Studis & ihre Nebenjobs
Schreibe einen Kommentar

Aushilfskraft im Fitnessstudio

Studentin Clara Mohr macht ihr Hobby zum Beruf. Foto: Philipp Sittinger

Studentin Clara Mohr macht ihr Hobby zum Beruf. Foto: Philipp Sittinger

Clara Mohr verwirklicht sich in Landau ihren Traum vom Sportstudium. Nebenbei jobbt sie als Aushilfskraft in einem Fitnessstudio und absolviert dort parallel eine Lizenz als professionelle Fitnesstrainerin.

Wer sind Sie?

Ich bin Clara Mohr, 20 Jahre alt und studiere im zweiten Semester Sport und Französisch auf Gymnasiallehramt in Landau.

Was für einen Nebenjob machen Sie?

Ich arbeite als studentische Aushilfskraft in einem Fitnessstudio in Landau und betreue Mitglieder auf ihrem Weg zu einem sportlichen und gesunden Körper. Als angehende Fitnesstrainerin werde ich in die verschiedenen Trainingsmethoden eingeführt, um in Zukunft auch eigenständig am Kursangebot des Studios aktiv mitwirken zu können.

Was sind Ihre Aufgaben?

Ich erstelle individuelle Trainingspläne, die speziell auf die Bereiche Muskelaufbau, Fettabnahme oder Figurtraining abgestimmt sind. Außerdem gebe ich selbst Kurse für Bauch, Beine und Po oder betreue Trainierende beim ganzkörperlichen TRX-Training. Aber auch die Gerätepflege sowie kaufmännische Tätigkeiten gehören zu meinem Aufgabenbereich.

Die Serie

Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei.

Was bereitet Ihnen am meisten Freude bei dieser Arbeit?

Das familiäre Arbeitsklima und der Austausch mit anderen Sportlern geben mir viel zurück. Besonders schön ist es, zu sehen, wenn Mitglieder im Laufe des Trainingsplans Fortschritte machen und ihre gewünschten Ziele erreichen. Zudem ist der Job sehr abwechslungsreich und bietet die Chance zur persönlichen Weiterentwicklung. Neben meiner Aushilfstätigkeit habe ich die Möglichkeit, eine Weiterbildung zur Fitnesstrainerin zu absolvieren und ich profitiere von spannenden Seminarangeboten im Bereich Fitness und Ernährung.

Wie kamen Sie zum Sport und was ist Ihre Lieblingsdisziplin?

Mit sechs Jahren habe ich beim Geräteturnen meine Leidenschaft für Sport und Bewegung entdeckt. Mit 13 kam ich zum Schwimmen, wo ich auch mein silbernes und goldenes Rettungsschwimmerabzeichen beim DLRG erworben habe. Danach habe ich zeitweise als Aufsicht im Schwimmbad gejobbt und für die Sicherheit der Badegäste gesorgt. Im Moment mache ich am liebsten Ausdauer- und Krafttraining.

Wie verlief die Aufnahme ins Sportstudium?

Zur Aufnahme ins Sportstudium musste ich eine Eignungsprüfung absolvieren. Hierfür habe ich beim Fußball, Basketball und Volleyball meine Koordinationsfähigkeiten unter Beweis gestellt. Auch Medizinball-Weitwurf und der Sprunggürteltest gehörten zu den Prüfungsdisziplinen. Anschließend musste ich am Reck beim Aufschwung, Umschwung und Unterschwung mein turnerisches Talent zeigen. Beim Sprint und 3.000 Meter-Lauf wurden meine Schnelligkeit und meine Ausdauer auf die Probe gestellt. Zuletzt musste ich beim Schwimmen noch einmal Vollgas geben – und das alles an einem Tag. Es war sehr anstrengend, aber ich habe alles bestanden und den Studienplatz bekommen.

Wie haben Sie Ihren Nebenjob gefunden?

Ich habe bewusst nach einem Job gesucht, in dem ich mich neben dem Studium sportlich betätigen und das Gelernte mit der Praxis verknüpfen kann. Auf der Webseite des Fitnessstudios habe ich die Stellenanzeige entdeckt.

Was verdienen Sie bei diesem Nebenjob?

Die Bezahlung erfolgt nach Mindestlohn. Wenn ich die Trainerlizenz im September erworben habe, wird mein Verdienst angehoben. Insgesamt arbeite ich zweimal wöchentlich für vier bis sechs Stunden auf 450 Euro-Basis.

Kann man diesen Job weiterempfehlen? Braucht man bestimmte Voraussetzungen dafür?

Meinen Job kann ich jedem weiterempfehlen, der sich für Sport begeistert und gerne mit Menschen zusammenarbeitet. Spezielle Vorkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. Dank des vielseitigen Schulungsprogramms kann das fachliche Knowhow mit der Zeit erworben werden.

Wie „studienkompatibel“ ist ihre Arbeit? Bitte vergeben Sie Sterne von 1 bis 5 (5 Sterne = superkompatibel)

Meinem Job gebe ich fünf Sterne, da er für mich eine tolle praktische Ergänzung zu den Lerninhalten meines Studiums darstellt und zeitlich gut in meinen Stundenplan passt. Darüber hinaus kann ich sogar noch kostenlos im Studio trainieren und selbst vom vielseitigen Kursangebot profitieren.

Interview: Annika Posselt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.