Alle Artikel in: Promovierende im Interview

Abwechslungsreiche Feldforschung zwischen Euphrat und Tigris: Zuhal Gültekin untersucht für ihre Doktorarbeit am Koblenzer Institut für Integrierte Naturwissennschaften den Status quo der Wasserqualität im Osten der Türkei. Foto: Privat

Forschung zur Wasserqualität zwischen Euphrat und Tigris

Zuhal Gültekin hat eine besondere Beziehung zum Osten der Türkei, denn es ist ihre Heimat. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit engagiert sie sich für die Region: Seit 2013 erforscht Sie in der Arbeitsgemeinschaft für Angewandte Fließgewässerökologie am Campus Koblenz die Wasserqualität in den Gebieten um Euphrat und Tigris. Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich untersuche in der Türkei im Einzugsgebiet um Euphrat und Tigris die Wasserqualität und möchte langfristig ein Bewertungsverfahren für die dortigen Gewässer entwickeln. In Europa gibt es solche Bewertungsskalen und -verfahren bereits in jedem Land, in der Türkei stehen wir diesbezüglich noch ziemlich am Anfang. Ich suche in den Gewässern nach verschiedenen wirbellosen Insektenorganismen, die mir als biologisches Indiz für die Qualität des Wassers dienen: Beispielsweise kommen sehr sensible Arten wie Eintagsfliegenlarven oder Steinfliegenlarven verstärkt in …

Für eine Promotion braucht es Selbständigkeit und Mut, findet Alexandra Merkert. Sie forscht zur schriftsprachlichen Kompetenz von Grundschülern im Mathematikunterricht. Foto: Lisa Leyerer

Sprachliche Kompetenz im Reich der Zahlen

Auch im Reich der Zahlen sind sprachliche Kompetenzen wichtig: Im Rahmen ihrer Dissertation entwickelt Alexandra Merkert, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Landauer Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter eine Ratingskala zur Messung der schriftsprachlichen Kompetenzen von Grundschülern im Mathematikunterricht. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie „Promovierende im Interview“ berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich untersuche die sprachliche Ausdrucksfähigkeit bei Grundschülern im Fach Mathematik. Hierfür entwickele ich eine Ratingskala zur Messung ihrer fachsprachlichen Kompetenzen. Dabei untersuche ich nicht nur die verbalen Äußerungen der Schüler, sondern auch die numerisch-symbolischen und grafischen Mittel, mit denen sie Zusammenhänge und Gedanken ausdrücken, beispielsweise durch Gleichungen und Diagramme. Hierzu habe ich spezielle Aufgaben entwickelt, die den Schülern vielfältige Anregungen zur bildlichen und schriftlichen Umsetzung bieten. Mittlerweile habe ich Daten von 180 Dritt- und Viertklässlern erhoben und werde daraus Niveaustufen klassifizieren, die später etwa zur Evaluation von Sprachfördermaßnahmen eingesetzt werden können. Was fasziniert …

In Wikis, Blogs und Foren werden Dokumente heute anders als früher kollaborativ erstellt. Verena Hausmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Enterprise Information Management (EIM), befasst sich in ihrer Dissertation mit den Herausforderungen dieser Arbeitsweise in kollaborativer Unternehemssoftware. Foto: Adrian Müller

Management von Dokumenten im 21. Jahrhundert

Der Trend zur Digitalisierung und der Einsatz von kollaborativer Anwendungssoftware stellen die Organisation von Dokumenten in Unternehmen vor verschiedene Herausforderungen. Verena Hausmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Enterprise Information Management (EIM) des Instituts für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik am Campus Koblenz und promoviert zum Thema Dokumentenmanagement. Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich beschäftige mich mit dem Thema Dokumentenmanagement in kollaborativer Unternehmenssoftware. Dokumentenmanagement ist eigentlich ein sehr altes Thema, das aber im Zuge der Digitalisierung vor allem für Unternehmen neue Fragen und Schwierigkeiten mit sich bringt: Früher wurden Schriftstücke einfach papiergebunden in Akten abgeheftet und bei Bedarf wieder hervorgeholt. Heutzutage arbeiten Menschen in Unternehmen softwaregestützt kollaborativ an Dokumenten und Informationen. Diese liegen dann nicht nur in Textdokumenten oder PDFs vor, sondern können in Wikis, Blogs, …

Chemiker und Doktorand Kevin Jewell vergleicht mittels Massenspektrometrie Proben von Klärschlamm. Foto: Adrian Müller

Kevin Jewell erforscht Spurenstoffe im Abwasser

Kevin Jewell promoviert an der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz* und untersucht in seiner Doktorarbeit das Verhalten von “Spurenstoffen” bei der Abwasserreinigung. Warum die Jobsuche auch als Naturwissenschaftler nicht immer leicht ist und wie er auf seine Doktorandenstelle gestoßen ist, verrät er im Uniblog. Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. In meiner Dissertation befasse ich mich mit sogenannten “Spurenstoffen” im Abwasser, das sind kleinste, gelöste Mikroverunreinigungen wie beispielsweise Arzneimittelrückstände, die bei der Filtration in der Kläranlage oft gar nicht oder nur teilweise entfernt werden. Bis heute weiß man allerdings nicht genau, warum sich diese Stoffe so schlecht filtern lassen. Um diesen Prozess besser zu verstehen, habe ich verschiedene Arzneimittel untersucht, unter anderem Diclofenac, der im Abwasser als Spurenstoff zu finden ist und sich auch toxisch auf die Umwelt auswirken …

Ob Bodenproben entnehmen, Gras mähen oder Pflanzenbestimmung: Rebekka Gerlach liebt vor allem die Vielfalt der Aufgaben in ihrem Promotionsprojekt. Foto: Privat

Forschung zur Tradition des Wiesenwässerns

Promotionsstudentin Rebekka Gerlach vom Institut für Umweltwissenschaften am Campus Landau erforscht im Rahmen des Projektes “WasserWiesenWerte” die traditionsreiche Methode des Wiesenwässerns in der Gegend um Landau. Was die Feldarbeit vor Ort so reizvoll für die Umweltwissenschaftlerin macht, verrät sie im Interview. Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich beschäftige mich mit der Tradition der Wiesenbewässerung in der Region zwischen Landau und Germersheim. Diese Bewässerungsmethode gibt es seit dem Mittelalter, kommt aber bis auf wenige Ausnahmen seit Ende der 1960er-Jahre kaum noch in Europa zur Anwendung.  Das Besondere daran ist, dass das Wasser durch die Stauung eines Flusses, hier ist es die Queich, über ein Graben- und Wehrleitsystem auf die Wiesen geführt wird. In meiner Promotion untersuche ich die Wiesenbewässerung hinsichtlich verschiedener Aspekte. Beispielsweise möchte ich wissen, ob …

Kathrin Heintz wagt sich für ihre Doktorarbeit an das anspruchsvolle Werk "Perrudja" von Hans Henny Jahnn.

Erzählstrukturen auf der Spur: Kathrin Heintz forscht zu Hans Henny Jahnn

Seit dem zweiten Semester begeistert sich Doktorandin Kathrin Heintz vom Institut für Germanistik am Campus Landau für das Werk des Autors Hans Henny Jahnn. In ihrer Dissertation untersucht sie die komplexe Erzählweise seiner fingierten Autobiografie “Perrudja”. Warum das in Vergessenheit geratene Werk des deutschen Schriftstellers von so großer Bedeutung ist, verriet sie Uniblog. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie „Promovierende im Interview“ berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich befasse mich mit der fingierten Biografie “Perrudja” des deutschen Autors Hans Henny Jahnn und untersuche im Speziellen die komplexe Erzählform im Roman. Der Autor ist im Laufe der Nachkriegszeit in Vergessenheit geraten, da man sein Werk früher auch mit dem Gedankengut der Nationalsozialisten in Verbindung brachte. Diese Argumente sind heute vom Tisch, allerdings gilt sein Werk als enorm komplex, so dass es auch deswegen weitgehend unbekannt geblieben ist. Das …

Miteinander statt Gegeneinander: Franziska Ehrke entwirft anwendungsorientierte Trainings für soziale Vielfalt im Bildungs- oder Berufskontext Foto: Fotolia/Stillfx

Soziale Vielfalt: Franziska Ehrke entwickelt Trainings zum Abbau von Vorurteilen

Diskriminierung und Ausgrenzung sind in der Schule oder am Arbeitsplatz keine Seltenheit. Diplom-Psychologin Franziska Ehrke, Doktorandin in der Abteilung für Wirtschafts- und Sozialpsychologie in Landau, erprobt und evaluiert für ihre Dissertation Diversity-Trainings: Übungen, die den Abbau von Vorurteilen und die Anerkennung sozialer Vielfalt im Bildungs- und Berufskontext unterstützen sollen.  Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Für meine Doktorarbeit entwickle und evaluiere ich Maßnahmen und Übungen für Diversity-Trainings – also Anti-Vorurteilsintervention, die sich mit der Wahrnehmung von sozialer Vielfalt beschäftigt. Das heißt, ich leite aus sozialpsychologischen Theorien Strategien ab und überprüfe sie auf ihre Wirksamkeit. Damit ist meine Forschung sehr anwendungsorientiert. Diversity-Trainings werden sehr häufig im Bildungs- oder Berufskontext eingesetzt, um beispielsweise Sexismus und Diskriminierung aufgrund religiöser Zugehörigkeit, ethnischer Herkunft oder sexueller Orientierung vorzubeugen und zu reduzieren. Bisher gibt es …

Christina Bär, Promovierende am Institut für Grundschulpädagogik am Campus Koblenz, befasst sich in ihrer Dissertation mit kollaborativen Schreibprozessen bei Grundschülern. Foto: Adrian Müller.

Christina Bär untersucht kollaboratives Schreiben bei Grundschülern

Schreiben gehört zu den ersten und grundlegenden Lernerfahrungen in der Schule. Christina Bär, Promovierende am Institut für Grundschulpädagogik am Campus Koblenz, befasst sich in ihrer Dissertation mit kollaborativen Schreibprozessen bei Grundschülern. In ihrem Promotionsprojekt untersucht sie unter anderem, welches implizite Textwissen Schüler beim kollaborativen Schreiben thematisieren. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Im Rahmen meiner Dissertation untersuche ich das gemeinsame Textschreiben unter Grundschülern, man nennt das auch “kollaboratives Schreiben”. Für die empirische Untersuchung habe ich an zwei verschiedenen Grundschulen in Rheinland-Pfalz jeweils Zweierteams von Viertklässlern eine Geschichte schriftlich zusammenfassen lassen. Für diese Verschriftlichung hatten sie jeweils nur ein Blatt und einen Stift zur Verfügung, sodass sie sich gemeinsam über sprachliche Gestaltung, inhaltliche Aspekte und Textaufbau verständigen mussten. Aus den dokumentierten Gesprächstranskripten rekonstruiere ich nun, welche textbezogenen Aspekte die Kinder …

Ihn fasziniert das Pathologische in der Welt der Literatur. Literaturwissenschaftler Nicolai Glasenapp beschäftigt sich in seiner Dissertation mit dem Zusammenhang von Literatur und Demenz. Foto: Adrian Müller

Nicolai Glasenapp erforscht Demenz in der Gegenwartsliteratur

Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz werden in der Gegenwartsliteratur immer häufiger als Thema aufgegriffen: Nicolai Glasenapp ist Doktorand am Institut für Germanistik in Koblenz. Für seine Promotion erforscht der Literaturwissenschaftler, wie Demenz in literarischen Texten dargestellt wird und wie dies zum Verständnis der Krankheit beitragen kann. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Mich interessiert, wie literarische Texte der Gegenwart das Krankheitsbild Demenz verarbeiten. Dabei möchte ich im Speziellen herausfinden, welches Wissen über diese Krankheit in der Gegenwartsliteratur durch die ästhetische Bearbeitung konstruiert wird. Ich interessiere mich für den Komplex des Pathologischen in der Literatur und habe festgestellt, dass sich seit 1996 zahlreiche belletristische Texte mit Demenz auseinandersetzen – beispielsweise wäre hier Martin Suter mit “Small World” zu nennen. Was fasziniert Sie an diesem Thema? Toll finde ich an meinem Thema, …

Tamara Kunt promoviert am Campus in Landau und erarbeitet inklusive Spiralcurricula zum Themenkomplex Umweltprozesse. Foto: Lisa Leyerer

Themenbegleiter von der Grundschule bis zur Oberstufe

Tamara Kunt (37) promoviert  am Campus in Landau und entwirft Spiralcurricula für Umweltprozesse. Ein Spirralcurriculum ist ein Schulstoff zu einem speziellen Themenfeld, der von der Grundschule bis zur Oberstufe immer wieder aufgegriffen wird. Zurzeit ist die vierfache Mutter mit ihrer Arbeitsgruppe auf der Landesgartenschau vertreten. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich bin Teil einer Projektgruppe, die Spiralcurricula zum Oberthema Umweltprozesse entwirft. Ein Spirralcurriculum ist ein Schulstoff zu einem speziellen Themenfeld, der von der Grundschule bis zur Oberstufe immer wieder aufgegriffen wird, aber mit einem immer komplexeren Anforderungsniveau. Besonders ist daran weiterhin, dass diese für inklusive Schulen bestimmt sind. Aktuell testen wir vier Themenfelder auf der Landesgartenschau in Landau: Kraftwerke der Natur, Nachhaltiger Weinbau, Sonne(n) mit Verstand und Ökosystem Boden. Was fasziniert Sie an diesem Thema? Mich faszinieren vor allem die Themenfelder, die …