Alle Artikel in: Promovierende im Interview

Wie kommt es, dass wir Metaphern gewöhnlich so schnell verstehen? Dieser Frage geht die Germanistin Dariia Orobchuk in ihrer Promotion nach. Foto: Nadja Riegger

Gebäude als Patienten: Metaphern in der Wissenschaft

“Die Wunden der Tempel müssen geheilt werden.” Auch wenn Gebäude keine Wunden haben, ist die Bedeutung klar: Die Tempel sind beschädigt. Dariia Orobchuk interessiert sich für solche metaphorischen Beschreibungen. Für ihre Promotion in Germanistik mit dem Schwerpunkt Sprachwissenschaft am Campus Koblenz untersucht sie die Rolle von Metaphern in Wissenschaftsfilmen.

Sebastian Kinsler möchte die Lehrerbildung vorantreiben. In seine Dissertation untersucht er Fallwerkstätten als Interaktionsräume. Foto: Philipp Sittinger

Lehrerbildung in Fallwerkstätten

Sebastian Kinsler promoviert im Rahmen des Projekts MoSAiK am Campus Landau und möchte die Lehrerbildung im Kontext einer inklusionsorientierten Diagnostik weiterentwickeln. In seiner Dissertation konzentriert sich der Sonderpädagoge auf Professionalisierung im Rahmen von Fallwerkstätten. Dabei interessiert ihn zunächst, wie Studierende an konkrete pädagogische Fälle herangehen und woran sie sich dabei orientieren.

Kaliumwassergläser und Aluminium-Metaphosphate stehen im Fokus der Doktorarbeit von Ali Masoudi Alavi. Foto: René Lang

“Forschung wird nie langweilig”

Kaliumwassergläser, Aluminium-Metaphosphate und Festkörper-Kernspinresonanzspektroskopie: Damit beschäftigte sich Ali Masoudi Alavi in seiner Doktorarbeit. Klingt kompliziert, ist es auch. Gleichzeitig liefert die Arbeit aber auch spannende Ergebnisse, die schon in verschiedenen Bereichen genutzt wurden. Der 36-Jährige promovierte am Campus Koblenz am Institut für integrierte Naturwissenschaften, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Arbeitsgruppe technische Chemie und Korrosionswissenschaften aktiv ist.

Ekaterina Morgenthaler untersucht die ethischen Kompetenzen von Studierenden der Wirtschaftswissenschaften. Foto: Philipp Sittinger

Mangelware Unternehmensethik

Was bewegt Führungspersonen in der Wirtschaft zu Entscheidungen, deren Folgen mitunter zu handfesten Skandalen führen? Welche Rolle spielt Ethik in den Studiengängen, die auf solche Positionen vorbereiten? Ekaterina Morgenthaler untersucht in ihrer Dissertation, wie es um die ethische Kompetenz von Studierenden im Bereich Wirtschaftswissenschaften bestellt ist.

Rebekka Smuda forscht in ihrer Dissertation zum alltäglichen Umgang mit Körperhaar. Für die Datenerhebung nutzte sie ein Kosmetikstudio. Foto: Jan Reutelsterz

Feldforschung im Kosmetikstudio: Eine haarige Angelegenheit

Glatt rasiert oder Zottelmähne? Rebekka Smuda beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit dem alltäglichen Umgang mit Körperhaaren. Ihre Daten sammelte die Geschlechterforscherin im Feld während eines Praktikums in einem Kosmetikstudio. Sie weiß: Wer zu einem so privaten Thema forscht, muss Grenzen respektieren und Vertrauen schaffen.