Alle Artikel mit dem Schlagwort: Alltag

René Lang absolvierte im vergangenen Sommersemester ein Praktikum bei RPR1 in Koblenz. Foto: Teresa Schardt

Radio GaGa: Praktikum bei RPR1 Koblenz

Von wegen “Video Killed The Radio Star”: Das Radio ist noch immer fester Bestandteil unseres Alltags. Der Kulturwissenschaftler René Lang absolvierte im vergangenen Sommersemester ein Praktikum bei RPR1 in Koblenz. Dabei hat er gelernt: Wer Radio verstehen will, muss die Leistung hinter den einzelnen Beiträgen erkennen. Ob unter der Dusche, bei der Autofahrt oder während der Arbeit: Das Radio ist unser ständiger Begleiter. Wir verabreden uns zwar nicht mehr zum Radio hören, dennoch spielt das Medium bis heute für viele Menschen eine wichtige Rolle. Die Stimmen unserer Lieblingsmoderatoren erscheinen uns vertraut, ohne dass wir ihnen jemals gegenüberstanden. Täglich lachen, raten und diskutieren wir mit ihnen, obwohl sie uns nicht hören können. Dieser Umstand fasziniert mich seit langem. Während meines Praktikums habe ich einen Eindruck davon erhalten, wie Radio funktioniert. Die Serie Die Arbeitswelt kennenlernen und Perspektiven ausleuchten – wer hier schon im Studium aktiv wird, dem fällt der Berufseinstieg oft leichter. Unsere Serie „Karriere“ informiert zu Möglichkeiten, sich auf den Lebensweg nach der Uni vorzubereiten. Die Rheinland-Pfälzische Rundfunk GmbH & Co. KG – besser bekannt als …

Heute schreibt Campus-Reporterin Rebecca Singer. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Und täglich grüßt das Murmeltier

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute berichtet Rebecca Singer von Gewohnheiten und Routinen im Alltag, die sich manchmal nur schwer durchbrechen lassen. Mein Fahrrad fährt wie von selbst zur Uni. Meine Füße kennen den Weg. Heute drei Studien in der Unibib durchackern, das ist das Ziel. Es ist 9.15 Uhr, ich bin da und trotte noch im Halbschlaf zu meinem Spind – wie immer Nummer 85. Ich entdecke ein Schloss, Mist, besetzt. Schon beim Betreten der Bibliothek scanne ich die Lage. Das Schicksal meint es heute nicht gut mit mir. Eine anderer Studentin hat meinen Platz ergattert. Er ist ganz hinten in der Ecke und einfach perfekt: Man hat Überblick über den gesamten Raum, kann seine Gedanken in Ruhe schweifen lassen und sitzt nicht direkt vor einer Wand. Selten kommt einer vorbei und meine Augen finden Entspannung beim Blick aus dem Fenster. Positive oder dunkle Macht der Gewohnheit? Schlechter kann der Tag nicht starten. Ob ich es trotzdem schaffe, an meiner Abschlussarbeit zu feilen? Gewohnheiten …

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Engemann. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Als ich vergaß, wie man ausatmet

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute denkt Lisa Engemann darüber nach, was passiert, wenn der Alltag uns zu sehr in Atem hält. Im Frühjahr sehnte ich eine Entscheidung über meine Zukunft herbei, auf die ich keinen Einfluss hatte. Ich dachte, alles wird leicht sein, wenn diese eine Sache klar ist. Im Sommer entschied es sich. Ich freute mich – für einen Moment. Denn im nächsten kamen mir all die Dinge in den Kopf, die damit zusammenhingen und um die ich mich kümmern musste: Eine Wohnung musste gefunden werden. Ich dachte, wenn das erstmal sicher ist, kann ich aufatmen. Ein und aus Ich fand eine tolle Wohnung. Ich holte Luft, doch dann hielt ich sie wieder an: Die Wohnung musste eingerichtet werden. Das war vor einem Monat. Ich halte immer noch die Luft an, denn es ist noch nicht alles fertig. So vieles ist noch zu tun, nicht nur in der Wohnung. Es hört niemals auf. Ist das Eine erledigt, folgt das Nächste. Vor jeder …

Heute schreibt Campus-Reporterin Constanze Schreiner. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Achtung Spoiler

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute geht Constanze Schreiner ihrer neu entdeckten Serienliebe auf den Grund und berichtet davon, wie sehr Game of Thrones verbinden kann.  Hallo, hier schreibt ein Late Adopter. Was Trends betrifft, bin ich ein klassischer Nachzügler. Das war schon damals so, als Schlaghosen modern waren. Bis ich mich damit einigermaßen eingedeckt hatte, trugen alle anderen schon wieder Skinny Jeans. Meine verlangsamte Adaptionsfähigkeit für Trends betrifft allerdings nicht nur Modewellen, sondern auch Serien. Mit nur sechs Jahren Verspätung habe nun auch ich vor zwei Wochen angefangen, Game of Thrones zu gucken und was soll ich sagen, es hat mich voll gepackt. Mittlerweile bin ich mit Staffel drei durch. Meinen ‘Fortschritt’ finde ich für zwei Wochen ganz passabel, allerdings haben ich das vor allem zwei elfstündigen Interkontinentalflügen zu verdanken. Mord, Todschlag und Nackedeis Tatsächlich wundere ich mich selbst noch ein wenig, dass mich die Serie derart fesselt. Zu Beginn haben mich nämlich einige Dinge gestört: Viel – nein, sehr viel Blut und Gewalt, …

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Engemann. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Das Leben da draußen

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute macht sich Lisa Engemann Gedanken über die Chance, genau diesen Alltag zu durchbrechen und sich einfach mal treiben zu lassen. Zeit und Raum sind relativ, hat das nicht schon Albert Einstein festgestellt? Ich kenne mich nicht so sehr mit der physikalischen Krümmung von Raum und Zeit gemessen an der Lichtgeschwindigkeit aus. Was ich jedoch weiß, ist, dass sich die gleichen Zeiträume – sagen wir, ein Tag oder eine Woche – sehr unterschiedlich anfühlen können. Es gibt Zeiten, da passiert nicht viel. Ich bleibe im altbekannten Alltagsrhythmus und verdächtige mich beinahe selbst, der langweiligste Spießer auf der Welt zu sein. Und dann kommt alles auf einmal anders, weil ich mich bewege und damit den Rhythmus ändere. Das bedeutet nicht, dass ich aus dem Takt komme. Ich würde es eher mit dem Höhepunkt in einem Musikstück vergleichen, auf den alles hinspielt. Wenn der Alltag auf diese Weise durchbricht, befinde ich mich in einem Sog aus Erlebnissen, die mich in ihren …

To-Do-Listen können uns helfen, Pläne zu schmieden und Aufgaben zu strukturieren. Zu viele davon führen allerdings schnell zu einer unüberschaubaren Zettelwirtschaft. Foto: Colourbox.de

Mein Leben mit To Do-Listen

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute macht sich Nina Seel Gedanken über Fluch und Segen von To-Do-Listen. Jeder schreibt sie. Ob manuell oder digital, in Form von langen Stichpunktlisten oder kleinen Klebezetteln. Sie sollen helfen, unsere Gedanken zu sortieren und unseren Alltag zu strukturieren. Vor allem aber sollen sie dafür sorgen, dass wir nie etwas Wichtiges vergessen, was wir unbedingt noch erledigen wollen: Die To-Do-Liste ist ein echter Alleskönner. Auf ihr notieren wir, was wir für noch unser nächstes Referat recherchieren wollen, dass wir Oma noch anrufen müssen und dass wir dringend noch die Bewerbung für das Praktikum schreiben sollten. Die Betonung liegt auf noch. Meist stehen Punkte auf der Liste, die wir nicht unmittelbar durchführen, sondern jene, die – noch – nicht erledigt sind, aber zeitnah abgehakt werden sollen. Segen: Durchstreichen und Abhaken So versetzt uns die Listenschreiberei zeitweise in Stress. Zu viele To-Dos üben Druck aus und vermitteln das Gefühl: “Das schaffst du sowieso nicht alles auf einmal!” Dass Multitasking nicht die …

Heute schreibt Campus-Reporterin Hannah Wagner. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Zu Hause auf Kreta

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. In dieser Woche berichtet Hannah Wagner aus Kreta, wo sie gerade ihre Zeit nach dem Bachelor verbringt, arbeitet und lebt. Anfang des Monats habe ich meine Bachelorarbeit abgegeben. Es fühlt sich einfach nur Woooooowww… an. So, als stünden mir alle Türen und die gesamte Welt offen. Ich muss wirklich sagen, dass ich unfassbar stolz auf mich bin, auf 57 Seiten eigenen Text, eine gebundene Arbeit von insgesamt 98 Seiten und mein Durchhaltevermögen über vier Monate hinweg. Es war wahrlich nicht immer einfach, es war nervenaufreibend, anstrengend und zeitweise frustrierend. Aber jetzt ist es vollbracht, die Arbeit ist fertig und das Ziel erreicht. Leben, ich komme! Und nun? Was aber fängt man jetzt mit sich an? Weiter studieren, einen Beruf finden, arbeiten, jobben, nichts tun, reisen, die Welt erkunden? Ich habe mich für ein bisschen von allem entschieden und werde die kommenden fünf Monate auf meiner Lieblingsinsel, in meinem ganz persönlichen Paradies auf Erden, verbringen: Kreta! Seit ich 2010 das erste Mal als Kinder- …