Alle Artikel in: Promovierende im Interview

Ob Bodenproben entnehmen, Gras mähen oder Pflanzenbestimmung: Rebekka Gerlach liebt vor allem die Vielfalt der Aufgaben in ihrem Promotionsprojekt. Foto: Privat

Forschung zur Tradition des Wiesenwässerns

Promotionsstudentin Rebekka Gerlach vom Institut für Umweltwissenschaften am Campus Landau erforscht im Rahmen des Projektes “WasserWiesenWerte” die traditionsreiche Methode des Wiesenwässerns in der Gegend um Landau. Was die Feldarbeit vor Ort so reizvoll für die Umweltwissenschaftlerin macht, verrät sie im Interview. Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich beschäftige mich mit der Tradition der Wiesenbewässerung in der Region zwischen Landau und Germersheim. Diese Bewässerungsmethode gibt es seit dem Mittelalter, kommt aber bis auf wenige Ausnahmen seit Ende der 1960er-Jahre kaum noch in Europa zur Anwendung.  Das Besondere daran ist, dass das Wasser durch die Stauung eines Flusses, hier ist es die Queich, über ein Graben- und Wehrleitsystem auf die Wiesen geführt wird. In meiner Promotion untersuche ich die Wiesenbewässerung hinsichtlich verschiedener Aspekte. Beispielsweise möchte ich wissen, ob …

Kathrin Heintz wagt sich für ihre Doktorarbeit an das anspruchsvolle Werk "Perrudja" von Hans Henny Jahnn.

Erzählstrukturen auf der Spur: Kathrin Heintz forscht zu Hans Henny Jahnn

Seit dem zweiten Semester begeistert sich Doktorandin Kathrin Heintz vom Institut für Germanistik am Campus Landau für das Werk des Autors Hans Henny Jahnn. In ihrer Dissertation untersucht sie die komplexe Erzählweise seiner fingierten Autobiografie “Perrudja”. Warum das in Vergessenheit geratene Werk des deutschen Schriftstellers von so großer Bedeutung ist, verriet sie Uniblog. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie „Promovierende im Interview“ berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich befasse mich mit der fingierten Biografie “Perrudja” des deutschen Autors Hans Henny Jahnn und untersuche im Speziellen die komplexe Erzählform im Roman. Der Autor ist im Laufe der Nachkriegszeit in Vergessenheit geraten, da man sein Werk früher auch mit dem Gedankengut der Nationalsozialisten in Verbindung brachte. Diese Argumente sind heute vom Tisch, allerdings gilt sein Werk als enorm komplex, so dass es auch deswegen weitgehend unbekannt geblieben ist. Das …

Miteinander statt Gegeneinander: Franziska Ehrke entwirft anwendungsorientierte Trainings für soziale Vielfalt im Bildungs- oder Berufskontext Foto: Fotolia/Stillfx

Soziale Vielfalt: Franziska Ehrke entwickelt Trainings zum Abbau von Vorurteilen

Diskriminierung und Ausgrenzung sind in der Schule oder am Arbeitsplatz keine Seltenheit. Diplom-Psychologin Franziska Ehrke, Doktorandin in der Abteilung für Wirtschafts- und Sozialpsychologie in Landau, erprobt und evaluiert für ihre Dissertation Diversity-Trainings: Übungen, die den Abbau von Vorurteilen und die Anerkennung sozialer Vielfalt im Bildungs- und Berufskontext unterstützen sollen.  Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Für meine Doktorarbeit entwickle und evaluiere ich Maßnahmen und Übungen für Diversity-Trainings – also Anti-Vorurteilsintervention, die sich mit der Wahrnehmung von sozialer Vielfalt beschäftigt. Das heißt, ich leite aus sozialpsychologischen Theorien Strategien ab und überprüfe sie auf ihre Wirksamkeit. Damit ist meine Forschung sehr anwendungsorientiert. Diversity-Trainings werden sehr häufig im Bildungs- oder Berufskontext eingesetzt, um beispielsweise Sexismus und Diskriminierung aufgrund religiöser Zugehörigkeit, ethnischer Herkunft oder sexueller Orientierung vorzubeugen und zu reduzieren. Bisher gibt es …

Christina Bär, Promovierende am Institut für Grundschulpädagogik am Campus Koblenz, befasst sich in ihrer Dissertation mit kollaborativen Schreibprozessen bei Grundschülern. Foto: Adrian Müller.

Christina Bär untersucht kollaboratives Schreiben bei Grundschülern

Schreiben gehört zu den ersten und grundlegenden Lernerfahrungen in der Schule. Christina Bär, Promovierende am Institut für Grundschulpädagogik am Campus Koblenz, befasst sich in ihrer Dissertation mit kollaborativen Schreibprozessen bei Grundschülern. In ihrem Promotionsprojekt untersucht sie unter anderem, welches implizite Textwissen Schüler beim kollaborativen Schreiben thematisieren. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Im Rahmen meiner Dissertation untersuche ich das gemeinsame Textschreiben unter Grundschülern, man nennt das auch “kollaboratives Schreiben”. Für die empirische Untersuchung habe ich an zwei verschiedenen Grundschulen in Rheinland-Pfalz jeweils Zweierteams von Viertklässlern eine Geschichte schriftlich zusammenfassen lassen. Für diese Verschriftlichung hatten sie jeweils nur ein Blatt und einen Stift zur Verfügung, sodass sie sich gemeinsam über sprachliche Gestaltung, inhaltliche Aspekte und Textaufbau verständigen mussten. Aus den dokumentierten Gesprächstranskripten rekonstruiere ich nun, welche textbezogenen Aspekte die Kinder …

Ihn fasziniert das Pathologische in der Welt der Literatur. Literaturwissenschaftler Nicolai Glasenapp beschäftigt sich in seiner Dissertation mit dem Zusammenhang von Literatur und Demenz. Foto: Adrian Müller

Nicolai Glasenapp erforscht Demenz in der Gegenwartsliteratur

Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz werden in der Gegenwartsliteratur immer häufiger als Thema aufgegriffen: Nicolai Glasenapp ist Doktorand am Institut für Germanistik in Koblenz. Für seine Promotion erforscht der Literaturwissenschaftler, wie Demenz in literarischen Texten dargestellt wird und wie dies zum Verständnis der Krankheit beitragen kann. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Mich interessiert, wie literarische Texte der Gegenwart das Krankheitsbild Demenz verarbeiten. Dabei möchte ich im Speziellen herausfinden, welches Wissen über diese Krankheit in der Gegenwartsliteratur durch die ästhetische Bearbeitung konstruiert wird. Ich interessiere mich für den Komplex des Pathologischen in der Literatur und habe festgestellt, dass sich seit 1996 zahlreiche belletristische Texte mit Demenz auseinandersetzen – beispielsweise wäre hier Martin Suter mit “Small World” zu nennen. Was fasziniert Sie an diesem Thema? Toll finde ich an meinem Thema, …

Tamara Kunt promoviert am Campus in Landau und erarbeitet inklusive Spiralcurricula zum Themenkomplex Umweltprozesse. Foto: Lisa Leyerer

Themenbegleiter von der Grundschule bis zur Oberstufe

Tamara Kunt (37) promoviert  am Campus in Landau und entwirft Spiralcurricula für Umweltprozesse. Ein Spirralcurriculum ist ein Schulstoff zu einem speziellen Themenfeld, der von der Grundschule bis zur Oberstufe immer wieder aufgegriffen wird. Zurzeit ist die vierfache Mutter mit ihrer Arbeitsgruppe auf der Landesgartenschau vertreten. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich bin Teil einer Projektgruppe, die Spiralcurricula zum Oberthema Umweltprozesse entwirft. Ein Spirralcurriculum ist ein Schulstoff zu einem speziellen Themenfeld, der von der Grundschule bis zur Oberstufe immer wieder aufgegriffen wird, aber mit einem immer komplexeren Anforderungsniveau. Besonders ist daran weiterhin, dass diese für inklusive Schulen bestimmt sind. Aktuell testen wir vier Themenfelder auf der Landesgartenschau in Landau: Kraftwerke der Natur, Nachhaltiger Weinbau, Sonne(n) mit Verstand und Ökosystem Boden. Was fasziniert Sie an diesem Thema? Mich faszinieren vor allem die Themenfelder, die …

Tino Krekeler promoviert am Campus in Landau zu Mobilitätsprozessen zwischen dem Leiharbeits- und dem Normalarbeitsverhältniss.

Tino Krekeler erforscht Mobilitätsprozesse am Arbeitsmarkt

Am Campus in Landau promoviert Tino Krekeler am Institut für Sozialwissenschaften. Er untersucht die Übergänge von einem Leiharbeitsverhältnis in eine feste Anstellung. Sein besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf den Sprungbretteffekt von Leiharbeit. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich betrachte die Mobilitätsprozesse zwischen dem Leiharbeits- und dem Normalarbeitsverhältnis. Man spricht vom sogenannten Brücken- oder Sprungbretteffekt, wenn man von einem Leiharbeitsverhältnis in ein “reguläres” Beschäftigungsverhältnis wechselt. Ich untersuche, von welchen betrieblichen Merkmalen dies abhängt, z.B. ob die Betriebsgröße, die Branche, die Geschäftslage, die Anwesenheit eines Betriebsrates oder auch Auftragsschwankungen oder Personalengpässe eine Rolle spielen. Was fasziniert Sie an diesem Thema? Das Thema Leiharbeit ist in der Arbeitsmarktforschung bereits stark erforscht, die Ursachen des Sprungbretteffekts blieben hingegen weitgehend unbeachtet. Ich finde es sehr spannend, neue Ergebnisse zu gewinnen und die Zusammenhänge mit den betrieblichen Merkmalen …

Timo Reuter ist Doktorand am Campus in Landau und forscht im Rahmen des Graduiertenkollegs "Unterrichtsprozesse - UpGrade", das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. Foto: Angela Gräsel

Wie Grundschüler Textaufgaben leichter lösen

Der 34-jährige Timo Reuter erforscht am Campus in Landau, wie Schulkindern Textaufgaben verständlicher gemacht und die Lösung erleichtert werden kann. Sein Projekt baut eine Brücke zwischen Theorie und Praxis in der Grundschule. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich forsche zum Thema depiktiver und deskriptiver Repräsentation beim Lösen von Textaufgaben in der Grundschule. Vereinfacht gesagt beschäftige ich mich damit, was Grundschulkindern hilft bzw. welche Hilfsmittel bereitgestellt werden müssen, um die Aufgabe zu verstehen und den Lösungsweg zu vereinfachen. Hintergrund ist, dass Textaufgaben Kindern in der Grundschule häufig Probleme bereiten. Ich schaue, ob Tabellen oder Zeichnungen die kognitiven Prozesse vereinfachen und verbessern. Was fasziniert Sie an diesem Thema? Einerseits ist es ein sehr komplexer, theoretischer und abstrakter Themenbereich, in den man sich tief hineindenken muss. Zum anderen hat man aber auch den klaren Anwendungsbezug in der …

Die Diplom-Sozialwissenschaftlerin Carolin Jansen forscht zumThema politisches Agenda-Setting. Foto: Angela Gräsel

Carolin Jansen erforscht politisches Agenda-Setting in TV-Debatten

Carolin Jansen promoviert am Landauer Institut für Sozialwissenschaften in der Abteilung Politikwissenschaft. Die Doktorandin erforscht, welche politischen Inhalte in TV-Debatten vermittelt und wie sie angeeignet werden. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Meine Forschung ist geleitet von zwei Fragen: Sind TV-Debatten nur reine Show-Veranstaltungen oder auch funktional für die Wähler? Und: Sprechen die Kandidaten und Moderatoren eigentlich über das, was für den Wähler und die Wahlentscheidung relevant ist, oder inszenieren sie sich nur? Hintergrund ist, dass es viel Forschung zu der Wirkung von TV-Debatten gibt, die sich aber zum Beispiel eher mit optischen Aspekten und der Wirkungsweise befasst und weniger mit den Inhalten. Ich habe bei meiner Forschung eher den Wähler im Blick und schaue, ob TV-Debatten dem entsprechen, was der Zuschauer inhaltlich erwartet und was er für seine Wahlentscheidung benötigt. Was …

Jihee Hong ist schon seit ihrer Schulzeit ein Fan deutscher Kultur. Für die Promotion im Fach Germanistik verließ sie ihr Heimatland Korea. Foto: Adrian Müller

Jihee Hong erforscht Reiseliteratur zu ihrer Heimat Korea

Die Koreanerin Jihee Hong ist Doktorandin am Koblenzer Institut für Germanistik und untersucht die Wissensgenerierung über ihr Heimatland Korea in deutscher Reiseliteratur um 1900. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. In meiner Promotionsarbeit behandle ich die Frage, wie Wissen über ein fremdes Land erzeugt wird. Konkret geht es um die Reiseliteratur deutscher Korea-Reisender vom Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Bei den Untersuchungen stehen sowohl textuelle Erzählstrategien,als auch bildliche Darstellungsmittel im Fokus. Was fasziniert Sie an diesem Thema? Die deutsche Reiseliteratur über Korea fasziniert mich besonders, da ich so mein Heimatland aus einem ganz anderen Blickwinkel kennen lernen kann. Es ist spannend zu erfahren, welche Erfahrungen und Eindrücke die ersten deutschen Reisenden bereits Ende des 19. Jahrhunderts in der Reiseliteratur verarbeiten. Jedoch ist meine Heimat im Vergleich …