Alle Artikel in: Uni-Menschen

Tara Mona Malik hat erfolgreich ihre Bäckermeister-Ausbildung absolviert. Doch jetzt hat sie größere Ziele und studiert Pädagogik am Campus Koblenz. Foto: Teresa Schardt

Erfolg hat drei Buchstaben: TUN

Nach der Schule stehen viele Menschen vor der Frage: Ausbildung oder Studium? Manchmal entscheidet man sich für etwas und merkt anschließend, dass der andere Weg vielleicht doch der bessere gewesen wäre. Tara Mona Malik absolvierte nach ihrem Realschulabschluss eine Lehre zur Bäckerin. Obwohl ihr die Ausbildung Spaß machte, hatte sie das große Ziel, zu studieren. Parallel zu ihrer Meisterprüfung holte die 24-Jährige ihr Abitur nach und studiert heute Pädagogik am Campus Koblenz. Sie haben den besten Meisterbrief Ihres Jahrgangs geschafft. Und jetzt noch ein Studium obendrauf. Hut ab! Woher nimmt man soviel Motivation? Ohne Abi studieren?Klar, das geht! Informationen und einen Wegweiser zum Studieren ohne Abitur finden Sie auf den Seiten von Ressourcen².Ich wollte mir beweisen, dass ich meine Ziele erreichen kann. Und ich möchte später meinen Kindern ein Vorbild sein. Also führte ich mir immer wieder vor Augen, dass ich mehr erreichen möchte. Außerdem ist mein Ziel, die aktuelle Bildungssituation zu verbessern. Viel zu wenige der Berufschullehrer sind gelernte Bäckermeister. Zu meiner Lehrlingszeit wurde unsere Klasse öfter von zu wenig Personal aus der Bäckerpraxis …

Michelle Grieshaber findet den Job beim Hochschulprüfungsamt abwechslungsreich. In ihrem Büro hängen auch viele persönliche Sachen an ihrer Pinnwand. Foto: Teresa Schardt.

Studierende ein Stück begleiten: Sachbearbeiterin beim Hochschulprüfungsamt

Akten wälzen und kontrollieren, ob alle Vorgänge ordnungsgemäß vonstatten gehen – so stellt man sich die Arbeit eines Sachbearbeiters im Hochschulprüfungsamt vor. Michelle Grieshaber ist das Gegenteil eines Verwaltungsklischees und hilft gerne den Studierenden, die sich mit ihren Fragen an sie wenden. Die Tür zu Michelle Grieshabers Büro ist offen. Sie sitzt mit einem strahlenden Lächeln hinter ihrem Schreibtisch. “Ich weiß noch nicht, was mich heute erwartet”, sagt sie. Für die 27-Jährige ist jeder Arbeitstag anders. “Man kommt morgens ins Büro und lässt sich überraschen, was der Tag bringt”, erzählt sie. Die Arbeit im Hochschulprüfungsamt richtet sich nach den verschiedenen Phasen des akademischen Jahres, in denen bestimmte Dinge zu tun sind. Zum Semesterende hat Grieshaber zum Beispiel mit Fragen zum allgemeinen Prüfungsverfahren hinsichtlich der Prüfungsordnung, Abgabe und Weiterleitung von Abschlussarbeiten zu tun. Außerdem bearbeitet sie Anträge auf Anerkennung von Vorstudienleistungen der Bewerber für das bevorstehende Semester. “Klar wiederholen sich die Aufgaben, aber man macht trotzdem jeden Tag etwas anderes”, sagt sie und zeigt auf die Unterlagen und Akten in ihrem Büro. Nach ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in …

In den gemütlichen Gassen von Landau fühlt sich Professor Thomas Müller-Schneider wohl. Er ist mit Leib und Seele Soziologe und forscht zum Thema Liebe und Beziehungen. Foto: Philipp Sittinger

Unsere Profs: Thomas Müller-Schneider

Professor Dr. Thomas Müller-Schneider ist Soziologe durch und durch. Mit großer Leidenschaft analysiert er gesellschaftliche Gefüge. Er weiß, warum Paare glücklicher sind als Singles und arbeitet daran, die Zukunft der Menschheitsgeschichte zu erforschen. Mit seinem Studium in Bamberg stellte der gebürtige Würzburger die Weichen für seine akademische Laufbahn und wurde nach Promotion und Habilitation Anfang 2003 nach Landau berufen. Hier hat der 57-Jährige seinen Platz gefunden. Der Professorenberuf ist mit einigen Klischees behaftet: Lange über Büchern brüten, Zerstreutheit, Einsiedlertum, chaotische Tafelbilder… Trifft davon etwas auf Sie zu? Wenn eines dieser Klischees zutreffen sollte, dann die Tatsache, dass man als Professor gerne in seiner Bude hockt und liest. Ich verbringe gerne Zeit in der Bibliothek oder zuhause im Lesezimmer und breite Bücher vor mir aus, beschäftige mich mit Texten und gehe in mich. Trotzdem bin ich kein Einsiedler und mag den wissenschaftlichen Austausch außerhalb meiner eigenen vier Wände. Wie waren Sie als Student? Ich war von Anfang an relativ ehrgeizig und habe mein Studium innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen. Es war mir schon immer wichtig, gute Leistungen …

Winfried Gebhardt schwärmt im Interview von seiner eigenen Studienzeit und wünscht sich, dass Studierende "Abenteurer des Geistes" werden. Foto: Emily Nolden

Unsere Profs: Winfried Gebhardt

Professor Winfried Gebhardt entdeckte schon als Teenager seine Leidenschaft für die Soziologie und kaufte seine ersten Bücher von Karl Marx und Co. Heute besitzt der selbsternannte „Dinosaurier der Universität” nicht nur rund 15.000 Bücher, sondern auch eine Vielzahl spannender Erinnerungen aus seiner Studienzeit in den 1970er-Jahren. Die Serie: Sie prägen unsere Erinnerungen an das Studium, inspirieren uns für das Berufsleben und sorgen für so manche Anekdote unter Studierenden: unsere Profs. Im Uniblog stellen sich die Professoren der Universität Koblenz-Landau den Fragen der Campus-Reporter, geben Einblick in ihren Forschungs- und Lehralltag und verraten, wie sie selbst als Student waren. Herr Gebhardt, was meinen Sie: Hat sich das heutige Studentenleben im Vergleich zu Ihrer Studienzeit verändert? Auf jeden Fall. Heute ist Studieren etwas vollkommen anderes als zu meiner Zeit. In den Siebzigern durfte in den Veranstaltungen noch geraucht werden, damals war das etwas Selbstverständliches. Es gab keine Theorieeinheit ohne den „blauen Dunst“. Abgesehen davon ist die Universität heute wesentlich verschulter. Noch bis vor zehn Jahren gab es keine Module. Studierende hatten die freie Wahl über die Belegung …

Keine Angst vor Feuer: Miriam Grabisch tobt sich in ihrer Feuershowgruppe regelmäßig aus und genießt die staunenden Blicke der Zuschauer. Fotos: Philipp Sittinger

Die Feuer-Tänzerin

Manche Menschen lesen in ihrer Freizeit, andere entspannen sich beim Kochen. Miriam Grabisch spielt gern mit Feuer. Die Psychologiestudentin ist Teil einer Feuerkünstlergruppe.  Nur wenige Millimeter von der Haut entfernt wandern die Flammen an ihrem Gesicht vorbei. Mit konzentriertem Blick lässt Miriam Grabisch den brennenden Reifen um ihren Hals kreisen. Dann nimmt sie einen Arm nach oben, führt ihn durch den sich drehenden Hula-Hoop-Reifen und zieht ihren Kopf darunter hervor, bis er um ihren Arm schwingt. Mit einem sicheren Griff umfasst sie den Feuerreifen an einer nicht-brennenden Stelle und hält ihn fest: “Und was möchtet ihr jetzt sehen?”, fragt sie mit kühnem Blick. Seit drei Jahren trainiert Grabisch mit der Feuerkünstlergruppe Inferno. Einmal pro Woche treffen sich die Mitglieder, um neue Tricks einzustudieren. Die Bewegungsabläufe werden dafür so lange wiederholt, bis sie sicher sitzen. Besonders dann, wenn sich Grabisch ein neues sogenanntes Tool aneignen will. Neben dem Hula-Hoop spielt sie mit Fächern. Im warmen Licht des Feuers posiert sie mit den brennenden Accessoires. Das Rauschen der Flammen ist dabei so laut, dass jedes andere Geräusch …

Statt ihren Kinderwunsch hinten anzustellen, hat Svenja Winzer sich für Kind und Studium entschieden. Foto: Jan Reutelsterz

Zwischen Hörsaal und Mutterglück

Im Studium denkt man vor allem an Vorlesungen, Prüfungsstress und Uni-Partys. Familienplanung steht für die meisten Studierenden nicht auf dem Plan. Svenja Winzer und ihr Freund sind während des Studiums Eltern geworden und haben diese Entscheidung nie bereut. Im Audimax herrscht geschäftiges Treiben. Studierende strömen in den Saal und sichern sich die besten Plätze, während der Dozent sich mit seinen Unterlagen auf dem Podium einrichtet. Mittendrin sitzt eine junge Frau, die während der Vorlesung immer wieder ihren prüfenden Blick in den Kinderwagen neben sich wandern lässt, während sie den Ausführungen des Professors folgt. Die junge Frau ist Svenja Winzer, Studentin der Biologie und Germanistik auf Grundschullehramt und Mutter des einjährigen Till. Die 26-Jährige wusste schon immer, dass Kinder in ihrem Leben eine Rolle spielen sollten. Mit ihrem Partner zog sie vor vier Jahren für das Studium nach Koblenz, Winzers Freund Johannes Thielen studiert Mathe und Informatik auf Gymnasiallehramt. Ihre Entscheidung, in dieser Zeit Eltern zu werden, war wohlüberlegt: „Mein Freund und ich haben im Vorfeld lange darüber gesprochen, was es für uns bedeuten würde, ein …

Hannes Kopf ist hauptberuflich Jurist für das Land Rheinland-Pfalz, Honorarprofessor für Umweltrecht am Campus Landau, SPD-Stadtratsmitglied und Vater von drei Kindern. Foto: Philipp Sittinger

Unsere Profs: Hannes Kopf

Professor Dr. jur. Hannes Kopf ist Honorarprofessor im Fach Umweltrecht. Über seine Lehrtätigkeit am Institut für Umweltwissenschaften hat der Jurist das Gefühl, am Puls der Zeit zu bleiben. In seiner eigenen Studienzeit schaffte er es, in der Regelstudienzeit zu studieren und trotzdem auf Partys zu gehen.  Die Serie: Sie prägen unsere Erinnerungen an das Studium, inspirieren uns für das Berufsleben und sorgen für so manche Anekdote unter Studierenden: unsere Profs. Im Uniblog stellen sich die Professoren der Universität Koblenz-Landau den Fragen der Campus-Reporter, geben Einblick in ihren Forschungs- und Lehralltag und verraten, wie sie selbst als Student waren. Der Professorenberuf ist mit einigen Klischees behaftet: Lange über Büchern brüten, Zerstreutheit, Einsiedlertum, chaotische Tafelbilder… Trifft davon etwas auf Sie zu? Ich arbeite sehr gerne wissenschaftlich, insofern verkrieche ich mich schon gelegentlich hinter Büchern oder Kommentaren, aber das hält sich bei mir deswegen in Grenzen, weil ich das Ganze nur nebenberuflich mache. Im Hauptberuf arbeite ich als Jurist für das Land Rheinland-Pfalz, zurzeit bin ich Vizepräsident am Landesrechnungshof. Ich habe als Stadtrat in Landau zudem einen großen …

Seit 1989 ist Maria Scholten Mitarbeiterin der Universität: Aktuell ist sie Leiterin des Studierendensekretariats am Campus Koblenz. Foto: Teresa Schardt

Übersetzerin im Verwaltungs-Dschungel

Die Emil-Schüller-Straße in der Koblenzer Innenstadt lernt jeder Studierende im Laufe seines Uni-Lebens kennen, denn hier sitzt das Studierendensekretariat, deren Leiterin seit vielen Jahren Maria Scholten ist. Zu ihrem Berufsalltag gehören aber mehr als nur das Versenden von Zulassungs- und Rückmeldebescheiden.  Auf ihrem Schreibtisch stapeln sich Mappen, Ordner, Papiere und etliche Unterlagen, die darauf warten, bearbeitet zu werden. Mittendrin sitzt Maria Scholten an ihrem Schreibtisch: „Ein gewisses Chaos inspiriert. Wenn alles geordnet ist, erstickt mich das.“ Mit dieser Einstellung hat Scholten in den letzten 30 Jahren erfolgreich den Uni-Alltag als Mitarbeiterin gemeistert und sagt über sich selbst: “Ich bin wohl das, was man ein Urgestein der Universität nennen kann.” Das ist sie wirklich: Ursprünglich vom Niederrhein kam Scholten 1989 nach Koblenz, als die Universität noch Erziehungswissenschaftliche Hochschule (EWH) war. Zunächst im BAföG-Amt, dann in der Bauverwaltung, führte ihr Weg schließlich ins Studierendensekretariat, dessen Leitung sie in den 1990er-Jahren übernahm. Mehrmals ist sie in dieser Zeit mit der gesamten Verwaltung umgezogen: Vom Oberwerth in die Hohenzollener Straße, weiter an den Campus und letztlich in die Emil-Schüller-Straße (ESS). …

Die klassische Musik begeistert die vier Studenten seit der Schulzeit und hat sie an der Universität zusammengeführt. Foto: Privat

Aus Liebe zur Musik: Das Männerensemble Feinkost

Ihre Geschichte begann während des Studiums am Campus Landau: Tassilo Tissot, Dominik Vollbracht, Benedikt Wiechmann und Johannes Knauer lernten sich im Universitätschor kennen und entdeckten ihre gemeinsame Begeisterung für klassische Musik. Ursprünglich wollten sie nur einer Freundin ein Ständchen singen, mittlerweile treten sie regelmäßig als vierköpfiges A-Cappella-Ensemble Feinkost auf.   Ob unter der Dusche oder im Probenraum: „Gesungen haben wir Vier schon immer“, erzählt Tassilo Tissot. Ihr gemeinsamer Nenner ist die klassische Musik. Sie war es auch, die sie im Universitätschor zusammenbrachte. Unter der Leitung von Olaf Meyer sammelten die vier Studenten Erfahrung im Gesang und probierten sich auch im Vokalensemble aus, das sich der A-Capella-Musik widmet. Die Gründung ihres eigenen Ensembles war aber eher eine Spaß-Idee: „Wir hatten für eine gute Freundin, die ebenfalls im Vokalensemble der Universität sang, ein Lied komponiert und dieses spontan vorgetragen. Dabei haben wir gemerkt, dass wir zu Viert erstaunlich gut harmonieren“, erinnert sich Tissot. So entstand das Quartett Feinkost. Der Name ist das Resultat eines langen Findungsprozesses: „Einen adäquaten Namen für ein Männerquartett zu finden, der prägnant klingt …

Foto: René Lang

Unsere Profs: Susan Williams

Prof. Dr. Susan Williams liebt die Arbeit in ihrem außergewöhnlichen Fachgebiet, der Sozialinformatik. Die gebürtige Britin und australische Staatsbürgerin schätzt die enge Zusammenarbeit mit den Studierenden und den Austausch mit Kollegen am Campus Koblenz sehr. Im Uniblog berichtet Sie, warum neue Technologien und deren Aneignung im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen.  Die Serie: Sie prägen unsere Erinnerungen an das Studium, inspirieren uns für das Berufsleben und sorgen für so manche Anekdote unter Studierenden: unsere Profs. Im Uniblog stellen sich die Professoren der Universität Koblenz-Landau den Fragen der Campus-Reporter, geben Einblick in ihren Forschungs- und Lehralltag und verraten, wie sie selbst als Student waren. Der Professorenberuf ist mit einigen Klischees behaftet: Lange über Büchern brüten, Zerstreutheit, Einsiedlertum, chaotische Tafelbilder… Trifft davon etwas auf Sie zu? Vermutlich trifft davon einiges auch auf mich zu. Professorin zu sein bedeutet, viel nachzudenken, sich mit Literatur und neuen Ideen und Entwicklungen auseinanderzusetzen sowie neue Ideen zu entwickeln. Für mich zeichnet sich der Beruf insbesondere durch den Austausch und die Zusammenarbeit mit Studierenden, Kollegen und Industriepartnern weltweit aus. Gerade dies macht meinen …