Alle Artikel mit dem Schlagwort: Psychologie

Psychologie-Studentin Annika Raff hatte Mut zu einem brisanten Thema und beschäftigte sich in ihrer Abschlussarbeit mit Sexting. Foto: Schreiner

Abschlussarbeiten: Sexting unter Jugendlichen

Geflirtet wird heute nicht mehr nur im persönlichen Gespräch mit Worten und Blicken, sondern auch digital über Snapchat, E-Mail und WhatsApp. Die Psychologiestudentin Annika Raff hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema Sexting, dem digitalen versenden freizügiger Bilder, beschäftigt. Dazu hat sie fast 300 Jugendliche befragt. Die Serie: Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen?  Wer sind Sie und was studieren Sie? Mein Name ist Annika Raff und ich studiere Psychologie. Mittlerweile bin ich im letzten Semester des Masters Psychologie. Was ist das Thema Ihrer Abschlussarbeit? In meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit Sexting unter Jugendlichen beschäftigt. Sexting war dabei definiert als das Verschicken freizügiger Fotos per Handy oder E-Mail an Freunde und Bekannte. Dazu gibt es bisher nicht viel Forschung, da es ein junges Phänomen ist. Mich hat auch interessiert, ob es dabei einen Zusammenhang mit …

Leonie Backofen studiert Psychologie in Landau und war Praktikantin in der AHG Klinik für Psychosomatik in Bad Dürkheim. Foto: Privat

Berufswunsch Therapeutin: Praktikum in einer Klinik für Psychosomatik

Studierende rümpfen häufig die Nase, wenn sie das Wort „Praktikum“ hören, weil sie an langweilige Aufgaben, Kaffee kochen oder schlechte Bezahlung denken. Dabei kann ein Praktikum auch spannend und lehrreich sein: Psychologie-Studentin Leonie Backofen half während ihres dreimonatigen Praktikums als Co-Therapeutin in einer Klinik für Psychosomatik. Neben organisatorischen Aufgaben durfte sie dort sogar Einzelgespräche mit Patienten führen. Ich studiere im achten Semester den Bachelor in Psychologie. Da ich momentan keine Veranstaltungen besuche, habe ich mich dazu entschieden, mein zwölfwöchiges Praktikum für den Master vorzuziehen, um die Zeit sinnvoll zu nutzen. Dieses Praktikum wollte ich unbedingt in einer Klinik absolvieren. Von vielen Kommilitonen habe ich gehört, dass sie als Praktikanten in der AHG Klinik für Psychosomatik in Bad Dürkheim hospitiert haben. Da die Klinik von Landau aus gut zu erreichen ist und jeder von positiven Erfahrungen dort berichtete, entschied ich mich zu einer Bewerbung. Der Bewerbungsprozess war sehr unkompliziert. Ich habe angerufen und anschließend der Pflegedienstleitung eine E-Mail mit Bewerbungsunterlagen und meinem gewünschtem Zeitraum geschickt. Es gab noch ein kurzes Gespräch, bei dem es sich aber mehr um eine Vorstellung als um …

„Ich selbst fliege auch nicht besonders gerne, habe aber die Erfahrung gemacht, dass vor allem Langstrecken für mich schwierig sind. Eine ehemalige Kommilitonin von mir ist Flugbegleiterin und hat mich mal in ein Cockpit mitgenommen. Wenn man sieht, wie routiniert die Abläufe dort sind, gewinnt man schnell Vertrauen und stellt fest, dass es sich um einen ganz normalen Job handelt. Wissen hilft also", erklärt Dr. Jens Haider. Fotos: Lisa Leyerer

Die Angst fliegt mit: Psychotherapeut Jens Heider im Interview

Etwa 15 Prozent der Deutschen leiden unter Flugangst. Von leichtem Unwohlsein an Bord eines Flugzeugs bis hin zu Panikattacken aus Angst vor einem Absturz gibt es vielerlei Gründe, die Menschen davon abhalten, in einen Flieger zu steigen. Die Angst, die in der Fachsprache Aviophobie heißt, kann therapiert werden. Dr. Jens Heider, psychologischer Psychotherapeut und Leiter der Psychotherapeutischen Universitätsambulanz am Standort Landau, erklärt, wie Flugangst entsteht und gibt Tipps, wie man mit ihr umgehen kann. Erst einmal ganz grundlegend gefragt: Warum haben Menschen Angst? Angst ist ein ganz allgemeines Phänomen. Wir brauchen dieses Gefühl zur Regulation unseres menschlichen Lebens. Sie dient der Vermeidung unangenehmer und gefährlicher Situtationen. Ohne Angst wären wir vermutlich morgen tot, weil wir einfach ohne zu gucken über die Straße laufen würden. Ängste können biologisch, psychisch oder sozial bedingt sein, sind also entweder genetisch verankert oder basieren auf einer traumatischen Erfahrung. Wenn Angst zur ernsthaften psychischen Erkrankung wird, dann spricht man von einer Phobie. Was ist der Unterschied zwischen Angst und Phobie? Für eine Phobie braucht man ein konkretes Objekt, auf das man …

Geschichten erlauben dem Leser, in fremde Welten einzutauchen und neue Erfahrungen zu sammeln. Foto: Colourbox.de

Mit Geschichten die Welt verbessern

Wir lesen Romane oder schauen Filme, um uns zu unterhalten. Geschichten können jedoch nicht nur ein wunderbarer Zeitvertreib sein, sondern auch unser Verhalten und unsere Einstellung verändern. Diesen Effekt nennt man narrative Persuasion. Constanze Schreiner ist Doktorandin am Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik in Landau und untersucht das Phänomen für ihre Promotion.  Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Geschichte von Karius und Baktus, zwei kleine Zahntrolle, die im Mund von Max, einem kleinen Jungen, zuhause sind? Dort haben sie es sich in einem Backenzahn häuslich eingerichtet und sind fleißig dabei, ihr Terrain mit Hilfe von Pickel und Presslufthammer auf den Eckzahn auszuweiten. Max, der gerne Süßes isst und sehr ungerne seine Zähne putzt, bekommt von den Bauaktionen der beiden Zahntrolle schlimme Zahnschmerzen. Im Laufe der Geschichte lernt er, dass gründliches Zähneputzen und regelmäßige Zahnarztbesuche helfen, Zahntrolle zu verjagen. So erging es nicht nur Max – Generationen von Kindern haben durch Karius und Baktus erfahren, welche unangenehmen Konsequenzen Süßigkeiten haben können und wie wichtig Zähneputzen ist. Experimente helfen, Gefühle zu lesen In meiner Doktorarbeit interessiere …

Franziska Hiel unterstützt Erwachsene mit Behinderung, damit diese möglichst selbstständig leben können. An ihrer Arbeit in der Wohngruppe schätzt sie das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Foto: Höffner.

Nebenjob-Serie: Betreuerin für Menschen mit Behinderung

Die Vorteile einer WG sind groß: Hier lernt man, auf eigenen Beinen zu stehen, sich Aufgaben und Pflichten zu teilen und es ist immer jemand zum Reden da. Auch für Menschen mit Behinderung bedeutet das Leben in einer Wohngruppe ein hohes Maß an Selbstbestimmung, ohne das Gefühl, allein zu sein. Die Psychologiestudentin Franziska Hiel arbeitet als Betreuerin in einer Einrichtung für Erwachsene mit Behinderung. Sie unterstützt die Bewohner in ihrem Alltag und steht ihnen bei Problemen als Ansprechperson zur Seite. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Franziska Hiel, ich bin 20 Jahre alt und studiere Psychologie im zweiten Semester in Landau. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite als Aushilfe bei Bethesda Landau, einer Einrichtung, die erwachsenen Menschen mit Behinderung Wohn- sowie …

Vampir oder Zauberer? Samira Hepperle untersucht, wie Geschichten den Menschen beeinflussen. Foto: Kati Greb

Wie Geschichten unsere Selbstwahrnehmung beeinflussen

Samira Hepperle ist fasziniert von der Kraft von Geschichten, Büchern und Erzählungen und ein großer Harry Potter-Fan. In ihrer Bachelorarbeit im Fach Psychologie untersucht sie, wie sich das Lesen von Buchkapiteln auf die Selbstwahrnehmung auswirkt. Die Serie: Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen?  Wer sind Sie und was studieren Sie? Ich bin Samira Hepperle, 23 Jahre alt und studiere im Bachelor Psychologie im 6. Semester am Campus Landau. Was ist das Thema Ihrer Bachelorarbeit? Es geht darum, wie uns Geschichten beeinflussen und wie wir durch Erzählungen unsere Selbstwahrnehmung verändern. Ich wiederhole die Studie von Gabriel und Young “Becoming a Vampire without being bitten: the narrative collective-assimilation hypothesis”. Im Veröffentlichungsjahr 2011 hat diese Studie sehr viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dabei mussten die Versuchsteilnehmer entweder zwei Kapitel aus Harry Potter oder ein Kapitel aus Twilight lesen und anschließend wurde gemessen, …

Student Jan Hendrik Henze arbeitet neben dem Studium als freier Fotograf. Foto: Enya Höffner.

Vom Sportler zum Fotografen

Nach einer Verletzung beim Badminton ist Jan Hendrik Henze auf der Suche nach einer neuen Freizeitbeschäftigung: Er kauft sich eine Kamera und lichtet seinen halben Freundeskreis ab. Sein Wissen und Portfolio wachsen, die ersten Aufträge trudeln ein. Inzwischen hat Henze sein Hobby zum Beruf gemacht: Als selbständiger Fotograf im Lifestyle-Bereich. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich bin Jan Hendrik Henze, 20 Jahre alt und studiere im zweiten Semester Psychologie am Campus Landau. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich fotografiere nebenberuflich. Aktuell noch überwiegend in meiner Heimatstadt Bochum in Nordrhein-Westfalen, sodass ich versuche, die Shootings auf die Wochenenden zu legen, wenn ich dort bin. Zukünftig wird sich mein Schwerpunkt aber mehr auf die Region Landau legen. Was sind Ihre Aufgaben? Überwiegend mache ich Portraits und Lifestyle-Aufnahmen, aber auch auf …

Im Forschungsschwerpunkt KoMePol untersuchen vier Fachdisziplinen das Vertrauen in die Medien, in politische Institutionen und in webbasierte Plattformen politischer Partizipation. Foto: Colourbox.de

KoMePol: Forschung ins Vertrauen

Die Sonntagsfrage, Online-Petitionen, der gemeinsame Fernsehabend zum TV-Duell: Nie war es einfacher, sich als Normalbürger vom Sofa aus über Politik zu informieren und sich an politischen Prozessen zu beteiligen. Aber wie groß ist unser Vertrauen in die Politik und die Möglichkeiten der Partizipation? Diese und andere Fragen beleuchtet ein Team aus Wissenschaftlern im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Kommunikation, Medien und Politik, kurz KoMePol, an der Universität Koblenz-Landau. Die Kompetenz von vier Fachbereichen in einer Forschungsinitiative gebündelt – das ist KoMePol, ein seit fünf Jahren bestehendes interdisziplinäres Projekt von Wissenschaftlern aus den vier Fachbereichen Psychologie, Kommunikationswissenschaft und Politikwissenschaft am Campus Landau sowie der Informatik am Campus Koblenz. Gefördert durch die Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz erhielten bisher 27 Wissenschaftler, davon 17 Nachwuchswissenschaftler, die Möglichkeit, sich in elf verschiedenen Teilprojekten zu beteiligen. “Das Themenspektrum reicht von klassischer politischer Kommunikation und Kommunikationspsychologie über Forschung zu modernen Webtechnologien bis hin zu Wahl- und Einstellungsforschung”, erklärt Dr. Evelyn Bytzek, Politikwissenschaftlerin am Campus Landau. Forschung verbindet Das zentrale Interesse von KoMePol liegt in der Verknüpfung der Disziplinen: “Verbindendes Element zwischen allen Projekten ist ein gemeinschaftlich …

Nadine Thomas gehört zu den besten Dozentinnen in Rheinland-Pfalz. Foto: Karin Hiller

Eine der Besten

Die Diplom-Psychologin Dr. Nadine Thomas von der Universität Koblenz-Landau ist für ihre exzellente Lehre mit dem „Lehrpreis Rheinland-Pfalz“ ausgezeichnet worden und gehört damit zu den besten Dozentinnen des Landes. Im Interview berichtet Nadine Thomas, was für sie gute Lehre bedeutet, warum es sinnvoll ist, die Sehnsucht nach den Weiten des Meeres zu schüren und warum sie sich selbst nicht in Lehrveranstaltungen langweilen möchte. Sie werden in diesem Jahr mit dem Lehrpreis des Landes für Ihre exzellenten Leistungen in der Lehre ausgezeichnet. Was haben Sie gedacht, als Sie die Benachrichtigung erhielten? Im Fachbereich Psychologie, in dem ich an der Universität Koblenz-Landau arbeite, wird die Qualität der Lehre großgeschrieben, daher werden unsere Lehrveranstaltungen regelmäßig durch unsere Studierenden evaluiert. Als Anreiz werden die besten Veranstaltungen pro Semester mit einem Lehrpreis des Fachbereichs ausgezeichnet, der mit 700 Euro (zur Verwendung für dienstliche Zwecke) dotiert ist. Seit dem Wintersemester 2011/2012 habe ich in jedem Semester für meine Veranstaltungen einen solchen Lehrpreis erhalten, somit war ich schon etwas in Übung, was das Gewinnen von Lehrpreisen angeht. Dass ich aber zu den besten …

Fetziger Sound aus Landau: Psychologie-Studenten sind „Gaspard Filou“

„Dreckig, energetisierend, ernst“: So würden die Bandmitglieder von Gaspard Filou ihren eigenen Sound beschreiben. Nicht nur ihr gemeinsames Studienfach Psychologie verbindet die vier Kommilitonen. Seit dem vergangenen Sommer erobern sie mit ihrer neuen Live-Band die Bühnen in und um Landau. Diese Jungs gibt es nicht digital. Denn wer die musikalische Vielfalt von Felix Göttert, Robin Friedel, Lukas Proll und Marius Vogt hören möchte, der muss zu ihren Live-Auftritten kommen. Rund elf Songs zum Hören, Hüpfen und Rocken hat das Quartett bislang im Gepäck. Manche Lieder entstehen spontan beim gemeinsamen Spielen: „Als atmosphärische Basis benutzen wir oft am PC programmierte Rhythmen und füllen diese dann mit unseren musikalischen Ergüssen“, verrät Proll. Stilistisch serviert die Band einen unbeschwerten Mix, vereint die letzten vierzig Jahre Musikgeschichte zu einem neuen Sound. „Unsere Songs sind sehr vielfältig. Wir haben Pop-, Rock- und Funk-Einflüsse in unseren Stücken, sogar Reggae ist dabei. Diesen Mischmasch kann man wahrscheinlich am besten dem Genre Crossover oder Indie zuordnen“, erklärt Robin Friedel. Dabei steht für die Gruppe der Spaß immer an erster Stelle: „Uns unterscheidet von …