Jahr: 2013

Die Zusammenarbeit von Stupa und AStA am Campus Landau ist eng. Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Vorgestellt: AStA und Stupa in Landau

Studierendenparlament (Stupa) und Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) sind die beiden wichtigsten Organe der studentischen Selbstverwaltung, die Zusammenarbeit ist eng. Aber was sind eigentlich deren Aufgaben? UniBlog-Reporterin Sarah Ochs sprach mit Stupa-Präsident Daniel Emmerich und AstA-Vorsitzenden Yann Schosser. Seit Mai 2013 ist Daniel Emmerich Präsident des Studierendenparlaments. Zuvor saß er eine Legislaturperiode als Protokollant im Stupa. Emmerich trägt gern Schwarz, hat lange Haare und singt – auch vor Publikum. Zusammen mit einer Theatergruppe hat er sogar in seinem saarländischen Heimatort eine Metal-Oper inszeniert. „Zu Beginn war es als neuer Präsident etwas schwierig“, erinnert er sich. Er sei zu sehr Chaot für dieses Amt, hieß es. „Kann schon sein, dass ich etwas chaotisch bin“, räumt er ein. Aber bisher klappe alles gut, sagt der 25-Jährige, der sich neben seinen Aufgaben als Stupa-Präsident um das Uni-Kino kümmert. Vizepräsidentin ist Vivien Räbiger. „Das ist aber nur eine Formalität“, erklärt Emmerich. „Wir teilen uns die Aufgaben gleichberechtigt und machen den Job gemeinsam.“ In der Öffentlichkeit wird er zwar als Ansprechpartner wahrgenommen. „Es kommt aber nur so rüber, als ob ich der …

Der Internetauftritt des StadttUni e.V. verspricht ein buntes Programm an studentischer Kultur in und um Koblenz.

StadttUni e.V. bringt studentische Kultur in die Stadt

Vor gut eineinhalb Jahren gründete eine Gruppe von Kulturwissenschaftsstudierenden am Campus in Koblenz einen Verein zur Förderung studentischer Kultur, den StadttUni e.V. Heute hat sich aus der Vereinigung eine aktive und gut strukturierte Gruppe entwickelt, die sich kulturellen Veranstaltungen verschrieben haben. Im Jahr 2012 fing alles an: Einer Gruppe Studierender der Kulturwissenschaft genügte das bisherige Kulturangebot von und für Studierende in Koblenz nicht. Es entstand die Idee, ein selbst gestaltetes Festival in der Stadt zu organisieren. “Schnell wurde klar, dass aufgrund der Größe ein offizieller Rahmen nötig sein würde, um bürokratische Hürden zu verringern”, berichtet Amrei Vogel von der Vereinsgründung. Vogel selbst war nicht von Anfang an mit dabei, heute ist sie jedoch die Öffentlichkeitsbeauftragte der Gruppe – neben dem Vorsitzenden Marcel von der Weiden und seiner Vertreterin Elena Heth. “Unsere Idee ist es, Studenten und deren Kultur in der Bevölkerung und der Stadt präsenter zu machen und zusammen zu bringen und ein breites Angebot zu schaffen”, erklärt Vogel die Grundidee des Vereins. Es sollen jedoch nicht nur Projekte gefördert, sondern auch von den Mitgliedern …

Wird vom Laptop zu Hause in die Vorlesung einloggen bald Realität? Foto: Barbara Eckholdt/pixelio.de

Studieren am Bildschirm: WeST startet ersten Massive Open Online Course

Das Institut für Web Science and Technologies (WeST) der Universität Koblenz-Landau hat im Wintersemester 2013/14 seinen ersten Massive Open Online Course (MOOC) gestartet. Das Thema der Online-Vorlesung lautet: Introduction to Web Science. „Wenn wir das Web erklären wollen, bietet sich ein MOOC an“, sagt René Pickhardt, der den Kurs zusammen mit Steffen Staab leitet. Massive Open Online Courses (MOOCs) sind spezielle Onlinekurse, an denen theoretisch eine unbegrenzte Anzahl an Personen teilnehmen kann. Sie kombinieren verschiedenste Formen der Wissensvermittlung. Durch Videos und Texte werden beispielsweise Inhalte und Problemstellungen thematisiert, über die sich Lehrende und Lernende in Foren austauschen können. Es entsteht eine große, vernetzte Wissensgemeinschaft. Die Web Science-Einführung ist sowohl der erste MOOC der Universität Koblenz-Landau als auch der erste Onlinekurs auf der Plattform Wikiversity, die zur Wikimedia Foundation (Wikipedia u.a.) gehört. Es gibt keine Zugangsbeschränkungen. Die Kursmaterialien sind für jeden Teilnehmer, egal ob angemeldet oder anonym, kostenlos und frei zugänglich. Etwa 100 Teilnehmer aus aller Welt nutzen das Angebot derzeit aktiv. Darunter befinden sich auch 20 Master-Studierende der Fachrichtung Web Science, die ebenso wie eine …

Das Institut für Wissensmedien zeigt, wie Internetradio gemacht wird. Foto: Adrian Müller

Welle 101: Einfach selbst Internetradio machen

Radioactive Europe ist eine europaweit organisierte Internetradio-Plattform. Das Ziel ist, den Teilnehmern digitale Kompetenzen und weitere für den Arbeitsmarkt nützliche Fähigkeiten zu vermitteln. Neben dem „Deichstadtradio – Bürgerradio von Neuwied“ gibt es seit Anfang Oktober auch ein Team in Koblenz, das „Radio KO’n RAD“. Die Namen wurden von den Gruppen selbst gewählt und auch die Themen der Sendungen  werden gemeinsam geplant. Jeder Interessierte kann mitmachen.  Mikrofon ans Laptop angeschlossen, Programm gestartet, Verbindung zum Server hergestellt und schon kann die Sendung beginnen. So einfach ist zumindest die technische Seite des Radiomachens im Internet. Doch bevor eine Sendung weltweit ausgestrahlt werden kann, muss erst einmal der Inhalt geplant werden. Hierbei sind der Freiheit und Kreativität keine Grenzen gesetzt. Schnell kristallisieren sich in der Gruppe Radio Ko’n Rad Interessen und Themen heraus. Es beginnt die Recherche und Vorbereitung: Interviews werden geführt, Einspieler produziert, Texte geschrieben und Musik ausgewählt. Jeder ist involviert und kann seine Ideen einbringen. Thema der vergangenen Sendung war etwa “Bürgerliches Engagement in Neuwied“. Diese und ältere Sendungen werden können über ein Podcast-Archiv abgerufen werden. Europaweites …

Wissenschaftlicher Leiter der Studie ist Dr. Peter Ferdinand (erste Reihe 2. von links). Er ist sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Foto: Adrian Müller

Tablets für Senioren: Neue Studie des IWM vorgestellt

Das Institut für Wissensmedien (IWM) der Universität Koblenz-Landau hat in Zusammenarbeit mit vier Industriepartnern und der Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz eine Studie durchgeführt, um Tablets für Senioren zu testen. Jetzt liegen die Forschungsergebnisse vor. Gekonnt schiebt Wolfgang Bayer die Bilder auf dem Tablet PC mit dem Finger weiter, vergrößert einzelne Ausschnitte und wählt verschiedene Applikationen. Er ist eine der 19 Testpersonen, die sich drei Monate lang im Rahmen der Studie mit modernster Technik beschäftigten. “Ich bin sehr zufrieden, die Zeit war lehrreich für mich”, berichtet der Westerwälder. Eine Testgruppe nutzte die Oberfläche von Doro – einem schwedischen Unternehmen, das auf seniorengerechte Handys spezialisiert ist – die altersgerecht angepasst wurde. Die andere Hälfte testete eine Android-Bedienung. Anhand von teilnehmender Beobachtung, Fragebögen und Nutzungsprotokollen zeigte sich deutlich, dass sich Tablets durch ihre Handlichkeit und vor allem auch durch den Touchscreen sehr gut für Senioren und deren Internetnutzung eignen. Allerdings sollte eine Bedienoberfläche geschaffen werden, die hinsichtlich ihrer Funktionsvielfalt in einer Art Stufensystem den Bedürfnissen und Vorkenntnissen der Nutzer angepasst und mit fortschreitender Erfahrung individuell erweiterbar ist. “Ganz wichtig ist …

Bei "Dead or alive" lautet die Preisfrage: Wer ist besser, tote oder lebendige Dichter? Fotos: Karin Hiller

Im Duell mit toten Dichtern

Dead or Alive – Wer macht das Rennen? Das war die Preisfrage beim gestrigen Poetry Slam im Landauer Universum Kino. Schauspieler des Herxheimer Chawwerusch Theaters liehen toten Dichtern ihre Stimmen und traten gegen vier Slam-Größen Deutschlands an. Aus jedem Team zog ein Dichter ins Finale ein. Den Sieg holten – wenn auch nur knapp – die lebendigen Poeten. Landau ist eine Poetry Slam erprobte Stadt und hat schon viele Dichterwettstreite hinter sich. Was als Slam unter Studierenden begann, ist inzwischen zu einer der gefragtesten Veranstaltungen der Stadt avanciert. Auch am gestrigen Abend war das Landauer Universum Kino wieder brechend voll. „Wir machen jedes Mal etwas anderes“, verrät Anja Ohmer, Leiterin des Zentrums für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) der Universität, das Erfolgsrezept. Dieses Mal sind es nun “Tote”, deren Texten wieder neues Leben eingehaucht wird – von Schauspielern des Herxheimer Chawwerusch Theaters. Begleitet von tosendem Applaus humpeln ein hagerer Francois Villon, ein rundlicher Kurt Tucholsky, eine adrette Emmy Hennings und ein grimmig dreinblickender Klaus Kinski auf die Bühne. Es beginnt alles harmlos. Philipp Herold, der für …

Für die Südpfalz ist Windkraft ein wichtiges Thema, weiß Dr. Jergentz. Foto: Petra Bork/pixelio.de

Lokale Akteure gestalten die Energiewende

Kann eine Region zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt werden? Wie könnte ein zukünftger Energiemix aussehen? Wie kann die gesellschaftliche Akzeptanz dafür gefördert werden? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich das INTERREG Projekt “Plan-EE“, in dem ein interdisziplinäres und grenzüberschreitend arbeitendes Team unter Beteiligung des Instituts für Umweltwissenschaften forscht. Am Dienstag, 19. November, findet von 14 bis 19 Uhr im Gemeindesaal der Stiftskirche in Landau eine öffentliche Tagung zum Thema „Akzeptanz von erneuerbaren Energien – lokale Akteure gestalten die Energiewende“ statt. Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und Projekte vor, die im Dienst der Universität Koblenz-Landau die Forschung voranbringen. Alle Artikel aus dieser Serie Für die Energiewende spielen lokale Akteure zunehmend eine wichtige Rolle, je nach Region eignen sich verschiedene Formen von erneuerbaren Energien. „Speziell für die Südpfalz ist Windkraft ein großes Thema“, erklärt Dr. Stefan Jergentz vom Institut für Umweltwissenschaften am Campus Landau. Ein Schlüsselbegriff ist Dezentralität, da verschiedene und nur regional lösbare Probleme aufgeworfen werden. Eines davon ist die Ablehnung etwaiger Maßnahmen: „Nicht alle Wege …

Leitet die Forschungs- und Lehrambulanz: Dr. Jens Heider an seinem Arbeitsplatz. Foto: David John

Psychotherapeutische Universitätsambulanz hilft bei Angst und Panik

Behandeln, Lehren, Forschen: Seit 2002 bietet die Psychotherapeutische Universitätsambulanz (WiPP) Hilfe bei Krankheiten wie Depressionen, Ängsten oder Essstörungen. Rund 800 Erwachsene zwischen 18 und 80 Jahren werden hier jährlich in 10.000 Therapiestunden behandelt. Die Mitarbeiter der Forschungsambulanz evaluieren neue Therapiekonzepte und dessen Wirksamkeit. Im Fokus des neusten Projektes stehen Panikattacken und Angststörungen, die durch eine intensive Konfrontationstherapie besser behandelt werden sollen. …

Moritz Freiherr zu Knigge im Gespräch mit ZKW-Leiterin Anja Ohmer. Der Benimm-Experte sprach in der Landauer Festhalle im Rahmen der Reihe "Große Begegnungen". Fotos: Karin Hiller

Knigge: Es sind die kleinen Dinge, die Wertschätzung zeigen

Es sind die kleinen Dinge, die einem Menschen Wertschätzung und Respekt entgegen bringen, meint Moritz Freiherr Knigge. Der Urahn von Adolf Freiherr sprach in der Landauer Jugendstil-Festhalle im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Große Begegnungen“ des Zentrums für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) zum Thema: „Wie macht man’s richtig, Herr Knigge?“ Die Menschen zu verblüffen ist eine Methode, die in der Regel Aufmerksamkeit einbringt. Und manchmal auch Verwirrung stiftet. So staunten einige Zuschauer in der Landauer Festhallte nicht schlecht, als Moritz Freiherr Knigge die Bühne betrat und erst einmal klarstellte, dass weder sein Urahn Adolf Freiherr von Knigge noch er selbst viel mit Etikette am Hut hätten. „Adolf lehnte allzu steife Etikette sogar als unmenschlich ab“, sagte der 45-jährige. „Er war ein Querdenker und ein Unterstützer der französischen Revolution.“ Sein berühmtes Werk „Über den Umgang mit Menschen“ sei in Wahrheit kein Benimm-Ratgeber: Der Begriff „Etikette“ falle gar in nur einem Satz. Die Intention dahinter sei vielmehr diese: „Adolf Freiherr von Knigge bemerkte, dass er viele Menschen in seinem Leben schlecht behandelt hatte. Deshalb schrieb er ein Buch darüber, …

UniBlog hat nachgefragt: Wie waren eure ersten Wochen, liebe Erstsemester? Foto: Fotolia/ Bearbeitung: Marasco

Die ersten Wochen an der Uni: Erstsemester berichten über den Start

Mensa, Klips, SWS, AStA: Nichts ist am Anfang des Studiums verwirrender als das Uni-ABC. Dazu kommen neue Menschen, neue Orte, neues Wissen – das ist aufregend und anstrengend zugleich. UniBlog hat sich bei den Erstsemestern, die vor gut drei Wochen in einen neuen Lebensabschnitt gestartet sind, in Koblenz und Landau umgehört: Wie war der Start? …