Alle Artikel mit dem Schlagwort: Lehrerbildung

Sebastian Kinsler möchte die Lehrerbildung vorantreiben. In seine Dissertation untersucht er Fallwerkstätten als Interaktionsräume. Foto: Philipp Sittinger

Lehrerbildung in Fallwerkstätten

Sebastian Kinsler promoviert im Rahmen des Projekts MoSAiK am Campus Landau und möchte die Lehrerbildung im Kontext einer inklusionsorientierten Diagnostik weiterentwickeln. In seiner Dissertation konzentriert sich der Sonderpädagoge auf Professionalisierung im Rahmen von Fallwerkstätten. Dabei interessiert ihn zunächst, wie Studierende an konkrete pädagogische Fälle herangehen und woran sie sich dabei orientieren.

Gleiche Bildungschancen für jeden Schüler dank digitaler Lernhilfen: Die Lehr- und Lernmaterialien von Learning Level Up sind dynamisch und interaktiv. Sie können wie Bausteine zusammengesetzt und so dem individuellen Lernprozess jedes Schülers angepasst werden. Grafik: Learning Level Up

Learning Level Up: Einsatz für digitale Bildung

Das Gleiche lernt jeder anders – vor dieser Herausforderung stehen viele Lehrer bei der Vorbereitung ihrer Unterrichtsmaterialien. Wie kann man Schülern ein Thema am besten vermitteln? Nicht nur auf eine Weise, würde Stefan Pietrusky sagen. Der ehemalige Lehramtsstudent will der Über- und Unterforderung in Schulklassen entgegenwirken. Sein Mittel: Digitale Bildung. Er gründete das E-Learning-Portal Learning Level Up. Es bietet digitale Unterrichtsmaterialien, die individuell angepasst werden können.

Mit Hilfe des Projekts MoSAiK sollen zukünftige Lehrer auf die Herausforderungen ihres Berufs vorbereitet und innovative Forschungsansätze im Bereich der Lehrerbildung gestärkt werden. Foto: Colourbox.de

Bausteine für die Lehrer der Zukunft

Professionalisierung und Weiterentwicklung der Lehrerbildung ist das Ziel des Projekts MoSAiK. Durch die Angebote sollen Theorie und Praxis im Lehramtsstudium besser verknüpft und die Studierenden auf die steigenden Anforderungen in ihrem Berufsfeld optimal vorbereitet werden. Viele neue Herausforderungen kommen in Zukunft auf unsere Gesellschaft zu. Besonders angehende Lehrkräfte leisten in ihrem späteren Beruf einen großen Beitrag, diese Herausforderungen zu meistern. Um sie darauf bestmöglich vorzubereiten, wurde das Projekt Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung (MoSAiK) an der Universität Koblenz-Landau ins Leben gerufen. “MoSAiK soll die Lehrerbildung voranbringen. Hierfür gibt es zwei Wege, die wir beschreiten: Zum einen die Stärkung von Forschungsansätzen und zum anderen die Verbesserung der Lehre. Ziel ist, neben der Verknüpfung von Theorie und Praxis, vor allem die Kompetenzentwicklung der Studierenden durch Selbstreflexion sowie eine Spezialisierung in den Bereichen Inklusion und Heterogenität”, erklärt Professor Dr. Hans-Stefan Siller. Er ist wissenschaftlicher und geschäftsführender Leiter des Zentrums für Lehrerbildung in Koblenz (ZfL). Zusammen mit seinem Landauer Pendant Professor Dr. Alexander Kauertz leitet er das campusübergreifende Projekt. Ein Mosaik für die Zukunft Vier Schwerpunkte mit insgesamt 17 Teilprojekten bilden ein …

Als erstes Mentorenprojekt in Rheinland-Pfalz ist GeKOS in die universitäre Lehre eingebunden. Prof. Dr. Heike de Boer hat die wissenschaftliche Leitung inne. Organisiert wird GeKOS von dem Koblenzer Promovenden Benjamin Braß. Foto: Marius Adam

GeKOS: Stark für Integration

Interkulturelles Verständnis und Aufgeschlossenheit sind heute überall gefragt: In fast allen gesellschaftlichen Bereichen treffen wir auf fremde Kulturen und Lebenswelten. Gerade für angehende Lehrer, die sich später in der Schule mit der Integration von Flüchtlingskindern befassen werden, ist der Erwerb solcher Kompetenzen unabdingbar. Das Projekt “Gemeinsam entdecken Kinder ihren Ort mit Studierenden”, kurz GeKOS, bietet diese Möglichkeit. Eingebunden in die universitäre Lehre im Fachbereich 1 (Bildungswissenschaften) am Campus Koblenz positioniert es sich gegen Fremdenfeindlichkeit. Seit einem halben Jahr betreut die Koblenzer Studentin Giulia Schmitz einen achtjährigen Jungen mit Fluchthintergrund aus Rübenach. Wenn die Zwei zusammen unterwegs sind, gibt es viel zu entdecken: Sie spazieren am Bach entlang, beobachten Schafe, besuchen den städtischen Wildpark, spielen gemeinsam oder erkunden die Natur und die Umgebung von Koblenz. “Am Anfang war er sehr schüchtern, aber inzwischen erzählt er von sich aus von der Schule und ist sehr neugierig auf alles, was es zu entdecken gibt”, erzählt Schmitz. Die 24-jährige und der Flüchtlingsjunge sind in den letzten sechs Monaten ein richtiges Team geworden. Initiiert wurde dieses Tandem durch das Projekt „Gemeinsam entdecken Kinder ihren Ort mit …