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Kinder stehen im Fokus: Neue psychotherapeutische Uni-Ambulanz für Kinder und Jugendliche in Landau

In der neuen Universitätsambulanz für Kinder und Jugendliche wird die ganze Palette der psychischen Störungen behandelt. Foto: Hiller In der neuen Universitätsambulanz für Kinder und Jugendliche wird die ganze Palette der psychischen Störungen behandelt. Foto: Hiller

Die Universität Koblenz-Landau hat vergangene Woche in Landau eine psychotherapeutische Ambulanz für Kinder und Jugendliche eröffnet. Im Herbst wird auch ein Fortbildungsstudiengang zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten starten.

„Heute ist ein guter Tag“, verkündete Universitätspräsident Prof. Dr. Roman Heiligenthal bei seiner Rede zur Eröffnung der neuen psychotherapeutischen Ambulanz für Kinder und Jugendliche am vergangenen Mittwoch in Landau. Ein guter Tag für die Stadt und die Universität respektive den Fachbereich Psychologie, der die Einrichtung vielfältig nutzen möchte. Der Landauer Bürgermeister Thomas Hirsch betonte, wie wichtig es sei, „psychische Erkrankungen von Kindern aus ihrem Schattendasein herauszuholen“.

Auch wenn in der neuen Einrichtung vorwiegend ein breites Spektrum an psychischen Erkrankungen verhaltenstherapeutisch behandelt werden soll, könne es im Rahmen von Forschungsprojekten durchaus zu Spezialisierungen der neuen Ambulanz für Kinder und Jugendliche bis 21 Jahren kommen, erklärte die Geschäftsführerin Dr. Daniela Schwarz. Mögliche Forschungsthemen nannte sie auch sogleich: Die Betreuung von Kindern psychisch erkrankter Eltern, Angststörungen und Depressionen sowie ungewöhnlich stark schreiende Babys sind mögliche Schwerpunkte. Dennoch geht die Ambulanzleitung von einem generalistischen Ansatz aus, so sollen in den vier Therapieräumen unter anderem auch ADHS, Tic/Tourette-Störungen oder Schlafstörungen etc. behandelt werden. „Wir behandeln die ganze Palette der psychischen Störungen“, so Schwarz.

Die Ambulanz ist der Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters angegliedert und verzahnt Forschung und Lehre. Hier im Foto die Inhaberin der Professur, Prof. Dr. Tina In-Albon. Foto: Hiller

Die Ambulanz ist der Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters angegliedert und verzahnt Forschung und Lehre. Hier im Foto die Inhaberin der Professur, Prof. Dr. Tina In-Albon. Foto: Hiller

Die Ambulanz ist angegliedert an die Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Inhaberin ist die Schweizer Professorin Dr. Tina In-Albon. Für die Leiterin der neuen Ambulanz ist die Behandlung schon im Kindesalter auch ein stückweit Prävention: „Wenn die Kinder nicht behandelt werden, haben sie ein höheres Risiko, weiter zu erkranken“, so In-Albon. Angenommen wird die Ambulanz bereits sehr gut. „Wir haben schon einige Anfragen, obwohl wir noch gar keine Werbung gemacht haben“, erklärte Dr. Daniela Schwarz. Grundsätzlich steht die Ambulanz allen Kindern und Jugendlichen offen, die hierfür nach Landau in die Ostbahnstraße 12 fahren möchten. Die Kosten für die Behandlung übernehmen bei Indikation die Krankenkassen. Die Ambulanz wird auch im Rahmen des Masterstudiengangs Klinische Psychologie eingebunden werden. So werden die Studierenden beispielsweise in die Diagnostik einbezogen werden und unter Supervision in Patientengesprächen Praxiserfahrung sammeln können.

Der weiterbildende Studiengang zum Kinder- und Jugendpsychotherapeuten startet zum Wintersemester und steht als Fortbildungsstudiengang zwölf Teilnehmern pro Jahrgang offen. Neben der hauseigenen Ambulanz kooperiert der Studiengang auch noch mit dem Pfalzklinikum in Klingenmünster sowie anderen kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken in der Region.

Sebastian Kapp

Kontakt:

Tel.: 06341 280-35800

E-Mail: Ambulanz-KiJu@uni-landau.de

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