Alle Artikel mit dem Schlagwort: Diplom

Alumni-Porträts: Bastian Zimmermann studierte Informatik an der Uni Koblenz-Landau. Jetzt leitet er die Abteilung, in der er als Werksstudent begann. Foto: Privat

Auf den Spuren von… Bastian Zimmermann, Abteilungsleiter für Industrielle Bildverarbeitung bei PSI Technics

Hoch hinaus wollte er schon immer: Bastian Zimmermann absolvierte vor seinem Studium an der Universität Koblenz-Landau eine Lehre als Dachdecker. Seinen zukünftigen Arbeitgeber fand der 39-jährige Diplom-Informatiker bereits während seiner Studienzeit. Als Werksstudent hat er dort angefangen, heute ist er Leiter seiner eigenen Abteilung. Sie arbeiten bei PSI Technics. Worum handelt es sich denn bei diesem Unternehmen? Das Kerngeschäft unseres Unternehmens liegt in der Automatisierungstechnik. Wir analysieren und optimieren die Effizienz automatischer Lager- und Produktionsprozesse. Zusätzlich beschäftigen wir uns seit einigen Jahren mit der industriellen Bildverarbeitung. In unserer Abteilung überprüfen wir, ob die Qualität von Waren den Anforderungen der Kunden gerecht wird. Unser bisher größtes Projekt läuft in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn. Wir überprüfen den Zustand der Dachaufbauten von einfahrenden Zügen auf mögliche Schäden, die über Kameras in einer Wartungshalle identifiziert werden können. Sie selbst sind Abteilungsleiter der industriellen Bildverarbeitung: Wie sind Sie an den Job gekommen? Ich habe bereits während meines Studiums der Informatik bei PSI Technics gearbeitet. Das Unternehmen war damals noch im Gebäude des Technologie Zentrums Koblenz untergebracht. Es war also …

Eva Fondel verwirklicht sich gleich zwei Berufsträume, als freiberufliche Diplom-Psychologin ist sie sowohl in der Theorie als auch in der Praxis tätig. Foto: Philipp Sittinger

Zwei Berufungen im Herzen

Die Psychologin Eva Fondel verwirklicht sich gleich zwei Berufsträume: Schon während ihres Psychologiestudiums in Landau liebte sie das empirische Forschen. Außerdem wollte sie die wissenschaftlichen Erkenntnisse praktisch anwenden. Heute arbeitet die 31-Jährige als freiberufliche Diplom-Psychologin und ist sowohl in der Theorie als auch in der Praxis tätig.  Schon im Studium hatte Eva Fondel einen Draht zur Forschung. Doch auch der beraterische Kontakt mit Menschen reizte sie sehr, weshalb sie sich nach ihrem Diplomabschluss für eine Ausbildung als Gestalttherapeutin entschied. Zeitgleich arbeitete sie als Lehrerin für Psychologie und Pädagogik und als Schulpsychologin an einem privaten Gymnasium. Das war anstrengend, Zeit für ein Privatleben blieb kaum. Dennoch war Fondel überzeugt, dass sich die Mühen auszahlen werden. Im Jahr 2017 beendete sie die Ausbildung zur Gestalttherapeutin und war zunächst arbeitslos. Diese Zeit nutze sie intensiv zur Vorbereitung ihrer Selbstständigkeit. Die Absolventin schrieb einen Businessplan und wandte sich an das Gründungsbüro der Universität. Gleichzeitig erhielt sie auch ihre ersten Beratungsaufträge. Da ihr Herz jedoch für mindestens zwei Berufungen schlägt, entschied sie sich dazu, weiter in der Forschung tätig zu …

Dr. Kai Lawonn ist Juniorprofessor am Institut für Computervisualistik. In seinem Büro empfängt er Studierende oder liest wissenschaftliche Artikel in seiner Hängematte. Foto: Teresa Schardt

Unsere Profs: Prof. Lawonn

Juniorprofessor Dr. Kai Lawonn vereint Zielstrebigkeit und Lässigkeit in einer Person. Innerhalb weniger Jahre schließt der 33-Jährige sein Studium, die Promotion sowie Habilitation ab, ohne in Stress zu verfallen. Der Spaß an seiner Arbeit motiviert ihn zur Höchstleistung. Wissenschaftliche Paper liest er am liebsten in seiner Hängematte im Büro am Institut für Computervisualistik. Der Professorenberuf ist mit einigen Klischees behaftet: Lange über Büchern brüten, Zerstreutheit, Einsiedlertum, chaotische Tafelbilder… Was trifft davon auf Sie zu? Professoren grübeln wirklich oft. Dabei lese ich in meinem Fachgebiet eher Paper als Bücher. In meiner Funktion als Leiter der Arbeitsgruppe Medizinische Visualisierung arbeite ich auch viel am Rechner. Ich entwickle Programme, die im medizinischen Bereich angewandt werden und Ärzten dabei helfen, leichter Diagnosen aufzustellen oder Therapien vorzuschlagen. Über diverse Kooperationen stehe ich im interdisziplinären Austausch mit zahlreichen Kollegen. Den Aspekt des Einsiedlertums kann ich also auch verneinen. Was hat es mit Ihrer Bürogestaltung auf sich? Nicht jeder hat eine Hängematte im Büro. Kurz gesagt: Platzprobleme (lacht). Als ich noch in Berlin gewohnt habe, hing die Hängematte in meinem Wohnzimmer. Das ist …

JProf. Dr. Mario Schaarschmidt zählt zu den besten Wirtschaftsforschern Deutschlands. Zurzeit ist er als Ass.-Prof. am Institut für Management tätig. Foto: Jan Reutelsterz

Unsere Profs: Mario Schaarschmidt

Im BWL-Ranking der Wirtschaftswoche erreichte er Platz 62: Junior-Professor Dr. Mario Schaarschmidt ist einer der 100 besten Wirtschaftsforscher im deutschsprachigen Raum. Der 39-Jährige studierte am Campus Koblenz Informatik und ist heute als Assistant Professor of Logistics, Technology and Innovation am Institut für Management an unserer Universität tätig. Neben seiner Forschung spielt er zum Ausgleich Fußball. Der Professorenberuf ist mit einigen Klischees behaftet: Lange über Büchern brüten, Zerstreutheit, Einsiedlertum, chaotische Tafelbilder… Was trifft davon auf Sie zu? In meinem Fachgebiet muss ich zumindest nicht lange über Büchern brüten. Dafür lese und analysiere ich zahlreiche Texte in digitalisierter Form. Darauf verwende ich einen Großteil des Tages. Mit chaotischen Tafelbildern kann ich mich ebenso wenig identifizieren, da mittlerweile alles über Powerpoint und Beamer läuft. Wenn Sie meine Frau wegen des Einsiedlertums fragen, würde sie Ihnen vermutlich zustimmen (lacht). Ich investiere viel Zeit in meine Forschung, was ein gewisses Maß an Ruhe voraussetzt. Die Arbeit und den Austausch mit den Studierenden, Doktoranden und Kollegen darf man aber nicht vergessen. Wie waren Sie als Student? In einem Wort? Faul. Ich habe mich nie …

Anja Isele studierte Psychologie und Pädagogik auf Diplom. Jetzt arbeitet sie als Führungskraft im Schweizer Unternehmen Sika. Foto: Anja Isele

Auf den Spuren von… Anja Isele, Head Learning & Development Switzerland bei der Sika Services AG

Anja Isele kommt aus einem kleinen Ort nahe der Schweizer Grenze. Sie lebt und arbeitet nicht nur in zwei Ländern, sondern hat auch zwei Diplome: in Psychologie und Pädagogik. Die 38-Jährige erlangte am Campus Landau ein breit gefächertes Wissen. Ihr Weg war damals ungewöhnlich, doch der Blick von zwei Seiten lohnt sich in ihrem Job als Führungskraft in einem Schweizer Unternehmen bis heute. Sie sind Head Learning & Development Switzerland bei der Sika Services AG. Was ist das für eine Position? Ich leite den Trainings-, oder auch Personalentwicklungsbereich für die 2000 Mitarbeitenden in der Schweiz. Sika ist in über 100 Ländern aktiv, aber die Schweiz ist das Gründungsland. Wie sind Sie an den Job gekommen? Meinen ersten Job nach dem Abschluss 2007 hatte ich für eine kurze Zeit in der Unternehmensberatung. Dann habe ich mich bei Sika auf die Stelle beworben, die damals erst neu geschaffen wurde. Ende 2011 habe ich dann die Leitung des Schweizer Teams im Learning & Development-Bereich übernommen. Mittlerweile bin ich seit zehn Jahren bei Sika. Was sind Ihre Aufgaben? Meine Aufgaben …

(Symbolbild) Sarah Maria Kollenberg hat Erziehungswissenschaft studiert und ist heute für die Optimierung von Prozessen innerhalb des Unternehmens Symrise zuständig. Foto: Rawpixel/Unsplash

Auf den Spuren von… Sarah Maria Kollenberg, Global Director Efficiency and Productivity bei Symrise

Mit alten Routinen brechen, um Platz für Verbesserungen zu schaffen. Alumna Sarah Maria Kollenberg weiß: Wer etwas verändern will, muss andere begeistern können. Als Global Director of Efficiency and Productivity arbeitet Sie mit Ihrem Team weltweit an innovativen Ideen, um die Arbeitsabläufe ihres Arbeitgebers zu optimieren. Sie arbeiten bei der Symrise AG. Womit beschäftigt sich dieses Unternehmen? Kurz gesagt: Die Symrise AG ist ein globaler Anbieter von Duft- und Geschmackstoffen, kosmetischen Grund- und Wirkstoffen sowie funktionalen Inhaltsstoffen. Firmen, die beispielsweise Körperpflegeprodukte wie Shampoos, Duschgel oder Zahncreme, Haushaltsmittel wie Waschmittel und Putzmittel oder aber Nahrungsmittel wie süße oder salzige Snacks herstellen, kaufen diese, um sie in ihren Produkten zu verarbeiten. Ihre Berufsbezeichnung klingt beeindruckend: Sie sind Global Director of Efficiency and Productivity der Division Scent and Care. Aber was bedeutet das? Im Deutschen würde man darunter eine Abteilungsleitungs-Funktion verstehen. Da wir ein internationales Unternehmen sind und sich mein Team auf fast alle Kontinente verteilt, kommt der globale Aspekt noch hinzu. Der Zusatz der Effizienz und Produktivität weist auf meinen Verantwortungsbereich hin: Die Optimierung von Prozessen innerhalb des Unternehmens. …

Christian Dietze hat Informatik in Koblenz studiert und arbeitet heute für ein Tochterunternehmen der Telekom in Abu Dhabi. Im Interview erzählt er von seinem Weg in die Unternehmensberatung. Foto: Privat

Auf den Spuren von… Christian Dietze, Partner bei Detecon in Abu Dhabi

Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Christian Dietze stieg nach seinem Abschluss als Diplom-Informatiker am Campus Koblenz zunächst als Trainee bei der Deutschen Telekom ein. 16 Jahre später sitzt der 41-Jährige in seinem Büro in Abu Dhabi und koordiniert Telekommunikationsprojekte für die Telekom-Tochterfirma Detecon International.  Sie sind Partner bei der Detecon International GmbH: Wie sind Sie an den Job gekommen? Bei der Deutschen Telekom fing alles an. Nach meinem Abschluss in Informatik habe ich dort für 15 Monate an einem internationalen Führungs-Nachwuchsprogramm teilgenommen. In dieser Zeit habe ich viele verschiedene Unternehmensbereiche in Deutschland und im Ausland kennengelernt. Ich war in Bonn angestellt, hatte aber zum Beispiel eine dreimonatige Station bei T-Mobile in London. Im Anschluss an das Traineeprogramm konnte ich im Konzern bleiben und hatte in meinen Arbeitsbereichen immer einen starken Bezug zu den Themen Prozessmanagement und IT. Vor zehn Jahren habe ich dann bei der Firma Detecon angefangen – das steht für Deutsche Telekom Consulting. Als Unternehmensberatung der Telekom beraten wir sowohl unseren Mutterkonzern als auch Automobilunternehmen wie BMW, Porsche und Audi, aber auch Banken, …