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Incoming-Team unterstützt und vernetzt internationale Studierende

Das Incoming Team unterstützt internationale Studierende bei vielen oraganisatorischen Angelegenheiten wie Behördengängen, lädt aber auch zu gemeinsamen Ausflügen und Veranstaltungen ein. Foto: Natalia Ustyuzhanina Das Incoming Team unterstützt internationale Studierende bei vielen oraganisatorischen Angelegenheiten wie Behördengängen, lädt aber auch zu gemeinsamen Ausflügen und Veranstaltungen ein. Foto: Natalia Ustyuzhanina

Ob Behördengänge, Ausflüge oder gemeinsame Veranstaltungen: Das Incoming-Team am Campus Koblenz unterstützt internationale Studierende dabei, schnell Anschluss an der Uni zu finden und sich am Campus wohl zu fühlen. Das Betreungskonzept hat eine Gruppe von Studierenden, darunter Natalia Ustyuzhanina, ins Leben gerufen.

Sie kommen aus allen Teilen der Welt: Internationale Studierende verbringen inzwischen nicht nur ein oder zwei Semester an unserer Universität, sondern bleiben immer öfter für das gesamtes Bachelor- oder Masterstudium. Ein Großteil davon ist derzeit im Fachbereich 4 vertreten, vor allem im Masterstudiengang Web-Science, da Seminare und Vorlesungen hier in englischer Sprache abgehalten werden, weiß  Natalia Ustyuzhanina, Bachelor-Studentin im Fach Informationsmanagement.

Die gebürtige Russin ist im Sommersemester 2011 selbst als internationale Studierende an den Campus gekommen. Das Incoming-Team gründete sie im Auftrag des Akademischen Auslandsamtes mit Unterstützung von Teilstipendien im Wintersemester 2012/2013 zusammen mit anderen Studierenden. Das Ziel: Internationals besser miteinander zu vernetzen. “Es gab damals neben dem Akademischen Auslandsamt leider keine Anlaufstelle für die internationalen Studierenden”, erinnert sich Ustyuzhanina. “Da ich schon vor Antritt meines Studiums die Sprache beherrschte, konnte ich schnell Kontakt zu deutschen Studierenden und den Leuten am Institut aufbauen. Es gibt aber auch internationale Studierende mit weniger guten Deutschkenntnissen, denen das nicht so rasch gelingt. Für die wollten wir eine Anlaufstelle schaffen, um  ihnen den Anschluss zu erleichtern”, erklärt die 26-Jährige.

Kommunikation erleichtern

Sprachbarrieren und Kommunikationsprobleme stellen die Internationals vor allem bei behördlichen Angelegenheiten vor eine Herausforderung, weiß Ustyuzhanina. “Es wird natürlich nicht überall Englisch gesprochen, auch wichtige E-Mails können von Ämtern oft nur auf Deutsch beantwortet werden. Hier versuchen wir, unseren Neuankömmlingen wo nur möglich unter die Arme zu greifen”, erklärt die Studentin. “Auf einer persönlichen Ebene können wir Hilfe anbieten. Falls es Probleme gibt, findet man fast immer eine Lösung.”

Schwieriger sei die Unterstützung bei finanziellen Angelegenheiten, berichtet Ustyuzhanina. Einen Nebenjob zu finden, um sich etwas dazu zu verdienen,  falle Studierenden mit geringeren Deutschkenntnissen besonders schwer. Aber auch hier versucht das Incoming-Team, gemeinsam mit dem Referat Internationale Zusammenarbeit, Mittel und Wege zu finden: “Sicher kann man bei finanziellen Fragestellungen leider oft gar nicht helfen. Allerdings kann man sich als International an unserer Uni seit zwei Semestern für das sogenannte STIBET-Stipendium des DAAD bewerben. Das ist ein kombiniertes Stipendien- und Betreuungsprogramm, um die fachliche und soziale Betreuung ausländischer Studierender und damit ihren Studienerfolg zu fördern.”

Das Incoming Team unterstützt neben den organisatorischen Angelegenheiten auch bei der Freizeitgestaltung und lädt zu gemeinsamen Ausflügen und Veranstaltungen ein. “Im vergangenen Semester haben wir beispielsweise Ausflüge zur Marxburg und nach Frankfurt  unternommen”, berichtet die Studentin aus dem Fachbereich 4. “Unsere Aktivitäten werden dabei vom Referat Internationale Zusammenarbeit sowie dem Akademischen Auslandsamt unterstützt. Auch der DAAD schießt finanziell etwas zu, sodass für Ausflüge nur geringe Kosten anfallen.”

Buddies stehen internationalen Studierenden zur Seite

Die Organisation und Koordination für solche Veranstaltungen läuft dabei hauptsächlich über Mailkontakt, darüber hinaus können sich die Internationals auch in in einer  Facebook-Gruppe anmelden und Fragen stellen. Für die persönliche Betreuung sind anschließend die sogenannten “Buddies” des Incoming-Teams zuständig. Dabei handelt es sich um Studierende, die interkulturelle Kontakte knüpfen möchten und den Neulingen als helfende Hand zur Seite stehen: “Für das kommende Semester suchen wir noch helfende Hände”, wirbt die Studentin. “Derzeit besteht unser Team aus rund 30 Buddies. Wir suchen aber noch nach weiterer Unterstützung für unser Betreuungsangebot. Wer also Buddy werden möchte, kann sich gerne bei uns melden.”

Die Betreuungsphase der internationalen Erstis dauert dabei in der Regel ein Semester, erklärt Ustyuzhanina. Allerdings entwickelten sich aus den Buddy-Bekanntschaften oft Freundschaften, sodass der Kontakt oft noch lange Zeit nach dem Studium bestehen bleibt.

Seit November gibt es am Campus Landau ein Welcome Center, im Frühjahr 2015 wird auch eines in Koblenz eingerichtet. Das Welcome Center dient als erste Anlaufstelle für internationale Studierende und soll deren Integration an der Universität und in Deutschland erleichtern. Die Arbeit des Incoming-Teams wird zukünftig in Zusammenarbeit mit den Welcome Centern fortgesetzt.

Sandra Erber

Kontakt zum Incoming-Team: incoming@uni-koblenz.de

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