Alle Artikel mit dem Schlagwort: Promotion Koblenz

Rebekka Smuda forscht in ihrer Dissertation zum alltäglichen Umgang mit Körperhaar. Für die Datenerhebung nutzte sie ein Kosmetikstudio. Foto: Jan Reutelsterz

Feldforschung im Kosmetikstudio: Eine haarige Angelegenheit

Glatt rasiert oder Zottelmähne? Rebekka Smuda beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit dem alltäglichen Umgang mit Körperhaaren. Ihre Daten sammelte die Geschlechterforscherin im Feld während eines Praktikums in einem Kosmetikstudio. Sie weiß: Wer zu einem so privaten Thema forscht, muss Grenzen respektieren und Vertrauen schaffen. Beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Meine Dissertation trägt den Titel (un)behaart – Das Haar als Umschlagstelle von Innen und Außen. Da ich mich auf den alltäglichen Umgang mit Körperhaaren als kulturelle Praktik konzentriere, forsche ich ethnografisch. Meine Daten erhebe ich im Feld, also im aktiven Austausch mit meinen Forschungspartnern, um sie anschließend zu analysieren. Das war zunächst schwierig, weil es sich dabei um ein sehr persönliches und individuelles Thema handelt. Gegenseitiges Vertrauen ist der Schlüssel. Einen geeigneten Zugang habe ich in einem Kosmetikstudio gefunden, wo ich …

Sebastian Eberz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Campus Landau. Der Diplom-Informatiker setzt sich mit unerfahrenen Enterpreneuren auseinander. Foto: Jan Reutelsterz

Entrepreneurship: Die Kunst des Gründens

Ohne Erfahrung zum finanziellen Erfolg? Sebastian Eberz beschäftigt sich in seiner Dissertation mit dem Verhalten und der Persönlichkeit von unerfahrenen Gründern. Welche Charaktereigenschaft löst beim Entrepreneur welche Handlung aus? Der 35-jährige Diplom-Informatiker absolvierte seine Promotion 2017. Seit 2011 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Campus Koblenz und lebt seine Begeisterung für die Lehre. Womit haben Sie sich konkret in Ihrer Dissertation beschäftigt? Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Meine Dissertation trägt den Titel Effectuation oder Causation? Der Einfluss der Persönlichkeit unerfahrener Entrepreneure. Dabei habe ich mir die Frage gestellt, wie sich Menschen verhalten, die noch nie zuvor gegründet haben. Also keine Vorerfahrung mitbringen, was den Start eines eigenen Unternehmens betrifft. Den Aspekt der Persönlichkeit habe ich mithilfe des Trait-Ansatzes aus der Psychologie verfolgt. Dieser geht davon aus, dass jeder Mensch gewisse Charaktereigenschaften besitzt, die ihn auszeichnen. Aber …

Promovendin Madlen Gerke an der Nister. Hier führt sie ihr Freilandexperiment durch. Foto: Jan Reutelsterz

Angewandte Forschung im Freien

Beruflich gegen den Strom: Madlen Gerke ist Doktorandin in der Projektgruppe Aquatische Ökologie. In der Freilandsaison watet sie oft durch die Nister, die sich durch den Westerwald schlängelt. Kilometer um Kilometer geht es stromaufwärts, Fische fangen. Gerke erforscht, wie negative Folgen der Nährstoffbelastung in Flüssen mithilfe von Fischen ausgeglichen werden können. Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Ich versuche herauszufinden, inwieweit die Qualität von nährstoffbelastetem Gewässer durch Nahrungsnetzsteuerung verbessert werden kann. Hintergrund ist die Belastung durch Landwirtschaft und kommunale Abwässer. Durch diese kommt es zu einem Überschuss an Nährstoffen in fließenden Gewässern. Das führt wiederum zu einer erhöhten Bildung von bestimmten Algen, die das Kiesbett verstopfen und somit ein Problem für im Kies laichende Fische darstellen. Die Nährstoffbelastung lässt sich nur mit erheblichem Aufwand verringern. In meiner Forschung beschäftige …

Forscht im Bereich der Didaktik, um den Biologieunterricht zu verbessern: Doktorand Christian Alexander Scherb. Foto: Philipp Sittinger

Strategien für den Biounterricht

Christian Alexander Scherb hat eigentlich Biologie und Geographie auf Lehramt studiert. Im Laufe des Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für die Forschung und entschied sich für eine Promotion statt für den Schulalltag. Mit Schülern hat er trotzdem zu tun: Für seine Doktorarbeit erarbeitet er mit ihnen Unterstützungskonzepte für den Biologieunterricht. Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? In meiner Dissertation geht es darum, zu erkennen, welche Schwierigkeiten sich bei Schüler zeigen, die im Biologieunterricht naturwissenschaftliche Repräsentationen anfertigen. Dabei kann es sich um mikroskopische Zeichnungen oder um Abfolgediagramme handeln. Während  die Schüler zeichnen, werden sie gefilmt. Diese Videoaufnahmen werden von mir und einem weiteren Mitarbeiter ausgewertet. In einer zweiten, darauf aufbauenden Studie möchte ich verschiedene Strategien testen, um auftretende Schwierigkeiten zu vermindern oder bestenfalls gar nicht erst aufkommen zu lassen. …

Anna-Maria Renner erforscht in ihrer Promotion, wie man als weiblicher Politiker von Emotionen profitieren kann. Foto: René Lang

Emotionen in der Politik

Welche Emotionen zeigen weibliche Politiker im öffentlichen Raum? Und welche Auswirkungen hat es auf die Wahrnehmung der Wähler, wenn sie es tun? Anna-Maria Renner beschäftigt sich in ihrer Promotion mit dem Zusammenspiel von Emotionen und Politik. Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Meine Dissertation trägt den Titel Beyond the double bind – Prevalence & Effects of Female Politicians‘ Emotions. Da ich kumulativ promoviere, kann ich mich auf mehrere Fragestellungen konzentrieren. Anstatt eine zusammenhängende Abhandlung zu verfassen, muss ich mehrere Zeitschriftenaufsätze veröffentlichen, die thematisch zusammenhängen. Fragestellungen meiner Aufsätze sind beispielsweise: Inwiefern beeinflussen Geschlechter-Stereotype die Wirkung der Emotionen von Politikerinnen auf die Wählerschaft? Und entsprechen die Emotionen von Politikerinnen, die sie im Fernsehen zeigen, genderstereotypen Erwartungen?  Um diese Fragen zu beantworten, analysiere ich zum Beispiel TV-Auftritte von Politikerinnen in Talkshows …

Florian Rosings Forschung gilt Menschen, die in extremen Situationen Verantwortung übernehmen und über sich hinauswachsen. Foto: René Lang

Führungsverhalten im Notfall

In Extremsituationen bauen wir auf die Kompetenz professioneller Rettungskräfte. Welche Fähigkeiten Führungspersonen besitzen müssen, um im Worst Case richtig handeln zu können, erforscht Florian Rosing, Doktorand in der Sozial- und Organisationspsychologie am Campus Koblenz. Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Ich setze mich in meiner Dissertation mit Führungsverhalten in Extremsituationen auseinander. Extremsituationen lassen sich als Gefahrenlage beschreiben, bei der Menschen an ihr Limit gehen und sogar darüber hinaus. Feuerwehrleute kommen zum Beispiel bei einem Wohnungsbrand in solch eine Extremsituation. Führungskräfte haben hierbei die Aufgabe, alle Maßnahmen zur Abwehr der Gefahren und zur Begrenzung der Schäden zu veranlassen. Dabei tragen Führungskräfte große Verantwortung für die Sicherheit und die Gesunderhaltung aller Beteiligten im Einsatz – für die der Einsatzkräfte, wie auch für die der Betroffenen. Ich gehe der Frage nach, …