringen und ein breites Angebot zu schaffen”, erklärt Vogel die Grundidee des Vereins. Es sollen jedoch nicht nur Projekte gefördert, sondern auch von den Mitgliedern …