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Von der Philharmonie zur Schweinefarm: Journalisten berichten

Irgendwas mit Medien, so lautet oft die Antwort auf die Frage nach dem Berufswunsch. Aber ob das Herz für Print, TV, Online oder Radio schlägt, müssen viele Studierende erst noch testen. Bei einem Workshop zum Thema Medienberufe, organisiert vom Women Career Center am Campus Koblenz, standen die drei Medienprofis Regina Theunissen (Rhein-Zeitung), Katrin Wolf (TV Mittelrhein) und Lena Roy (Antenne Koblenz) Rede und Antwort.

Abwechslungsreicher und kreativer kann ein Job kaum sein: Als Journalist kommt man mit vielen spannenden Persönlichkeiten zusammen und darf Orte besuchen, an die es sonst kaum jemand schafft. Die Begeisterung für ihren Job hört man Katrin Wolf an: “Am Ende der Woche blicke ich manchmal zurück und denke: Du hast die Philharmonie besucht, Schweine seziert, einen Hühnerfarmer interviewt und eine Presseveranstaltung besucht.” Ein erfüllender, aber auch ein hektischer Alltag, resümiert die Fernsehfrau. Ihr Tipp: Wer Journalist werden möchte, sollte Neugier und eine große Portion Motivation mitbringen.

Der tollste Beruf der Welt

Zeitdruck und unvorhersehbare Ereignisse prägen den Job. Die Referentinnen machten deutlich: Nur wer für den Journalismus “brennt”, wird dort glücklich. „Feierabend ist dann, wenn man fertig ist“, sagte Regina Theunisen, die als Projektredakteurin unter anderem auch den schreibenden Nachwuchs der Rhein-Zeitung betreut. Wenn ein Haus brenne, dann brenne es, der Journalist muss berichten, auch wenn das Kind eigentlich aus der Kita abgeholt werden muss. Dessen müsse man sich bewusst sein. „Der Druck ist groß, man steht dauernd unter Strom, ist viel unterwegs. Und trotzdem: Es ist der tollste Beruf der Welt“, fasste Katrin Wolf zusammen. Lena Roy von Antenne Koblenz nichte bestätigend.

Speed-Dating: Austauschen und Kontakte knüpfen

Nach der Diskussionsrunde ging es in Speed-Dating-Manier in die Gruppengespräche: Die Studentinnen rotierten zwischen den Expertinnen und hatten so die Möglichkeit, ganz individuell beraten zu werden. Engagiert nutzten die Teilnehmerinnen diese seltene Gelegenheit, um ins Gespräch zu kommen. Denn nicht nur im Journalismus gilt: Mit dem Knüpfen von Kontakten kann man nie früh genug anfangen. (lis/gio)

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