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Fetziger Sound aus Landau: Psychologie-Studenten sind „Gaspard Filou“

„Dreckig, energetisierend, ernst“: So würden die Bandmitglieder von Gaspard Filou ihren eigenen Sound beschreiben. Nicht nur ihr gemeinsames Studienfach Psychologie verbindet die vier Kommilitonen. Seit dem vergangenen Sommer erobern sie mit ihrer neuen Live-Band die Bühnen in und um Landau.

Diese Jungs gibt es nicht digital. Denn wer die musikalische Vielfalt von Felix Göttert, Robin Friedel, Lukas Proll und Marius Vogt hören möchte, der muss zu ihren Live-Auftritten kommen. Rund elf Songs zum Hören, Hüpfen und Rocken hat das Quartett bislang im Gepäck. Manche Lieder entstehen spontan beim gemeinsamen Spielen: „Als atmosphärische Basis benutzen wir oft am PC programmierte Rhythmen und füllen diese dann mit unseren musikalischen Ergüssen“, verrät Proll. Stilistisch serviert die Band einen unbeschwerten Mix, vereint die letzten vierzig Jahre Musikgeschichte zu einem neuen Sound. „Unsere Songs sind sehr vielfältig. Wir haben Pop-, Rock- und Funk-Einflüsse in unseren Stücken, sogar Reggae ist dabei. Diesen Mischmasch kann man wahrscheinlich am besten dem Genre Crossover oder Indie zuordnen“, erklärt Robin Friedel.

Dabei steht für die Gruppe der Spaß immer an erster Stelle: „Uns unterscheidet von anderen Bands, dass wir uns selbst nicht so ernst nehmen. Vieles, was wir auf der Bühne machen, ist frei und spontan aus der Lamäng“, erzählt Schlagzeuger und Percussionist Marius Vogt. Felix Göttert und Robin Friedel sind  die kreativen Köpfe des Quartetts. Sie schreiben Melodien und Texte selbst, sind für Gesang und Gitarre verantwortlich. Lockenkopf Lukas Proll steht mal am Bass, mal Kontrabass, oder er bedient das Stylophon. Sein Markenzeichen ist sein Bühnenoutfit: Proll trägt gerne ein Frottee-Schweißband um die Stirn. Mit Gaspard Filou durften die vier Hobby-Musiker in den letzten Monaten bereits in Bars, auf Weinfesten und offenen Bühnen in und um Landau auftreten.

Die Bandmitglieder fanden über ihren Studiengang Psychologie am Campus Landau zueinander. Im vergangenen Jahr trafen sich die vier Studenten immer öfter zum lockeren Jammen und merkten schnell, dass sie auch musikalisch gut harmonieren. Robin Friedel erinnert sich: „Die guten Vibrationen sind gleich übergesprungen. Der Funke war da, wir haben musikalisch unheimlich gut zusammen funktioniert.“ Ihre Lieder lassen sich nicht in vorgefertigte Formen pressen, auch auf der Bühne geht es unkonventionell zu. „Oft schmeißen wir kurz vorm Konzert unser Konzept um und machen Dinge spontan.“ Für die Zukunft wünschen sich die Musiker, noch mehr Menschen bei ihren Auftritten „in Verzückung treiben zu dürfen“.

Katharina Greb

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