Monate: Dezember 2013

Foto: Adrian Müller

Unfug mit Struktur: Interview mit dem Slam-Meister Jan-Philipp Zymny

Er ist erst 20 Jahre alt und seit November Deutscher Meister im Poetry Slam: Jan-Philipp Zymni aus Wuppertal. Ein junger Mann, der überzeugend sinnlosen Humor von sich geben kann. So beschreiben ihn seine Dichter-Kollegen. Am Dienstagabend stand er beim Poetry Slam am Campus Koblenz auf der Bühne des Audimax. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) der Universität Koblenz-Landau. UniBlog hat den Slam-Meister interviewt. Herr Zymny, fangen wir ganz am Anfang an: Seit wann sind Sie in der Poetry Slam Szene und wie kam es dazu? Durch Zufall habe ich 2003 Volker Strübing, einen Slammer und Schriftsteller, auf YouTube gesehen und fand ihn einfach gut. Dann habe ich bei Wikipedia die Regeln für den Poetry Slam durchgelesen und dachte mir: Das kann ich auch! Mein erster Auftritt war dann in einem Baucontainer in Wuppertal, in den gerade mal 20 Personen passten. Und dann war ich dabei. Das Schöne am Slammen ist ja, dass es jeder kann. Aber es gehört doch sicherlich auch ein wenig Vorbereitung dazu, oder? Wie entsteht denn bei …

Volle Geschäfte, volle Terminkalender, wenig Zeit: In der Vorweihnachtszeit ist Stress vorprogrammiert. Foto: Fotolia

Oh du stressige Vorweihnachtszeit: Entspannt unterm Tannenbaum

Von wegen besinnliche Vorweihnachtszeit: Volle Innenstädte oder die Suche nach dem passenden Geschenk für die Liebsten sind nicht nur anstrengend, sie können sich zum richtigen Stressfaktor auswachsen. UniBlog hat die Diplompädagogin Claudia Hochdörffer von der AWW gefragt, wie man möglichst entspannt durch die Vorweihnachtszeit kommt. Claudia Hochdörffer ist die Ruhe selbst. „Stress gebe ich mir überhaupt nicht“, sagt die Leiterin der Arbeitsstelle für die Weiterbildung der Weiterbildenden (AWW) am Campus Landau. Neben ihrer Tätigkeit an der Universität arbeitet Hochdörffer als Systemische Beraterin und Coach. Die Expertin rät: „Am besten schafft man sich erst einmal eine entspannte Atmosphäre zu Hause.” Stressfrei bis zum Weihnachtsfest – mit den richtigen Strategien kann das gelingen. Stressfaktor 1: Das richtige Geschenk Das richtige Geschenk für Freunde, Familie oder die Arbeitskollegen zu finden, kann sich zu einer heiklen Angelegenheit entwickeln, wenn man nicht auf Anhieb weiß, was dem Gegenüber Freude bereitet. „Nehmen Sie eine Liste und notieren darauf alle Namen der Personen, die Sie beschenken möchten“, rät Hochdörffer. „Bloß nicht in Panik ausbrechen, sondern lümmeln Sie sich auf Ihr Sofa“, erklärt …

Stressfrei gute Noten schreiben - dank guter Vorbereitung. Foto: Dieter Schütz / pixelio

Umfrage: Studis verraten ihre Lerntechniken

Lernen ohne Stress und Zeitdruck? Mit der richtigen Herangehensweise kein Problem. Wer frühzeitig einen Lernplan erstellt und sich auch daran hält, der hat kurz vor den Klausuren weniger Stress und beherrscht den geforderten Stoff wahrscheinlich besser als andere. Dabei entwickeln Studierende die unterschiedlichsten Lerntechniken, um sich wichtige Inhalte merken zu können.    Riesengroße Mindmap Ich nehme mir ein großes Plakat, das fast die gesamte Zimmerwand ausfüllt und schreibe darauf in einer Mindmap die wichtigsten Dinge zu einem Thema, das ich gerade lerne, auf. Zum Beispiel habe ich letztes Semester ein Plakat über die Kunstgeschichte der Neuzeit angefertigt, die verschiedenen Epochen aufgelistet und verbunden. Bezüge zwischen diesen und zwischen Künstlern oder Stiltichtungen lassen sich mit Pfeilen und Linien sehr gut herstellen. Ich bin ein visueller Lerntyp, ich muss das zu Lernende immer vor Augen haben, um es zu rekapitulieren. Mit dem Pakat funktioniert das sehr gut, weil ich schon morgens beim Aufstehen als erstes auf das Plakat schaue und abends vorm Schlafen noch einmal schnell die Dinge durchgehe. Auf den Rhythmus kommt es an Ich erfinde …

Die schönsten Weihnachtsmärkte unserer Region. Foto: Piel Media/Koblenz-Touristik

Weihnachtsmarktzauber in Koblenz und Landau

Mit Kunsthandwerk, Schmuck, Stoff- und Wollwaren locken die Buden auf den Weihnachtsmärkten in und um Koblenz und Landau auch dieses Jahr wieder zahlreiche Besucher an. UniBlog hat die schönsten Märkte der Regionen Koblenz und Landau zusammengestellt. Koblenzer Altstadt lädt zum Bummeln ein Der traditionelle Weihnachtsmarkt findet auch dieses Jahr wieder auf mehreren Plätzen in der historischen Altstadt statt. „Durch die tolle Lage und die Verteilung auf mehrere Plätzen wirkt der Markt sehr gemütlich und heimelig“, schwärmt Melanie Schmidt von der Koblenz-Touristik. Neben dem Münzplatz, dem Plan und dem Jesuitenplatz im Zentrum ist auch der Zentralplatz zum zweiten Mal mit einem Winter-Forum dabei. Highlight ist die große Eislaufbahn, die Jung und Alt zum Wintersport einlädt. Die Bahn bleibt den Koblenzern sogar bis zum 5. Januar erhalten, während der Weihnachtsmarkt nur bis zum 22. Dezember andauert. Neben den Buden auf dem Markt gibt es auch ein attraktives Rahmenprogramm mit Live-Konzerten, Kutschfahrten und Stadtführungen. Außerdem gibt es für die Kleinen täglich zwischen 15 und 17 Uhr den Besuch vom Nikolaus an der Liebfrauenkirche, der kleine Geschenke mitbringt. Ein …

Philipp Herold moderiert den Poetry Slam am 10. Dezember am Campus Koblenz. Er steht selbst seit Jahren auf der Bühne. Foto: ng-photo.de

Wenn Worte die Bühne erobern: Poetry Slam in Koblenz

Bald hört man sie wieder: Große Worte von großen Dichterpoeten. Das Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) der Universität läd am Dienstag, 10. Dezember, zum zweiten Mal in diesem Jahr zum Poetry Slam am Campus in Koblenz. Mal witzig und skurril, mal ernst oder melancholisch: Die Texte von Slammern sind unterschiedlich, doch eines haben sie gemeinsam: Sie berühren die Zuhörer. So wird es auch wieder sein, wenn das ZKW am Dienstag, 10. Dezember, erneut den Dichterwettstreit am Standort Koblenz inszeniert. Mit dabei: Der amtierende Deutsche Meister Jan-Philipp Zymny. Er konnte sich Anfang November gegen den Landauer Studenten Jonas Meyer behaupten. Im Oktober hatte Meyer in Koblenz die Landesmeisterschaft Rheinland-Pfalz/Saarland für sich entschieden und sich damit für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Auch die anderen Gäste sind hochkarätig und reisen für ihren Auftritt aus weiten Teilen des Bundesgebietes nach Koblenz: Tobias Gralke (Freiburg), Dominique Macri (Marburg), Christian Offe (Gießen), Necip Tokoglu (Aachen), Saba Zere (Frankfurt am Main), René Deutschmann (Bonn) und Daniel Wagner (Heidelberg). Moderiert wird der Abend von Philipp Herold. Er studiert Kulturwissenschaft in Koblenz, ist …

Passend zu dieser besinnlichen Zeit stellt UniBlog zusammen mit Universitätsmusikdirektor Ron-Dirk Entleutner die schönsten Weihnachtslieder vor. Foto: Fotolia

Wo Musik ist, fängt Weihnachten an

Draußen wird es kälter und immer früher dunkel. Die Weihnachtsmärke haben ihre Tore geöffnet, die erste Kerze brennt. Es duftet schon überall nach Weihnachten. Passend zu dieser besinnlichen Zeit stellt UniBlog zusammen mit Universitätsmusikdirektor Ron-Dirk Entleutner die schönsten Weihnachtslieder vor. Für viele sind die Weihnachtstage die beliebtesten Kalendertage des Jahres. Kein Wunder, denn es gibt ja auch Geschenke. Aber auch andere schöne Emotionen erlebt man an diesen Tagen. Ob ein Festmahl im Kreis der Familie, der Besuch der Weihnachtsgottesdienste oder Ausgehen mit alten Schulfreunden, das Weihnachtsfest spricht alle Sinne an. Da darf die Musik nicht fehlen. „Musik zieht genauso an wie ein guter Duft“, weiß Ron-Dirk Entleutner. Er muss es wissen: Als Universitätsmusikdirektor ist er verantwortlich für den Universitätschor, das Vokalensemble, das große Orchester, das Kammerorchester und die Brass Band „Campus Brass“. Tradition bleibt im Kopf Im europäischen Raum hat Weihnachtsmusik eine lange Tradition. Die kann zwar nicht genau datiert werden, aber schon um das Jahr 400 nach Christus wurde weihnachtliche Musik gespielt. Alte deutsche Weihnachtslieder dürfen an keinem Weihnachtsfest fehlen. Schon von Klein auf …

Die Tagung der Professur Deutsche Sprachwissenschaft soll vor allem Deutschlehrern dienen. Foto: Ich-und-Du/ pixelio.de

Sprich, wie du schreibst: Tagung zur Sprachforschung

Die Vorbereitungen für die Tagung der Professur Deutsche Sprachwissenschaft „Gesprochene-Sprache-Forschung und Sprachdidaktik“ laufen auf Hochtouren. Der Startschuss zu der zweitägigen Veranstaltung im Parkhotel in Landau fällt am Freitag, 6. Dezember, um 8.30 Uhr. Es ist eine Aufgabe, die jedem Deutschlehrer aus der alltäglichen Unterrichtspraxis bekannt ist: Die mündliche Leistung von Schülern zu bewerten. Das Problem: Im Rahmen des Studiums wird nur am Rande das dafür nötige linguistische Handwerkszeug gelehrt. Somit stehen Pädagogen täglich vor einer schwierigen Aufgabe. Die Gesprochene-Sprache-Forschung beschäftigt sich intensiv damit, Kriterien für die Bewertung gesprochener Äußerungen zu entwickeln. Dies ist ein Anknüpfungspunkt der Tagung im Rahmen des Projektes „Gesprochener Standard“, das von Prof. Dr. Jan Georg Schneider geleitet und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) seit Oktober gefördert wird. Die Tagung informiert über den aktuellen Stand der Forschung zur gesprochenen Sprache, vor allem im Hinblick auf die Didaktik. Die Tagung dient zudem als Fortbildung für Lehrer, ist aber auch interessant für Lehramtsstudierende. Ein Ziel der Organisatoren formuliert Dr. Georg Albert, Akademischer Mitarbeiter am Institut für Germanistik am Campus Landau: „Die Lehrer sollen dafür …

Janusz Korczak Ausstellung zur Kinderrepublik am vorigen Standort in der Stadtbibliothek Landau. Foto: Dr. Wiebke Lohfeld (Institut für Grundschulpädagogik)

Die Kleinen ganz groß: Korczak-Ausstellung in der Koblenzer Unibib

Kinder sollten geliebt und geachtet werden. Sie sollten ein Mitbestimmungsrecht bei wichtigen Entscheidungen, die sie betreffen, haben. Jedes Kind hat von Natur aus die gleichen Rechte wie Erwachsene. Das ist in groben Sätzen die Lebensidee des Reformpädagogen Janusz Korczak. Der in Warschau geborene Arzt und Kinderbuchautor Janusz Korczak ist schon früh zur Stimme für die ganz Kleinen geworden: Er setzte sich für die Rechte von Kindern ein, gründete ein Waisenhaus und starb im zweiten Weltkrieg 1942 zusammen mit diesen Kindern in Treblinka. Sein Lebenswerk jedoch ist noch immer lebendig und hat noch heute Einfluss auf eine kindzentrierte Pädagogik. Bereits vor rund einem Jahr war Janusz Korczak Gegenstand einer Fachtagung am Campus Koblenz. In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Koblenz e.V. hatte man die Gedanken von Korczak anlässlich seines 70. Todestages vorgestellt. Dieses Jahr hat die erneute Zusammenarbeit mit dem Institut für Pädagogik dafür gesorgt, dass vom 7. bis zum 20. Dezember eine Wanderausstellung der Internationalen Jugendbibliothek München unter dem Motto „Ich bin klein, aber wichtig“ in der Universitätsbibliothek in Koblenz Station macht. In der Ausstellung …

In der Ausstellung Flux geht es um das Zusammenspiel von Licht und Schatten. Foto: twinlili/ pixelio.de

Flux: Eine Ausstellung, die Verborgenes sichtbar macht

Wo Licht ist, da ist auch Schatten – und wo Schatten ist, lässt sich künstlerisch etwas damit darstellen. Ob Malerei oder Fotografie, Schwarz-Weiß oder Bunt, das Spiel von Licht und Schatten weckt Kreativität und Neugierde. Flux heißt die Ausstellung, die eine engagierte Gruppe von Studierenden und externen Kulturbegeisterten derzeit plant. Der Name steht für einen Fluss aus Ideen, bestehend aus Kunst, Musik, Licht und Schatten. Am Samstag, 7. Dezember, öffnen sich ab 16 Uhr die Tore des ehemaligen Mittelrhein-Museums am Florinsmarkt für Kunst- und Kulturinteressierte. Wieso aber das Thema Licht und Schatten? „Das sind Dinge, die uns täglich umgeben“, erklärt die Kulturwissenschaftsstudentin Katja Wolf. Es geht darum, das sichtbar zu machen, was man sonst vielleicht kaum beachtet, obwohl es alltäglich ist. Mit Fotografie, Malerei, Film, Lyrik- und Theaterdarbietungen wollen die Organisatoren Kunst in die Koblenzer Altstadt bringen. “Die Ausstellung handelt davon, wie Schatten im Bild und als Bildmotiv funktioniert und wie er sich darstellen lässt”, erklärt Kunststudentin Natascha Seul, die für den Bereich der Kunstausstellung verantwortlich ist. Eine Schwarz-Weiß Fotoserie beschäftigt sich beispielsweise mit der …

Wer an Kalifornien denkt, hat viele Bilder im Kopf: Neben Sonne, Strand und Meer ist der US-Bundesstaat auch für die Route 66 und das Death Valley (Foto) bekannt. Foto: Guenter Hamich/ pixelio.de

Ein Kalifornier in Landau

Route 66, Death Valley, Sonne, Meer und der amerikanische „Way of Life“:  Für viele Menschen ist Kalifornien das Urlaubsparadies schlechthin. Neil Jacobson hat den kalifornischen Strand gegen die Landauer Weinberge getauscht. Neil Jacobson ist 24. Gemeinsam mit seiner gleichaltrigen Frau Eryka lebt er seit August dieses Jahres in Landau. Nicht etwa, um den amerikanischen Traum zu leben. Es war vielmehr seine akademische Leidenschaft, die ihn in die Pfalz geführt hat. Begonnen hat Jacobson seine akademisch Laufbahn an der California State University in Chico, einer Universität mit 15 000 Studierenden im Norden von Kalifornien. Dort schloss er erst den Bachelor, dann den Master in Psychologie erfolgreich ab. Aber das reichte dem gebürtigen Kalifornier nicht. Er war wissbegierig, wollte die Welt sehen. Als ihm sein Professor, Dr. Neil Schwartz von der California State University, von dem internationalen Masterstudiengang „International Cognitive Visualization“ erzählte, wusste Jacobson, dass ihn sein Weg nach Europa führen würde. Das „International Cognitive Visualization“-Programm (ICV) ist ein zweijähriger Masterstudiengang mit Doppelabschluss an den Standorten Landau, Grenoble in Frankreich und Chico in Kalifornien. Seit 2009 gibt …