Studis & ihre Nebenjobs
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Als Fitnesstrainerin fit durch den Uni-Alltag

Lehramtsstudentin Simone Da Silva arbeitet nebenbei als Trainerin in einem Fitnessstudio. Foto: Carolin Höring Lehramtsstudentin Simone Da Silva arbeitet nebenbei als Trainerin in einem Fitnessstudio. Foto: Carolin Höring

In diesem Teil der Serie “Studierende und ihre Nebenjobs” spricht Simone Da Silva über ihre Arbeit als Trainerin und Kursleiterin im Fitnessstudio. Dort hält sie sich fit und freut sich nach stressigen Uni-Tagen auf einen sportlichen Ausgleich.

Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. UniBlog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei.

Wer sind Sie?

Ich bin Simone Da Silva und studiere im siebten Semester Lehramt mit dem Schwerpunkt Grundschule in Landau.

Was für einen Nebenjob machen Sie?

Seit einigen Jahren arbeite ich als freiberufliche Fitnesstrainerin in einem Fitnessstudio in Kaiserslautern. Dort leite ich verschiedene Kurse, bei denen oft viele Teilnehmer mitmachen. Die Kurse finden zwei bis drei Mal wöchentlich statt und dauern je zwei Stunden.

Was sind Ihre Aufgaben?

Da ich verschiedene Kursformate anbiete, muss ich mich immer individuell auf die Stunden vorbereiten. Zu meinem Repertoire gehört zum Beispiel das Power Workout/Bodyforming, die Step-Aerobic und Capoeira-Fit. Konkret heißt das, dass ich eine Auswahl bestimmter Übungen treffen und dazu passende Choreographien entwickeln muss. Gute und abwechslungsreiche Musik darf natürlich nicht fehlen, damit sich die Kursteilnehmer nicht langweilen. Während den Kursen gehört es zu meinen Aufgaben, alle Teilnehmer zu motivieren und ihnen Spaß an der Bewegung zu vermitteln. Am Ende soll jeder mit einem guten Gefühl nach Hause gehen und stolz auf sich sein.

Was bereitet Ihnen am meisten Freude bei dieser Arbeit?

Der Kontakt zu den Kursteilnehmern und deren positive Rückmeldung gibt mir jedes Mal ein gutes Gefühl. Besonders am Ende einer Stunde bin ich sehr zufrieden, wenn ich die Gruppe motivieren konnte und einige vielleicht sogar dazu bewegt habe, ihre eigenen Grenzen zu überwinden. Auch wenn ich eine Choreografie erfolgreich beigebracht habe, ist das jedes Mal ein kleines Erfolgserlebnis – für die Gruppe und mich persönlich.

Wie kamen Sie an Ihren Nebenjob?

Freude am Sport hatte ich schon immer. Irgendwann bekam ich aber Lust, nicht mehr nur Teilnehmerin zu sein, sondern selbst Trainerin zu werden. Am meisten hat mich dabei gereizt, dass ich so eigene Ideen und Vorlieben, zum Beispiel bei der Musik, mit einbringen kann. Als mich dann plötzlich der Fitnessstudio-Inhaber angesprochen hat, ob ich Interesse hätte, selbst Trainerin zu werden, habe ich das Angebot gerne angenommen.

Was verdienen Sie bei diesem Nebenjob?

Je nach Kurs und Arbeitgeber kann das Gehalt ganz verschieden sein. Generell liegt es bei ungefähr 13 bis 21 Euro pro Stunde.

Kann man diesen Job weiter empfehlen? Braucht man bestimmte Voraussetzungen dafür?

Ich persönlich würde diesen Job auf jeden Fall weiter empfehlen, weil er Spaß macht, abwechslungsreich ist und vor allem fit hält. Allerdings ist er auch mit hohen Investitionskosten verbunden, da die Aus- und Weiterbildungen kostenpflichtig sind und man immer wieder neue, professionelle CDs braucht. Auf Dauer muss man seinen Kursteilnehmern nämlich Abwechslung bieten. Grundvoraussetzung für den Job ist natürlich, dass man sportlich ist, Lust an der regelmäßigen Bewegung hat und gerne mit Menschen zusammenarbeitet. Um einen Kurs selbstständig leiten zu können, braucht man außerdem die B- und C- Lizenz in den Group-Fitness-Bereichen Aerobic, Step und Workout.

Wie „studienkompatibel“ ist Ihre Arbeit? Bitte vergeben Sie Sterne von 1 bis 5

Weil die Kurse meistens abends oder am Wochenende stattfinden, kollidieren die Arbeitszeiten nur sehr selten mit Vorlesungen und Seminaren an der Uni. Von daher ist der Job durchaus studienkompatibel und lässt auch während den Prüfungsphasen in jedem Fall genug Zeit zum Lernen. Außerdem ist er ein guter körperlicher Ausgleich zum Uni-Alltag. Einen kleinen Abzug gibt es also nur wegen der Kosten. Deshalb vergebe ich 4 Sterne.

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