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Landauer Studentin Cara Bitterwolf stellt Schmuck her

Cara Bitterwolf stellt ihren Schmuck am heimischen Schreibtisch in Landau her. Foto: Greb Cara Bitterwolf stellt ihren Schmuck am heimischen Schreibtisch in Landau her. Foto: Greb

Feingliedrige Armbänder, eingelassene Opale und bronzefarbene Federketten: Cara Bitterwolf hat aus ihrem Hobby einen außergewöhnlichen Nebenjob gemacht. Sie stellt in Handarbeit einzigartige Schmuckstücke her und verkauft diese über das Online-Portal „DaWanda“. Die Lehramtsstudentin findet für ihre am Landauer Schreibtisch hergestellten Schätze Abnehmer in ganz Deutschland.

Als Cara Bitterwolf vor zwei Jahren nach Schmuck für sich selbst suchte, gefielen ihr an vielen Angeboten die Details nicht. Also griff die handwerklich begabte Studentin für Gymnasiallehramt am Landauer Campus selbst zu Zange, Kleber und Draht und stellte Schmuckstücke nach ihren eigenen Vorstellungen her. „Schon als Kind habe ich viel Zeit mit Basteln verbracht und beispielsweise Schlüsselanhänger aus Perlen hergestellt oder Armbänder geknüpft.“ Doch bei den Bastelarbeiten für den Eigenbedarf blieb es nicht lang. „Meine Freundinnen fanden die Resultate so schön, dass ich anfing, den Schmuck auch für andere anzufertigen“, berichtet die kreative Kleinunternehmerin. Schnell sprach sich herum, dass es in Bitterwolfs Facebook-Gruppe mit dem Namen “Schmück dich” viele geschmackvolle Stücke zu kaufen gibt. „Anfangs bekam ich nur Anfragen von Landauer Studierenden, aber heute hat meine Gruppe schon 500 Mitglieder. In den letzten Jahren habe ich über 300 Einzelteile hergestellt und verkauft.“

Diese Armbänder aus Baumwollband und Metall hat Cara Bitterwolf handgemacht. Foto: Privat

Diese Armbänder aus Baumwollband und Metall hat Cara Bitterwolf handgemacht. Foto: Privat

Seit Mai dieses Jahres gibt es neben tragbarem Modeschmuck auch hochwertigere, vergoldete Teile von Bitterwolf bei „DaWanda“ zu kaufen. In dem bekannten Online-Handel sei es schwierig, herauszustechen, weil viele Anbieter ähnliche Ideen haben. „Das motiviert mich, immer neue Ideen zu entwickeln.“

Stöbern und Studieren

Ihren Stil beschreibt Bitterwolf als „modern, leger und schlicht“. Hauptsächlich verarbeitet sie Glassteine und bronzefarbenes Material. Auf Anfrage geht die Hobby-Kunsthandwerkerin auch auf individuelle Wünsche ein oder fertigt zu einem Stück das passende Pendant an. „Ich versuche, individuelle Stücke herzustellen. Dadurch ist mein Schmuck besonders gut zum Verschenken geeignet.“

Die Landauer Studentin Cara Bitterwolf verkauft ihren handgemachten Schmuck im Internet. Foto: Greb

Die Landauer Studentin Cara Bitterwolf verkauft ihren handgemachten Schmuck im Internet. Foto: Greb

Die Verarbeitung von Armbändern, Ketten, Ohrringen, Haarspangen und Ringen hat sich die geschickte Studentin selbst beigebracht. Inspiration holt sie sich regelmäßig bei der Suche nach neuen Materialien wie tieftürkisenen Jadeperlen, glitzernden Glasanhänger oder bunten Baumwollbändern. Dazu durchstöbert die Hobby-Snowboarderin leidenschaftlich gern Geschäfte nach Perlen und Anhängern, wann immer sie Zeit dafür findet. „Während ich mir die Sachen anschaue, stelle ich mir bereits vor, was daraus werden könnte.“ Aus den neuen Errungenschaften fertigt die gebürtige Baden-Badenerin an ihrem Landauer Schreibtisch dann die vollständigen Schmuckstücke an. „Entweder habe ich vorher schon eine Idee, oder ich lege das Material um mich herum und probiere einfach aus. Wenn mir mal etwas nicht gefällt, dann mache ich es einfach nochmal neu.“

Einen großen Teil ihrer Zeit verbringt die Schmuckherstellerin damit, ihr Angebot für ihren Online-Shop professionell zu fotografieren. Denn: „Auch an digitaler Bearbeitung und Fotografie habe ich großen Spaß. Für meinen Schmuck habe ich mir extra eine Spiegelreflexkamera angeschafft.“ Je nach Machart benötigt Bitterwolf zwischen zehn Minuten und mehreren Tagen für die Herstellung der Schmuckstücke, die preislich zwischen sechs und 20 Euro liegen. „Die Produktion in Handarbeit ist sehr zeitintensiv, deswegen bleibt der Schmuck in Prüfungsphasen auch auf der Strecke. Ich betreibe das eher als Hobby in meiner Freizeit.“

Katharina Greb

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