Alle Artikel mit dem Schlagwort: Erasmus

Anne Schlüter hat ein Auslandssemester in Wien verbracht. Die Stadt bot der Sozial- und Kommunikationswissenschaftlerin eine lebendige Kulturlandschaft. Fotos: Rebecca Singer

Viel mehr als nur Sissi

Anne Schlüter studierte während ihres Masters der Sozial- und Kommunikationswissenschaften ein Semester in Wien. Dort hat sie ihre Kurse an der Universität gemeistert, mit dem Kammerorchester unter den Gemälden des berühmten Malers Gustave Klimt gespielt, sich in die malerischen Gässchen Wiens verliebt und ist über kleine Weihnachtsmärkte geschlendert. Mit dem ERASMUS-Programm nach Wien zu gehen, ist gar nicht schwer. Man muss früh dran sein und darf keine Fristen verpassen, das ist die Hauptsache. Ich habe mich Ende Januar beworben, dann musste das Learning Agreement – der Plan für die Kurse, die besucht werden sollen – bis April abgegeben werden. Die Bewerbung für ein Wohnheim habe ich auch frühzeitig verschickt. So hatte ich direkt eine Zusage und somit eine Wohnung im Zentrum Wiens mit Proberäumen und Flügel im Keller. Die Kurse wählte ich passend zu meinem Schwerpunkt hier am Campus Landau. Soziologie war kein Problem, bei fachfremden Kursen war zunächst unklar, ob ich diese belegen kann. Für Masterstudierende gibt es allerdings genug Plätze, somit hatte sich das schnell erledigt. Weihnachtskonzert unter den Gemälden Klimts Und tschüss… …

Tim Rönz studiert nicht nur Kulturwissenschaft, sondern ist auch der Sänger seiner Band Frank-Einstein. Und auch als Solokünstler hat er erste Erfolge. Foto: Jan Reutelsterz

Ein Leben für den Rock

Er macht Musik, weil sie ihn begeistert: Tim Rönz ist seit seinem 13. Lebensjahr Frontsänger der Rockband Frank-Einstein. Daneben ist der 20-jährige Kulturwissenschaftler auch solo unter dem Namen Timas erfolgreich. Seine Coverversion Sun Is Shining lief bereits im litauischen Radio. Wie kamen Sie zur Musik? Ich habe schon immer gerne Musik gehört. Frank Zappa, Nirvana und Green Day waren die Idole meiner Kindheit. Von Letzteren konnte ich mich sogar auf einem Livekonzert in Mönchengladbach selbst überzeugen. Mit etwa 13 Jahren nahm ich mir vor, nicht nur Musik zu hören, sondern selbst aktiv zu werden. Kurzerhand schnappte ich mir meine alte Gitarre, startete meinen Computer und verbrachte Stunden mit YouTube-Tutorials, um ein besserer Gitarrist zu werden. Einer meiner besten Freunde fing zu dieser Zeit ebenfalls an, Gitarre zu spielen, während sein kleiner Bruder auf dem Schlagzeug lernte. Nachdem wir einen Bassisten gefunden hatten, gründeten wir zusammen unsere Band Frank-Einstein, die bis heute existiert. Frank-Einstein? Gibt es dazu eine Geschichte? Ursprünglich wollten wir mal eine Misfits-Coverband sein. Auch wenn wir es nie schafften, ausschließlich im Punk zu bleiben, wurden …

Charlotte Klaus erhielt ein Stipendium an der Universität Bozen. Nun ist sie wieder nach Koblenz zurückgekehrt und berichtet von ihren Erlebnissen. Foto: Teresa Schardt

Around the world: Auslandssemester in Bozen

Auch wenn Charlotte Klaus schon mehrfach in Norditalien war – Südtirol hat die Kulturwissenschaftlerin nie besucht. Das änderte sich mit ihrem Stipendium an der Universität Bozen, durch das sie eine unvergessliche Zeit in den Bergen Südtirols erlebte. Vermissen wird sie, neben den entstandenen Freundschaften und der wunderschönen Umgebung, auch die kulinarischen Spezialitäten. Ein Auslandsemester in Bozen: Die Wahl fiel mir angesichts der dort angebotenen Kurse im Bereich Medienwissenschaft und der wunderschönen Landschaft Norditaliens ziemlich leicht. Darüber hinaus finde ich die in Südtirol vorhandene Zweisprachigkeit mit Italienisch und Deutsch total spannend. So bekam ich Ende März 2017 die Zusage zu meinem Stipendium. Die Bewerbung für das Wohnheim der Universität verlief nach dem Prinzip First come – first get. Mitte Januar bekam ich Bescheid, dass ich die Zeit meines Auslandssemesters in einem Einzelzimmer im Kolping Haus Bozen verbringen würde. Eine Universität mit drei Standorten Und tschüss… ! Sie möchten während Ihres Studiums gern ins Ausland gehen? Dann informieren Sie sich über die Möglichkeiten an unserer Universität und lassen Sie sich von Erfahrungsberichten unserer Studierenden inspirieren. Das Kolpings Haus liegt …

Rebecca Singer unternahm während ihres Erasmus-Semester in Prag einige Ausflüge. So zum Beispiel in die ungarische Hauptstadt Budapest. Fotos: Rebecca Singer

Prag: Politik, Freiheit und Karl der Große

Neben neuen Erkenntnissen im Studium lernte Rebecca Singer während ihres Auslandssemesters fremde Länder, Menschen und Kulturen kennen. Sie verbrachte im Zuge ihres Masterstudiums der Sozial- und Kommunikationswissenschaften ein Semester an der Karlsuniversität in Prag. Anfang 2017 bewarb ich mich für ein ERASMUS-Auslandssemester an der Karlsuniversität – benannt nach Karl dem Großen, der in Tschechien als Held verehrt wird. Ich entschied mich für diesen Standort, da durch die Kooperation mit der Universität Koblenz-Landau schon vieles vorab organisiert werden konnte. Es gibt in Prag passende Kurse zu meinem Studium und ich musste mir wegen des ERASMUS-Stipendiums weniger Sorgen um Geld machen. Außerdem war ich auf ein aufstrebendes, europäisches Land gespannt, das früher der Sowjetunion angehörte und von seiner Geschichte hinter dem Eisernen Vorhang noch immer gezeichnet ist. Mit der Tram durch Prag Die Vorbereitungen waren zwar aufwendig, doch auch von der Vorfreude auf die Reise begleitet. Aus einer Laune heraus bewarb ich mich für einen dreiwöchigen Intensiv-Tschechischkurs an der Universität Prag. Das erleichterte mir den Beginn ungemein. Mit Englisch kommt man im touristischen Teil der Stadt und …

Clara Christner hat ihr Erasmussemester in Polen verbacht. An der Universität Breslau bekam sie einen politischen Einblick in die Geschichte des Landes. Foto: Philipp Sittinger

Polen: Geschichte und Gemütlichkeit

Clara Christner studierte im Master Sozial- und Kommunikationswissenschaften am Campus Landau.  Dass während dieser Zeit auch ein Erasmussemester dabei sein sollte, war für sie selbstverständlich. In der polnischen Stadt Wroclaw (Breslau) entdeckte sie osteuropäische Geschichte und viel urige Gemütlichkeit. Viele Menschen sind überrascht, wenn ich erzähle, dass ich ein Semester in Polen verbracht habe. Aber da ich unbedingt in meinem Fachbereich und auf Englisch studieren wollte, war Polen für mich naheliegend. Außerdem bekommt man im Politikstudium meistens nur die westliche Sicht auf politische Ereignisse vermittelt. Aber gerade den Zerfall des Kommunismus sollte man sich auch aus der Perspektive der betroffenen Länder anschauen. Daher war es für mein Studium sehr bereichernd, in Polen Kurse über die Mediensysteme der postkommunistischen Länder zu belegen. Und tschüss… ! Sie möchten während Ihres Studiums gern ins Ausland gehen? Dann informieren Sie sich über die Möglichkeiten an unserer Universität und lassen Sie sich von Erfahrungsberichten unserer Studierenden inspirieren. Unkomplizierte Organisation Da der Campus Landau mit der Uni Wroclaw (Breslau) eine bestehende Kooperation hat, liefen Bewerbung und Vermittlung reibungslos. Ich konnte am …

Die Welt kennenlernen - mit Erasmus + ist das für Studis, Doktoranden und Mitarbeitende der Uni möglich. Foto: Slava Bowman / Unsplash

Erasmus: Wie organisiere ich mein Auslandssemester?

Neue Wege gehen, die Welt entdecken und Vielfalt erleben: Mit einem Auslandsaufenthalt können Studierende nicht nur ihre Fremdsprachenkenntnisse ausbauen, sondern auch andere Kulturen kennenlernen. Seit mehr als 30 Jahren bieten Universitäten über das Erasmus- Programm den Austausch zwischen Partneruniversitäten in Europa. Welche Möglichkeiten es an der Uni Koblenz-Landau für einen Auslandsaufenthalt gibt und wie man sich bewirbt, verrät Dr. Iryna Shalaginova, Leiterin des Referats für internationale Zusammenarbeit, im Interview. Was ist Erasmus und wer kann davon profitieren? Erasmus ist ein Programm der Europäischen Union zur Förderung von fachlichen, sprachlichen und kulturellen Kompetenzen, das für Studierende aber auch für Mitarbeiter der Universität, Dozenten und Professoren zu Lehr- oder Weiterbildungszwecken attraktive Auslandserfahrungen ermöglicht. Seit 2014 werden die EU-Bildungsprogramme und die Programme für Lebenslanges Lernen unter dem Oberbegriff Erasmus+ (Erasmus Plus) gebündelt. Hierzu gehören auch Programme der schulischen und beruflichen Bildung. Welche Möglichkeiten bietet Erasmus für Studierende? Mit dem Erasmus-Programm können Studierende sowohl an einer Partneruniversität im Ausland studieren als auch bei einem Auslandspraktikum wertvolle Einblicke ins Berufsleben sammeln. Pro Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktor) ist eine Förderung von bis …

KuWi-Studentin Linda Koch verbrachte vier Monate an der Universität in Brixen. Foto: Esther Guretzke

Brixen: Ein Auslandsmärchen in Südtirol

Erasmus mal anders: Kulturwissenschaftsstudentin Linda Koch verschlug es nicht in eine pulsierende europäische Partymetropole. Sie bevorzugte für ihr Auslandssemester die verschneiten Berge Südtirols. Dort lebte sie in einem rusikalen Haus und genoss eine inspirierende Zeit zwischen Wintersport, Rockkonzerten und Meditationsseminaren. “Wenn ich früher an Südtirol dachte, kamen mir Klischees von verschlafenen Bergdörfern in den Sinn”, verrät Linda Koch. Über das Programm Erasmus verschlug es sie nach Norditalien. Die 22-Jährige Koblenzerin wollte Italienisch lernen und erfahren, wie es ist, in einen anderen Land zu studieren. Vier Monate verbrachte sie an der Freien Universität Bozen, die wie ihre Heimatuni aus drei Standorten besteht: Bozen, Brixen und Bruneck. Und wie in Koblenz herrschte auch in Südtirol eine familiäre Atmosphäre am Campus: “Die Menschen sind nett und hilfsbereit. Der Studiengang Kultur- und Kommunikationswissenschaften in Brixen ist sehr klein. Die Universität ist winzig. Gerade dadurch ist eine intensive und individuelle Betreuung möglich.” Wintersport, Talfahrt und Rockkonzert Und tschüss… ! Sie möchten während Ihres Studiums gern ins Ausland gehen? Dann informieren Sie sich über die Möglichkeiten an unserer Universität und lassen …

Griechenland ist mehr als nur eine Auslandserfahrung, es ist zu einem zu Hause für unsere Reporterin geworden. Foto: Hannah Wagner

Baden im November und Schnee auf der Akropolis

Griechenland ist die Wiege der Demokratie, das Land von Olivenöl und Sonnenschein. Viele weitere Facetten des Landes lernt unsere Reporterin Hannah Wagner kennen, denn sie studiert zwei Semester in der griechischen Landeshauptstadt Athen. Für Uniblog berichtet sie von ihren Erfahrungen und rät jedem Studierenden einen Teil des Studiums im Ausland zu verbringen. Und tschüss… ! Sie möchten während Ihres Studiums gern ins Ausland gehen? Dann informieren Sie sich über die Möglichkeiten an unserer Universität und lassen Sie sich von Erfahrungsberichten unserer Studierenden inspirieren. Ich liebe Griechenland! Seitdem ich 2010 das erste Mal auf Kreta arbeitete, bin ich fasziniert von dem Land im Süden Europas, seiner Kultur, den Menschen und der Landschaft. Aber auch wenn ich schon immer gerne durch die Weltgeschichte gereist bin und mich ferne Kulturen und Länder ganz besonders faszinieren, über einen sehr langen Auslandsaufenthalt hatte ich nie ernsthaft nachgedacht. Zu viele Aufgaben und Verpflichtungen in der Heimat gab es zu erledigen. Letztes Jahr dann war Schluss damit: Vereins- und AStA-Vorsitz aufgegeben, Job gekündigt, eine Abschiedsparty geschmissen und von allen verabschiedet. Auf ging es nach Griechenland: Nach einer Sommersaison als …

In Schweden lernte Elena Hamm das Winterwetter zu genießen und trotz Kälte und Dunkelheit viel Zeit in der Natur zu verbringen. Hier wandert sie durch das Gebirge Sylarna. Fotos: Hamm

Schweden: Rauer Winter und herzliche Menschen

Elena Hamm war mit Erasmus Plus ein Semester als Austauschstudentin an der Mittuniversitetet Östersund. Im hohen Norden traf sie auf viel schwedische Hilfsbereitschaft und winterliche Temperaturen. Auch die Art zu studieren war für die 21-jährige Psychologie-Studentin zunächst neu: An ihrer schwedischen Universität gab es kaum Anwesenheitspflicht und umso mehr Eigenverantwortung für die Studierenden.  Noch schnell die letzte Prüfung geschrieben, danach eine Woche Urlaub mit Freunden und dann ging es Ende August 2015 auch schon los: Ich reiste 2000 Kilometer in den Norden nach Östersund, wo ich die nächsten fünf Monate zu Hause sein sollte und an der Mittuniversitetet studierte. Am Flughafen Östersund, der im Übrigen so groß ist wie der Parkplatz am Campus in Landau, wurden wir von unseren Buddies empfangen, was die Ankunft sehr erleichterte. Unsere Helfer fuhren uns nicht nur bis vor die Haustür unseres Wohnheims, sie unterstützten uns auch vor Ort: Sie besorgten Schlüssel, Matratzen und Decken, übersetzen, schleppten Möbel und Gepäck. Diese Art von Hilfe war für mich neu, ist aber in Schweden selbstverständlich. Und tschüss… ! Sie möchten während Ihres Studiums …

Matthias Deisen aus Koblenz studiert seit Januar im verschneiten Finnland und ist begeistert. Foto: Privat

Finnland: Im Land der 1000 Seen

Seit Januar ist Matthias Deisen als Austauschstudent im Rahmen des europäischen Erasmus-Plus-Programms in Joensuu, an der University of Eastern Finland. Bis Juni bleibt der 22-jährige Koblenzer Informatik-Student noch im östlichsten der skandinavischen Länder. Er ist begeistert von der Landschaft, den internationalen Kontakten und dem finnischen Bildungssystem. Warum Finnland – und dann auch noch im Winter? Das ist eine Frage, die man sich durchaus stellen kann und die ich auch schon Freunden und Bekannten beantwortet habe: Ich wollte schon immer die Nordlichter sehen und einen richtig schönen Winter mit viel Schnee verbringen. Da das finnische Bildungssystem als eines der Besten in Europa gilt, fiel mir meine Entscheidung nicht schwer: Finnland, das Land der 1000 Seen sollte es werden. Vor einem Jahr entschloss ich mich also kurzerhand für die Bewerbung auf einen Studienplatz in Finnland und wurde im Rahmen des Erasmus-Plus-Programms ausgewählt. Atemberaubende Landschaften Erwartungen hat man im Vorfeld natürlich immer eine Menge. Aber es ist nicht alles so, wie man es sich vorstellt: Die Nordlichter habe ich zwar mittlerweile gesehen und sie sind wirklich eindrucksvoll und ein atemberaubendes Naturspiel, aber der …