Start up: Gründergeschichten
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nightster: Eine App lotst durch das Nachtleben

Erfolg mit nightster: Die drei Gründer als stolze Gewinner des Startup-Weekends in Ludwigshafen. Foto: Nicole Bouillon Fotografie. Erfolg mit nightster: Die drei Gründer als stolze Gewinner des Startup-Weekends in Ludwigshafen. Foto: Nicole Bouillon Fotografie.

Endlich Feierabend und Zeit zum Ausgehen mit Freuden – aber wohin? Die neue kostenlose App nightster zeigt Nutzern die Events, die zu ihren persönlichen Vorlieben passen. Und das inzwischen in über 10 Städten mit 350 Locations – Tendenz steigend.

Das Team von nightster, das sind drei Koblenzer Studierende: Martin Kastner (26) studiert Computervisualistik, Marco Denecke (28) Business Management und Andreas Demmel (24) studiert Operations Management. Kennengelernt haben sich die Jungs im Oktober 2014 beim ersten Startup-Weekend in Koblenz. Dort stellte jeder Teilnehmer seine Geschäftsidee einer Jury und den anderen Teilnehmern vor. „Wir Drei kamen ins Gespräch, weil unsere Ideen in eine ähnliche Richtung abzielten“, erzählt Marco Denecke. Der erste Prototyp der App erreichte am Ende des Wochenendes leider nur Platz fünf. Doch die drei Gründer ließen sich nicht entmutigen und fuhren mit ihrer Idee zu einem weiteren Startup-Weekend nach Ludwigshafen, wo sie mit einem neuen Design der App nicht nur neue Mitarbeiter, sondern auch den ersten Platz gewannen.

Soziales Netzwerk speziell für das Nachtleben

Wie viele gute Ideen ist auch diese durch ein konkretes Problem entstanden: „Wir wollten am ersten Abend des Startup-Weekends gemeinsam in die Stadt und wussten nicht, wo wir hingehen sollen, wo am meisten los ist und welche Events an dem Tag stattfinden – und das, obwohl wir alle drei aus Koblenz kommen“, erinnert sich Kastner. Inzwischen hat die App über 700 Nutzer. Und immer wieder erreichen Wünsche nach neuen Städten und Locations das Entwicklerteam. Bisher werden alle Events noch per Hand in die Datenbank eingetragen. Diese Arbeit ist für das relativ kleine Team von zehn Leuten, von denen viele ehrenamtlich und nur zeitweise an dem Projekt arbeiten, recht mühsam. Deshalb tüfteln Kastner, Denecke und Demmel im Moment an einer Automatisierung der Eventplanung.

Einmal Gründer, immer Gründer

Ein Unternehmen zu gründen, nimmt viel Zeit in Anspruch und kann Nerven kosten: Den drei nightster-Jungs gefällt die gesamte Startup-Kultur trotz aller Herausforderungen, denn sie bietet kreative Entfaltungsmöglichkeiten, kurze Wege des Ideenaustauschs und viel Eigenverantwortung. „Was mich an unserem Startup enorm motiviert, ist die hohe Dynamik. Kein Tag ist wie der andere, man lernt immer dazu und steht ständig unter Strom“, sagt Martin Kastner. „Und wenn eine Unternehmung scheitert, dann probiert man die nächste und kann die gesammelten Erfahrungen an anderer Stelle vielleicht noch einmal nutzen“, ergänzt Andreas Demmel.

Gründungsexperten helfen weiter

Unterstützt wird die junge Firma derzeit vom Gründungsbüro Koblenz, das vor allem durch konzeptionelle Beratung und strategische Expertise sowie durch Sachleistungen wie T-Shirts weiterhilft. „Durch ihr Know-how schaffen es die Mitarbeiter des Gründungsbüros immer wieder, uns auf unsere potenziellen Problemstellen aufmerksam zu machen. So lassen sich einige Fehler vermeiden, die wir ohne deren Mithilfe schmerzlich erfahren hätten“, weiß Martin Kastner. Die drei Gründer sind immer auf der Suche nach fähigen und engagierten Mitarbeitern sowie finanzieller Unterstützung. Ihr Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad der App zu steigern und die Dienste auf ganz Deutschland auszuweiten.

Für Fragen und Anregungen steht das nightster-Team unter info@nightster.net zur Verfügung. Die App gibt es zum kostenfreien Download unter www.nightster.net

Adrian Müller

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