Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ernährung

Seit 18 Jahren lehrt Dr. Iris Brandenburger am Campus Landau. Mit der Eröffnung des neuen Gebäudes verlagerte sie ihre Kurse in Ernährungs- und Verbraucherbildung vom Haus der Familie in Landau in die neue Lehrküche. Foto: Philipp Sittinger

Zu Besuch in der Landauer Lehrküche

Betritt man am Campus Landau das K-Gebäude rechts der Haupttreppe, schwebt einem manchmal der Duft von frisch gekochtem Essen entgegen. Wer ihm folgt, gelangt in die Lehrküche von Dr. Iris Brandenburger, in der sie unter anderem Studierenden aus dem Förderschullehramt zeigt, wie man Schüler für das Thema Ernährung begeistert. In der Lehrküche am Campus Landau steht neben der Nahrungszubereitung vor allem die Didaktik im Vordergrund. Hier lernen die Studierenden im Rahmen des Fachs Ernährungs- und Verbraucherbildung, wie sie ihre Schüler im Unterricht anleiten und welches Handwerkszeug sie ihnen mitgeben können. Geleitet werden die Stunden in der Lehrküche von Dr. Iris Brandenburger: „Die Studierenden lernen in diesem Wahlpflichtmodul ihrer Lehramtsausbildung nicht primär das Kochen. In unserer Lehrveranstaltung geht es darum, sich zu überlegen, wie man Inhalte aus dem Ernährungs- und Verbraucherbereich für die Schüler aufbereiten und umsetzen kann.“ Ihre Erfahrungen aus der Lehrküche nehmen die Studierenden während ihres Praktikums mit in die Realschule Plus oder Förderschule und geben sie im Fach Hauswirtschaft und Soziales an die Schüler weiter: „Es kommt vor, dass ein Kind noch nie eine Kiwi …

Paleo statt Pizza? Lieber nicht. Unsere Campus-Reporterin Anni Frey schwört den neusten Ernährungs- und Sporttrends ab und plädiert für mehr Genuss. Foto: Colourbox.de

Du bist, was du isst?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute berichtet Annika Frey über ihre Erfahrungen mit ausgewogener Ernährung, Sport und diversen  Diätprogrammen. High carb, Low carb, No carb? Da kann man schon mal durcheinander kommen. So geht es mir jedenfalls, wenn ich durch Zeitschriften blättere, auf Blogs unterwegs bin oder mit meinen Mädels quatsche. Die Themen Ernährung und Sport sind Dauerbrenner in sämtlichen Medien und aus unserer heutigen Gesellschaft kaum wegzudenken. Einerseits finde ich es gut, das Bewusstsein für eine gesunde und ausgeglichene Lebensweise wieder mehr zu schärfen. Denn gerade in einer Zeit, in der die Zahl der Übergewichtigen in Deutschland stetig steigt und Fastfood-Ketten wie Unkraut aus dem Boden sprießen, scheinen viele genau dies verlernt zu haben. Andererseits besteht die Gefahr, in ein Extrem zu verfallen, sich alles zu verbieten und damit jegliche Freude am Essen zu verlieren. Das gesunde Maß finden Für mich gehört die Tüte Popcorn im Kino, der Eisbecher im Sommer oder die Sahnetorte an Omas Geburtstag zur Lebensqualität – gesunde Ernährung hin oder her. …

Ernährungswissenschaftlerin Dr. Michaela Schlich. Foto: Marius Adam

Interview: Food-Trends und wie sie entstehen

Studentenfutter gilt als Nervennahrung. Aber steigern Nüsse und Rosinen wirklich die Leistung? Auch sogenanntes Superfood wie Chia-Samen oder Goji-Beeren kurbelt angeblich die Denkleistung an. Die Koblenzer Ernährungswissenschaftlerin Dr. Michaela Schlich im Interview über Food-Trends und gesunde Ernährung. Als Ernährungswissenschaftlerin beschäftigen Sie sich beruflich intensiv mit dem Thema Lebensmittel und Ernährung. Können Sie unbeschwert im Supermarkt einkaufen? Ja, denn gerade durch meinen Beruf weiß ich, welche Ernährung gut für mich ist. Ich verstehe zum Beispiel, was die Nährwertangaben auf den Verpackungen bedeuten. Das Wissen über Lebensmittel und Ernährung belastet mich nicht. Es hilft mir eher, meinen eigenen ausgewogenen Ernährungsstil zu leben. Meine Ernährungskompetenz gibt mir beim Einkaufen Sicherheit. Sie befassen sich im Rahmen Ihrer Forschung unter anderem damit, wie Verbraucher Ernährungstipps aufnehmen. Gibt es ein neues, stärkeres Bewusstsein für Ernährung? Definitiv, das Thema Ernährung ist in den Medien omnipräsent. In populären Verbrauchermagazinen oder Kochshows findet die Themenaufbereitung jedoch unreflektiert und aus ernährungswissenschaftlicher Sicht teilweise problematisch statt. Die sogenannten “Lebensmittelskandale” haben jedoch den positiven Aspekt, dass sie den Verbraucher kurzfristig wachrütteln. Sie können bei ihm eine positive Veränderung im eigenen Ernährungsstil …

Campus-Reporterin Sandra Erber berichtet heute von einer Sucht, die vor allem unter Studierenden verbreitet ist: Serien schauen im Akkord. Zeichnung: Carolin Höring.

Tellergebete

Quinoa, Haferflocken und Spinat-Smoothie: Unsere Campus-Reporterin Sandra Erber wundert sich über die obsessiven Ernährungsweisen ihrer Generation und fragt sich, ob zu viel Gesundheit im Speiseplan am Ende nicht nur ein Spaßverderberprogramm ist. Wann kam es nochmal zu dem Abkommen, bei dem alle beschlossen haben, von nun an nur noch vernünftig zu sein? Fitnessstudio-Hype, Selftracking oder Vegan-Doktrin – irgendwie scheint sich unsere sogenannte Generation Y nur allzu gern in Askese zu üben. Wenn ich einen kurzen Blick in unsere Speisekammer werfe, finde ich Magerquark, 5-Korn-Flocken, rote Beete und allerlei gesunde Körner und Saaten. Man könnte meinen, dass eine Fastenzeit über uns herein gebrochen wäre oder meine Mitbewohner an einer kruden Form von Vogelfutter-Diät laborieren. Nein, mit Instant-Food und Fünf-Minuten-Terrine lässt sich bei einem Großteil der bewusstseinsversessenen U-30er heute offenbar kein Blumentopf mehr gewinnen. Den Reiskörnchen an den Kragen Dieses neue Essverhalten wäre ja gemeinhin nicht zu verurteilen, stünde man nicht zunehmend im Verdacht, bei dem Konsum von ganz harmlosen Speisen eine sündhafte Freveltat zu begehen: “Clean eating” heißt der neue Lieblingstrend der Health-Gurus, der Brot, Reis und Nudeln …

Heute schreibt Campus-Reporterin Angela Gräsel. Zeichnung: Carolin Höring

Low Carb – immerhin

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Angela Gräsel erzählt von Zwischenmietern mit merkwürdigen Macken.  Meine Mitbewohner sind Weltenbummler. Darum hatte ich schon häufiger das Vergnügen, mit ihren Zwischenmietern zu leben. Das sind jene seltenen Geschöpfe, die für ein paar Monate in den möblierten Gemächern eines fremden Menschen hausen. Objektiv betrachtet eine ziemlich seltsame Vorstellung, als Student allerdings eine finanzielle Win-win-Situation. Nur für die übrigen Bewohner bleibt das Win-win aus. Man kennt die Marotten und Gewohnheiten des anderen nicht und hat eigentlich auch gar keine Lust, sich für die kurze Zeit an diese zu gewöhnen. Die letzte Zwischenmieterin, mit der ich die Ehre hatte, hieß Kari. Ihre Lieblingsbeschäftigung bestand darin, den alteingesessenen WG-Bewohnern Vorträge über ihre Essgewohnheiten zu halten. In Karis Fach befanden sich meist nur Magerquark und fettfreier Joghurt, natürlich laktosefrei. Anfangs hielten wir das für eine unheimlich schlaue Taktik ihrerseits – „Mein“ und „Dein“ wird in unserem Kühlschrank nämlich nicht so groß geschrieben. Bei Magerquark und fettfreiem Joghurt akzeptiert man das „Dein“ hingegen gern. …