Studieren & Lehren
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Bausteine für die Lehrer der Zukunft

Mit Hilfe des Projekts MoSAiK sollen zukünftige Lehrer auf die Herausforderungen ihres Berufs vorbereitet und innovative Forschungsansätze im Bereich der Lehrerbildung gestärkt werden. Foto: Colourbox.de Mit Hilfe des Projekts MoSAiK sollen zukünftige Lehrer auf die Herausforderungen ihres Berufs vorbereitet und innovative Forschungsansätze im Bereich der Lehrerbildung gestärkt werden. Foto: Colourbox.de

Professionalisierung und Weiterentwicklung der Lehrerbildung ist das Ziel des Projekts MoSAiK. Durch die Angebote sollen Theorie und Praxis im Lehramtsstudium besser verknüpft und die Studierenden auf die steigenden Anforderungen in ihrem Berufsfeld optimal vorbereitet werden.

Viele neue Herausforderungen kommen in Zukunft auf unsere Gesellschaft zu. Besonders angehende Lehrkräfte leisten in ihrem späteren Beruf einen großen Beitrag, diese Herausforderungen zu meistern. Um sie darauf bestmöglich vorzubereiten, wurde das Projekt Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung (MoSAiK) an der Universität Koblenz-Landau ins Leben gerufen. “MoSAiK soll die Lehrerbildung voranbringen. Hierfür gibt es zwei Wege, die wir beschreiten: Zum einen die Stärkung von Forschungsansätzen und zum anderen die Verbesserung der Lehre. Ziel ist, neben der Verknüpfung von Theorie und Praxis, vor allem die Kompetenzentwicklung der Studierenden durch Selbstreflexion sowie eine Spezialisierung in den Bereichen Inklusion und Heterogenität”, erklärt Professor Dr. Hans-Stefan Siller. Er ist wissenschaftlicher und geschäftsführender Leiter des Zentrums für Lehrerbildung in Koblenz (ZfL). Zusammen mit seinem Landauer Pendant Professor Dr. Alexander Kauertz leitet er das campusübergreifende Projekt.

Professor Dr. Hans-Stefan Siller ist Projektleiter von MoSAiK am Campus Koblenz. Foto: Greta Rettler

Professor Dr. Hans-Stefan Siller ist Projektleiter von MoSAiK am Campus Koblenz. Foto: Greta Rettler

Ein Mosaik für die Zukunft

Vier Schwerpunkte mit insgesamt 17 Teilprojekten bilden ein regelrechtes Mosaik für die Lehramtsstudierenden in Koblenz und Landau, um sie fit für den Beruf zu machen. Der campusübergreifende Schwerpunkt 1 gestaltet und analysiert Lehr-Lern-Labore, die praxisnah an Schulen ausgeführt werden. Besonderes Augenmerk liegt hier auf den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Der nur in Koblenz vertretene Schwerpunkt 2 beschäftigt sich mit der Selbstreflexion von Lehramtsstudierenden, damit diese eine professionelle Identität entwickeln können. Schwerpunkt 3 ist campusübergreifend und fokussiert auf Heterogenität – ein Thema, das für Lehrer heute besonders wichtig ist, denn Mehrsprachigkeit und kulturelle Unterschiede sind zunehmend Alltag im Klassenzimmer. Obwohl der Bereich Inklusion das gesamte MoSAiK Projekt überspannt, setzt sich Schwerpunkt 4 in Landau noch einmal gesondert damit auseinander, um die Professionalisierung in der Sonderpädagogik voranzubringen.

Unterstützung vom Bundesministerium

Prof. Dr. Alexander Kauertz leitet das Projekt am Campus Landau. Foto: Privat

Prof. Dr. Alexander Kauertz leitet das Projekt am Campus Landau. Foto: Privat

Den vier Schwerpunkten übergeordnet sind übergreifende Arbeitsbereiche zur Gesamtkoordination, um eine gelungene Vernetzung der Teilprojekte und die Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt zu gewährleisten. Auch die Evaluation von MoSAiK, die Weiterentwicklung der Didaktik im Lehramtsstudium und die Beratung von Studierenden im Allgemeinen stehen im Fokus. “Insgesamt 30 neue Stellen hat das Projekt an den zwei Standorten in Koblenz und Landau geschaffen, davon 17 Promotionsstellen”, berichtet Siller, der selbst Mathematik-Didaktik lehrt.

Finanziert wird MoSAiK im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung, einem Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ziel des bundesweiten Projekts ist es, die Lehrerbildung zu verbessern, indem die Studieninhalte besser aufeinander abgestimmt werden und eine praktische Einbindung in den Schulalltag stattfindet. “Das Projekt ist ein Mehrwert für die Studierenden und die Universität als Forschungseinrichtung”, ist sich Siller sicher, “aber auch für die Gesellschaft, denn wir arbeiten damit an der Zukunft.”

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