Alle Artikel mit dem Schlagwort: Naturschutz

In Australien erforschte die Molekularbiologin Kathrin Theissinger das Paarungssystem der Flatback-Schildkröte. Foto: Philipp Sittinger

Meeresschildkröten und ihr Paarungssystem

Eigentlich wollte Dr. Kathrin Theissinger Molekularbiologie studieren. Doch als sie ihre Liebe zu Meeresschildkröten mit der molekularen Ökologie verbinden konnte, führte sie ihr Weg zur Naturschutzgenetik. Ihre Diplomarbeit zum Paarungssystem der Flatback-Schildkröte legte den Grundstein für ihre berufliche Ausrichtung. Sie haben Biologie in Mainz studiert, ihre Diplomarbeit jedoch an der University of Canberra geschrieben. Wie ist es dazu gekommen? Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und Projekte vor, die im Dienst der Universität Koblenz-Landau die Forschung voranbringen. Alle Artikel aus dieser Serie Das lief über einige Umwege, quasi von Griechenland über Galapagos nach Australien. Nach meinem ersten Jahr an der Universität Mainz arbeitete ich in den Semesterferien drei Monate auf Kreta in dem Meeresschildkröten-Schutzprojekt Archelon. Da hat mich die Leidenschaft zu Meeresschildkröten gepackt. Ich erfuhr von einem weiteren Schildkrötenprojekt auf den Galapagosinseln. Da ich schon immer dorthin wollte, entschied ich mich, in meinem fünften Semester ein Freisemester zu nehmen, um ein halbes Jahr dort zu arbeiten. Zurück in Mainz habe ich dann mit meinem Hauptfach Molekulare Ökologie begonnen. Während …

Kristin Haurand studiert im Zwei-Fach-Bachelor Naturschutzbiologie und Geographie. Sie schätzt vor allem die Entscheidungsfreiheit ihrer beiden Fächer. Foto: Philipp Sittinger

Zwei Fächer und viele Wahlmöglichkeiten

Manche Studierende wollen sich für ihr Studium ungern auf ein bestimmtes Fach festlegen. Doch mehr Individualität ist kein Problem, der Zwei-Fach-Bachelor ermöglicht durch seine Kombinationsmöglichkeiten eine einzigartige Erfahrung. Kristin Haurand studiert nicht nur Naturschutzbiologie, sondern auch Geographie. Im Interview erzählt sie, was dieses etwas andere Studienkonzept so besonders macht und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben. …

Überdüngung beeinträchtigt Struktur und Funktion der Lebensgemeinschaften in Steh- und Fließgewässern. Dr. Carola Winkelmann vom Institut für Integrierte Naturwissenschaften und ihr Team erforschen, was dem entgegenwirkt. Foto: Greta Rettler

Eutrophierung: Wenn Gewässer umkippen

Wenn Gewässer umkippen, steckt dahinter ein systematisches Umweltproblem. Der Einsatz von Düngemitteln in der Landwirtschaft birgt Gefahren, denn diese Nährstoffe gelangen in Flüsse und Seen und können glasklare Gewässer in eine trübe Brühe verwandeln. Im Rahmen des Projekts Eutrophierung untersuchen Dr. Carola Winkelmann und ihre Kollegen am Campus Koblenz, welche Maßnahmen der Überdüngung entgegenwirken können. Eutroph bedeutet nährstoffreich. Im Gegensatz zu oligotrophen – also nährstoffarmen – Gewässern finden sich in eutrophen Gewässern Phosphor- und Stickstoffverbindungen, die ein übermäßiges Wachstum von Wasserpflanzen und Algen verursachen. Sie gelangen durch die Behandlung landwirtschaftlicher Flächen mit natürlichen Düngemitteln in Flüsse und Seen. In der Folge bringt ein massives Wachstum von Algen das ökologische Gleichgewicht in den Gewässern durcheinander. Durch die Überdüngung werden Struktur und Funktion der Lebensgemeinschaften in Steh- und Fließgewässern stark beeinträchtigt. Dieser Entwicklung will das Forscherteam um Dr. Carola Winkelmann vom Institut für Integrierte Naturwissenschaften entgegenwirken. Ziel des Projekts Eutrophierung ist es, geeignete Untersuchungs- und Messmethoden zu finden, um das Eutrophierungspotenzial von Fließgewässern abschätzen zu können und geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Algenmassen zu finden. Dramatische Lage für das Ökosystem Die Serie Was gibt es Neues …

Leonie Werner aus Sigmaringendorf und Lenz Sulzer aus Stuttgart haben sich für ein Studium der Umweltwissenschaften am Campus Landau entschieden. Foto: Lisa Leyerer

Umweltwissenschaften: Nicht nur was für „Ökos“

Leonie Werner und Lenz Sulzer studieren im vierten Bachelor-Semester Umweltwissenschaften am Campus Landau. Ihnen liegen Umwelt und Natur am Herzen. Damit beide später im Beruf zum Umweltschutz beitragen können, lernen sie im Studium in einer Mischung aus Theorie und Praxis, wie Ökosysteme funktionieren und was wir Menschen dafür tun können, um diese im Gleichgewicht zu halten. …