Was studieren?
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Pädagogik: Vielfalt und Herausforderung

Julie Capric sieht in dem Studiengang B.A. Pädagogik viele Chancen und Möglichkeiten. Foto: Esther Guretzke Julie Capric sieht in dem Studiengang B.A. Pädagogik viele Chancen und Möglichkeiten. Foto: Esther Guretzke

Julie Cabric studiert Pädagogik am Campus Koblenz. Schon zur Schulzeit interessierte sie sich für das Fach, das sich mit Fragen im Bereich Erziehung und Bildung befasst. Am Studium schätzt sie vor allem die Bandbreite des Studiengangs und fand dank einem Praxisprojekt und Praktika schnell heraus, in welchem Bereich ihre berufliche Zukunft liegt.

Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie „Was studieren?“ stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. 

Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Pädagogik?

Schon in der Schule hatte ich Pädagogik als Leistungskurs belegt. Dort konnte ich erste Einblicke bekommen und fand das Feld sehr interessant. Ich wollte mehr erfahren und habe mich deshalb für den Studiengang Pädagogik an der Universität Koblenz-Landau beworben.

Warum haben Sie sich für Koblenz entschieden?

Das lag vor allem an der räumlichen Nähe zu meiner Familie. Ich bin daheim stark eingebunden und die Option wegzuziehen hat sich für mich nicht ergeben. Koblenz ist aber generell eine gute Wahl. Die Stadt ist schön. Die Überschaubarkeit des Koblenzer Campus finde ich besonders gut.

Was machen Sie genau in Ihrem Studium?

Man lernt zunächst die Grundlagen des Fachs Erziehungswissenschaft. Zu Beginn des Studiums erhielten wir Einblicke in die Geschichte der Pädagogik und einen Überblick, welche beruflichen Möglichkeiten sich in dem breiten Feld des Fachs ergeben. Im dritten Semester entschied ich mich für den Schwerpunkt der Erwachsenen- und Weiterbildung. Diese Entscheidung war für meine berufliche Zukunft optimal. Besonders begeistert hat mich auch das Praxisprojekt. Hier lag der Fokus auf dem Projektmanagement. Meine Gruppe hatte die Verantwortung für die Koordinierung der Gruppenarbeit. Es war toll zu sehen, wie gut ein Projekt funktioniert, wenn alle an einem Strang ziehen.

Was gefällt Ihnen am besten?

Ganz klar gefiel mir bis jetzt das Praxisprojekt am besten. Ich mag die Herausforderung. Im Laufe des Studiums eröffnen sich einem immer wieder neue Möglichkeiten und Optionen, das eigene berufliche Profil auszubauen. Man ist nicht auf einen konkreten Tätigkeitsbereich festgelegt. Die Vielfalt macht die Pädagogik so besonders.

Welche Fähigkeiten sind in Ihrem Studium besonders gefragt?

Kommunikative Fähigkeiten sind unabdingbar. Ebenso von Bedeutung sind organisatorische Kompetenzen und Zeitmanagement, aber auch Kreativität ist gefragt. Letztere vor allem, wenn es um die Erstellung eines Modulportfolios geht.

Was möchten Sie nach der Uni machen?

Erst einmal möchte ich den Master Erziehungswissenschaften berufsbegleitend studieren. Es ist mir wichtig, neben dem Studium beruflich Fuß fassen, am liebsten im Bereich Personalmanagement.

Wie bereiten Sie die Studieninhalte auf Ihr zukünftiges Berufsleben vor?

Man lernt, wo man Informationen herbekommt und wo man Antworten auf offene Fragen findet. Wir bekommen die Fachinhalte anschaulich vermittelt. In einem Seminar über Beratung wurden uns zum Beispiel die Bandbreite an Einsatzfeldern aufgezeigt und konkrete Methoden zur Beratung näher gebracht.

Konnten Sie schon Praxisluft schnuppern?

Eines der Module beinhaltet ein vorgeschriebenes Praktikum. Ich habe meins bei der Jugendgerichtshilfe in Montabaur absolviert. Dabei habe ich gemerkt, dass ich es mir als Option durchaus vorstellen könnte, die Arbeit im Bereich Erwachsenenbildung aber anziehender finde. Das Praktikum hat mir also sehr geholfen, meinen Wahlschwerpunkt zu wählen. Als Anregung für den Studiengang fände ich mehr Praktika sinnvoll, zum Beispiel im vierten Fachsemester. Studierende sollten die vorlesungsfreie Zeit so gut wie möglich nutzen und Praktika absolvieren oder durch Nebenjobs Berufserfahrung sammeln. Ich hatte mehrere Dozententätigkeiten bei der Handwerkskammer sowie beim Internationalen Bund. Hier durfte ich Potenzialanalysen bei Kindern durchführen.

Welchen Tipp geben Sie denjenigen, die noch auf der Suche nach dem passenden Studienfach sind?

Man kann am Tag der offenen Tür Kontakte zu Studierenden knüpfen oder über soziale Netzwerke den direkten Austausch suchen. Eine grobe Richtung sollte man schon wissen, selbst wenn es nur ein Berufswunsch ist. Studieninteressierte sollte sich über ihre Stärken und Schwächen bewusst sein und sich vor allem mit dem Modulhandbuch und dem Studienprofil auseinandersetzen.

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