Alle Artikel mit dem Schlagwort: Promovieren

Rebekka Smuda forscht in ihrer Dissertation zum alltäglichen Umgang mit Körperhaar. Für die Datenerhebung nutzte sie ein Kosmetikstudio. Foto: Jan Reutelsterz

Feldforschung im Kosmetikstudio: Eine haarige Angelegenheit

Glatt rasiert oder Zottelmähne? Rebekka Smuda beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit dem alltäglichen Umgang mit Körperhaaren. Ihre Daten sammelte die Geschlechterforscherin im Feld während eines Praktikums in einem Kosmetikstudio. Sie weiß: Wer zu einem so privaten Thema forscht, muss Grenzen respektieren und Vertrauen schaffen. Beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Meine Dissertation trägt den Titel (un)behaart – Das Haar als Umschlagstelle von Innen und Außen. Da ich mich auf den alltäglichen Umgang mit Körperhaaren als kulturelle Praktik konzentriere, forsche ich ethnografisch. Meine Daten erhebe ich im Feld, also im aktiven Austausch mit meinen Forschungspartnern, um sie anschließend zu analysieren. Das war zunächst schwierig, weil es sich dabei um ein sehr persönliches und individuelles Thema handelt. Gegenseitiges Vertrauen ist der Schlüssel. Einen geeigneten Zugang habe ich in einem Kosmetikstudio gefunden, wo ich …

Der Diplom-Umweltwissenschaftler Maximilian Meyer forscht für seine Promotion zum Thema Plastikfolienanwendung in der Landwirtschaft. Foto: Philipp Sittinger

Plastikfolien in der Landwirtschaft: Effizient oder problematisch?

Wie passen Plastik und Erdbeeren zusammen? Maximilian Meyer forscht in seiner Promotion zum Einsatz von Plastikfolien in der Landwirtschaft. Der 30-jährige Diplom-Umweltwissenschaftler kooperiert dazu mit einem Landwirt aus der Region. Um Bodenproben zu entnehmen, stellt er sich auch selbst auf den Acker. Beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? In meiner Dissertation beschäftige ich mich mit der Frage, wie nachhaltig die Anwendung von Plastikfolien in der Landwirtschaft ist. Ich fokussiere mich dabei auf den Anbau von Erdbeeren. In Deutschland werden daneben auch Spargel und weitere Kulturen unter der Nutzung von Plastikfolien angebaut. Aufgrund zahlreicher Vorteile erfährt diese Technik weltweit immer größeren Aufschwung. In Kombination mit unterirdischen Bewässerungssystemen können die Erträge und ihre Qualität erhöht werden. Außerdem können Verbraucher die Feldfrüchte früher in den Geschäften kaufen. In meiner Forschung untersuche ich …

Promovendin Madlen Gerke an der Nister. Hier führt sie ihr Freilandexperiment durch. Foto: Jan Reutelsterz

Angewandte Forschung im Freien

Beruflich gegen den Strom: Madlen Gerke ist Doktorandin in der Projektgruppe Aquatische Ökologie. In der Freilandsaison watet sie oft durch die Nister, die sich durch den Westerwald schlängelt. Kilometer um Kilometer geht es stromaufwärts, Fische fangen. Gerke erforscht, wie negative Folgen der Nährstoffbelastung in Flüssen mithilfe von Fischen ausgeglichen werden können. Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Ich versuche herauszufinden, inwieweit die Qualität von nährstoffbelastetem Gewässer durch Nahrungsnetzsteuerung verbessert werden kann. Hintergrund ist die Belastung durch Landwirtschaft und kommunale Abwässer. Durch diese kommt es zu einem Überschuss an Nährstoffen in fließenden Gewässern. Das führt wiederum zu einer erhöhten Bildung von bestimmten Algen, die das Kiesbett verstopfen und somit ein Problem für im Kies laichende Fische darstellen. Die Nährstoffbelastung lässt sich nur mit erheblichem Aufwand verringern. In meiner Forschung beschäftige …

Kinder in der Grundschule können schon über Sprache nachdenken und sprechen. Wie sie dies tun, analysiert Sebastian Krzyzek in seiner Dissertation. Foto: Philipp Sittinger

Über Sprache sprechen: Sprachbewusstheit in der Grundschule

Sebastian Krzyzek hat einen komplizierten Nachnamen. Immer wieder wird er gefragt: “Wie wird der ausgesprochen?” Seine Gegenüber zeigen in solchen Momenten ihre sogenannte Sprachbewusstheit. Schon Grundschulkinder denken und sprechen über Sprache. Wie sie dies tun, analysiert Krzyzek in seiner Dissertation. In diesem Bereich zum Experten zu werden, ist seine persönliche Challenge. Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Kinder können schon im Grundschulalter bewusst über sprachliche Phänomene nachdenken und sprechen. Dahinter steckt das Konzept der Sprachbewusstheit. Das ist die Fähigkeit, Sprache zum Gegenstand des eigenen Denkens zu machen und den eigenen Sprachgebrauch kontrollieren zu können. Wenn Sie sich beim Lesen meines Nachnamens über diesen Gedanken machen, zum Beispiel in der Form Wieviele Konsonanten kann man denn aneinander reihen? oder Wie zur Hölle spricht man das aus?, dann ist das ein …

Anna-Maria Renner erforscht in ihrer Promotion, wie man als weiblicher Politiker von Emotionen profitieren kann. Foto: René Lang

Emotionen in der Politik

Welche Emotionen zeigen weibliche Politiker im öffentlichen Raum? Und welche Auswirkungen hat es auf die Wahrnehmung der Wähler, wenn sie es tun? Anna-Maria Renner beschäftigt sich in ihrer Promotion mit dem Zusammenspiel von Emotionen und Politik. Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Meine Dissertation trägt den Titel Beyond the double bind – Prevalence & Effects of Female Politicians‘ Emotions. Da ich kumulativ promoviere, kann ich mich auf mehrere Fragestellungen konzentrieren. Anstatt eine zusammenhängende Abhandlung zu verfassen, muss ich mehrere Zeitschriftenaufsätze veröffentlichen, die thematisch zusammenhängen. Fragestellungen meiner Aufsätze sind beispielsweise: Inwiefern beeinflussen Geschlechter-Stereotype die Wirkung der Emotionen von Politikerinnen auf die Wählerschaft? Und entsprechen die Emotionen von Politikerinnen, die sie im Fernsehen zeigen, genderstereotypen Erwartungen?  Um diese Fragen zu beantworten, analysiere ich zum Beispiel TV-Auftritte von Politikerinnen in Talkshows …

Der Weg zur Promotion kann lang und anstrengend sein, besonders für Frauen, die ihre Doktorarbeit neben Beruf und Familie schreiben. ProBi möchte sie unetrstützen. Foto: usplash/Joel Filipe

Promotionsprogramm: Mit Unterstützung zum Doktortitel

Frauen, die promovieren, tun dies oft nicht hauptberuflich, sondern zusätzlich zu Job und Familie. Damit diese Doppelbelastung nicht zum Abbruch der Promotion führt, unterstützt das Promotionsprogramm Bildungsforschung (Probi) der Universität Koblenz-Landau Frauen, die im Fachbereich 1 promovieren möchten, mit Workshops und Vernetzungsangeboten. “Wie wähle ich einen Betreuer aus? Wie ist der Ablauf? Wer ist mein Ansprechpartner? All das sind Fragen, die man sich am Anfang einer Promotion stellt und dafür sind wir da”, erklärt die Projektkoordinatorin von ProBi, Anna Schmidt. ProBi nimmt die besonderen Herausforderungen in den Blick, die der Zielgruppe von berufs- oder familienbegleitend promovierenden Doktorandinnen begegnen, zum Beispiel eine geringere Flexibilität und Mobilität oder die Notwendigkeit einer erneuten Einarbeitung in das jeweilige Forschungsvorhaben wegen der dazwischenliegenden Berufstätigkeit oder längeren Familienzeiten. Entstanden ist das Projekt aus der Idee der Professoren der Bildungswissenschaften, eine Plattform für die Promovenden zu schaffen, auf der alle Unterstützungsangebote des Fachbereichs 1 gebündelt werden. Dekanin Prof. Dr. Claudia Quaiser-Pohl ergriff die Initiative: Im Rahmen des Hochschulpakts beantragte sie Gelder für ein Projekt, das sich um die Belange der Promovendinnen des Fachbereichs kümmert. Der …

Wie schaffen es Politiker, dass Wähler ihnen vertrauen und am Wahltag für sie stimmen? Dieser Frage geht Doktorandin Nicole Methner in ihrer Promotion nach. Foto: Hiller

Wie Vertrauen in politische Akteure entsteht

Vertrauen ist eine harte Währung für Politiker. Wie Volksvertreter die Gunst und das Wohlwollen des Wählers gewinnen, ist allerdings nicht einfach zu beantworten. Nicole Methner, Doktorandin am Institut für Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftspsychologie am Campus Landau, erforscht in ihrer Doktorarbeit, welche Faktoren Vertrauen in Politiker beeinflussen. Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Ich befasse mich in meiner Doktorarbeit damit, welche Faktoren aus sozialpsychologischer Sicht das Entstehen von Vertrauen beziehungsweise Misstrauen bei Politikern beeinflusst. Hierfür habe ich mich zunächst in einem theoretischen Teil umfassend mit interdisziplinären Vertrauensliteratur beschäftigt, um eine konzeptionelle Basis für den empirischen Teil meiner Untersuchung zu haben. In diesem zweiten Teil untersuche ich, welches Verhalten von Politikern Vertrauen bei Wählern erweckt und wie es gemindert wird. In einem fiktiven Labor-Setting habe ich zunächst analysiert, wie potenzielle …

Tamara Kunt promoviert am Campus in Landau und erarbeitet inklusive Spiralcurricula zum Themenkomplex Umweltprozesse. Foto: Lisa Leyerer

Themenbegleiter von der Grundschule bis zur Oberstufe

Tamara Kunt (37) promoviert  am Campus in Landau und entwirft Spiralcurricula für Umweltprozesse. Ein Spirralcurriculum ist ein Schulstoff zu einem speziellen Themenfeld, der von der Grundschule bis zur Oberstufe immer wieder aufgegriffen wird. Zurzeit ist die vierfache Mutter mit ihrer Arbeitsgruppe auf der Landesgartenschau vertreten. Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Ich bin Teil einer Projektgruppe, die Spiralcurricula zum Oberthema Umweltprozesse entwirft. Ein Spirralcurriculum ist ein Schulstoff zu einem speziellen Themenfeld, der von der Grundschule bis zur Oberstufe immer wieder aufgegriffen wird, aber mit einem immer komplexeren Anforderungsniveau. Besonders ist daran weiterhin, dass diese für inklusive Schulen bestimmt sind. Aktuell testen wir vier Themenfelder auf der Landesgartenschau in Landau: Kraftwerke der Natur, Nachhaltiger Weinbau, Sonne(n) mit Verstand und Ökosystem Boden. Was fasziniert Sie an diesem Thema? Mich faszinieren vor allem die Themenfelder, …

Tino Krekeler promoviert am Campus in Landau zu Mobilitätsprozessen zwischen dem Leiharbeits- und dem Normalarbeitsverhältniss. Foto: Lisa Leyerer

Tino Krekeler erforscht Mobilitätsprozesse am Arbeitsmarkt

Am Campus in Landau promoviert Tino Krekeler am Institut für Sozialwissenschaften. Er untersucht die Übergänge von einem Leiharbeitsverhältnis in eine feste Anstellung. Sein besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf den Sprungbretteffekt von Leiharbeit. Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Ich betrachte die Mobilitätsprozesse zwischen dem Leiharbeits- und dem Normalarbeitsverhältnis. Man spricht vom sogenannten Brücken- oder Sprungbretteffekt, wenn man von einem Leiharbeitsverhältnis in ein “reguläres” Beschäftigungsverhältnis wechselt. Ich untersuche, von welchen betrieblichen Merkmalen dies abhängt, z.B. ob die Betriebsgröße, die Branche, die Geschäftslage, die Anwesenheit eines Betriebsrates oder auch Auftragsschwankungen oder Personalengpässe eine Rolle spielen. Was fasziniert Sie an diesem Thema? Das Thema Leiharbeit ist in der Arbeitsmarktforschung bereits stark erforscht, die Ursachen des Sprungbretteffekts blieben hingegen weitgehend unbeachtet. Ich finde es sehr spannend, neue Ergebnisse zu gewinnen und die Zusammenhänge …

Die Diplom-Sozialwissenschaftlerin Carolin Jansen forscht zumThema politisches Agenda-Setting. Foto: Angela Gräsel

Carolin Jansen erforscht politisches Agenda-Setting in TV-Debatten

Carolin Jansen promoviert am Landauer Institut für Sozialwissenschaften in der Abteilung Politikwissenschaft. Die Doktorandin erforscht, welche politischen Inhalte in TV-Debatten vermittelt und wie sie angeeignet werden. Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Meine Forschung ist geleitet von zwei Fragen: Sind TV-Debatten nur reine Show-Veranstaltungen oder auch funktional für die Wähler? Und: Sprechen die Kandidaten und Moderatoren eigentlich über das, was für den Wähler und die Wahlentscheidung relevant ist, oder inszenieren sie sich nur? Hintergrund ist, dass es viel Forschung zu der Wirkung von TV-Debatten gibt, die sich aber zum Beispiel eher mit optischen Aspekten und der Wirkungsweise befasst und weniger mit den Inhalten. Ich habe bei meiner Forschung eher den Wähler im Blick und schaue, ob TV-Debatten dem entsprechen, was der Zuschauer inhaltlich erwartet und was er für …