Alle Artikel mit dem Schlagwort: BioGeowissenschaften

Promovendin Madlen Gerke an der Nister. Hier führt sie ihr Freilandexperiment durch. Foto: Jan Reutelsterz

Angewandte Forschung im Freien

Beruflich gegen den Strom: Madlen Gerke ist Doktorandin in der Projektgruppe Aquatische Ökologie. In der Freilandsaison watet sie oft durch die Nister, die sich durch den Westerwald schlängelt. Kilometer um Kilometer geht es stromaufwärts, Fische fangen. Gerke erforscht, wie negative Folgen der Nährstoffbelastung in Flüssen mithilfe von Fischen ausgeglichen werden können. Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Ich versuche herauszufinden, inwieweit die Qualität von nährstoffbelastetem Gewässer durch Nahrungsnetzsteuerung verbessert werden kann. Hintergrund ist die Belastung durch Landwirtschaft und kommunale Abwässer. Durch diese kommt es zu einem Überschuss an Nährstoffen in fließenden Gewässern. Das führt wiederum zu einer erhöhten Bildung von bestimmten Algen, die das Kiesbett verstopfen und somit ein Problem für im Kies laichende Fische darstellen. Die Nährstoffbelastung lässt sich nur mit erheblichem Aufwand verringern. In meiner Forschung beschäftige …

Die 19-jährige Annika Böhmer studiert BioGeowissenschaften. Für ein Praktikum war sie in Oldenburg und berichtet für Uniblog von ihren Erfahrungen. Foto: Greta Rettler

Ein Büro im Wald: Praktikum in einem Planungsbüro

Wo möchte ich nach dem Studium arbeiten? Ein guter Weg, eine Antwort auf diese Frage zu finden, sind Praktika. Sie geben nicht nur Einblick in mögliche Berufsfelder und zeigen, wo es nach dem Studium hingehen soll, sondern können auch als Sprungbrett dienen. Annika Böhmer durfte während eines sechswöchigen Praktikums in einem Planungsbüro für regionale Struktur- und Umweltforschung das machen, was sie am meisten interessiert: Tiere beobachten. Ich war schon immer gerne in der Natur unterwegs, habe Pflanzen gesucht und Tiere beobachtet. Da lag es für mich nahe, BioGeowissenschaften zu studieren und diese Leidenschaft zu meinem späteren Beruf zu machen. Der Studiengang in Koblenz bietet eine gute Mischung aus Umweltwissenschaft, Natur- und Landschaftsschutz und ist sehr praktisch ausgerichtet. So ist auch ein Praktikum vorgesehen, das ich in den letzten Semesterferien absolviert habe. Sechs Wochen habe ich in Oldenburg bei der ARSU – Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung in die Arbeit eines Planungsbüros reingeschnuppert. Das Unternehmen hat 21 Mitarbeiter und ist auf Gutachten zur Umweltverträglichkeit von Bauprojekten spezialisiert. Außerdem bieten es ökologische Baubegleitung und Regionalmanagement für Kommunen und private …

Die studentischen Hobbygärtner um Leander Leist (links) eint das Interesse an der Natur und die Freude an heimischem Gemüse. Auch die Unabhängigkeit von Supermarktketten spornt sie an. Foto: Marius Adam

Studentische Hobbygärtner

Nicht weit weg vom Koblenzer Stadtkern und doch mitten in der Natur liegt der Nutzgarten einer kleinen Gruppe Studierender der Universität Koblenz- Landau: Auf dem Areal der Schönstätter Marienschwestern bestellen sie seit einer Saison ihren eigenen Gemüsegarten. Der Wind weht frisch an diesem Morgen, doch der blaue Himmel verspricht einen warmen und sonnigen Tag. Allein das Zwitschern der Vögel durchbricht die Stille auf dem weitläufigen Gelände der ehemaligen Gärtnerei des Klosters der Schönstätter Marienschwestern. Von hier oben hat man einen atemberaubenden Blick auf Koblenz, doch Leander Leist hat anderes im Kopf. Seine Gedanken drehen sich um die fünf Tomatensorten, die Paprika- und Gurkenpflanzen vor ihm. Er nimmt eine davon in die Hand und prüft vorsichtig ihre Reife. Zusammen mit Marc Schendzielorz hat er das Gartenprojekt initiiert und einen Teil des Klostergeländes gepachtet. Neben ihnen stehen noch drei weitere Studierende regelmäßig auf dem Acker, die Pacht zahlen sie aus eigener Tasche. Kohlrabi, Erbsen und … Bananen Die Studierenden pflanzen draußen vor dem Treibhaus in Parzellen Kohlrabi, Fenchel, Erbsen, Kürbis sowie Erdbeeren und Himbeeren an. „Diese hier haben schon geblüht, wir müssen nur noch die Samen für die nächste …

Charlotte Kohns steht noch am Anfang ihres Studiums der BioGeowissenschaften, ist aber jetzt schon von den Exkursionen in die Natur begeistert. Foto: Marius Adam

BioGeowissenschaften: Die Natur studieren

Charlotte Kohns studiert seit zwei Semestern BioGeowissenschaften am Campus Koblenz. Im Uniblog erzählt sie, warum die Kombination aus Biologie und Geographie es ihr angetan hat und was sie in dem Studiengang noch macht, außer durch den Sumpf zu stiefeln. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach BioGeowissenschaften? Die Serie Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Bereits erschienene Artikel finden sie hier. Ich bin gerne in der Natur. Mit meiner Familie war ich früher oft im Wald wandern. Generell begeistere ich mich für Garten und Pflanzen. Auch Umweltschutz war mir schon als Kind wichtig, ich habe mir darüber viele Gedanken gemacht. In der Schule fand ich besonders Biologie und Geographie spannend. Am …