Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kommunikation

Im Forschungsschwerpunkt KoMePol untersuchen vier Fachdisziplinen das Vertrauen in die Medien, in politische Institutionen und in webbasierte Plattformen politischer Partizipation. Foto: Colourbox.de

KoMePol: Forschung ins Vertrauen

Die Sonntagsfrage, Online-Petitionen, der gemeinsame Fernsehabend zum TV-Duell: Nie war es einfacher, sich als Normalbürger vom Sofa aus über Politik zu informieren und sich an politischen Prozessen zu beteiligen. Aber wie groß ist unser Vertrauen in die Politik und die Möglichkeiten der Partizipation? Diese und andere Fragen beleuchtet ein Team aus Wissenschaftlern im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Kommunikation, Medien und Politik, kurz KoMePol, an der Universität Koblenz-Landau. Die Kompetenz von vier Fachbereichen in einer Forschungsinitiative gebündelt – das ist KoMePol, ein seit fünf Jahren bestehendes interdisziplinäres Projekt von Wissenschaftlern aus den vier Fachbereichen Psychologie, Kommunikationswissenschaft und Politikwissenschaft am Campus Landau sowie der Informatik am Campus Koblenz. Gefördert durch die Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz erhielten bisher 27 Wissenschaftler, davon 17 Nachwuchswissenschaftler, die Möglichkeit, sich in elf verschiedenen Teilprojekten zu beteiligen. “Das Themenspektrum reicht von klassischer politischer Kommunikation und Kommunikationspsychologie über Forschung zu modernen Webtechnologien bis hin zu Wahl- und Einstellungsforschung”, erklärt Dr. Evelyn Bytzek, Politikwissenschaftlerin am Campus Landau. Forschung verbindet Das zentrale Interesse von KoMePol liegt in der Verknüpfung der Disziplinen: “Verbindendes Element zwischen allen Projekten ist ein gemeinschaftlich …

Das „KuS“-Team: Astrid Krämer, Jun.-Prof. Dr. Markus Scholz, Dr. Anette Damag, Kathrin Haag und die Leiterin Prof. Dr. Annette Kracht (v.l.), Foto: KuS

Kinder fördern und sich für den Lehrerberuf qualifizieren

Prof. Dr. Annette Kracht hat im vergangenen Jahr die Praxisstelle Kommunikation und Sprache (KuS) eröffnet. Hier haben Studierende der Sonderpädagogik aus den Studiengängen des Förderschullehramts und der Erziehungswissenschaft die Möglichkeit, sich auch praxisbezogen zu qualifizieren. Neben der Förderarbeit mit Kindern können sie sich zum Beispiel auch in Bereichen der Eltern- bzw. Lehrerberatung engagieren. „Das Angebot der Praxisstelle schließt eine große Lücke in der Lehrerbildung“, erklärt  Prof. Dr. Kracht, Gründerin und Leiterin der Einrichtung, zum einjährigen Bestehen der Praxisstelle. Da es im Lehramtsstudium nur wenige praktische Studienanteile gebe, stelle KuS eine sinnvolle Ergänzung für Studierende dar, die sich in besonderer Weise auf ihr späteres Berufsleben vorbereiten möchten. Derzeit bietet die Praxisstelle insgesamt 30 Studierenden die Möglichkeit, sich eigenverantwortlich in die Förderarbeit mit Kindern einzubringen. Voraussetzung für eine Mitarbeit ist ein Studium des Lehramtes an Förderschulen oder der Erziehungswissenschaft mit Schwerpunktsetzung in der Sonderpädagogik. Schwerpunkte der praktischen Arbeit von Studierenden bilden die Förderung bei Problemen der mehrsprachigen Entwicklung und Erziehung von Kindern, die Unterstützung von wenig oder nicht-sprechenden Kindern, aber auch die Begleitung bei Problemen des Essens, Trinkens …

Politik 2.0: Tagung zur “Politischen Kommunikation im Wandel”

Open Petition, Wikileaks und Liquid Feedback: Die  sozialen Medien prägen längst den politischen Alltag, Entscheidungsprozesse und neue politische Bewegungen. Die Jahrestagung der Fachgruppe “Mediensprache und Mediendiskurse” der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) widmet sich vom 20. bis 22. Februar aktuellen Wandlungsprozessen in der politischen Kommunikation. Politiker bloggen und tweeten, um Bürgern näher zu sein und auch neue politische Bewegungen wie “Anonymous” wären nicht ohne Facebook und Co. denkbar. “Wir erleben derzeit eine umfassende Mediatisierung der Politik und damit einhergehend neue Formen der politischen Kommunikation und Partizipation”, betont Dr. Michael Klemm, Professor für Medienwissenschaft am Institut für Kulturwissenschaft der Universität in Koblenz und Ausrichter der Tagung. “Über 90 Prozent der Bundestagsabgeordneten sind in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter aktiv und treten unmittelbar mit Bürgern in Kontakt. Aber was heißt das für die Demokratie?” Neben der Fragestellung, wie Onlinemedien das Verhältnis zwischen Politikern und Bürgern verändern, fokussiert die Tagung beispielsweise die audiovisuelle Inszenierung von Politikern. Wie stellen sich Politiker und Parteien in Fotos und Videos dar und wie transportieren sie Glaubwürdigkeit, Kompetenz und Volksnähe? …