Kolumne
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Terminchaos und Spontanitätsprobleme

Manchmal geht es im Leben so turbulent zu wie auf dem Rummel. Campus-Reporterin Anna Maria Junghänel schafft trotz vollem Terminkalender Platz für Spontanität und Spaß. Foto: unsplash/Daniel Roe Manchmal geht es im Leben so turbulent zu wie auf dem Rummel. Campus-Reporterin Anna Maria Junghänel schafft trotz vollem Terminkalender Platz für Spontanität und Spaß. Foto: unsplash/Daniel Roe

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute geht Anna Maria Junghänel der Frage nach, wie man trotz vollem Terminkalender spontan bleibt.

Terminkalender, Notizzettel, Erinnerungsapps und Pinnwände – vor mir ist kein Hilfsmittel sicher, Hauptsache es erinnert mich an Termine und koordiniert sie. Ich möchte am liebsten alles gleichzeitig machen: Freunde, Familie, Uni und Nebenjob unter einen Hut bekommen und vielleicht auch ab und zu mal nichts tun. Aber will man eigentlich noch so verplant und unflexibel sein? Plädieren nicht alle für Spontanität und Flexibilität?

Morgen, 18 Uhr: Spaß und Spontanität?

Ich gebe zu, die ungeplanten Abende sind rückblickend betrachtet meist die besten. Schöne Erinnerungen entstehen eben nicht nach Plan. Man kann sich so oft man will in seinen Terminplaner eintragen, dass man Spaß hat, doch damit das wirklich passiert, bedarf es natürlich etwas mehr, als einen freien Platz in der Wochenübersicht. Und selbst wenn man Lücken im Terminplaner lässt: Wer sagt denn, dass auch alle anderen im Umfeld spontan sind? In meinem Freundeskreis werden mittlerweile Doodle-Umfragen erstellt, um einen gemeinsamen Termin zu finden. Hier gewinnt der größte gemeinsame Nenner. Das klingt kompliziert und so gar nicht nach Spaß und schönen Erinnerungen, sondern eher nach Stress und Zeitplan.

Der Selbstversuch: Planung mal anders

Um mich selbst zu mehr Spontanität zu zwingen, startete ich vor einiger Zeit einen kleinen Selbstversuch: Ich habe mal nichts aufgeschrieben und alles auf mich zukommen lassen. Die Folgen? Ständig dachte ich, ich hätte was vergessen und meistens war es auch der Fall. Es mag bestimmt Menschen geben, die all ihre Termine aus dem Kopf unter einen Hut bekommen, ich zähle leider nicht dazu. Also begann ich wieder, die wichtigsten Termine aufzuschreiben und dazwischen Freiräume für spontane Verabredungen zu lassen. Dabei hatte ich dann öfter das Problem, dass Freunde genau an meinen freien Tagen keine Zeit hatten.

Wie sieht also die perfekte Lösung aus? Am Ende ist es wahrscheinlich eine individuelle Entscheidung: Manche brauchen keinen Terminplaner und erinnern sich so oder so an ihre Termine, andere notieren sich alles und vergessen trotzdem so einiges. Schließlich steckt das Leben voller Überraschungen und manche Dinge sind einfach nicht vorhersehbar. Ich bleibe auf jeden Fall bei meiner durchgeplanten Variante, denn sie schützt mich vor kleineren und größeren Katastophen. Deshalb habe ich mir angewöhnt, meinen Terminplaner immer dabei zu haben und spontane Termine, die ich aus Lust und Laune zusage, fest zu notieren. Die Mischung macht es eben und ab und zu ein bisschen spontan zu sein, ist so gar nicht mehr so schwer.

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