Alle Artikel mit dem Schlagwort: Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik

Berend Barkela ist Doktorand am Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik in Landau. Wir haben ihn in seiner Wohnung besucht. Fotos: Philipp Sittinger

Würste statt Pinkel: So lebt Berend Barkela in seinem Landauer Altbau

Berend Barkela ist Doktorand am Campus in Landau und schreibt seine Dissertation am Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik. Neben seinen Kochkünsten zeichnen ihn vor allem seine Socken aus. Ist Ihre Wohnung typisch für das Zuhause eines Doktoranden? Dazu habe ich keine Daten (lacht). Doktoranden wohnen hier sonst nicht in so großen Wohnungen, weil sie meist weniger Kinder haben als ich. In Berlin zum Beispiel wohnen Doktoranden wiederum mit mehr Kindern in kleineren Wohnungen, weil die Mieten so hoch sind. Was haben Sie verändert, bevor wir angekommen sind? Ich habe den Müll runtergebracht, damit meine Frau stolz auf mich sein kann, sobald sie nach Hause kommt. Ihr Markenzeichnen sind ja die unterschiedlichen Socken, die sie tragen. Findet sich so etwas in Ihrer Wohnung wieder? Ich bin ein Punk, daher die unterschiedlichen Socken. Außerdem ist es morgens einfacher, weil man nicht so lange nach Socken suchen muss. Ich habe eine große Sockenkiste, da greife ich zwei Mal rein – und fertig. Noch bunter als meine Socken sind nur meine Hemden. Welche Ecke mögen Sie in Ihrer Wohnung …

Andere Länder, andere Sitten: Forscher der Universitäten Koblenz-Landau und Haifa untersuchen das Mediennutzungsverhalten in Deutschland und Israel. Foto: Rawpixel/Unsplash

Israel vs. Deutschland: Wer nutzt Medien wie?

Während die deutschen Medien hierzulande einen seriösen Ruf genießen, bringen Israelis ihren Medien nur wenig Vertrauen entgegen. Warum sich die Einstellung zu Medien und ihre Nutzung in den beiden Ländern so stark unterscheidet, untersucht ein Team aus Wissenschaftlern der Universität Koblenz-Landau, der Universität Haifa und der University of Amsterdam. Bereits seit 2015 besteht eine intensive Kooperation zwischen dem Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik (IKM) in Landau und dem Department of Communication der Universität Haifa. Die Mitarbeitenden der Universitäten interessieren sich für die Frage, wie der Konsum politischer Nachrichten mit dem Vertrauen in Medien und in Politiker zusammenhängt. Innerhalb der Kooperation von Professor Yariv Tsfati auf israelischer sowie Professorin Michaela Maier und Assistant-Professor Lukas Otto auf deutscher Seite, sind bereits mehrere Studien zur Frage entstanden, wie Menschen politische Inhalte auswählen und die Rezeption welcher Medieninhalte politisches Vertrauen beeinflussen können. “Israel und Deutschland bieten sich als Vergleichsländer an. Obwohl die Mediensysteme und das politische System theoretisch ähnlich sind, unterscheiden sie sich in ihren Einstellungen gegenüber Medien und Politik sowie in ihren Medieninhalten und Mediennutzung erheblich”, erklärt Otto, der mittlerweile vom …

Irgendwie bin ich der Einzige, der in der Bibliothek sitzt und lernt, oder? - Das Leben der Anderen sieht in den sozialen Netzwerken immer fantastisch aus. Fotos: Unsplash/Jacob Owens/Toa Heftiba

Mein Urlaub, meine Party, mein neuer Dress: Sozialer Neid bei Facebook

Wenn man auf Facebook tolle Bilder von seinen Freunden sieht, kann einen das schnell mal neidisch machen. Johannes Knauer hat sich in seiner Bachelorarbeit mit dem Phänomen des Sich-Miteinander-Vergleichens in sozialen Netzwerken beschäftigt. Wer sind Sie und was studieren Sie? Mein Name ist Johannes Knauer und ich studiere Psychologie im 8. Bachelorsemester. Was ist das Thema Ihrer Abschlussarbeit? Die Serie Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen? Studierende berichten. Alle Artikel aus dieser Serie In meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit sozialen Vergleichen auf sozialen Netzwerkseiten beschäftigt. Dabei hat mich interessiert, wie sich diese Vergleiche mit anderen auf das Wohlbefinden der Nutzer sozialer Medien auswirken. Es gibt dazu bereits einige korrelativen Studien, das heißt, es wurden Zusammenhänge zwischen der Nutzung sozialer Netzwerke und Wohlbefinden gefunden. Allerdings darf man auf Grundlage dieser Studien keine Kausalschlüsse ziehen. Man …

Der Forschungsroboter Roboy ist das Herzstück der Studie. Der Einsatz von Robotern zu psychologischen Forschungszwecken ist noch immer eine Besonderheit. Foto: Martina Mara

Roboter und künstliche Intelligenz: Unheimliche Faszination

Die Zukunft der Menschheit liegt in der Robotik. Schon jetzt nehmen uns computergesteuerte Maschinen Arbeit ab und intelligente Systeme erleichtern den Alltag. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen: Markus Appel, Professor für Medienpsychologie am Campus Landau, untersucht, wie Menschen Roboter wahrnehmen und ob sie humanoide Roboter als helfende Hand akzeptieren oder ablehnen. Obwohl sie aus Plastik, Metall und Drähten zusammengebaute Maschinen sind, sind sie offenbar clever und können Dinge, die Menschen auch tun. Sie führen mechanische Bewegungen aus und erledigen kleine Aufgaben. Kannte man Roboter einst nur aus Film und Fernsehen, sollen sie in naher Zukunft Teil unseres Alltags werden, zum Beispiel als Haushaltsassistenten oder in Krankenhäusern und im Pflegebereich. Für uns Menschen ist die künstliche Intelligenz der Roboter faszinierend und unheimlich zugleich: “Wir begeistern uns für Außergewöhnliches und für Dinge jenseits des Menschseins. Wir mögen Horrorfilme, Krimis und im Allgemeinen Dinge, die außerhalb des alltäglichen Lebens geschehen. Zombies und andere Halbwesen üben eine gruselige Faszination auf uns aus”, erklärt der Landauer Medienpsychologe Prof. Dr. Markus Appel. Grund dafür ist, dass uns diese Kreaturen einerseits ähneln, sich andererseits …

Psychologie-Studentin Annika Raff hatte Mut zu einem brisanten Thema und beschäftigte sich in ihrer Abschlussarbeit mit Sexting. Foto: Schreiner

Abschlussarbeiten: Sexting unter Jugendlichen

Geflirtet wird heute nicht mehr nur im persönlichen Gespräch mit Worten und Blicken, sondern auch digital über Snapchat, E-Mail und WhatsApp. Die Psychologiestudentin Annika Raff hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema Sexting, dem digitalen versenden freizügiger Bilder, beschäftigt. Dazu hat sie fast 300 Jugendliche befragt. Wer sind Sie und was studieren Sie? Mein Name ist Annika Raff und ich studiere Psychologie. Mittlerweile bin ich im letzten Semester des Masters Psychologie. Was ist das Thema Ihrer Abschlussarbeit? Die Serie Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen? Studierende berichten. Alle Artikel aus dieser Serie In meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit Sexting unter Jugendlichen beschäftigt. Sexting war dabei definiert als das Verschicken freizügiger Fotos per Handy oder E-Mail an Freunde und Bekannte. Dazu gibt es bisher nicht viel Forschung, da es ein junges Phänomen ist. Mich …

Torben Furkert zog für sein Masterstudium von Hamburg in die Pfalz. Foto: Lisa Leyerer

Master SoKo: Kommunikation in allen Facetten

Wer mehr über Kommunikation, PR und Medien erfahren will, der sollte sich den Master Sozial- und Kommunikationswissenschaften am Campus Landau genauer anschauen. Auch Torben Furkert hat sich nach einem Bachelor in Politikwissenschaft für diese Fächerkombination entschieden. Für den 26-Jährigen gehören Politik und Kommunikation untrennbar zusammen. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie „Was studieren“ stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Sozial- und Kommunikationswissenschaften? Die Serie Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Bereits erschienene Artikel finden sie hier. Der besondere Reiz liegt für mich im Bereich der Kommunikationswissenschaften. Ich habe zwar Politikwissenschaft im Bachelor studiert, hatte aber während meines Praktikums in einer PR-Agentur mehr mit der Kommunikation zu tun. Mit ihr wollte ich mich noch intensiver in der Theorie beschäftigen. Schließlich haben …

An jeder Nationalität haften Klischees. Im Falle einer Migration kann dadurch ein Stereotype Threat ausgelöst werden. Foto: Colourbox.de

Science Monday: Ausgebremst durch negative Vorurteile?

Stereotype sind sinnvolle Mechanismen, denn sie helfen uns im Alltag, schneller zu denken und zu handeln. Sie sind jedoch auch Erwartungsfallen, in die wir tappen können: Hat man Angst, durch das eigene Verhalten negative Vorurteile zu bestätigen, kann das dazu führen, dass man tatsächlich dem Stereotyp entspricht. Diesen Effekt nennt man Stereotype Threat. Silvana Weber hat dieses Phänomen für ihre Dissertation bei Migranten untersucht. Im Uniblog berichtet die Doktorandin am Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik in Landau über ihre Ergebnisse. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie wüssten, dass andere von Ihnen denken, Sie könnten etwas nicht, nur weil Sie Frau sind oder Mann, Akademiker oder Arbeiter, Deutscher oder Türke? Benachteiligt? Unfair behandelt? Ausgegrenzt? Gerade Schüler mit Migrationshintergrund fühlen sich manchmal von Mitschülern oder Lehrern abgelehnt, nur weil sie oder ihre Familie aus einem anderen Land stammen. Da das zu einer ungerechten Situation in der Schule und auch im Leben außerhalb der Schule führt, möchte ich erforschen, was genau in solchen Lern-Leistungssituationen abläuft und wie man betroffene Personen unterstützen kann. Meine Forschung soll zu einer …

Während ihres Aufenthaltes in Australien lernte Constanze Schreiner nicht nur die Ostküste kennen, sondern bereiste auch die weniger touristische Westküste nördlich von Perth - hier am Nature's Window im Kalbarri Nationalpark. Fotos: Privat

Als Gastwissenschaftlerin in Sydney

Constanze Schreiner ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik am Campus Landau. Im Herbst 2015 verbrachte sie drei Monate in Australien. Als Visiting Scholar in Sydney forschte sie nicht nur zum Einsatz von Geschichten im Gesundheitsbereich, sondern lernte auch, sich ordentlich in Schlangen anzustellen und bei entgegenkommenden Autofahrern die Hand zum Gruß zu heben. Ein Gastbeitrag von Constanze Schreiner Und tschüss… ! Sie möchten während Ihres Studiums gern ins Ausland gehen? Dann informieren Sie sich über die Möglichkeiten an unserer Universität und lassen Sie sich von Erfahrungsberichten unserer Studierenden inspirieren. Zehn Minuten zu spät für eine Verabredung? „No worries, mate!“ Ein Sonderwunsch im Restaurant? „No worries, mate!“ Australier sind nett – und zwar so richtig. Außerdem sind sie entspannt, höflich und entschuldigen sich auch für Dinge, für die sie nun wirklich nichts können, zum Beispiel für das Wetter:„I’m so sorry for the weather today!“. Nur, wenn es ums Anstehen geht, hört der Spaß auf. Da muss es mit Recht und Ordnung zugehen. Da machen sich – genauso wie bei Ritualen wie dem „morning tea“ – die …