Studis & ihre Nebenjobs
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Eine Ansprechpartnerin für Internationals

Charlotte Roggenbruck studiert Kulturwissenschaft und hat für sich den perfekten Nebenjob gefunden: Im Welcome Center sammelt sie spannende Berufserfahrungen. Foto: René Lang Charlotte Roggenbruck studiert Kulturwissenschaft und hat für sich den perfekten Nebenjob gefunden: Im Welcome Center sammelt sie spannende Berufserfahrungen. Foto: René Lang

Charlotte Roggenbuck arbeitet in ihrem Job international: Als Mitarbeiterin des Welcome Centers der Universität in Koblenz betreut sie ausländische Studierende, die an den Campus Koblenz kommen und lernt so interessante Menschen aus aller Welt kennen. Offenheit und Toleranz sind ihr dabei besonders wichtig.

Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei.

Wer sind Sie?

Mein Name ist Charlotte Roggenbuck, ich bin 27 Jahre alt und studiere im sechsten Mastersemester Kulturwissenschaft am Campus Koblenz. Zuvor habe ich meinen Bachelor in Skandinavistik und Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin gemacht.

Was für einen Nebenjob machen Sie?

Ich bin seit September des vergangenen Jahres im Welcome Center am Campus Koblenz als studentische Hilfskraft tätig. Dabei geht es hauptsächlich um die Unterstützung von internationalen und Erasmus Studierenden bei der Einschreibung an der Universität, der Wohnungssuche und Behördengängen. Außerdem organisieren wir zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema International.

Was genau sind Ihre Aufgaben?

Momentan betreue ich das Buddy-Programm. Wie in einer Patenschaft soll dabei jeder internationale Studierende einen Studierenden zur Seite gestellt bekommen, der sich bereits am Campus sowie in Koblenz auskennt und bei Problemen hilft. Meine Aufgabe ist es, für das Buddy-Programm zu werben und die Freiwilligen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen. Abgesehen davon organisiere ich Exkursionen, das International Dinner und das Sprachencafé in Zusammenarbeit mit dem Universitären Sprachenzentrum. Ich pflege unsere Social Media Kanäle und bin Ansprechpartnerin der internationalen Studierenden. Alle Fragen können an mich gestellt werden, von der deutschen Mülltrennung bis zur Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung.

Was bereitet Ihnen am meisten Freude an dieser Arbeit?

Ich finde es bereichernd, mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenzuarbeiten. Außerdem unterhalte ich mich gerne auf Englisch. Seit ich hier angefangen habe, sind meine Sprachkenntnisse noch besser geworden. Am Campus spreche ich kaum noch Deutsch, weil ich ständig internationale Studierende treffe.

Sind Sie selbst international unterwegs?

Nicht so sehr, wie man denken mag. Ehrlich gesagt war ich noch nie außerhalb von Europa. Bisher hat es mich immer nach Skandinavien verschlagen. Ich liebe die Städte dort und die herzliche Art der Menschen. Zuletzt war ich in Finnland. Mittlerweile möchte ich aber auch weiter weg. Das liegt nicht zuletzt an meinem derzeitigen Job und den Erzählungen der internationalen Studierenden.

Wie haben Sie Ihren Nebenjob gefunden?

Bevor ich als studentische Hilfskraft eingestellt wurde, war ich selbst als Buddy tätig und habe über mehrere Semester vier Studierende betreut. Als die Stelle frei wurde, habe ich mich spontan beworben und wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Einige Gesichter und der ungefähre Arbeitsablauf waren mir bereits bekannt. Es hat einfach gut gepasst.

Was verdienen Sie bei diesem Nebenjob?

Ich arbeite wöchentlich zehn Stunden, wobei ich etwa 500 Euro im Monat verdiene.

Kann man diesen Job weiterempfehlen? Braucht man bestimme Voraussetzungen dafür?

Es ist wichtig, offen, unvoreingenommen und respektvoll mit anderen Kulturen und deren Sitten umzugehen. Man sollte keine Scheu davor haben, mit Menschen in Kontakt zu treten. Genauso wenig sollte man Angst davor haben, Englisch zu sprechen. Aber es gibt ja ausreichend Möglichkeiten, um die eigene interkulturelle Kompetenz zu testen. Etwa über das BuddyProgramm oder den Besuch des International Dinner, das für alle Studierenden offen ist. Erfüllt man diese Bedingungen, kann ich den Job auf jeden Fall weiterempfehlen.

Wie “studienkompatibel” ist Ihre Arbeit? Bitte vergeben Sie Sterne von 1 bis 5 (5 Sterne = superkompatibel).

Kommt darauf an, in welchem Stadium des Semesters man sich gerade befindet. Zu Semesterbeginn ist viel Einsatz gefragt, weil viele internationale Studierenden am Campus ankommen. Hier braucht man definitiv Organisationstalent. Am Ende des Semesters und in der vorlesungsfreien Zeit wird es ruhiger. Da sich der Arbeitsplatz am Campus befindet, ist man schnell in den Veranstaltungen, der Bibliothek oder Mensa. Aus diesem Grund gibt es von mir fünf Sterne.

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