Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ehrenamt Landau

Ohne ihre Arbeit als Tanztrainerin wäre Melissa Morbach wohl nie auf die Idee gekommen, Grundschullehramt zu studieren. Foto: Philipp Sittinger

Der Tanz ins Studium

Melissa Morbach arbeitet ehrenamtlich als Tanztrainerin in einem Turnverein. Ihr Engagement hat sie darin bestärkt, ein Grundschullehramtsstudium am Campus in Landau aufzunehmen. Ohne ihr Ehrenamt wäre ihre Berufslaufbahn anders verlaufen, da ist sich die Studentin heute sicher. Melissa Morbach, die selbst seit ihrem sechsten Lebensjahr tanzt, ist zwei bis drei Mal in der Woche als Trainerin für ihren Verein im Einsatz. Seit 2011 leitet sie die Jugendabteilung und arbeitet vor allem mit Kindern und Jugendlichen. „Durch die Arbeit im Turnverein kam ich erst darauf, Grundschullehramt zu studieren. Nach der Schule dachte ich, die Arbeit als Lehrerin würde mir die Lust nehmen, auch noch in meiner Freizeit mit Kindern zu arbeiten“, erklärt sie. Nach einem Jahr als Au-Pair in Australien schrieb sich Morbach für das Grundschullehramt mit den Fächern Englisch und Mathematik an der Universität Koblenz-Landau ein. “Ohne meine frühen Einblicke in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wäre meine Berufslaufbahn bestimmt anders verlaufen“, schlussfolgert die Tanztrainerin. Ein Thema vertanzen Die Serie Sich für andere einsetzen und selbst dazulernen – ein Ehrenamt kann das Studium inhaltlich bereichern …

Achim Ditscher studiert nicht nur Lehramt in Landau, sondern ist auch Leiter einer Pfadfindergruppe. Foto: Philipp Sittinger

Ehrenamtlicher Betreuer bei den Pfadfindern

Feuer machen, Zelte aufbauen, Knoten binden: Der Landauer Lehramtsstudent Achim Ditscher ist Leiter einer Pfadfindergruppe und zeigt Kindern ehrenamtlich, wie man in der freien Natur überleben kann und in der Gemeinschaft gut miteinander auskommt. „Ich bin, mit Unterbrechungen, seit meiner Kindheit bei den Pfadfindern. Seit drei Jahren bin ich Leiter einer Gruppe, die zur Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) gehört. Wir sind eine katholische Organisation und mein Stamm fällt in den Zuständigkeitsbereich der Diözese Speyer“, sagt Achim Ditscher. Der Begriff “Stamm” bezeichnet dabei den Zusammenschluss der Pfadfindergruppen aller Altersstufen eines Ortes. Ditscher, der Grundschullehramt im Master in Landau studiert, leitet mit zwei bis drei weiteren Pfadfindern die jüngste Gruppe in seinem Heimatort Maxdorf. „Wir betreuen die jüngsten Mitglieder unseres Stammes. Sie werden ‘Wölflinge’ genannt und sind sieben bis zehn Jahre alt“, erläutert er. Während der Schulzeit trifft sich die Gruppe wöchentlich. Teamgeist und Gruppendynamik, darum geht es bei den Pfadfindern in der Hauptsache. Die 15 bis 20 Kinder, die Ditscher in seinem Stamm betreut, lernen, die Natur zu respektieren und in ihr zurecht zu kommen. …

Fotos: Philipp Sittinger

Die erste Studentin in der Familie

Wenn Abiturienten kurz vor ihrem Abschluss stehen und sich auf das Studium vorbereiten, können sie oft auf die Erfahrungen ihrer Eltern zurückgreifen. Die Studentin Jennifer Siegert engagiert sich in der Organisation ArbeiterKind, um Schülern beim Studieneinstieg zu helfen, deren Familien keinen akademischen Hintergrund haben. Das hat auch persönliche Gründe: Siegert ist die erste Studentin in ihrer Familie. Für Jennifer Siegert war es nicht immer klar, dass sie eines Tages studieren wird. Selbst als sie nach der Grundschule auf das Gymnasium kam, war der Weg an die Uni keine selbstverständliche Perspektive. Während die Eltern ihrer Mitschüler bei Vorträgen und Hausaufgaben helfen konnten, war Siegert auf sich allein gestellt. Als sich Siegerts Noten verschlechterten, bekam sie von der Mutter eines Freundes den Tipp, auf ein berufliches Gymnasium zu wechseln. An diesem Punkt wendete sich das Blatt: Siegert musste keine ungeliebten Fremdsprachen lernen, sondern hatte Unterrichtsfächer wie Psychologie und Pädagogik. Ihr Interesse war geweckt, ihre Noten verbesserten sich und die Idee, eines Tages Psychologie zu studieren, war geboren. Unterstützung von außen Die Serie Sich für andere einsetzen und …

Klara Ventz arbeitet ehrenamtlich im Landauer Café Asyl und engagiert sich in der Flüchtlingshilfe. Foto: Philipp Sittinger

Für ein Miteinander im Café Asyl

Klara Ventz liebt ihr Ehrenamt. Seit vier Jahren engagiert sie sich im Café Asyl, einem Begegnungstreff für Geflüchtete in Landau. Der Mix aus verschiedensten Kulturen, Religionen und Persönlichkeiten hat ihr gezeigt, was Respekt und Toleranz bedeuten. Wer sind Sie? Mein Name ist Klara Ventz, ich bin 23 Jahre alt und studiere im zweiten Mastersemester Lehramt Sonderpädagogik mit dem Schwerpunkt Sozialemotionale Entwicklung. Ich komme aus dem Ruhrgebiet, bin aber seit 2013 in Landau und habe meinen Bachelor auch hier gemacht. Welches Ehrenamt üben Sie aus? Ich engagiere mich im Café Asyl. Die Initiative wurde 2014 gegründet, weil immer mehr Menschen mit Fluchthintergrund nach Landau kamen und es keine adäquate Anlaufstelle gab, um sich in ungezwungener Atmosphäre zu treffen. Seitdem haben wir ehrenamtlichen Mitarbeiter das Konzept immer wieder anhand der Bedarfe der Geflüchteten weiterentwickelt. Seit 2017 sind wir ein eingetragener Verein. Was ist das Besondere am Café Asyl? Die Serie Sich für andere einsetzen und selbst dazulernen – ein Ehrenamt kann das Studium inhaltlich bereichern und den Horizont erweitern. In unserer Rubrik “Ehrenamt: Studis engagiert” zeigen Studierende, welche ehrenamtlichen Beschäftigungen sich anbieten und wie man die …