Allgemein, Studis & ihre Nebenjobs
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Zeichenlehrerin an der Volkshochschule

Sandra Schönenberger liebt das Zeichnen und gibt ihr Wissen an einer Volkshochschule weiter. Foto: Privat. Sandra Schönenberger liebt das Zeichnen und gibt ihr Wissen an einer Volkshochschule weiter. Foto: Privat.

In diesem Teil der Serie “Studierende und ihre Nebenjobs” spricht die Landauerin Sandra Schönenberger über ihre Arbeit als Zeichenlehrerin. Sie leitet Kurse an einer Volkshochschule und lebt ihre Leidenschaft für die Kunst auch im Nebenjob aus.

Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei.

Wer sind Sie?

Mein Name ist Sandra Schönenberger, ich bin 22 Jahre alt und studiere im achten Semester Gymnasiallehramt mit den Fächern Kunst und Deutsch.

Was für einen Nebenjob machen Sie?

Ich bin seit drei Jahren als Dozentin für Zeichenkurse tätig und biete Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. In den Kursen greife ich deshalb sowohl praktische Übungen als auch theoretische Grundlagen auf. Hauptsächlich werden die Kurse von Erwachsenen besucht, aber manchmal sind auch Jugendliche dabei. Meistens besteht ein Kurs aus sieben bis zwölf Teilnehmern und findet zweimal im Jahr statt. Insgesamt dauert ein Kurs sechs Wochen.

Was sind Ihre Aufgaben?

Wichtig ist, den Unterricht zu planen und gut vorzubereiten. Ich muss immer verschiedene Übungen parat haben, um flexibel auf die Fähigkeiten der Teilnehmer eingehen zu können. Gute Vorbereitung heißt, aufeinander aufbauende Themen für die Doppelstunden zu finden und festzulegen. Die Kursteilnehmer brauchen natürlich auch ein gewisses theoretisches Grundlagenwissen. Da kann es vorkommen, dass ich geeignete Literatur bereitstellen muss, die den Teilnehmern das nötige Hintergrundwissen zur Zeichenpraxis vermittelt. Außerdem muss ich die praktischen Übungen vorbereiten und Material besorgen. Als Abschlussstunde des Kurses plane ich oft Portraitzeichnen ein. Dafür suche ich im Vorfeld ein männliches und ein weibliches Model. Das erhöht die Lernchance für die Teilnehmer und bietet ihnen mehr Abwechslung.

Manchmal zeichne ich auch selbst Details für den Kurs vor, um den Schülern zu zeigen, auf was sie achten sollen. Ich möchte ihre Fähigkeiten fördern und sie motivieren, auch mal Neues auszuprobieren. Während der Kurse stehe ich für Fragen bereit und gebe Hilfestellung beim Zeichen. Anschließend versuche ich, meinen Unterricht noch einmal zu reflektieren, um die Übungen für den nächsten Kurs zu optimieren.

Was bereitet Ihnen am meisten Freude bei dieser Arbeit?

Ich freue mich immer sehr, wenn ich andere fürs Zeichnen und die Kunst begeistern kann. Wenn ich mit meinem Unterricht Kreativität wecken und Talente fördern kann, ist das auch eine persönliche Bereicherung. Manchmal besuchen Jugendliche meine Kurse, die gerade dabei sind, eine Bewerbungsmappe für die Uni zusammenzustellen. Es reizt mich , ihnen neue Denkanstöße zu geben und zu sehen, welche Ideen sie dadurch entwickeln.

Wie kamen Sie an Ihren Nebenjob?

Ich habe früher einige Zeichenkurse besucht. Mir hat dabei aber die Vermittlung von Grundlagen und verschiedenen Techniken gefehlt. Erst in der Uni konnte ich mich in dieser Hinsicht weiter entwickeln. Jetzt möchte ich mein Wissen weitergeben.

Was verdienen Sie bei diesem Nebenjob?

Das Gehalt variiert je nach Kursangebot, Dauer und Anzahl der Teilnehmer.

Kann man diesen Job weiterempfehlen? Braucht man bestimmte Voraussetzungen dafür?

Eine gewisse Erfahrung im Unterrichten sollte man schon mitbringen. Kreativ zu sein ist auch von Vorteil, da man immer wieder neue Übungen entwickeln muss. Generell ist der Job auf empfehlenswert, wenn man es aus Freude an der Sache und am Lehren tut. Mir macht es Spaß, mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu kommen. Die tollen Rückmeldungen am Ende des Kurses und die Entwicklungsschritte der Teilnehmer zu begleiten sind immer wieder eine tolle Erfahrung.

Wie „studienkompatibel“ ist Ihre Arbeit? Bitte vergeben Sie Sterne von 1 bis 5

Dass man die Kurstermine selbst festlegen kann und diese am Abend oder in den Ferien stattfinden, ist ein großer Vorteil. So kollidieren die Termine nicht mit Seminaren in der Uni. Ein kleiner Nachteil ist, dass die Kurse weit im Voraus angemeldet werden müssen. Deshalb kann man häufig schlecht einschätzen, ob eventuell doch Univeranstaltungen anstehen. Weil der Verdienst zwar gut, aber für die Planungs- und Vorbereitungszeit etwas zu niedrig ist, vergebe ich insgesamt 4 Sterne.

Carolin Höring

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