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Fit für Studium und Beruf: Neues Kompetenzzentrum stärkt Soft Skills

Das KSB bietet unter anderem ein umfangreiches Angebot zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen. Foto: Fotolia Das KSB bietet unter anderem ein umfangreiches Angebot zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen. Foto: Fotolia

Life long learning – der Erwerb von Schlüsselkompetenzen ist für Studierende und Nachwuchswissenschaftler wichtig. Schon früher gab es Ansätze zu solchen Angeboten an unserer Universität: das Programm Schlüsselkompetenzen (PSK) in Koblenz und das Integrierte Schlüsselkompetenz- und Weiterbildungszentrum (ISWZ) in Landau. Diese Angebote bündelt und vernetzt seit 2012 campusübergreifend das Kompetenzzentrum für Studium und Beruf (KSB). UniBlog sprach mit den beiden Geschäftsführerinnen Dr. Kathrin Ruhl (Koblenz) und Dr. Irene Lamberz (Landau) über die Besonderheiten der neuen Einrichtung, ihren Start und den Nutzen des KSB für Studierende und Nachwuchswissenschaftler.

Was ist neu am Konzept des KSB?

Dr. Kathrin Ruhl: Das Programm Schlüsselkompetenzen hat in den vergangenen Jahren am Campus Koblenz Schlüsselkompetenzkurse organisiert. Die Aufgabe der Kursorganisation hat das KSB übernommen. Es bietet jedoch nicht nur curricular verankerte Kursangebote an und entwickelt diese weiter. Es koordiniert auch übergeordnet Einrichtungen und Initiativen. So werden sie sichtbarer.

Dr. Irene Lamberz: Das ISWZ hat Schlüsselkompetenz­angebote auch in Landau erfolgreich etabliert. Das Tutorenprogramm am Campus Landau ist dafür ein Beispiel und hat echte Pionierarbeit geleistet. Aus dem Schlüsselkompetenzangebot des ISWZ konnten wir nach Einzelgesprächen mit Referenten einzelne Workshops weiterführen. Je nach Verankerung in den jeweiligen Lehrplänen können sich die Studierenden hierfür ECTS-Punkte anrechnen lassen.

Die Geschäftsleitung kam im Oktober 2012 in das KSB, einige Stellen waren schon vorher besetzt. Wie war Ihr Einstieg?

Lamberz: Wir wurden mit offenen Armen empfangen und haben ein tolles Team vorgefunden. Vieles wurde schon im Vorfeld entwickelt, die  Koordination und Integration dieser Einzelentwicklungen zu leisten, ist jetzt unsere Aufgabe.

Ruhl: Wir mussten gerade zu Beginn viel moderieren, Fakten zusammentragen, Erhebungen zum Bedarf der Studierenden durchführen, um das bisher Geleistete zu integrieren.

Irene Lamberz. Foto: Privat

Dr. Irene Lamberz. Foto: Privat

Kathrin Ruhl.

Dr. Kathrin Ruhl.


Sie teilen sich die Geschäftsführung. Wie funktioniert so etwas bei einer Distanz von knapp 180 Kilometer?

Ruhl: Die Geschäftsführungen sind zwei Profillinien zugeordnet. Meine Kollegin ist für die Profillinie „Studium“ zuständig, ich verantworte die Profillinie „Beruf und wissenschaftlicher Nachwuchs“. Dadurch sind wir campusübergreifend tätig.

Lamberz: Die Einwirkung am anderen Campus erfordert viel Geschick und Feingefühl, außerdem müssen wir uns bei so vielen Terminen sehr gut selbst organisieren. Und wir stimmen uns natürlich eng ab. Wir haben regelmäßige Meetings auf den Campi. In gemeinsamen campusübergreifenden Teammeetings in Mainz geht es neben inhaltlichen Themen auch um das Zusammenwachsen als Team.

Was dürfen die Studierenden und Promovierenden in Zukunft vom KSB erwarten?

Ruhl: Für den Profilbereich der Schlüsselkompetenzkurse im Zwei-Fach-Bachelor haben wir im ersten Semester bereits ein gutes Programm auf die Beine gestellt und differenzieren es weiter. Wir bieten Kurse an, die im Studium unterstützen, und auch Kurse, die auf den Übergang in das Berufsleben vorbereiten. Aus Online-Befragungen werden wir auch die Rückmeldungen der Studierenden einbinden.

Lamberz: Um das Angebot flächendeckend zu sichern, entwickeln wir innovative Modelle, die bedarfsgerecht sind Die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bringen, ist manchmal ein Spagat, macht aber auch Spaß.

Was schätzen Sie aneinander?

Lamberz: Da ich neu an die Universität kam und mehrere Jahre außerhalb des Hochschulbetriebs tätig war, ist es für mich sehr hilfreich, dass Frau Ruhl über langjährige Erfahrung aus früheren – auch campusübergreifenden – Projekten verfügt. Im Übrigen schätze ich ihre strukturierte und gründliche Art, die Dinge anzugehen.

Ruhl: Frau Lamberz bringt in unser Tandem kreative Ideen ein und ist offen für Neues. Außerdem bringt sie Erfahrungen aus dem wirtschaftlichen Arbeitskontext mit und hat einen anderen Blick auf unsere Strukturen. Vor allem letzteres hilft mir dabei, Dinge noch mal anders zu betrachten oder neu zu bewerten.

Birgit Förg

 

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