Monate: Mai 2017

Kailex Johnstons Arbeitsplatz ist am Computer, denn er programmiert und pflegt Daten für Apps. Foto: Greta Rettler

Als Programmierer für die Zukunft arbeiten

Apps programmieren und zwischendurch in die Vorlesung: Kailex Johnston arbeitet als Werksstudent in einer Koblenzer App-Agentur. Hier verdient er nicht nur das Geld für sein Studium, sondern sammelt auch praktische Berufserfahrung und verrät, warum er damit an der Zukunft arbeitet.   Wer sind Sie? Ich bin Kailex Johnston, 22 Jahre alt und Student am Campus in Koblenz. Eigentlich komme ich aus Seattle in Washington, bin aber für mein Studium nach Deutschland gekommen, dem Heimatland meiner Mutter. Es ist also kein Problem für mich, auf Deutsch zu studieren, weil es eine meiner Muttersprachen ist. Seit Oktober 2015 wohne ich in Koblenz und studiere Informatik, derzeit im ersten Semester. Vorher war ich ein Jahr lang als Gasthörer eingeschrieben. Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Bisher erschienene Artikel finden sie hier. Was für einen …

Heute schreibt Campus-Reporterin Constanze Schreiner. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Einmal Spaghetti Pomodoro, bitte!

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute fragt sich Constanze Schreiner, warum es so schwierig ist, Dinge einfach mal zu machen und verrät, warum ihr ausgerechnet Tomaten dabei helfen. Es gibt Dinge, die kann ich nicht ausstehen. Fahrradreifen aufpumpen zum Beispiel. Am schlimmsten ist es, wenn ich vorher noch nach einem Zwischenventil suchen muss, damit die Pumpe auf den Reifen passt. Außerdem hasse ich Wände streichen und Auto putzen. Letzteres liegt wohl daran, dass mir meine Oma – als ich im besten Teenager-Rebellionsalter war –  erklärt hat: „Ein sauberes Auto ist die Visitenkarte jeder Frau.“ Mittlerweile habe ich tatsächlich gedruckte Visitenkarten (sogar auf Englisch!), warum sollte ich mich also noch um den Sauberkeitszustand des Fußraumes kümmern? Liebe Omi, falls du das liest: Entschuldige bitte. Tief in mir drin weiß ich, dass Du recht hast. Die Vor- und Nachteile des Aufschiebens Außerdem ist es doch so: Wenn man diese schrecklichen, furchtbaren Dinge, die man so gerne vor sich herschiebt, bis es wirklich unvermeidlich ist, erledigt hat, fühlt man …

Jan-Nicklas Stollberg hat eine abgeschlossene Schreinerausbildung. Seit Oktober 2016 studiert er am Campus Koblenz und möchte Berufsschullehrer werden. Foto: Greta Rettler

Ohne Abitur in den Hörsaal

Studieren ohne Abitur ? Seit 2014 geht das in allen deutschen Bundesländern, auch an der Universität Koblenz-Landau. Das Projekt Ressourcen² des KSB unterstützt und fördert alternative Wege zum Hochschulstudium, etwa über eine berufliche Qualifizierung als Meister oder einen Fachschulabschluss. Einer dieser Studierenden ist der 24-jährige Jan-Nicklas Stollberg, der seit letztem Wintersemester am Campus Koblenz Berufsschullehramt studiert. Im Gespräch mit Uniblog berichtet der Schreinermeister wie es ist, von der Werkstatt in den Hörsaal zu wechseln. Sie sind von der Werkstatt in den Hörsaal gewechselt. Was war Ihre Motivation? Angefangen hat alles nach dem Realschulabschluss mit meiner Ausbildung als Schreiner. Da ich mich gerne weiterbilden wollte, habe ich nach zwei Jahren als Geselle meine Fortbildung zum Meister gemacht. Anschließend wurde ich Werkstattleiter und habe während dieser Zeit Auszubildende betreut und angeleitet. Das Weitergeben und Vermitteln von Wissen hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich nach Alternativen in diesem Bereich umgeschaut. Nach einem Praktikum an der Schule war mir klar: Ich werde Berufsschullehrer. Warum haben Sie sich für die Uni Koblenz-Landau entschieden? Ich habe verschiedene Angebote von Universitäten abgewogen, aber Koblenz war für …

Anna Maria Scherhag hilft im Rahmen des Projekts ZuGewinn FH-Absolventinnen beim Sprung an die Uni. Foto: Greta Rettler

Mit FH-Abschluss promovieren: ZuGewinn hilft beim Weg in die Wissenschaft

Als FH-Absolventin erfolgreich eine Dissertation schreiben und an einer Universität Fuß fassen? Das Projekt ZuGewinn des Interdiszplinären Promotionszentrums (IPZ) macht es möglich. Die Angebote gehen auf aktuelle Rechte und Pflichten der Promotion ein und berücksichtigen dabei die individuellen Erwartungen und Bedürfnisse von promotionsinteressierten FH-Absolventinnen. Wer an einer Fachhochschule studiert hat und promovieren möchte, sieht sich häufig besonderen Hürden gegenüber. Die Klärung der Zugangsvoraussetzungen, Betreuungssuche und erste Schritte in dieser Qualifikationsphase ebenso wie die stetige Weiterbildung und die Einbindung in die neue Universität während der Promotion stellen eine Herausforderung dar. Das Projekt ZuGewinn, finanziert durch das „Programm für mehr Teilhabe von Frauen in der Wissenschaft“ des HSP III, unterstützt Absolventinnen von Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, die an einer Promotion interessiert sind oder bereits an der Universität Koblenz-Landau forschen. Informieren, beraten, qualifizieren „Häufig werden die universitäre Kultur und die institutionellen Strukturen als fremd wahrgenommen“, berichtet die Koordinatorin des Projekts Anna-Maria Scherhag. Nicht allein die Promotion, sondern auch der Wechsel von einer Fachhochschule an eine Universität birgt viele Herausforderungen. Um diese für promotionsinteressierte FH-Absolventinnen transparenter zu …

Sinja Lorenz möchte bei kleinen Kindern die Freunde am Sprechen wecken und arbeitet deshalb neben dem Pädagogikstudium in Kitas. Foto: Esther Guretzke

Sprachförderin in der Kita

Sinja Lorenz arbeit als Sprachförderkraft in verschiedenen Kindertagesstätten. Ihre Aufgabe ist es, in Vorschulkindern die Freude am Sprechen zu wecken. Durch Spiel, Gesang, Basteln und Erzählen und vor allem Zeit möchte sie die Kinder in ihrer Sprachentwicklung unterstützen und fördern. Wer sind Sie? Mein Name ist Sinja Lorenz, ich bin 24 Jahre alt und studiere im Bachelor Pädagogik am Campus Koblenz. Was für einen Nebenjob machen Sie? Seit September 2016 arbeite ich in zwei Kindertagesstätten in Koblenz als Sprachförderkraft. Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Bisher erschienene Artikel finden sie hier. Was sind Ihre Aufgaben? Ich unterstütze die Kinder im Ausbau ihrer sprachlichen Fähigkeiten. Das geschieht meist in Kleingruppen, in denen wir zu verschiedenen Themen singen, spielen, erzählen und basteln. Durch diesen handlungsorientierten Ansatz erweitern die Kinder ihren Wortschatz …

Imke von Helden ist seit 2015 die Koordinatorin des campusübergreifenden Sprachenzentrums in Koblenz und Landau. Foto: Greta Rettler

Imke von Helden: Eine Skandinavistin am Sprachenzentrum

Imke von Helden ist Skandinavistin, Sprachenliebhaberin, Fan nordischer Metal-Musik und Mutter. Diese Interessen, Facetten und Aufgaben vereint die 36-Jährige – erfolgreich. An der Universität Koblenz-Landau koordiniert sie seit 2015 die Arbeit des Sprachenzentrums, das unter anderem kostenfreie Sprachkurse für alle Studierenden anbietet. Ein freundliches Lächeln ist stets in ihrem Gesicht zu finden und man sieht, dass ihre Arbeit sie begeistert: Imke von Helden ist die Koordinatorin des campusübergreifenden Universitären Sprachenzentrums (USZ), das unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof Dr. Constanze Juchem-Grundmann steht. Gebürtig kommt die 36-Jährige aus dem Schwarzwald, wo sie an der Universität Freiburg Skandinavistik und Anglistik studierte. Als Fernstudiengang kam Deutsch als Fremdsprache hinzu: “Sprachen haben mich schon immer fasziniert. In der Schule, im Studium und noch heute. Es ist sozusagen mein Ding”, erklärt von Helden. Nach dem Studium arbeitete sie in verschiedenen Sprachschulen, unterrichtete in Basel und Freiburg. Die interessantesten Stunden waren für die Sprachwissenschaftlerin die, in denen Menschen aus unterschiedlichsten Kultur- und Sprachräumen aufeinander trafen: “Trotz dem Fehlen einer gemeinsamen sprachlichen Grundlage schafft man es, sich zu verständigen und langsam eine Basis gesprochener Kommunikation aufzubauen. Das fasziniert mich bis heute.” Ein außergewöhnliches Thema Das …

Heute schreibt Campus-Reporterin Hannah Wagner. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Ausfahrt aus dem Heimathafen

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Diesmal sinniert Hannah Wagner über die permanente Veränderung von Lebensentwürfen.  Es ist schon interessant, wie sich Lebensentwürfe und damit zeitliche Einschätzungen und Vorstellungen verändern. Meine Mutter erzählt heute noch, dass ich mit fünf Jahren auf die Frage, was ich einmal werden möchte, voller Überzeugung antwortete: “Mutter natürlich!” Mit 15 Jahren war dieser Wunsch weit weg und ich schmiedete einen anderen Plan: Abitur, studieren, arbeiten, ein Haus mit Katze – alles erreicht mit Mitte 20. Damals ein durchaus realistisches Lebenskonzept. Heute bin ich 27 und denke mir: Kinder? Haus? Job? Um Gottes Willen! Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, Mutter zu werden und einer geregelten Arbeit nachzugehen, geschweige denn, ein festes Heim zu bauen. Das alles eintauschen gegen Saisonjobs und Reiserucksack? Niemals! Mit aller Kraft stemme ich mich gegen die Vorstellung von Verpflichtungen und Bindung. Zu wissen, was ich nicht will, ist heute mein Lebenskonzept. Von der See in den sicheren Hafen Eigentlich wäre es gar nicht so schwierig, das genauso …

Gerrit Müller hat an der Uni Koblenz-Landau Informationsmanagement studiert und arbeitet heute in einer Social Media-Agentur. Foto: Greta Rettler

Auf den Spuren von… Head of Client Services Gerrit Müller

Soziale Netzwerke sind für Unternehmen wichtige Kanäle, um das Profil der eigenen Marke zu schärfen und neue Kunden zu gewinnen. Dafür die perfekte Strategie zu finden, ist Aufgabe des Koblenzer Absolventen Gerrit Müller, der in der Agentur 247GRAD arbeitet. Im Interview erzählt der 29-Jährige, warum es wichtig ist, im Beruf auch mal die eigene Komfortzone zu verlassen. Sie arbeiten in der Agentur 247GRAD. Interessanter Name. Woher kommt der? Der Name 247GRAD kommt vom wichtigsten Wind der Welt, dem West-Südwest-Wind. Dieser sorgt für den Flug der Samen, aus denen neues Leben sprießt. Im übertragenen Sinn pflanzen wir als Agentur das Thema Social Media in Unternehmen ein. Wir beraten Konzerne und Mittelständler zum Einstieg oder Ausbau der Social Media-Aktivitäten und helfen bei der Produktion von Content, der Realisierung von Kampagnen, Websites und Apps sowie der Schaltung von Werbung, zu Beispiel auf Facebook oder Twitter. Ihre Berufsbezeichnung heißt auf Deutsch: Kundenzufriedenheitsmanager. Was macht man denn so in diesem Job? Ich halte Kontakt mit unseren Kunden und entwickle erste Lösungsansätze, die zu deren Zielen passen. Wenn ein Marketingmitarbeiter anruft und gern …

Juliana Siemes beschäftigt sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema Bildung im Kontext des Tabuthemas Tod. Foto: Esther Guretzke

Sterbebegleiter im Hospiz: Vom Tod für das Leben lernen

In ihrer Bachelorarbeit erforscht Juliana Siemes die Bildungsprozesse ehrenamtlicher Sterbebegleiter und beschreibt, welche Auswirkungen die Grenzerfahrungen haben, die Sterbebegleiter im Hospiz machen, während sie Menschen auf der Schwelle zwischen Leben und Tod zur Seite stehen. Wer sind Sie und was studieren Sie? Ich bin Juliana Siemes und ich habe Pädagogik am Campus Koblenz studiert. Was ist das Thema Ihrer Abschlussarbeit? Die Serie Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen? Studierende berichten. Alle Artikel aus dieser Serie Meine Bachelorarbeit Bildungsprozesse in der Sterbebegleitung befasst sich damit, inwiefern bei den ehrenamtlichen Sterbebegleitern Bildungsprozesse im Rahmen ihrer Tätigkeit ablaufen und wie sie ablaufen. Ich habe dafür Interviews mit Sterbebegleitern geführt, sie transkribiert und ausgewertet. Es geht in der Arbeit um die Frage, welche Auswirkungen das Ehrenamt als Sterbebegleiter auf den Menschen hat und ob dadurch Bildungsprozesse angestoßen werden. Bildungsprozesse …

Nina Richter bringt eine große Begeisterung für das Fach Mathematik mit und möchte in ihrem späteren Beruf als Grundschullehrerin Kindern die Welt der Zahlen vermitteln. Foto: Greta Rettler

Grundschullehramt: Auf dem Lösungsweg

Nina Richter konnte schon immer besser mit Zahlen als mit Wörtern. Als Lehramtsstudentin der Fächer Mathe und Wirtschaft schätzt sie nicht nur, dass es in ihrem Studium immer ein Richtig oder ein Falsch gibt, sondern auch die guten Einstiegschancen in den Beruf.  Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Woher kommt Ihre Begeisterung für den Studiengang Wirtschaft und Mathe auf Grundschullehramt? Die Serie Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Bereits erschienene Artikel finden sie hier. In den Fächern Mathe und Wirtschaft mit Schwerpunkt Ernährung kann ich meine Interessen und Fähigkeiten kombinieren, denn die Themen interessieren mich auch privat. Vor allem finde ich es wichtig, dass Kindern schon früh eine gute Grundlage in diesen Bereichen vermittelt wird. Mathe hat mich schon …