Monate: Januar 2017

Hilft der Karriere auf die Sprünge: Anna Schmidt vom Women Career Center. Foto: Greta Rettler

Women Career Center hilft jetzt auch in Landau beim Karrierestart

Das Women Career Center bietet seit dem Wintersemester 2016/17 auch in Landau Workshops und Veranstaltungen für Frauen an, um sie beim Karrierestart zu unterstützen und Unsicherheiten in der Phase des Berufseinstiegs zu beseitigen. Ist meine Bewerbungsmappe in Ordnung? Wie verhalte ich mich im Vorstellungsgespräch oder in einer Gehaltsverhandlung? Bei diesen Fragen hilft seit einigen Wochen das Women Career Center (WCC) am Campus Landau. Es vermittelt Wissen und Kompetenzen an der Schnittstelle zwischen Studium, Wissenschaft und Beruf und richtet sich an Studentinnen aller Fachbereiche, die ihre individuellen Fähigkeiten kennenlernen und stärken wollen und auf der Suche nach dem richtigen Handwerkszeug sind, um sich später im Beruf etablieren zu können. Interessierte Teilnehmerinnen haben zudem die Möglichkeit, sich über Bildungsziele im wissenschaftlichen Bereich beraten lassen: “Wir unterstützen Frauen auch in der Frage, ob die Aufnahme  eines Master- oder Promotionsstudium für sie persönlich sinnvoll ist”, erklärt Anna Schmidt, Projektkoordinatorin des Women Career Centers. “Als Programm zur Gleichstellungsförderung besteht das übergeordnete Ziel unserer Angebote darin, Frauen für Führungspositionen zu qualifizieren und zu motivieren”, fährt sie fort. Dabei behalten die Mitarbeiterinnen …

Der Ethnologe Prof. Dr. Andreas Ackermann eröffnet unserer neue Serie, in der wir die Professoren der Uni vorstellen. Foto: Greta Rettler

Unsere Profs: Andreas Ackermann

Eigentlich steht Prof. Dr. Andreas Ackermann lieber hinter der Kamera, denn der Filmfan setzt in seiner Forschung auf Kameraaufnahmen und konserviert Erlebnisse in Dokumentarfilmen. Der Leiter der Ethnologie am Campus Koblenz war Ackermann dieses Jahr Veranstalter des Göttingen International Ethnographic Filmfestival (GIEFF) in Koblenz. Das Uniblog-Team hat ihn ausnahmsweise mal selbst vor die Linse geholt. Die Serie: Sie prägen unsere Erinnerungen an das Studium, inspirieren uns für das Berufsleben und sorgen für so manche Anekdote unter Studierenden: unsere Profs. Im Uniblog stellen sich die Professoren der Universität Koblenz-Landau den Fragen der Campus-Reporter, geben Einblick in ihren Forschungs- und Lehralltag und verraten, wie sie selbst als Student waren. Der Professorenberuf ist mit einigen Klischees behaftet: Lange über Büchern brüten, Zerstreutheit, Einsiedlertum, chaotische Tafelbilder… Trifft davon etwas auf Sie zu? Natürlich gehört das Brüten über Büchern zu meinem Beruf, Lesen und Nachdenken sind schließlich wesentlicher Bestandteil unserer Tätigkeit. Ich finde jedoch nicht, dass wir Wissenschaftler ‚Einsiedler‘ sind. Gerade in der Ethnologie besteht die Forschungstätigkeit ja in der ‚Teilnehmenden Beobachtung‘. Ohne den engen Kontakt zu und die enge …

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Engemann. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Der Sinn im Unsinn

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Lisa Engemann hat festgestellt, dass Unsinn durchaus Sinn machen kann und sogar dabei hilft, den Ernst des Lebens locker zu nehmen. Ich habe mein Leben gern unter Kontrolle. So geht es vielen Menschen, deshalb analysieren wir unseren Körper, unser Verhalten, unsere Psyche. Big data hilft dabei, denn im Smartphone vereint sich unser inneres und äußeres Leben. Wir wollen alles im Blick behalten und verstehen, was vor sich geht. Was wir nicht verstehen, erklären uns Wissenschaftler, Gurus und andere Experten. Die Lebensziele sind ehrgeizig, die Erwartungen groß. Alles, was wir tun, tun wir, um schöner, erfolgreicher, mächtiger oder was auch immer zu sein. Dafür investieren wir viel Zeit und Geld. Überall schreit es uns entgegen: „Kauf mich und befolge meinen Rat, dann wirst du ein tolles Leben haben.“ I make you sexy, versprochen. Keine Minute wird verschwendet, unser Handeln ist möglichst effizient. Nichtstun ist out. Okay, das sollte reichen. Vielleicht erkennt der ein oder andere hier sein Spiegelbild. Wenn nicht, …

Guido Groß kennt den Standort Koblenz seit über 30 Jahren. Als Pastoralreferent kam der heute 57-Jährige damals aus dem Saarland an Rhein und Mosel. Foto: Marius Adam

Katholische Hochschulgemeinde: Ansprechpartner in allen Lebenslagen

Religiöser Auftrag, Berater für Lebensfragen und praktische Alltagshilfe: Die Katholische Hochschulgemeinden (KHG) in Koblenz und Landau sind Anlaufstelle für ganz unterschiedliche Dinge. Die Pastoralreferenten Ralf Nico Körber und Guido Groß geben Religion und Glauben an der Universität ein Gesicht und stehen auch als wissenschaftliche Diskussionspartner bereit. Wissenschaft und Religion: Zwei Gegensätze, die nicht zueinander passen, weil sie von unterschiedlichen Grundsätzen ausgehen? “Diese Ansicht befindet sich nicht erst seit gestern im Wandel und trotzdem ist Glaube für viele eine suspekte Geschichte. Religion als solches steht in der heutigen Zeit wieder mehr denn je unter einem generellen Verdachtsmoment”, erklärt Ralf Nico Körber. Der 41-jährige Pastoralreferent der KHG am Campus Landau versucht, Licht ins Dunkle zu bringen: „Oft ist Religion ins Private und Individuelle zurückgezogen und wird als irrational abgestempelt. Wir versuchen, ihr durch unsere Arbeit an der Universität ein Gesicht zu geben und stehen auch im wissenschaftlichen Kontext als Diskussionspartner zur Verfügung.“ So ist in Landau die religionspädagogische Arbeitsstelle für Lehrer im selben Haus wie die örtliche KHG untergebracht. Am Schwestercampus in Koblenz ist die Arbeit der Gemeinde ebenfalls in den universitären Kontext eingebettet: …

Danny Behrendt und seine Mitstreiter auf dem Weg zu ihrem Weinberg in Alzey-Weinheim. Bilder: Privat

Der Traum vom eigenen Wein

Im Winzerdorf Alzey-Weinheim mitten in Rheinhessen liegt der Weinberg des Landauer Studenten Danny Behrendt. Der angehende Grundschullehrer hat einen Traum: seinen eigenen Bio-Wein herzustellen. Dank fachmännischer Beratung und jeder Menge fleißiger Helfer kann er diese Idee in die Tat umsetzen. Die Liebe zum Wein brachte Danny Behrend zu seinem Vorhaben: “Ich bin mit der Tradition des Weintrinkens groß geworden. Auf Festen trinken wir wie selbstverständlich ein Glas Wein, wissen aber selten, wie er entsteht”, erzählt der Student. Das Unwissen darüber, wie Weinbau funktioniert, ließ ihm keine Ruhe. In einem Gespräch erzählte er einer Winzerfamilie aus Weinheim beiläufig von seiner Idee, selbst Wein  herzustellen. “Sie haben sich sofort dafür interessiert und mir einen ihrer Weinberge angeboten, den sie nicht mehr betreiben.” Gemeinsam mit einem befreundeten Weinbau-Studenten unterschrieb Behrendt den Pachtvertrag und konnte sein Projekt starten. Biegen, Heften, Mähen Behrendt hat sich vorgenommen, alles von Hand zu machen. Um dieses Vorhaben einhalten zu können, gründete er im Mai 2016 die Hochschulgruppe StudiWein. Gemeinsam mit zehn bis fünfzehn weiteren Studierenden fährt er am Wochenende nach Weinheim und kümmert …

Welcher Studiengang passt zu meinen Interessen und Fähigkeiten? Welche Berufsaussichten bieten sich? Und wie kann ich Probleme während des Studiums bewältigen? Bei diesen Fragen kann die Studienberatung der Universität Koblenz-Landau weiterhelfen. Bild: Fotolia/Thomas Reimer

Studienberatung: Anleitung zur Reflexion

Angesichts zahlreicher Möglichkeiten stehen Studienanfänger häufig vor der Frage: Wohin soll es gehen und was ist, wenn ich mich falsch entscheide? Petra Meinerz ist seit 25 Jahren Studienberaterin an der Universität Koblenz-Landau und gibt im Uniblog-Interview Einblicke in ihre Arbeit. Seit 25 Jahren beraten Sie Studieninteressierte und Studierende. Wer kommt zu Ihnen in die Beratung? Da gibt es verschiedene Gruppen. Zum Beispiel Studieninteressierte, die „Irgendwas mit…“ studieren wollen. Ich frage nach und gebe Denkanstöße, damit das Interesse konkreter werden kann. Es gibt aber auch Studieninteressierte, die schon einen genauen Plan haben. Hier geht es im Gespräch oft um eine Bestätigung des eigenen Lebensentwurfs oder darum, Formalitäten zu klären. Und was antworten Sie denjenigen, die ohne Plan kommen? Wir fangen dann bei Adam und Eva an. Auch hier stelle ich Fragen, um gemeinsam herauszufinden, wo die Interessen und Fähigkeiten des Studieninteressierten liegen. Es kommt auch manchmal vor, dass gleich die ganze Familie, auch ohne den Studieninteressierten selbst, in die Beratung kommt. Das ist nicht optimal, denn wenn Mama und Papa die Informationen einholen, kann es sein, dass Entscheidungen über den Kopf …

Feldarbeit am Altrhein: Landauer Forscher während der Etablierung eines Feldversuchs im Rahmen des Forschungsprojektes Moscofee. Fotos: Dr. Carsten Brühl

Schnakenbekämpfung: Landauer forschen zu BTI-Alternativen

Warmes, feuchtes Klima sorgt für die massenhafte Vermehrung von Stechmücken in den Rheinauen. Um Anwohner vor dem stechenden Plagegeist zu schützen, wird seit 30 Jahren das Instektenbekämpfungsmittel BTI in der Region Rheinpfalz versprüht. Ob das Konsequenzen für Mensch und Umwelt hat, untersucht Dr. Carsten Brühl gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern am Campus Landau im Rahmen des Projekts Moscofee. Stechmücken tun uns Menschen wenig Gutes. Sie verursachen juckende Stiche und stören gemütliche Grillabende unter freiem Himmel. Um der starken Vermehrung der Insekten entgegenzuwirken, gründete sich in den 1970er Jahren der Verein Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) und begann, das Bekämpfungsmittel BTI gegen die Larven einzusetzen. BTI (Bacillus thuringiensis israelensis) ist ein für die Mücken tödlicher Eiweißstoff. Das Biozidprodukt in Form eines Eisgranulats wurde hier in der Region entwickelt und das Modell der großflächigen Schnakenbekämpfung wird weltweit exportiert. Laut Informationen von KABS hat BTI für Mensch und Umwelt keinerlei negative Konsequenzen, da es sich um einen biologischen Wirkstoff handelt. “Wissenschaftlich gesichert ist das jedoch nicht”, weiß der Landauer Ökotoxikologe Brühl. Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes AufLand untersuchen …