Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mentoring Koblenz

Welche Rolle spielt die Motivation für das Lernverhalten? Und wie können Lehrende ihre Schüler nachhaltig motivieren? Diesen und weiteren Fragen widmet sich Lehramtsstudentin Linda Schürmann in ihrer Dissertation. Foto: René Lang

Motivation in der Lehrerbildung

Linda Schürmann ist das, was man ein Motivationstalent nennt. Die 28-Jährige studierte neben ihrem Lehramtsstudium in den Fächern Biologie, Englisch und Bildungswissenschaften zeitgleich an der FernUniversität Hagen Psychologie. Aktuell promoviert Sie im Rahmen des Projekts MoSAiK am Institut für Psychologie zum Thema Motivation. Bitte erklären Sie das Thema Ihrer Dissertation in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Meine Dissertation trägt den Arbeitstitel Motivation und motivationale Kompetenz an außerschulischen Lernorten. Darin gehe ich davon aus, dass Motivation entscheidend für das menschliche Lernverhalten ist. Die Fähigkeit, zu motivieren, gilt als wichtige Kompetenz im Lehramt. Aber wie können Lehrende ihre Schüler nachhaltig motivieren? Welche Methoden können sie anwenden? Was empfinden Schüler überhaupt als motivierend? Hinzu kommt der Aspekt der außerschulischen Lernorte. In der Schule verhalten sich Lernende anders als in ihrer Freizeit. Wo können Schüler motiviert arbeiten? …

Jewgenia Weißhaar ermutigt Frauen, einen Schritt weiter auf dem wissenschaftlichen Karriereweg zu gehen. Foto: Jan Reutelsterz

Mentoring auf dem Weg in die Wissenschaft

Der Anteil von Frauen, die Karriere in der Wissenschaft machen, ist in Deutschland noch immer niedrig. “Studentinnen gibt es sehr viele, doch den Schritt in die Promotion wagen weniger“, weiß Jewgenia Weißhaar. Sie koordiniert das Mentoring-Programm ment², das am Interdisziplinären Promotionszentrum (IPZ) angesiedelt ist. Es unterstützt Master-Studentinnen, Doktorandinnen und Postdoktorandinnen auf ihren akademischen Karrierewegen. Die Unterrepräsentanz von weiblichem Nachwuchs in höheren Qualifikationsstufen lässt sich mit der Metapher der leaky pipeline beschreiben: “Wie bei einer undichten Verbindung zwischen den verschiedenen Stücken eines Rohrs, gehen Frauen an den Übergängen zwischen verschiedenen Qualifikationsstufen nach dem Studienabschluss verloren”, erklärt Jewgenia Weißhaar. Ab der Promotion aufwärts besetzen weniger Wissenschaftlerinnen die höheren Positionen. Um die aktuelle Situation zu ändern, haben Bund und Länder das Professorinnen-Programm aufgelegt. Dieses fördert Professuren für Wissenschaftlerinnen und als Begleitmaßnahme einer solchen Professur gibt es das Mentoring ment². Mentoring, Training und Networking “Masterstudentinnen denken in anderen Zeitkontingenten als Doktorandinnen oder Postdoktorandinnen, deshalb gibt es je nach Zielgruppe eine andere Struktur des Programms. Die Basis sind jedoch immer die drei Säulen Mentoring, Training und Networking”, berichtet Weißhaar, die Kulturwissenschaft am Campus …

Rebecca Krämer nahm am Mentoring-Programm "mena" teil und konnte vom reichen Erfahrungsschatz ihrer Mentorin profitieren. Foto: Adrian Müller

Mentoring mit mena: Chance für Frauen in der Wissenschaft

Was bringt mir eine Promotion? Wann ist der passende Zeitpunkt? Wie funktioniert eine wissenschaftliche Karriere? Diese Fragen treiben viele Frauen um, die in der Wissenschaft Karriere machen wollen. Auch Rebecca Krämer, wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Kunstgeschichte und Kunstvermittlung am Campus Koblenz, setzte sich mit ihnen auseinander. Jetzt ist die 36-Jährige die Karriereleiter einen Schritt nach oben geklettert. Neben ihrer Tätigkeit an der Uni absolviert Rebecca Krämer seit vergangenem Jahr eine wissenschaftliche Volontariatsstelle am Landesmuseum Wiesbaden. Eine Promotion oder eine Uni-Karriere in höherer Führungsebene hat die Mutter von fünf Kindern aber vorher nicht als realistisches Ziel in Betracht gezogen. Während der Teilnahme am Mentoring-Programm “mena“, einem Förderprojekt für Nachwuchswissenschaftlerinnen, hat sich ihre Perspektive geändert. “Durch den lebendigen Austausch mit meiner Mentorin sehe ich für meine berufliche Zukunft ganz andere Möglichkeiten.” In diesem Herbst beginnt sie ihr Promotionsprojekt am Institut für Kunstgeschichte und Kunstvermittlung. Mit UniBlog sprach Krämer über das Mentoring-Programm und die Chancen, die es bietet. Warum haben Sie sich als Mentee beworben? Ich wollte zunächst für mich herausfinden, ob und inwiefern eine Promotion sinnvoll ist und zu …