Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sprache

Dr. Jacqueline Breugnot betreut das Projekt SERIOR. In diesem Netzwerk sollen PhD-Studierende und Postdocs zusammenkommen und sich austauschen. Foto: Philipp Sittinger

SERIOR nimmt Nachwuchswissenschaftler an die Hand

Vier Jahre hat Dr. Jacqueline Breugnot das Drei-Länder-Projekt SERIOR zum Thema Risikomanagement als Philologin begleitet. Im Interview spricht die gebürtige Französin über interkulturelle Kommunikation, Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich und Gesprächssituationen, in denen man an seine Grenzen stößt. Ihr Fachgebiet ist die interkulturelle Kommunikation. Verschafft Ihnen das bei Interviews einen Vorteil gegenüber Kollegen? Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und Projekte vor, die im Dienst der Universität Koblenz-Landau die Forschung voranbringen. Alle Artikel aus dieser Serie Nein, das glaube ich nicht. Ich denke, dass meine Kollegen keine Probleme haben, Interviews zu führen. Ich will zwar hoffen, dass auch ich einige Kompetenzen in Sachen Kommunikation im Laufe der Jahre entwickeln konnte. Aber als französische Muttersprachlerin ist es komplizierter, mich zu verständigen und sicher zu sein, dass ich verstanden werde. Andererseits kann ich darum vielleicht mit etwas Entgegenkommen vom Interviewpartner rechnen. Und ich muss sagen, dass gerade diese kulturelle Herausforderung, nicht nur die Sprache, sondern auch die Denkweise umzusetzen, eine spannende Übung für mich  ist. Warum haben Sie sich dazu entschlossen, in Deutschland …

Heute schreibt Campus-Reporterin Nina Seel. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Die Liebe zum Schreiben

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute verabschiedet sich Nina Seel mit ihrer 19. Kolumne aus dem Uniblog-Team und blickt zurück auf ihre Reise als Campus-Reporterin. Wenn Worte meine Sprache wären… singt Tim Bendzko. Ihm fehlen die Worte, um zu sagen, was er fühlt. Bei mir ist es genau anders herum. Worte sind mein Werkzeug, ob geschrieben oder gesprochen. Kommunikation ist meine Leidenschaft. Ich liebe, was man damit ausdrücken kann. Worte sind meine Sprache. Manchmal sprudeln sie nur so aus mir heraus, fließen zusammen zu Absätzen und formieren sich zu ganzen Texten. Sprachliche Ästhetik ist mir wichtig. Nicht nur die Grammatik muss stimmen, besonders der Ausdruck ist mein Faible. Ich verliere mich gerne in sprachlichen Bildern und feile an einzelnen Passagen, bis sie sich für mich stimmig anfühlen. Ob für kreative Glückwünsche auf Geburtstagskarten oder E-Mails an Vermieter und Vorgesetzte, die Korrektur von Bewerbungen oder Abschlussarbeiten, für alle Formen von Texten finde ich gern kleine Besonderheiten, die den Ton des Geschriebenen unterstreichen und dem Text …

Kinder in der Grundschule können schon über Sprache nachdenken und sprechen. Wie sie dies tun, analysiert Sebastian Krzyzek in seiner Dissertation. Foto: Philipp Sittinger

Über Sprache sprechen: Sprachbewusstheit in der Grundschule

Sebastian Krzyzek hat einen komplizierten Nachnamen. Immer wieder wird er gefragt: “Wie wird der ausgesprochen?” Seine Gegenüber zeigen in solchen Momenten ihre sogenannte Sprachbewusstheit. Schon Grundschulkinder denken und sprechen über Sprache. Wie sie dies tun, analysiert Krzyzek in seiner Dissertation. In diesem Bereich zum Experten zu werden, ist seine persönliche Challenge. …

Felix Bartsch gewann 2016 den Slam der Universität Koblenz-Landau. Im November vergangenen Jahres nahm er an den deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften teil. Foto: Marius Adam

Leidenschaft für Poesie und Performance

Mit Worten und einer großen Portion Humor im Gepäck ist Felix Bartsch als Poetry Slammer in ganz Deutschland unterwegs. Der Koblenzer Kulturwissenschaftsstudent liebt es, auf der Bühne zu stehen und möchte dem Publikum bei seinen Auftritten Spaß an Sprache vermitteln. Wenn Felix Bartsch vom Poetry Slam spricht, liegt in seinem Blick etwas Schelmisches. Seine Sätze sind durchdacht und mit Wortspielen gespickt. Für Bartsch ist Sprache mehr als nur ein Mittel zur Konversation. Seine Karriere als Slammer begann in der Schulzeit: Im Leistungskurs Deutsch entdeckte der heute 24-Jährige sein Talent, mit Worten umzugehen und schrieb erste Kurzgeschichten. Irgendwann traute er sich, seine Texte auf Schulveranstaltungen öffentlich  vorzutragen. Als sein Deutschlehrer ihm daraufhin vorschlug, an einem Poetry Slam teilzunehmen, ahnte Bartsch nicht, welchen Wendepunkt das in seinem Leben darstellen würde: Mittlerweile blickt er auf über 250 Auftritte auf Poetry Slams und Lesebühnen in ganz Deutschland zurück, leitet Workshops und ist Autor einer Facharbeit über Poetry Slam. „Ich bin da irgendwie reingeraten und hängengeblieben“, gibt sich Bartsch bescheiden. Poetry Slam – Die Schlacht der Dichter Entstanden ist Poetry …

Aubrey Czepy kennt das Projekt aus beiden Perspektiven: Als Schülerin und heute als Förderlehrerin ist sie froh, dabei zu sein. Foto: Clara Jung

Sprachförderung für Schüler: Es FUNKt am Campus Koblenz

FUNK, das ist die Abkürzung für Fachsprachlicher Förderunterricht. Unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Liebert und Frau Dr. Kallass, beide Mitarbeiter am Institut für Germanistik am Campus Koblenz, dreht sich alles um die Sprachförderung bei jugendlichen Schülern mit Migrationshintergrund und aus sozial schwachen Familien. Schüler mit Deutsch als Zweitsprache haben es im Unterricht doppelt schwer: Sie müssen den Lernstoff begreifen, und das in einer Sprache, die nicht ihre Muttersprache ist. Um ihnen zu helfen, wurde 2010 FUNK ins Leben gerufen. In Kooperation mit der Stadt Koblenz, mehreren Schulen in der Stadt und der Universität macht sich das Forschungsprojekt zur Aufgabe, Schülern mit Migrationshintergrund Sprachunterstützung bis zum Abitur zu geben. Es gehört zu der Forschungsstelle Wissenstransfer des Instituts für Germanistik. FUNK liegt an der Schnittstelle von Praxis und Forschung und untersucht, welche Methoden in den Bereichen Didaktik und Sprachförderung funktionieren. Gleichzeitig setzt es sich zum Ziel, einen Beitrag zur Lehramtsausbildung zu leisten, indem es Lehramtsstudierenden ermöglicht, sich als Förderlehrer zu erproben. Sprachförderung im Unterricht Der Förderunterricht ist ein integrierter Sprach-Fach-Unterricht. Allein das Verständnis einer Aufgabenstellung …

Das „KuS“-Team: Astrid Krämer, Jun.-Prof. Dr. Markus Scholz, Dr. Anette Damag, Kathrin Haag und die Leiterin Prof. Dr. Annette Kracht (v.l.), Foto: KuS

Kinder fördern und sich für den Lehrerberuf qualifizieren

Prof. Dr. Annette Kracht hat im vergangenen Jahr die Praxisstelle Kommunikation und Sprache (KuS) eröffnet. Hier haben Studierende der Sonderpädagogik aus den Studiengängen des Förderschullehramts und der Erziehungswissenschaft die Möglichkeit, sich auch praxisbezogen zu qualifizieren. Neben der Förderarbeit mit Kindern können sie sich zum Beispiel auch in Bereichen der Eltern- bzw. Lehrerberatung engagieren. „Das Angebot der Praxisstelle schließt eine große Lücke in der Lehrerbildung“, erklärt  Prof. Dr. Kracht, Gründerin und Leiterin der Einrichtung, zum einjährigen Bestehen der Praxisstelle. Da es im Lehramtsstudium nur wenige praktische Studienanteile gebe, stelle KuS eine sinnvolle Ergänzung für Studierende dar, die sich in besonderer Weise auf ihr späteres Berufsleben vorbereiten möchten. Derzeit bietet die Praxisstelle insgesamt 30 Studierenden die Möglichkeit, sich eigenverantwortlich in die Förderarbeit mit Kindern einzubringen. Voraussetzung für eine Mitarbeit ist ein Studium des Lehramtes an Förderschulen oder der Erziehungswissenschaft mit Schwerpunktsetzung in der Sonderpädagogik. Schwerpunkte der praktischen Arbeit von Studierenden bilden die Förderung bei Problemen der mehrsprachigen Entwicklung und Erziehung von Kindern, die Unterstützung von wenig oder nicht-sprechenden Kindern, aber auch die Begleitung bei Problemen des Essens, Trinkens …