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Es war einmal: Märchen neu interpretiert

Hinter dem Modul “Medienpraxis” der Kulturwissenschaftstudierenden am Campus Koblenz verbergen sich vielfältige und spannende Projekte im Umgang mit Medien. Hier wird nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch praktisch gearbeitet. Die Ergebnisse der Medienpraxis-Projekte werden jedes Jahr am Tag der Kulturwissenschaft präsentiert. UniBlog stellt die Projekte in einer kleinen Serie vor. Heute: Märchenbücher gestalten.

Hänsel und Gretel, Rapunzel oder Frau Holle: Märchen regen die Fantasie an. Wer hat sich nicht schon ein anderes Ende für das Lieblingsmärchen ausgemalt? Studierende der Kulturwissenschaft haben genau das ausprobiert. Im Rahmen des Seminars “Rotkäppchen mit Erdbeerhut. Visualisierung von Märchen, Illustration, Bilderbuch, Comic” interpretierten sie bekannte Märchen neu. Alexandra Gorbatcheva etwa illustrierte ihr Lieblingsmärchen “Die zwölf Monate”. Es erzählt die Geschichte eines Mädchens, das im Wald alle vier Jahreszeiten und deren Vegetation erlebt. Gorbatcheva verwendete für die Gestaltung natürliche Materialien, um die Landschaft möglichst naturgetreu nachzubilden.

Beim Gestalten der Märchenbücher waren den Studierenden der Pädagogik, der Kulturwissenschaft und der Kunstwissenschaft keine Grenzen gesetzt.  Von kleinen, feinen Zeichnungen über abstrakte Gemälde bis hin zu Scherenschnitten und Collagen sind alle Kunstformen vertreten. Das bekannte Märchen der Bremer Stadtmusikanten beispielsweise wird in einer Collage nacherzählt. Es wirkt so um einiges spannender und moderner und ist damit auch für Jugendliche und Erwachsene einen Blick wert. Das Märchenbuch zu Hänsel und Gretel wiederum wurde speziell für Erwachsene konzipiert und gestaltet und legt einen Schwerpunkt auf die gruseligen und nicht kindgerechten Szenen. Eine Studierende resümiert: “Das Neu- oder Umschreiben der Märchen hat mir am meisten Spaß gemacht”, sagt Marie-Therese Hunger.

Das theoretische Fachwissen erlernten die Seminarteilnehmer von Prof. Dr. Dietrich Grünewald. Die Studierenden analysierten verschiedene Märchen und Stilmittel. Übungen zum kreativen Schreiben und zur kreativen Darstellung standen auch auf dem Lehrplan. So sind viele spannende und vor allem unterschiedliche Projekte entstanden. (lis/gio)

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