Alle Artikel in: Promovierende im Interview

Julia Dupont schreibt ihre Doktorarbeit zum Thema Wahlversprechen im Rahmen des Forschungsschwerpunktes KoMePol. Foto: Karin Hiller

Julia Dupont erforscht das Vertrauen in Wahlversprechen

Oft misstrauen Bürger den Wahlversprechen in der Politik, weiß Julia Dupont. Sie ist Mitarbeiterin im Forschungsschwerpunkt “Kommunikation, Medien, Politik” (KoMePol) am Campus Landau. In ihrer Promotion setzt sich die Sozialwissenschaftlerin mit der Wahrnehmung von Wahlversprechen auseinander. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. In meiner Dissertation befasse ich mich mit der Wahrnehmung von Wahlversprechen und widme mich vor allem der Perspektive des Bürgers und Wählers. Es klafft eine große Lücke zwischen Umfragen, die zeigen, dass Bürger Wahlversprechen massiv misstrauen und der politikwissenschaftlichen Repräsentationsforschung, der zufolge Wahlversprechen in Wahlprogrammen größtenteils eingehalten werden. Ich stelle mir also grundsätzlich die Frage, wie es zu dieser Wahrnehmungsdifferenz kommt. Im Laufe meiner Untersuchung hat sich herauskristallisiert, dass individuelle Problematiken, von denen Wähler betroffen sind, einen großen Einfluss darauf haben, welche Aussagen überhaupt als Wahlversprechen definiert werden. …

Doktorand Timo Rouget liebt Literatur und Filme, in seiner Dissertation kann er beides verbinden. Foto: Greta Rettler

Die filmische Darstellung des Lesens

Ob Der Name der Rose, Die unendliche Geschichte oder Die neun Pforten: Das Lesen von Büchern spielt in Filmen eine zentrale Rolle, weiß Timo Rouget, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik am Campus Koblenz. In seiner Dissertation befasst er sich mit den Inszenierungsmöglichkeiten des Lesens fiktionaler Literatur im Film. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie „Promovierende im Interview“ berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. In vielen Werken der Weltliteratur ist das Lesen selbst ein zentrales Thema, zum Beispiel in Der Name der Rose von Umberto Eco oder Der Vorleser von Bernhard Schlink. Auch in Filmen wird viel gelesen und das nicht nur, wenn es sich wie bei den beiden bereits genannten Büchern um literarische Adaptionen handelt. In meiner Dissertation befasse ich mich mit den Visualisierungs- und Inszenierungsmöglichkeiten, mit denen Lesen im Film dargestellt werden kann. Ich versuche, erst einmal grundsätzlich …

Wie schaffen es Politiker, dass Wähler ihnen vertrauen und am Wahltag für sie stimmen? Dieser Frage geht Doktorandin Nicole Methner in ihrer Promotion nach. Foto: Hiller

Wie Vertrauen in politische Akteure entsteht

Vertrauen ist eine harte Währung für Politiker. Wie Volksvertreter die Gunst und das Wohlwollen des Wählers gewinnen, ist allerdings nicht einfach zu beantworten. Nicole Methner, Doktorandin am Institut für Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftspsychologie am Campus Landau, erforscht in ihrer Doktorarbeit, welche Faktoren Vertrauen in Politiker beeinflussen. Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich befasse mich in meiner Doktorarbeit damit, welche Faktoren aus sozialpsychologischer Sicht das Entstehen von Vertrauen beziehungsweise Misstrauen bei Politikern beeinflusst. Hierfür habe ich mich zunächst in einem theoretischen Teil umfassend mit interdisziplinären Vertrauensliteratur beschäftigt, um eine konzeptionelle Basis für den empirischen Teil meiner Untersuchung zu haben. In diesem zweiten Teil untersuche ich, welches Verhalten von Politikern Vertrauen bei Wählern erweckt und wie es gemindert wird. In einem fiktiven Labor-Setting habe ich zunächst analysiert, wie potenzielle Wähler Politiker …

Abwechslungsreiche Feldforschung zwischen Euphrat und Tigris: Zuhal Gültekin untersucht für ihre Doktorarbeit am Koblenzer Institut für Integrierte Naturwissennschaften den Status quo der Wasserqualität im Osten der Türkei. Foto: Privat

Forschung zur Wasserqualität zwischen Euphrat und Tigris

Zuhal Gültekin hat eine besondere Beziehung zum Osten der Türkei, denn es ist ihre Heimat. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit engagiert sie sich für die Region: Seit 2013 erforscht Sie in der Arbeitsgemeinschaft für Angewandte Fließgewässerökologie am Campus Koblenz die Wasserqualität in den Gebieten um Euphrat und Tigris. Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich untersuche in der Türkei im Einzugsgebiet um Euphrat und Tigris die Wasserqualität und möchte langfristig ein Bewertungsverfahren für die dortigen Gewässer entwickeln. In Europa gibt es solche Bewertungsskalen und -verfahren bereits in jedem Land, in der Türkei stehen wir diesbezüglich noch ziemlich am Anfang. Ich suche in den Gewässern nach verschiedenen wirbellosen Insektenorganismen, die mir als biologisches Indiz für die Qualität des Wassers dienen: Beispielsweise kommen sehr sensible Arten wie Eintagsfliegenlarven oder Steinfliegenlarven verstärkt in …

Für eine Promotion braucht es Selbständigkeit und Mut, findet Alexandra Merkert. Sie forscht zur schriftsprachlichen Kompetenz von Grundschülern im Mathematikunterricht. Foto: Lisa Leyerer

Sprachliche Kompetenz im Reich der Zahlen

Auch im Reich der Zahlen sind sprachliche Kompetenzen wichtig: Im Rahmen ihrer Dissertation entwickelt Alexandra Merkert, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Landauer Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter eine Ratingskala zur Messung der schriftsprachlichen Kompetenzen von Grundschülern im Mathematikunterricht. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie „Promovierende im Interview“ berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich untersuche die sprachliche Ausdrucksfähigkeit bei Grundschülern im Fach Mathematik. Hierfür entwickele ich eine Ratingskala zur Messung ihrer fachsprachlichen Kompetenzen. Dabei untersuche ich nicht nur die verbalen Äußerungen der Schüler, sondern auch die numerisch-symbolischen und grafischen Mittel, mit denen sie Zusammenhänge und Gedanken ausdrücken, beispielsweise durch Gleichungen und Diagramme. Hierzu habe ich spezielle Aufgaben entwickelt, die den Schülern vielfältige Anregungen zur bildlichen und schriftlichen Umsetzung bieten. Mittlerweile habe ich Daten von 180 Dritt- und Viertklässlern erhoben und werde daraus Niveaustufen klassifizieren, die später etwa zur Evaluation von Sprachfördermaßnahmen eingesetzt werden können. Was fasziniert …

In Wikis, Blogs und Foren werden Dokumente heute anders als früher kollaborativ erstellt. Verena Hausmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Enterprise Information Management (EIM), befasst sich in ihrer Dissertation mit den Herausforderungen dieser Arbeitsweise in kollaborativer Unternehemssoftware. Foto: Adrian Müller

Management von Dokumenten im 21. Jahrhundert

Der Trend zur Digitalisierung und der Einsatz von kollaborativer Anwendungssoftware stellen die Organisation von Dokumenten in Unternehmen vor verschiedene Herausforderungen. Verena Hausmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Enterprise Information Management (EIM) des Instituts für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik am Campus Koblenz und promoviert zum Thema Dokumentenmanagement. Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich beschäftige mich mit dem Thema Dokumentenmanagement in kollaborativer Unternehmenssoftware. Dokumentenmanagement ist eigentlich ein sehr altes Thema, das aber im Zuge der Digitalisierung vor allem für Unternehmen neue Fragen und Schwierigkeiten mit sich bringt: Früher wurden Schriftstücke einfach papiergebunden in Akten abgeheftet und bei Bedarf wieder hervorgeholt. Heutzutage arbeiten Menschen in Unternehmen softwaregestützt kollaborativ an Dokumenten und Informationen. Diese liegen dann nicht nur in Textdokumenten oder PDFs vor, sondern können in Wikis, Blogs, …

Chemiker und Doktorand Kevin Jewell vergleicht mittels Massenspektrometrie Proben von Klärschlamm. Foto: Adrian Müller

Kevin Jewell erforscht Spurenstoffe im Abwasser

Kevin Jewell promoviert an der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz* und untersucht in seiner Doktorarbeit das Verhalten von “Spurenstoffen” bei der Abwasserreinigung. Warum die Jobsuche auch als Naturwissenschaftler nicht immer leicht ist und wie er auf seine Doktorandenstelle gestoßen ist, verrät er im Uniblog. Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. In meiner Dissertation befasse ich mich mit sogenannten “Spurenstoffen” im Abwasser, das sind kleinste, gelöste Mikroverunreinigungen wie beispielsweise Arzneimittelrückstände, die bei der Filtration in der Kläranlage oft gar nicht oder nur teilweise entfernt werden. Bis heute weiß man allerdings nicht genau, warum sich diese Stoffe so schlecht filtern lassen. Um diesen Prozess besser zu verstehen, habe ich verschiedene Arzneimittel untersucht, unter anderem Diclofenac, der im Abwasser als Spurenstoff zu finden ist und sich auch toxisch auf die Umwelt auswirken …

Ob Bodenproben entnehmen, Gras mähen oder Pflanzenbestimmung: Rebekka Gerlach liebt vor allem die Vielfalt der Aufgaben in ihrem Promotionsprojekt. Foto: Privat

Forschung zur Tradition des Wiesenwässerns

Promotionsstudentin Rebekka Gerlach vom Institut für Umweltwissenschaften am Campus Landau erforscht im Rahmen des Projektes “WasserWiesenWerte” die traditionsreiche Methode des Wiesenwässerns in der Gegend um Landau. Was die Feldarbeit vor Ort so reizvoll für die Umweltwissenschaftlerin macht, verrät sie im Interview. Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich beschäftige mich mit der Tradition der Wiesenbewässerung in der Region zwischen Landau und Germersheim. Diese Bewässerungsmethode gibt es seit dem Mittelalter, kommt aber bis auf wenige Ausnahmen seit Ende der 1960er-Jahre kaum noch in Europa zur Anwendung.  Das Besondere daran ist, dass das Wasser durch die Stauung eines Flusses, hier ist es die Queich, über ein Graben- und Wehrleitsystem auf die Wiesen geführt wird. In meiner Promotion untersuche ich die Wiesenbewässerung hinsichtlich verschiedener Aspekte. Beispielsweise möchte ich wissen, ob …

Kathrin Heintz wagt sich für ihre Doktorarbeit an das anspruchsvolle Werk "Perrudja" von Hans Henny Jahnn.

Erzählstrukturen auf der Spur: Kathrin Heintz forscht zu Hans Henny Jahnn

Seit dem zweiten Semester begeistert sich Doktorandin Kathrin Heintz vom Institut für Germanistik am Campus Landau für das Werk des Autors Hans Henny Jahnn. In ihrer Dissertation untersucht sie die komplexe Erzählweise seiner fingierten Autobiografie “Perrudja”. Warum das in Vergessenheit geratene Werk des deutschen Schriftstellers von so großer Bedeutung ist, verriet sie Uniblog. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie „Promovierende im Interview“ berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich befasse mich mit der fingierten Biografie “Perrudja” des deutschen Autors Hans Henny Jahnn und untersuche im Speziellen die komplexe Erzählform im Roman. Der Autor ist im Laufe der Nachkriegszeit in Vergessenheit geraten, da man sein Werk früher auch mit dem Gedankengut der Nationalsozialisten in Verbindung brachte. Diese Argumente sind heute vom Tisch, allerdings gilt sein Werk als enorm komplex, so dass es auch deswegen weitgehend unbekannt geblieben ist. Das …

Miteinander statt Gegeneinander: Franziska Ehrke entwirft anwendungsorientierte Trainings für soziale Vielfalt im Bildungs- oder Berufskontext Foto: Fotolia/Stillfx

Soziale Vielfalt: Franziska Ehrke entwickelt Trainings zum Abbau von Vorurteilen

Diskriminierung und Ausgrenzung sind in der Schule oder am Arbeitsplatz keine Seltenheit. Diplom-Psychologin Franziska Ehrke, Doktorandin in der Abteilung für Wirtschafts- und Sozialpsychologie in Landau, erprobt und evaluiert für ihre Dissertation Diversity-Trainings: Übungen, die den Abbau von Vorurteilen und die Anerkennung sozialer Vielfalt im Bildungs- und Berufskontext unterstützen sollen.  Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Für meine Doktorarbeit entwickle und evaluiere ich Maßnahmen und Übungen für Diversity-Trainings – also Anti-Vorurteilsintervention, die sich mit der Wahrnehmung von sozialer Vielfalt beschäftigt. Das heißt, ich leite aus sozialpsychologischen Theorien Strategien ab und überprüfe sie auf ihre Wirksamkeit. Damit ist meine Forschung sehr anwendungsorientiert. Diversity-Trainings werden sehr häufig im Bildungs- oder Berufskontext eingesetzt, um beispielsweise Sexismus und Diskriminierung aufgrund religiöser Zugehörigkeit, ethnischer Herkunft oder sexueller Orientierung vorzubeugen und zu reduzieren. Bisher gibt es …