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Summer Schools: Mit ausländischen Studierenden gemeinsam lernen

Internationale Politik ist eines der wissenschaftlichen Steckenpferde von Politikprofessor Siegmar Schmidt. Seinen Studierenden die Möglichkeit zum interkulturellen Austausch über politische und gesellschaftliche Fragen zu geben, ist ihm daher besonders wichtig. Drei internationale Summer Schools betreut er derzeit: Mit Polen, Russland und Singapur. Studierende aus Deutschland und den Partnerländern diskutieren und lernen dabei viel über aktuelle politische Themen. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

In den Summer Schools sollen Studierende auf Tuchfühlung mit dem Ausland gehen können, ohne ein ganzes Semester fern von der Heimat verbringen zu müssen. „Seit der Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse hat die Mobilität der Studierenden deutlich abgenommen“, bedauert Siegmar Schmidt. Alle wollten zügig zu ihrem Abschluss kommen und keine Zeit mit einem Auslandssemester vertun. Daher seine Idee, zu bestimmten Themen Intensiv-Seminare mit ausländischen Studierenden anzubieten.

Ausgetauscht, diskutiert und voneinander gelernt wird vor allem in der Europäischen Akademie Otzenhausen, die auch (zusammen mit anderen Institutionen) Sponsor der Summer Schools ist, sowie an den Partnerhochschulen in Sankt Petersburg und im polnischen Breslau. Basis für die Diskussionen sind Vorträge. „Zu jedem Thema laden wir DIE Experten ihres Fachs ein“, freut sich Schmidt. Praktische Eindrücke sammeln die Studierenden bei Exkursionen, beispielsweise zum Gerichtshof der Europäischen Union in Luxemburg oder zur Europäischen Kommission und zum Europäischen Parlament in Brüssel. Dort stehen Gespräche mit Politkern wie Reinhard Bütikofer auf dem Programm.

Auf dem Programm der Summer Schools: Ein Blick hinter die Kulissen europäischer Institutionen. Foto: privat

Auf dem Programm der Summer Schools: Ein Blick hinter die Kulissen europäischer Institutionen. Foto: privat

Derzeit gibt es drei Intensiv-Seminare im Angebot: In Kooperation mit Petersburg zum Thema „Russland und die EU“ jeweils im Juli, der Gegenbesuch in der Zarenstadt erfolgt dann im März. Mit der Singapore Management University Anfang Mai in Otzenhausen zu Fragen der regionalen Integration in der EU und im asiatischen Raum. Und mit Universitäten aus Brüssel, Bukarest, Wroclaw und Babes-Bolyai (Klausenburg) zum Thema „Demokratie“ in Breslau Ende Juni im Rahmen eines EU-Förderprogramms.

Nicht nur für Politikwissenschaftler

Vorrangig sind die Intensiv-Kurse für Bachelor-Studierende ab dem 3. Semester der Fachrichtungen Lehramt Sozialkunde und Sozialwissenschaften. Denn in Absprache mit Siegmar Schmidt und den zuständigen Kollegen anderer Fächer kann die Summer School als Veranstaltung oder in Kombination mit Sonderleistungen sogar als einzelnes Modul anerkannt werden. Doch auch Studierenden anderer Fachrichtungen stehen die Türen offen. Voraussetzungen sind Interesse an politischen Themen und gute Kenntnisse der englischen Sprache, da die Veranstaltungen und Diskussionen auf Englisch laufen. „Für die Studierenden ist das eine tolle Chance auf interkulturelle Begegnungen, Neues zu lernen und gleichzeitig eine Fremdsprache zu trainieren“, resümiert Schmidt. Da die Kosten durch Sponsoren und im Falle Wroclaws durch die EU bezuschusst werden, hält sich die Eigenbeteiligung in einem überschaubaren Rahmen. Wer Interesse an den Intensiv-Kursen hat, muss sich bei Professor Schmidt bewerben. „Ich führe mit den Bewerbern ein persönliches Gespräch, da die fachlichen und fremdsprachlichen Ansprüche durchaus hoch sind“.

Programm in Landau in Planung

Angespornt von der Qualität der Seminare und dem Nutzen für seine Studierenden, plant Schmidt bereits ein neues Projekt: Zusammen mit dem Road College in Memphis möchte er ein Seminar in der Landauer Region und dem Elsass anbieten. Durchaus könnten sich auch andere Fachrichtungen an die Summer Schools anhängen. „Ich bin da absolut offen für Gespräche“, sagt Schmidt.

Kerstin Theilmann

Für Rückfragen steht Siegmar Schmidt zur Verfügung. An ihn gehen auch die Bewerbungen für die Intensiv-Seminare.

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