Monate: Juli 2014

Das Frank-Loeb-Institut (FLI) betreibt seit seiner Gründung 1998 Politikvermittlung und politische Bildung. Foto: Hiller

Kontinuität und Wandel: Das Frank-Loeb-Institut setzt auf Bewährtes und eröffnet neue Themenfelder

Das Frank-Loeb-Institut (FLI) steht für Politikvermittlung und politische Bildung. Seit einem Jahr ist Politik-Professor Siegmar Schmidt Kopf der Einrichtung. Übernommen hat er die Aufgabe von deren Gründer Ulrich Sarcinelli. Politikwissenschaften haben mehr als andere Wissenschaftsdisziplinen einen öffentlichen Bezug, sagt Siegmar Schmidt. Einen Auftrag der politischen Bildung sogar. Daher sehe er einen Teil seiner Arbeit auch darin „to go public“, also in die Öffentlichkeit zu gehen. Dieses Verständnis teile er mit seinem Vorgänger Ulrich Sarcinelli, der seit der Gründung des Frank-Loeb-Instituts 1998 zahlreiche erfolgreiche Veranstaltungsreihen initiiert und etabliert hat: Semesterpolitikum, Hambacher Gespräche und die Landauer Akademiegespräche. „Damit bringt das Frank-Loeb-Institut wissenschaftlich unterfütterte Sachkenntnis in die öffentliche Diskussion ein und bietet Raum für kontroversen Meinungsaustausch“, so Schmidt. Die Themen seien heute so komplex, oft wüssten Bürgerinnen und Bürger gar nicht, worum es beispielsweise bei Konflikten überhaupt gehe. Daher wird er die bestehenden Veranstaltungsformate gerne weiterführen, sagt Schmidt. Eine Herausforderung, bei der ab September der neue FLI-Geschäftsführer unterstützend mitwirken wird: junges Publikum anzusprechen. Eine Idee tut daher Not, wie Studierende zu motivieren sind, Angebote außerhalb der Pflicht-Lehrveranstaltungen – …

In der neuen Universitätsambulanz für Kinder und Jugendliche wird die ganze Palette der psychischen Störungen behandelt. Foto: Hiller

Kinder stehen im Fokus: Neue psychotherapeutische Uni-Ambulanz für Kinder und Jugendliche in Landau

Die Universität Koblenz-Landau hat vergangene Woche in Landau eine psychotherapeutische Ambulanz für Kinder und Jugendliche eröffnet. Im Herbst wird auch ein Fortbildungsstudiengang zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten starten. „Heute ist ein guter Tag“, verkündete Universitätspräsident Prof. Dr. Roman Heiligenthal bei seiner Rede zur Eröffnung der neuen psychotherapeutischen Ambulanz für Kinder und Jugendliche am vergangenen Mittwoch in Landau. Ein guter Tag für die Stadt und die Universität respektive den Fachbereich Psychologie, der die Einrichtung vielfältig nutzen möchte. Der Landauer Bürgermeister Thomas Hirsch betonte, wie wichtig es sei, „psychische Erkrankungen von Kindern aus ihrem Schattendasein herauszuholen“. Auch wenn in der neuen Einrichtung vorwiegend ein breites Spektrum an psychischen Erkrankungen verhaltenstherapeutisch behandelt werden soll, könne es im Rahmen von Forschungsprojekten durchaus zu Spezialisierungen der neuen Ambulanz für Kinder und Jugendliche bis 21 Jahren kommen, erklärte die Geschäftsführerin Dr. Daniela Schwarz. Mögliche Forschungsthemen nannte sie auch sogleich: Die Betreuung von Kindern psychisch erkrankter Eltern, Angststörungen und Depressionen sowie ungewöhnlich stark schreiende Babys sind mögliche Schwerpunkte. Dennoch geht die Ambulanzleitung von einem generalistischen Ansatz aus, so sollen in den vier Therapieräumen …

Apokalypse-Theorien sind populär - und können die Wissensgesellschaft verändern. Foto: Fotolia/Lassedesignen

Apokalypse: Ein Sprungbrett für Außenseiter in der Wissenschaft

Der Hype um das “Ende des Maya-Kalenders” hat im Jahr 2012 zahlreiche Weltuntergangsexperten auf den Plan gerufen. Neben Spinnern seien darunter aber auch wissenschaftsnahe Theoretiker, die große Verunsicherung in den etablierten Wissenschaft auslösen könnten, sagen Dr. Clemens Albrecht, Professor für Allgemeine Soziologie, und Fabian Fries, Mitarbeiter und Doktorand am Intitut für Soziologie in Koblenz. Beide erforschen, wie diese wenig anerkannten Theorien unsere Wissensgesellschaft verändern. Ob Alfred Wegener, Galileo Galilei oder Robert Koch: Sie alle waren einmal Außenseiter ihres Faches, die von den anerkannten Koryphäen des Wissenschaftsbetriebes belächelt und beschwichtigt wurden. Doch sind es oft genau jene Figuren, die die radikalen Umstürze in den Wissenschaft herbeigeführt haben, meint Dr. Clemens Albrecht, Professor für Allgemeine Soziologie in Koblenz. “Diese Leute werden oft lange als Spinner wahrgenommen und müssen jahrzehntelange Kämpfe führen, um anerkannt zu werden.” Apokalypse-Theorien sind populär Vor allem Weltuntergangsbewegungen sorgten seit dem Mittelalter immer wieder für einen großen Popularitätsschub wissenschaftlicher Außenseiter, die der etablierten Wissenslandschaft heftige Erschütterungen zufügten, so der Soziologe. Gemeinsam mit Fabian Fries, Institutsmitarbeiter und Doktorand am Institut für Soziologie, erforscht er im …

Wenn die eigenen Kinder auf dem Fußballplatz stehen, liegen bei vielen Eltern die Nerven blank. Foto: Fotolia / Beatrice Prève

Pushy Parents: Brüllende Eltern am Spielfeldrand wirken negativ auf Kinder

Vom Fußball-Amateur zum Profi: Für viele Kinder ist das der größte Traum. Unterstützung finden sie oftmals in ihren Eltern, die bei jedem Spiel am Seitenrand stehen und sie tatkräftig anfeuern. Aber was ist, wenn es die Eltern übertreiben? Sportwissenschaftlerin Dr. Silke Sinning forscht zum Thema Fairness auf und abseits des Platzes. Bei jedem Wetter stehen sie am Spielfeldrand und unterstützen ihre Kinder: Eltern motivieren, trösten und sind oft genauso wichtig für die sportliche Entwicklung eines Kindes wie das Talent. Überkochende Emotionen sind damit auch abseits des Platzes vorprogrammiert. Pushy Parents nennt man diese Eltern in England. Silke Sinning ist Professorin für Sportwissenschaft und Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Bildung und Bewegung am Campus Landau. Die erfahrene Fußballspielerin und -trainerin hat zusammen mit Studierenden untersucht, wie elterliche Pöbeleien am Spielfeldrand von den eigenen Kindern wahrgenommen werden. „Der Startschuss des Projektes war, dass ein Verein versuchte, die Eltern darauf aufmerksam zu machen, dass ihr Reingebrülle bei ihren Kinder negativ ankommt“, erklärt Sinning. „Wir haben dann einen Fragebogen für die Kinder angefertigt, um herauszufinden, wie das Geschrei der Eltern auf …

Sarah Brötz, Projekttkoordinatorin des Women Career Centers. Bild: Sarah Brötz

Beratung und Motivation im Women Career Center

Das Women Career Center (WCC) ist seit dem Wintersemester 2011/12 eine der zentralen Einrichtungen am Campus Koblenz. Die Mitarbeiterinnen beraten Studentinnen in Bewerbungs- und Berufsfindungsfragen. Sie motivieren und vermitteln Kontakte zu möglichen zukünftigen Arbeitgebern. Sarah Brötz, die zuständige Projektkoordinatorin, erzählt im UniBlog von ihrer Arbeit. Sie beraten viele Studierende zum Thema Bewerbung. Wie läuft so ein Beratungsgespräch ab? Meist wenden sich die Hilfesuchenden per Email an mich und wir vereinbaren einen Termin. Bevor eine Studentin zu mir kommt, bitte ich sie, einen Fragebogen auszufüllen. Mit dem Fragebogen fragen wir ganz unterschiedliche Dinge ab: Infos zum Studium und zu Praktika, aber auch, was ihr Spaß macht, nach ihren Vorstellungen des optimalen Arbeitsplatzes und wo sie sich in zehn Jahren beruflich sowie privat sieht. Dann weiß ich, mit welchen Fragen und Problemen die Studentin zu mir kommt, in welcher Phase der Berufsfindung sie steckt und ich kann mir im Vorfeld schon Gedanken machen. So können wir die Beratungszeit optimal nutzen. Verstehen Sie sich auch als Motivationstrainerin? Oft habe ich den Eindruck, dass viele Studentinnen, die zur Beratung …

Einen Tag lang hat Hackenfort mit den Anwohnern Müll gesammelt, an der Universität von Cebu, an der sie tags zuvor noch ein Seminar hielt. Foto: Privat.

Feldforschung auf den Philippinen: Die Lebenswelt der Müllsammler

Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und Projekte vor, die im Dienst der Universität Koblenz-Landau die Forschung voranbringen. Alle Artikel aus dieser Serie Melanie Hackenfort verbrachte neun Monate in Cebu auf den Philippinen, um dort die Lebenswelt von Müllsammlern zu erforschen. Entstanden ist diese Idee durch ihre Auseinandersetzung mit dem Thema ‘Abfall als kulturelles Phänomen’. Die Feldforschung ist Teil von Hackenforts Dissertationsprojekte am Institut für Kulturwissenschaft am Campus in Koblenz. Sie untersucht den Lebenswandel von Müllsammlern durch ein soziales Wohnprojekt. Die meisten von uns betrachten den täglichen Abfall, den wir produzieren, als Müll, als etwas Wertloses, als etwas, das was am Ende der Konsumkette steht. Auf den Philippinen ist das anders. Dort ist Müll die Lebensgrundlage vieler Familien, die ihn sammeln, sortieren, recyceln und weiterverkaufen. Für diese Menschen interessiert sich Melanie Hackenfort. Sie interessiert sich dafür, wie sie mit und vom Müll leben, was dieses Leben mit ihnen macht, welche Rolle der Müll für ihr Dasein spielt und wie sie sich am Rande der Müllfelder arrangieren und organisieren. Abfall …

Cara Bitterwolf stellt ihren Schmuck am heimischen Schreibtisch in Landau her. Foto: Greb

Landauer Studentin Cara Bitterwolf stellt Schmuck her

Feingliedrige Armbänder, eingelassene Opale und bronzefarbene Federketten: Cara Bitterwolf hat aus ihrem Hobby einen außergewöhnlichen Nebenjob gemacht. Sie stellt in Handarbeit einzigartige Schmuckstücke her und verkauft diese über das Online-Portal „DaWanda“. Die Lehramtsstudentin findet für ihre am Landauer Schreibtisch hergestellten Schätze Abnehmer in ganz Deutschland. …

Die Proben laufen auf Hochtouren - UNIMUS 2014

UNIMUS 2014: Ein bunter Reigen vom 19. bis 26. Juli 2014

Noch eine gute Woche und das Musikfestival UNIMUS geht in die siebte Auflage. Die Proben laufen auf Hochtouren und der musikalische Feinschliff wird angesetzt. Sinnlich soll es werden. Unter dem Motto: “Der Klang der Sinne” haben sich die UNIMUS-Macher Konzepte überlegt und jedem Sinn ein Konzert gegeben. Was einfach klingt, hat die Universitätsmusik ganz schön herausgefordert. Musik hören und sehen, das ist vielleicht noch greifbar. Aber Musik schmecken oder fühlen? Schon schwieriger. Aber die Ensembles der Universität sind bekannt für ihre unkonventionellen Konzertformen. Es ist für Jeden etwas dabei, das Programm ist jung und frech, genreübergreifend und doch traditionell, ein Konzept für Jung und Alt, für Konzertliebhaber und die, die es werden wollen. Das Openair “Klassik in der Altstadt” eröffnet das Festival. Ein ultimatives Kochkonzert gehört zu den ganz besonderen Highlights von UNIMUS 2014. Ebenso das Experiment “Der Klang im Dunkeln”, eine Herausforderung für Ausführende und Zuhörer zugleich. Der interaktive Tag und das “JugendOrchesterTreffen Koblenz 2014” bieten einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen. Mit der “Großen Koblenzer Musiknacht” geht auch das erfolgreichste UNIMUS-Format in die …

John Besley ist der erste Research Fellow des Forschungsschwerpunkts KoMePol. Insgesamt vier Wochen ist der Gastwissenschaftler am Campus Landau. Foto: Hiller

Burgen und Brezeln: Ein Amerikaner in Landau

Der Forschungsschwerpunkt KoMePol (Kommunikation, Medien, Politik) erhält Unterstützung aus Übersee: John Besley von der Michigan State University weilt insgesamt vier Wochen als Research Fellow am Campus Landau. John Besley hat eine Vorliebe für Züge. Stuttgart, Heidelberg, den Trifels, alles haben er und seine Familie per Zug erkundet. Burgen und Brezeln, mit diesem Slogan hatte er seine Söhne (fünf und sieben) nach Deutschland gelockt, genauer nach Landau. Gerade beim Laugengebäck bekommt er glänzende Augen. „Sie glauben ja gar nicht, was sich in Amerika alles ,Pretzel‘ nennen darf“. Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und Projekte vor, die im Dienst der Universität Koblenz-Landau die Forschung voranbringen. Alle Artikel aus dieser Serie Die Tourismus-Aktivitäten der Familie Besley beschränken sich aber nur aufs Wochenende, unter der Woche ist Prof. John Besley vom College of Communication Arts and Sciences an der Michigan State University am Landauer Campus unterwegs, die Kinder im Kindergarten untergebracht. Denn John Besley ist der erste Research Fellow im Forschungsschwerpunkt für Kommunikation, Medien, Politik (KoMePol). Sein Forschungsschwerpunkt: Kommunikatorforschung. Dabei geht es …