Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kolumne

Heute schreibt Campus-Reporterin Nina Seel. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Im Puzzlefieber

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute taucht Nina Seel in eine ihrer Lieblingbeschäftigungen ein, die nur im Winter Saison hat. Seit ich denken kann, gehören die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr dem Puzzlefieber. Der große Puzzleschrank wird geöffnet und Puzzle um Puzzle wird zu Tage befördert. Aber warum ist Puzzlen so faszinierend? Eigentlich handelt es sich doch um die klassischste Form der Sisyphos-Arbeit, bei der man immer wieder mit derselben Aufgabe von vorne beginnt. Einmal fertiggestellt, wird das Puzzle kurzum wieder zerstört und zurück in den Karton geräumt. Denn ich gehöre nicht zu der Fraktion, die fertige Puzzles aufklebt, um sie gerahmt an die Wand zu hängen – da fallen mir wesentlich hübschere Deko-Elemente als Wand-Verzierung ein. Warum also habe ich Spaß daran, dieselben Teile immer und immer wieder an die gleichen Stellen zu legen und ineinander zu verhaken, um sie kurz darauf wieder auseinanderzupflücken?

Heute schreibt Campus-Reporterin Hannah Wagner. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Früher war alles besser?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute fragt sich Hannah Wagner, ob früher tatsächlich alles besser war.  Früher war alles besser: Weltklima, Musik, Mode, Benzinpreise, soziale und gesellschaftliche Werte akzeptiert, die Politik glaubhaft und Kommunikation noch echt. Nicht umsonst erleben wir in allen Branchen Retro und Vintage-Trends, angefangen von Karottenhosen über Schallplatten und Designer-Ost-Möbel bis hin zu nostalgischen Rückerinnerungen in Politik und Gesellschaft an die Zeit, als das Weltgeschehen noch geregelt war. Was es in diesem ominösen Früher auch gab: Prepaid-Handys mit Ausklapp-Antenne und minikleine Schwarz-Weiß-Bildschirme, Computer so schwer wie ein kleiner Elefant und Internet, das minutenweise abgerechnet wurde und monatlich zu Diskussionen mit den Eltern führte, die einfach nicht verstehen wollten, warum ICQ notwendig ist. Internet als Segen im Studium Jetzt, wo ich wieder fleißig studiere, preise ich einmal mehr mein Smartphone, den Laptop und vor allem dieses göttliche Portal: das Internet (schnell, mobil und unlimitiert). Bei aller Liebe für Vintage und Nachhaltigkeit, beim Studieren kann ich auf Oldschool verzichten. Da liest man zum Beispiel einen …

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Engemann. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Mein Papierkalender – eine Liebeserklärung

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute schreibt Lisa Engemann über ihre Liebe zu analoger Lebensplanung. Mein fünftes Semester ist in vollem Gange. Ich befinde mich in der Hochphase meines Studiums, in der die letzten Module darauf warten, abgeschlossen zu werden. Auch meine Kommilitonen stöhnen: “Dieses Semester ist so anstrengend.” Nicht nur wir Studierende erleben Zeiten, in denen man so viele verschiedene Projekte im Kopf hat, dass man kaum den Überblick behalten kann. So frage ich mich, wie jemand überhaupt ohne dieses eine Utensil überleben kann: Den Kalender. Es gibt tatsächlich Menschen, die ihr Leben ohne diese wunderbare Erfindung auf die Reihe kriegen. Ich gehöre definitiv nicht dazu. Horrorszenarien eines Verlustes Ich könnte meinen Tag auf dem Smartphone oder Laptop planen, aber ich traue der digitalen Form eines Kalenders nicht. Was wäre, wenn die App abstürzt, der Speicher den Geist aufgibt oder Microsoft gehackt wird? Unvorstellbar, mein Leben würde völlig aus den Fugen geraten: Ich würde planlos umherirren und nur noch dumme Fragen stellen, wann …